Essen am Wochenende

Malerisch mit Besteck und einem Klecks Senf – aber ich hab’s dann natürlich nicht so gegessen. Das ist die Kruste von einem Stück Schweineschulter, das ich gekauft und für andere Zwecke verwendet habe. Separat gebacken, wird sehr lecker auf diese Art.

Das ist der andere Zweck des Schweinefleischs: Grünes Chili mit Corn Bread. Das Chili etwas zu milde in Ermangelung der geeignetsten Chilis, aber dennoch ganz ausgezeichnet. Das Corn Bread mit ganzem Mais und Polenta (statt: Mais- und Weizenmehl) und nur etwas Honig und keinem Zucker (der sonst dazu gehört). Da ist mein herkömmliches Corn Bread besser, auch wenn die Maiskörner sicher eine gute Idee sind. Rezept hier.

Bei meinen Eltern gewesen. Mittagessen gegangen. Danach war von “nur einem Stück Kuchen” die Rede. Auf Nachfrage waren es dann aber doch zwei Kuchen, die gemacht worden waren. Nach und nach kam dann heraus, dass es zu den Kuchen auch noch Gebäck gibt. “Ich hab doch gesagt, nur zwei Kuchen, und das ist ja auch kein Kuchen.”

Die Waffelförmchen und die Sterne seien nichts geworden, das Rad funktioniere aber sehr gut. Hinten die Reste, dabei auch eher formlos Teighäuchen: “Menagerie” heißt das seit über fünfzig Jahren hier, so eie Art Bleigießen mit Teig.

7 Antworten auf „Essen am Wochenende“

  1. Ich habe die vollständige Menagerie (das oben sind ja nur Reste) zum letzten Mal als Kind erlebt. Da haben wir nie das mit der Zukunft gemacht, aber ich bin auch nicht mit Bleigießen groß geworden.

  2. Lumpiger Donnerstag, Rußiger Freitag und Schmalziger Samstag heißen traditionellerweise die Faschingstage im südlichen Bayern, also außerhalb der rheinischen, alemannischen und – Allmächt! – fränggischn Fasnachtsterritorien. Offenbar handelt es sich aber da und dort eher um Brauchtumsrelikte. Ob die “Menagerie” ein sprachliches Überbleibsel der bairischen Franzosenzeit ist? Die Tradition der Familie Rau ist jedenfalls kein Zufall: “Lustig ist die Fasenacht, wenn mein’ Mutter Kiacherl macht.” Mit Kiacherl wird traditionell das Schmalzgebackene bezeichnet (z.B. “Auszogene”). Vor der Fastenzeit mussten die noch übrigen tierischen Fette eben aufgebraucht werden.

  3. Ah, Painted Horse, den Zusammenhang mit der Fastenzeit hatte ich nie gesehen, aber klar.

    Schwarte: Ja… also… tatsächlich gab’s die einfach so aus der Hand mit Salz zum Knabbern, und das noch vor dem Abendessen. Frau Rau die eine