Ukuleletreffen in Giesing (nebst anderem)

Blaumeise an Wassernapf

Samstag auf Dinnerparty, Sonntag Biergarten in Augsburg, Montag Treffen mit ehemaligem Kollegen, Dienstag Ukuleletreffen – jetzt reicht es mir erst einmal mit den Menschen; ich freue mich darauf, einen Abend mit Frau Rau zu Hause zu verbringen.

Aber dieses Ukuleletreffen, das war eine große Sache. Wir treffen uns etwa einmal im Monat, es war das 34. Treffen, ich bin dabei seit dem fünften oder sechsten Treffen, wechselnde Locations. Und dieses Mal haben wir eine sehr schöne Heimat gefunden, das Giesinger Bräu in, uh, Giesing:

Screenshot Webseite Ukulele Tuesday

So richtig mit Ankündigung als „Ukulele Tuesday“. Dreißig Ukulelespieler und -spielerinnen, zwei Beamer und zwei Monitore, und mit fortschreitendem Verlauf des Abends dann auch Diskokugel und Mikrofon. Publikum. Einen bühnenerfahrener Spieler machte den Conférencier, lockte sogar Publikum nach vorne (ein Pärchenjubiläum), ermunterte andere ans Mikrofon zu kommen – und dann kam die eine Spielerin heraus, die Amy Winehouse singen konnte, die andere Michael Jackson, ein dritter meldete sich bei Johnny Cash, eine vierte war Spanisch-Muttersprachlerin und widmete sich den spanischen Nummern im Songbook. Sehr, sehr rege.

Ukulelespieler vor Beamer

Ein besonderer Dank unserem Cajón-Spieler, der eigentlich auch lieber mehr Ukulele spielen würde, aber die Percussion kommt sooo gut in der Gruppe. Ich bin um halb elf gegangen, lange bevor es vorbei war. Nächstes Treffen ist wieder in Giesing am 11.9.2018, achtzehn Uhr – und danach wahrscheinlich sogar vierzehntägig statt monatlich. Kann ich nur empfehlen. Aber wer singen kann, wird vors Mikro gezerrt, damit muss man dann rechnen.

Weniger spektakuläre Nachrichten: Der Wassernapf wird von den Vögeln angenommen, nicht häufig, aber doch ab und zu. Amsel und Buntspecht waren schon dran, die Meisen habe ich sogar fotografiert:

Blaumeise an Wassernapf

Kohlmeise an Wassernapf

(Außerdem noch irische Kartoffelpfannkuchen gemacht. Halb aus Kartoffelbrei, halb aus rohen geriebenen Kartoffeln, mit etwas Mehl und einem Ei drin. Rezept.)

Zadie Smith, Swing Time (und viele, viele Musical-Ausschnitte)

In meiner Leserunde gelesen. Vorab: Viel werde ich gar nicht zu dem Buch sagen. Es hat mir auch nicht sehr gefallen. Interessiert hat es mich durchaus, weil mich zwei oder drei Nebenthemen des Buchs interessierten – ansonsten war es nicht so das meine. Es geht darin um die Freundschaft der Protagonisten mit der gleichaltigen Tracey. Sie wohnen in der selben eher heruntergekommenen Nachbarschaft, haben aber ganz verschiedene Mütter; beide Kinder gehen ins Ballett und lernen Tanz. Sie verlieren sich aus den Augen; die Protagonistin wird Assistentin bei dem an Madonna angelehnten Musikstar Aimee. Ein Großteil der zweiten Hälfte spielt in Afrika, wo Aimee an der Organisation der wohltätigen Pläne Aimees und der Adoption eines Kindes beteiligt ist. Am Ende verliert die Protagonistin ihren Job, nimmt aber wieder Kontakt zu Tracey auf, die, etwas abgedreht, der Mutter der Protagonistin, inzwischen Lokalpolitikerin, Ärger bereitet.

Interessant und lehrreich sind die Passagen in Afrika, die hochfliegenden Pläne von Aimee, die zum Scheitern verdammt sind. Wichtig für das Buch ist die Freundschaft der beiden Mädchen und die Rollen der Mütter. Aber die Protagonistin selber fand ich nicht interessant, und sie ist auch die Erzählerin (ohne konkreten Erzählanlass).

Dennoch habe ich das Buch mit Genuss und Belehrung gelesen. Tracey driftet ab in obskure Chaträume im Internet und hängt Verschwörungstheorien an; das taucht nur ganz am Rand auf, aber dennoch ist es ein Thema, das mich interessiert: da gibt es meine geliebte Echsenmenschen-Verschwörung (S. 94, S. 399) und den ehemaligen Frühstücksfernseh-Reporter, der sie propagiert (S. 93 – nach dem Vorbild David Icke?); eine „secret eighteenth-century Bavarian sect“ bleibt namenlos, aber erst neulich schrieb ich über sie. In Afrika wird oft gefragt, ob dieser oder jene mächtige Star „Illuminati“ sei.

Schon einmal gehört hatte ich von der Nation of Gods and Earths, einer „afroamerikanische[n] gesellschaftlich-religiöse[n] Bewegung“ (Wikipedia), aber viel vergessen; hier bekam ich eine Auffrischung. Viele Leute aus der Hip-Hop-Szene hängen ihr an, viel Hip-Hop-Slang hängt damit zusammen, etwa das „Word“ als Äquivalent eines bestätigenden Aussagesatzes. Nu, es ist eine Religion oder eine esoterische Weltanschauung, klingt jedenfalls reichlich suspekt. Die Bewegung heißt auch Five Percent Nation, weil laut der Lehre 85% der Menschen ignorant sind der Wahrheit gegenüber, 10% wissend, aber böse, und nur 5% wissend und gut.

Aber noch mehr interessiert hat mich das eigentliche große Thema des Buchs: Tanz, und kulturelle Aneignung. Swing Time heißt das Buch und ist benannt nach einem der RKO-Musicals mit Fred Astaire und Ginger Rogers aus dem Jahr 1936. Nicht das beste aus der Reihe, The Gay Divorcee (1934) und Top Hat (1935) sind besser, aber Smith lässt ihre Protagonisten diese Tanzszene sehen:

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Und erst spät fällt der Heldin – schwarz, wie ihre Freundin ebenso – auf, dass Fred Astaire „Bojangles of Broadway“ in blackface tanzt. Blackface: Das ist die Konvention, dass ein weißer (oder auch schwarzer) Entertainer – Schauspieler, Tänzer – sich mit Schminke als Schwarzer maskiert; im 19. und frühen 20. Jahrhundert in den USA durchaus üblich, noch bis 1955 gab es die Sendung „Amos ’n‘ Andy“ im amerikanischen Fernsehen mit zwei Weißen in Blackface in schwarzen Rollen. (Begonnen hatte sie 1928 als Radiosendung.) Heute wird blackface meist als unsensibel, beleidigend, anstößig empfunden.

Die Fred-Astaire-Nummer ist ein Tribut an Bill „Bojangles“ Robinson, einen berühmten Steptänzer – aber schwarz, und deswegen kein so großer Star wie die weißen Tänzer. Hie sieht man ihn, etwa ab Minute 2, in Stormy Weather (1943), fünfundsechzigjährig:

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Tatsächlich war Astaire gar kein so großer Robinson-Fan. Robinson tanzte vor allem mit den Füßen, der Oberkörper blieb relativ ruhig, und das lag Astaire nicht. (Am bekanntesten sind seine Nummern, wie er Treppen hinauf und herunter tanzt, allein oder mit Shirley Temple). Mehr schätzte Astaire John W. Bubbles, hier in Cabin in the Sky (1943):

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Am ausführlichsten beschreibt Zadie Smith aber eine Nummer aus Ali Baba Goes to Town (1937). Dieser Film ist ein wenig von Mark Twains A Connecticut Yankee at King Arthur’s Court inspiriert (Blogeintrag); Eddie Cantor wird in der Jetztzeit in Schlaf versetzt und wacht in Tausendundeiner Nacht auf, macht doch Karriere und Feinde, bevor er am Ende wieder aufwacht. Für Tracey und die Protagonistin ist diese Szene besonders wichtig, weil sie in ihrer zum ersten Mal auf die schwarze Tänzerin Jeni Le Gon stoßen, an deren Stil und Namen sich Tracey orientiert. (Hier sieht man Jeni Le Gon 2008, zweiundneunzigjährig.)

Aber die Nummer ist auch aus einem anderen Grund im Buch, und zwar weil sie etwas über das Verhältnis zwischen Weißen und Schwarzen sagt, über deren Darstellung, über Tanz, über das Abschauen und Übernehmen von Tanzbewegungen. Jeni Le Gon taucht ab 3:44 auf, aber die ganze Nummer ist sehr sehenswert:

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Leider fehlt in diesem Ausschnitt die vorhergehende Minute, anhand derer man die Handlung erst richtig einordnen kann. Hier ist eine – russisch unterlegte – Fassung des kompletten Films, etwa um 29:20 beginnt die Szene. Eddie Cantor begegnet in diesem märchenhaften Bagdad einer Gruppe von Musikern, frisch aus Afrika, die teilnahmslos bleiben und sich am Trubel nicht beteiligen – sie sprechen die Sprache dort nicht, und niemand spricht ihre Sprache. Eddie Cantor versucht es mit Französisch, Spanisch, Italienisch und Jiddisch, bevor ihm – und damit beginnt der Ausschnitt oben – die Idee kommt, es mit dem Ruf „Hi-de-hi-de-ho“ zu probieren. Und darauf reagieren die Musiker! Cantor singt ihnen dann von ihrer und ihrer Musik fantastischen Zukunft vor: „a thousand years from today: there’s gonna be a Harlem“. Und dann erzählt er ihnen vom Swing.

Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Blackface, der Foxtrott-Rhythmus, die Phantasieinstrumente, die Karikaturen. Die drei ungewohnt dicken Tänzerinnen. Wenn diese ab 7:30 im Winkel von 45 Grad stehen, hat man das damals noch mit an den Boden genagelten Schuhen gemacht; Michael Jackson hat sich dazu eine besondere Konstruktion patentieren lassen (schreitb Zadie Smith).

Wie kommt es, dass diese Musiker keine europäischen Sprachen verstehen, aber auf Hi-de-hi reagieren? Das bringt uns zu Cab Calloway, von dem meine Generation zum ersten Mal im Film Blues Brothers (1980) gehört hat. Er spielt darin Curtis Delgado, das Faktotum des Waisenhauses, in dem Jake und Elwood Blues aufgewachsen sind, und als die beiden zu spät auf ihr eigenes Konzert kommen, springt er mit der Band und der Nummer „Minnie the Moocher“ ein:

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(Zum zweiten Mal habe ich von Cab Calloway übrigens in einem alten Englisch-Schulbuch gehört beziehungsweise gelesen. Damals enthielten die noch ordentlich viel Text, und eben auch einen Text von Cab Calloway über Drogengebrauch in der Jazzszene, und dass das etwas ganz Schlimmes war.)

Aber natürlich ist das Lied viel älter, und Cab Calloway ein berühmter Bandleader der 1930er und 1940er Jahre, Stammgast im Cotton Club in Harlem. Das Hi-de-ho war sein Markenzeichen. Hier eine Version des Lieds von 1942:

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Und hier eine Version von 1932, mindestens so interessant und befremdlich:

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Auch hier: Wo soll man anfangen? Betty Boop zu Hause und isst ihren Sauerbraten nicht?


Anhang

Zadie Smith schreibt im Guardian über Tanz:
https://www.theguardian.com/books/2016/oct/29/zadie-smith-what-beyonce-taught-me

Darin geht es auch um die Nicholas Brothers, Harold and Fayard, hier „Jumpin Jive“, wieder aus Stormy Weather (1943), wieder mit Cab Calloway am Anfang:

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Ist das Internet nicht toll? Man findet alle diese Sachen. Hier ein Vergleich von Michael Jackson und Fred Astaire/Cyd Charisse:

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Oder allgemeiner Michael Jacksons Vorbilder:

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Ganz explizit etwa Bob Fosse:

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Man sieht: Tanzelemente werden weitergegeben. Michael Jackson hat den Moonwalk von Bob Fosse, und der von Bill Bailey. Darum geht es auch in Zadie Smiths Buch. – Die ersten Szenen von Bob Fosse stammen übrigens aus einer Verfilmung von Der kleine Prinz (1974), hier die ganze Nummer, in der Fosse eine Schlange spielt. Schau an, Regie Stanley Donen, der Mann ist echt unterschätzt. Bob Fosse war Tänzer, Choreograph, Regisseur, seine Karriere startete durch mit dieser Nummer aus Kiss Me Kate, zusammen mit Carol Haney, von ihm selbst choreographiert.

Hoffmanns Erzählungen

Gestern kamen Hoffmanns Erzählungen im Fernsehen, die Wiederholung einer Aufnahme aus der Bayerischen Staatsoper von 2011. Hoffmanns Erzählungen ist eine Oper von Jacques Offenbach mit etwas turbulenter Textgeschichte. Uraufführung 1881, Libretto von Jules Barbier, nach dem Schauspiel von Jules Barbier und Michel Carré, basierend auf Motiven aus Novellen von E.T.A. Hoffmann.

Die Rahmenhandlung: Der Schriftsteller Hoffmann ist unglücklich verliebt und hat auch noch einen Widersacher. Die Muse der Dichtkunst glaubt trotzdem, dass er ihr abtrünnig werden könnte. Deshalb begleitet sie Hoffmann in menschlicher Gestalt. Hoffmann sitzt mit Studenten in der Kneipe und erzählt von seinen früheren unglücklichen Liebesgeschichte: drei von einander unabhängige Einzelhandlungen, verbunden allerdings dadurch, dass nicht nur Hoffmann in jeder Geschichte auftaucht, sondern auch seine jeweilige Geliebte und der jeweilige dämonische Widersacher von denselben Künstlern dargestellt werden.

Die erste dieser Geschichte ist an den „Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann angelehnt. Von seiner Muse etwas ermuntert erwirbt Hoffmann (nicht Nathanael, wie in der Novelle) vom Augen- und Brillenhändler Coppelius eine Brille (in der Novelle: eine Art Fernglas), durch die er die Welt anders wahrnimmt. Insbesondere die lebensgroße Puppe Olympia des Mechanikers Spalanzani hält er für einen Menschen und verliebt sich in sie.

Wenn ich den „Sandmann“ von Hoffmann mit Schülern lese, was ich schon lange nicht mehr getan habe, spiele ich ihnen auch zwei Arien aus der Oper vor. Die erste ist ein Lied, das Olympia auf einem Ball singt – abgehackt, mechanisch, und mit zwei Unterbrechungen, als sie erst wieder aufgezogen werden muss. (Der verliebte, immer noch die Brille tragende Hoffmann sieht das natürlich ganz anders.)

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(Diana Damrau, Bayerische Staatsoper 2011)

Olympias Lied

OLYMPIA
Phöbus stolz im Sonnenwagen,
Nachtigall, im grünen Hage,
Alle jungen Mädchen sagen
Von Lieb!
Ach, sie sprechen von Lieb, ach!
Ja, das sind des Liedes Klagen,
So singt auch Olympia!
Ach.
Alles jubelt laut, es klinget:
Wenn es immer nur so blieb!
Ach, das Herz es sanft durchdringet
Mit Lieb!
Ach, sie sprechen von Liebe.
Das sind ja Liebeslieder,
Es singt auch Olympia!
Ach.
Ach, ja dieses Lied auch singet Olympia.
Ach.

Und dann ist dann der wilde Tanz zum Ende des Balls. Auf dem Höhepunkt stürmt Coppelius herein, der die Augen für Olympia geliefert hat, aber um das Geld dafür betrogen worden ist. Er zerstört die Puppe, Hoffmann wird ausgelacht, nachdem er die Wahrheit erkannt hat. Sein melodramatische „Ein Automat! Ein Automaaaaat!“ ist – Frau Rau zu danken – sprichwörtlich in meinem Haushalt geworden.

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COCHENILLE
Der mit den Brillen ist da!
SPALANZANI
Allmächtiger Himmel, Olympia!
Spalanzani eilt hinaus und kehrt sogleich mit Coppelius wieder zurück.
HOFFMANN
Olympia!
SPALANZANI
Ha! Tod und Teufel, sie ist zerbrochen.
HOFFMANN
Zerbrochen?
COPPELIUS
Ha, ha, ha, ha! In Stücken, ja.
SPALANZANI
O Schelm!
COPPELIUS
Du Dieb!
SPALANZANI
Brigant!
COPPELIUS
Du Strolch!
SPALANZANI
Bandit!
COPPELIUS
Pirat!
HOFFMANN
Ein Automat!
CHOR
Ha, ha, ha, das ist geraten,
Er liebt einen Automaten.

Bislang habe ich den Schülern eine deutsche AUfnahme vorgespielt; vielleicht zeige ich in Zukunft die Aufnahme dieser französische Aufführung, weil einige Stellen – auch in den anderen Akten – schön gruslig dargestellt sind.

Für die Nachbarn, und so

Ich habe eine neue Ukulele, und zwar eine elektrische. Also nicht nur mit Tonabnehmer, dass man sie verstärken kann, sondern nur damit, und ganz ohne Klangkörper. Der Vorteil: Die Ukulele ist unverstärkt so leise, dass ich auch nachts damit üben kann und auch Frau Rau damit weniger auf die Nerven falle.

ukulele
Rocktile Frame Silent Ukulele

An einen Verstärker habe ich sie noch nie angeschlossen, der übliche 6,3mm-Klinkensteckereingang dafür ist natürlich da. Für zwischendurch kann man auch einfach den Kopfhörer vom Handy anstecken (3,5mm) und kriegt den Sound dann dorthin. Rauscht etwas und erfordert eine Batterie, ist aber praktisch für unterwegs.

Der Klang ist so mäßig. Elektrisch oder leise halt; ich vermisse schon den Klang einer richtigen Ukulele. Und die A-Saite (die höchste also), die ich bei meinen Schlagtechniken besonders oft brauche, klingt irgendwie dünner als bei meinen anderen Ukulelen.

Von Anfang an hat mich die Ukulele an etwas erinnert, aber ich kam nicht darauf. Ein großer Flaschenöffner? Ein Schlüssel? Dann wusste ich es: Den Zodiac Key des Superschurken Scorpio, bald danach auch der ganzen Superschurkenkartells Zodiac. Hier einer davon aus Avengers Nr. 72:

ukulele_zodiac ukulele_zodiac_original

Tag der Ukulele 2012

Anlässlich des World Ukulele Day 2012 – jeder soll die Ukulele mit in die Arbeit nehmen, oder darüber bloggen, oder sonst etwas – wieder etwas öffentliches Üben:

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„Wildwood Flower“ in einem Arrangement von Ken Middleton. (Forgive me, I’m a beginner.) Die Ukulele ist eine Konzertukulele, weil meine Sopran nicht sehr bundrein ist und man das an ein paar Stellen in diesem Stück deutlich hört.
Meine erste Ukulele habe ich vor einem Jahr gekauft, seit einem halben Jahr übe ich ernsthaft damit. Das Stück klingt an ein paar Stellen noch etwas mechanisch, und so richtig fließend ist der Rhythmus noch nicht – aber auch so macht die Ukulele schon großen Spaß.

Liederliste für die Schule

Als ich noch jung und munter war und es jene kurze Phase zwischen Mixkassette und USB-Stick gab, Ende des letzten Jahrtausends, habe ich mal eine Mix-CD zusammengestellt mit Liedern, die etwas mit einzelnen Schulfächern zu tun hatten. Für Kollegen, zum Geburtstag oder einfach so, ich weiß es nicht mehr. Und bevor ich die lange Liste aufgehobene Liste jetzt einfach lösche, verewige ich sie mal hier im Blog. Irgendwann wird sie vielleicht mal nützlich. Vielleicht ergänze ich sie auch nach und nach, wenn mir mehr Titel einfallen. Zu Französisch und Physik habe ich nichts, wie ich sehe; und Informatik gab es damals noch nicht in meiner Sichtweite.

(In Klammern die verlinkten Interpreten, nicht unbedingt die bekanntesten Versionen, nur gelegentlich die Autoren selber.)

Biologie

Chemie

Deutsch

Englisch

Ethik

Geographie

Geschichte

Griechisch

Kunst

Latein

Mathematik

Philosophie

  • Bruce’s Philosophers‘ Song (Monty Python)

Religion

Sozialkunde

Sport

Wirtschaft und Recht

Musik

Schulleitung

Big Rock Candy Mountain, zweites öffentliches Üben, und Hemingway

Inhaltsverzeichnis:

  1. Musikalische Versuche
  2. Das Lied und sein Hintergrund
  3. Hobo Stories
  4. Hemingway
  5. Seminar-Idee

1. Musikalische Versuche

Okay, Zeit für das zweite öffentliche Üben:

Nachtrag: drittes und letztes öffentliches Üben.

Hier der Anfang meiner aktuellen Tabulatur für die Clawhammer Ukulele:

Gibt’s auch als pdf, als midi und als tux – das ist die Quelldatei für für den TuxGuitar tab editor (Java), mit dem ich midi und pdf erzeugt habe. Den finde ich für meine Zwecke praktischer als das verbreitetere PowerTab. Die midi-Datei kann man übrigens auch in andere Tabulaturprogramme importieren und erhält so die Noten.

Ukulele geht schon besser, beim Singen aber keine Fortschritte. Frau Rau sagt betont immer nichts, wenn ich singe. Ein Problem ist, dass im ersten Teil des Liedes etliche Noten sind, die unterhalb des nicht allzu großen Tonumfangs der Ukulele liegen. Ich weiß noch nicht, wie ich die am besten begleite und beim Singen treffe.

2. Das Lied und sein Hintergrund

Zum Lied selber (Wikipedia): In neueren Versionen für die Grundschule gibt es das als heiteres Kinderlied mit abgewandeltem Text. Das Original gewinnt aber viel Witz dadurch, dass das Schlaraffenland, das darin beschrieben ist, ein Schlaraffenland für hoboes ist, für Landstreicher der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. The boxcars are all empty, das sind die Güterwaggons, in die man sich verbotenerweise geschlichen hat, the railways bulls are blind, das sind die Bahnpolizisten, die die Landstreicher gerne mal aus dem fahrenden Zug werfen, und träumen kann man nur von Polizisten mit Holzbeinen (sie können einen also nicht verfolgen) und von Bäumen, auf denen die abgelegte Kleidung („handouts“) ebenso wächst wie Zigaretten.

Hinter dieser Ebene des Liedes steckt aber noch eine weitere. Das Lied beginnt ja mit einem hobo, der in ein Landstreichercamp („hobo jungle“) kommt und dort von diesem Hobo-Paradies zu erzählen beginnt, und das mit der Aufforderung, mit ihm zu kommen. Darauf schließen sich drei oder vier (melodisch davon verschiedene) Strophen an, die die Vorzüge dieses Schlaraffenlands preisen und die den Hauptteil des Lieds ausmachen.
Harry McClintock sang das Lied bereits in den 1890er Jahren, dreißig Jahre vor der ersten Aufnahme, und diese ursprüngliche Form enthielt eine abschließende Strophe, die in der Aufnahme ausgelassen wurde:

The punk rolled up his big blue eyes
And said to the jocker, „Sandy,
I’ve hiked and hiked and wandered too,
But I ain’t seen any candy.
I’ve hiked and hiked till my feet are sore
And I’ll be damned if I hike any more
To be buggered sore like a hobo’s whore
In the Big Rock Candy Mountains.“

Ein „punk“ ist ein jugendlicher Streuner (oder allgemeiner: abwertend für einen Jugendlichen), der „jocker“ ist die Figur der Rahmenhandlung, die den Leuten im hobo jungle die Geschichte erzählt und den Jungen zum Mitkommen überreden will – um ihn sexuell auszubeuten oder eine sexuelle Partnerschaft einzugehen. Klingt weit hergeholt? Solche homosexuellen – daneben auch rein pragmatische – Hobo-Partnerschaften gab es regelmäßig. Der ältere Partner heißt jocker oder wolf und lässt den jungen für sich betteln. Der junge heißt lamb oder gonzel/ganzel (Quelle).

Fußnote: Dashiell Hammett nennt in The Maltese Falcon den jungen Ganoven Wilmer gunsel. Rezipiert wurde das als Slangausdruck für „Gangster“ (immerhin steckt „gun“ drin) und wanderte von dort aus wohl tatsächlich auch in Slang-Wörterbücher in dieser Bedeutung. Wie das Hammett gemeint hat, weiß ich nicht. Aber Wilmer ist der jüngere Begleiter des älteren Gutman, und Joel Cairo scheint zumindest einmal den Versuch gemacht zu haben, bei ihm zu landen.

Begegnet bin ich diesem Konzept in einer Kurzgeschichte, in der der jugendliche (glaube ich) Held vor einem wolf gewarnt wird, und dass damit eben nicht einfach ein Mann gemeint sei, der Frauen hinterherpfeift. (Ich dachte, das sei eine Hemingway-Geschichte gewesen, Recherche – siehe weiter unten – sagt, dass wohl doch nicht.) Als solcher ist der Begriff ja viel weiter verbreitet, auch mit dem dazu gehörenden wolf whistle, verewigt etwa in Tex-Avery-Cartoons. Tatsächlich ist das Wort in der Bedeutung „seducer“ seit 1847 belegt, seit 1917 auch für einen aktiven, dominierenden Homosexuellen (Historical Thesaurus of the OED). Ein Gay Slang Dictionary nennt als Ursprung: „prison early 1900’s“. Mehr dazu auch in diesem Glossar zur Hobo-Terminologie. Da heißt oder hieß ein unerfahrener jugendlicher hobo „preshun“ oder „possesh“, der in die Lehre zu einem „profesh“ geht. Jack London betont in seinem autobiographischen The Road (Gutenberg):

A boy on The Road, on the other hand, no matter how green he is, is never a gay-cat; he is a road-kid or a „punk,“ and if he travels with a „profesh,“ he is known possessively as a „prushun.“ I was never a prushun, for I did not take kindly to possession. I was first a road-kid and then a profesh.

Die Auszüge aus dem Buch klingen ziemlich interessant, ich werde es bald mal lesen. James L. Haleys Wolf: The Lives of Jack London verdanke ich den Hinweis auf den Aufsatz „Homosexuality among Tramps“ in Havelock Ellis‘ Studies in the Psychology of Sex. Habe ich noch nicht reingeschaut, kann für nichts garantieren.

3. Hobo Stories

Das Wort „hobo“ kenne ich schon lange. Der „hobo jungle“ taucht in Tom Waits wunderbarem „Kentucky Avenue“ auf, wo zwei Jungen auch die Flucht von zu Hause planen, oder davon träumen, oder zumindest einer von ihnen. („Church key“ für „Flaschenöffner“ habe ich auch aus diesem Lied.)
Bei Stephen King bin ich dem hobo jungle sicher auch begegnet.
Vielleicht in Jack-London-Geschichten?
Und dann natürlich Ernest Hemingway, zum Beispiel „The Battler“. Dort ist der jugendliche – oder doch schon später Teenager? – Nick Adams, Held einer Reihe von Hemingway-Geschichten, gerade von einem Bahnpolizisten aus dem fahrenden Zug geworfen worden. Er wird von einem Lagerfeuer angelockt und trifft dort ein paar hoboes, einer davon ein ehemals berühmter Boxer, und sie teilen ihre Lebensmittel. Die Situation wird tatsächlich ein bisschen brenzlig für Nick, aber Sexualität ist kein Thema in dieser Geschichte.

4. Hemingway

Beim Blättern im Hemingwayband bin ich auf zwei schöne Geschichten gestoßen, an die ich lange nicht mehr gedacht habe. „A Natural History of the Dead“, eine ganz untypische Geschichte. In durchaus poetischem Naturkundefilm-Tonfall (wie man ihn heute aus Fernsehsendungen über Eisbären oder die Tierwelt der Alpen kennt) beginnt der Bericht über einen Kriegsschauplatz:

It has always seemed to me that the war has been omitted as a field for the observations of the naturalist. We have charming and sound accounts of the flora and fauna of Patagonia […] Can we not hope to furnish the reader with a few rational and interesting facts about the dead?

Until the dead are buried they change somewhat in appearance each day. The color change in Caucasian races is from white to yellow, to yellow-green, to black. If left long enough in the heat, the flesh comes to resemble coal-tar, especially where it has been broken and torn, and it has quite a visible and tarlike iridescence.

Bitter. Hätte ich eher von Ambrose Bierce erwartet, so etwas.
Typischer ist „The Three-Day Blow“. Nick Adams besucht seinen Freund Bill, dessen Vater nicht zu Hause ist, in deren doch eher einfachen Behausung. Draußen stürmt es. Die beiden unterhalten sich erst mal über Sport und trinken Whiskey (und fragen sich, was Torf eigentlich ist) – und dann sprechen sie über die Bücher, die sie gerade lesen. Richard Feverel von George Meredith („It’s all right“), The Forest Lovers von Maurice Henry Hewlett („That’s the one where they go to bed every night with the naked sword between them“), Fortitude und The Dark Forest von Hugh Walpole („I’d like to meet him“) und – hooray! – G. K. Chesterton.

„‚He must be the best guy there is. Do you remember the Flying Inn?“

(Falls nicht erinnerlich: ich liebe Chesterton.) Nach einer kurzen Diskussion, wer besser ist, Chesterton oder Walpole, wollen sie beide zum Fischen mitnehmen. Danach geht das ernsthafte Whiskeyrtrinken los, sie bekennen sich zum Fischen und widersagen Baseball, erheben Trinksprüche auf Walpole und Chesterton, und im Hintergrund steht die ganze Zeit über Nicks Trennung von seiner Freundin/zukünftigen Braut Marjorie.

5. Seminar-Idee

Falls ich noch Englisch unterrichten würde, könnte ich mir gut ein Seminar „Landeskunde durch Lieder“ vorstellen – als W- oder P-Seminar. Die Leistung im W-Seminar wäre jeweils eine ausführliche Arbeit über ein einzelnes Lied, im P-Seminar könnte man die Lieder aufführen oder aufnehmen oder in die heutige Zeit übertragen, gerne auf Deutsch. Man müsste sich halt um die Rechte kümmern. Filme dazu: Dieses Land ist mein Land (Biographie von Woody Guthrie, 1976, mit David Carradine). Am Rande erwähnenswert: Boxcar Bertha (1972), nicht über Musik, aber mit Zügen in den 1930ern, etwas zu brutal für mich, aber auch mit David Carradine und eine ganz frühe Scorsese-Regie – in einer Rogar-Corman-Produktion, da schau her.

Lieder für das Seminar, ganz spontan:

  • Strange Fruit (Billie Holliday) (Wikipedia)
  • Brother, Can You Spare A Dime (Rudy Vallee und viele viele andere) (Youtube: The Weavers, Youtube: Al Jolson)
  • Sacco and Vanzetti (Woody Guthrie)
  • Sixteen Tons (Merle Travis u.a.) (Wikipedia)
  • Fairytale of New York (Pogues)
  • Vive la Quinta Brigada (Christy Moore) (Youtube)
  • The Ludlow Massacre (Woody Guthrie)
  • Lousiana 1927 (Randy Newman)
  • Poverty Knock (trad., Chumbawamba) (Blogeintrag)
  • Tom Joad (eine Grapes-of-Wrath-Interpretation von Woody Guthrie)
  • The Biggest Ballof Twine in Minnesota (Weird Al Yankovic) (Youtube, aber kein Vergleich zur Studioversion)
  • Ten Cents A Dance (Version 1, Version 2, Version 3, weil die beste Version – die von Doris Day – in unserem Land bei Youtube nicht angeschaut werden kann)
  • Von mir aus auch „I don’t like Mondays“ und „Sunday, Bloody Sunday“, jede Menge irische politische Lieder, die 1930er sowieso.

Ich mach jetzt auch mal was mit diesem Post-Privacy-Ding

Wer meint, Urlaubsdias seien privat und uninteressant und gehörten nicht ins öffentliche Netz, dem muss ich demonstrieren, dass es noch Privateres und Uninteressanteres gibt: mindestens das öffentliche Üben von Musikstücken. Also mache ich das jetzt mal.

Der Hintergrund: ich spiele seit einem halben Jahr Ukulelespielen. Ein paar Griffe und musikalisches Grundwissen habe ich noch von der Gitarre. Aber da war ich nie auch nur akzeptabel. Der Grund ist vermutlich der, dass ich nicht gut singen kann. Dabei mag ich Lieder sehr gerne, jedenfalls dann, wenn sie Geschichten erzählen. Irgendwann untersuche ich mal meine Liedersammlung nach Erzählhaltungen, also ob sie in der 1., 2. oder 3. Person erzählen, was die Gesprächssituation darin ist, welches Tempus sie benutzen. Ich vermute schon mal, dass da mehr simple past dabei ist als üblich. — Aber wie gesagt, selber singen ist nicht so gut, aber ich höre leider auch, dass es nicht klappt.

Mit der Ukulele geht das etwas besser. Das ist ein niedliches, friedliches, ganz wenig furchteinflößendes Instrument. Kennengelernt habe ich es mit elf oder zwölf Jahren, als ich – kinderkrank im Bett? – den Doppelband Im Dutzend billiger gelesen habe. Das spielt in den zwanziger Jahren, und als die ältesten Töchter der Familie dann langsam für Jungs interessant werden, tauchen die ersten Studenten auf – im klapprigen Auto, mit Waschbärfellmantel und eben auch einer Ukulele. Lange Geschichte, das ganze. Die Stefan-Raab-Ukulele vor zehn Jahren oder so hat mich kalt gelassen, aber als vor einiger Zeit das Ukulele Orchestra of Great Britain in meinem Umkreis auftauchte, wurde mir das Instrumten wieder in Erinnerung gerufen. Und jetzt klimpere ich darauf herum.

Vor drei Wochen etwa habe ich das entdeckt, was ich jetzt häufig und vergnügt treibe: Clawhammer Ukulele. Das ist eigentlich eine Banjo-Spielweise (5 Saiten, davon die erste höher gestimmt als erwartet), die sich aber gut auf die Ukulele übertragen lässt (4 Saiten, davon die erste eine Oktave höher gestimmt als erwartet – quasi so, als wäre bei der Gitarre das eigentlich tiefe E ein hohes). Das besondere daran: diese hohe Saite wird immer wieder als eine Art hoher Bordun gezupft (mit dem Daumen, relativ regulär), die anderen Saiten werden, wenn sie einzeln gespielt werden, von Mittel- oder Zeigefinger nach unten geschlagen.

Und das will ich jetzt öffentlich üben. Heute gibt es meinen ersten Versuch, aufgenommen mit dem eingebauten Laptop-Mikrofon. Ausgesucht habe ich mir Big Rock Candy Mountain:

Das sind Versinger und Verspieler, Text- und Aussprachefehler drin, aber ich lass das mal so. Die Theorie dahinter: Ich poste alle vier, oder vielleicht auch zwei, Wochen eine Aufnahme. Dann sehe ich wenigstens, ob ich mich verbessert habe, und durch die Öffentlichmachung zwinge ich mich dazu, das auch wirklich zu tun und dabei zu bleiben. Andere Leute machen jeden Tag ein Foto von sich.

Zum Lied: Kennengelernt über O Brother, Where Art Thou? – ein Filmtitel, der selbst wiederum aus dem genialen Sullivan’s Travels stammt. Arrangiert habe ich das Lied selber, denn sonst dürfte ich es hier ja nicht veröffentlichen. Notiert habe ich es mit dem kostenlosen Powertab Editor, der für meine Bedürfnisse fast ausreicht. Leider nur fast, bei den Fingerpositionen in der jeweils unteren Zeile sollten die Achtelschläge grafisch miteinander verbunden sein. Das geht wohl nicht mit dem Programm.


An der Formatierung muss ich noch ein bisschen feilen, und Feinheiten wie Hammer-ons baue ich ein, wenn ich bei dieser einfachen Grundversion sicher genug bin. Ich ändere auch immer wieder etwas daran, so dass die Version oben auch nicht ganz aktuell ist. Es fehlen auch noch weitere Strophen.

Beethoven, Klaviersonate Nr. 32 in c-Moll, op. 111

Etwa ab 6’30“ wird das Stück für zwei Minuten überraschend flott. Ich verstehe ja wenig von Musik, aber das hätte ich mir erst hundert Jahre später vorgestellt.

(Wikipedia dazu. Kommt in Doktor Faustus von Thomas Mann vor.)

Gespielt von Neil O’Doan, lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic, Quelle: Wikipedia. Ich habe nur die ogg-Datei in mp3 umgewandelt und etwas heruntergerechnet; die sauberere Aufnahme ist bei Wikipedia.

Ansonsten gerade mehr Arbeit als sonst. Zehn Tage noch, dann ist wieder Luft.

Schöne Lieder

Schon mal verlinkt, aber nichts daraus geworden, deshalb jetzt eingebettet: Jonathan Coulton, „The Presidents“.

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Washington came first and he was perfect,
John Adams kept us out of war with France
Jefferson made a Louisiana Purchase
In 1812 James Madison kicked the British in the pants
James Monroe told Europe they could suck it
John Quincy Adams looked just like his Dad
Andrew Jackson got rid of all the Indians
Van Buren served one term but he wasn’t bad

Sollen die Europäer mal nicht so spotten über die geschichtslosen Amerikaner. Der Ton ist nicht so besonders, ich habe außerdem noch eine schönere Liveaufnahme.

Vielleicht kann man etwas im Englischunterricht damit machen. Ich habe mal als Teil eines Wikiprojekts den Text ausgegeben und zu den meisten Zeilen Links gesetzt, hinter denen die Schüler dann eine Erklärung zu der Zeile schreiben sollten. (Nach Recherche zum Thema natürlich.) Ich bin mir aber nicht sicher, was das gebracht hat.

  • Klar, die Schüler sind weg von der Straße und beschäftigt, noch dazu mit einer gewissen Freiheit. Das kann nie schaden.
  • Die Schüler haben gelernt, dass Man Gemeinsam An Einem Projekt Arbeiten Kann. Aber eigentlich ist dazu so ein Liedtext zu klein, jeder Schüler weiß, dass das im Prinzip eine Aufgabe für eine Einzelperson ist. Hat ja auch nur einer geschrieben, den Text.
  • Jeder Schüler hat sich ein oder zwei Daten aus der amerikanischen Geschichte etwas näher angeschaut. Kann auch nicht schaden. Ist vermutlich das Lohnendste an der Aufgabe.
  • Die Schüler haben einen vagen Eindruck davon bekommen, dass die USA eine Geschichte haben. Kann auch nicht schaden. Die besseren Schüler wussten das wohl vorher schon.
  • Selbstständiges Recherchieren, na ja, okay.
  • Was man eigentlich an dem Lied sieht: dass für das Verständnis von Texten aus einer anderen Kultur viel Faktenwissen nötig ist – Fakten, die Mitglieder dieser Kultur zu einem ordentlichen Teil kennen und man selber nicht.

Diese Wiederaufnahme eines Lied aus alten Fry&Laurie-Tagen ging auch schon durch die Blogs, ich hab’s aber noch nicht hier gehabt. Hugh Laurie ist klasse.

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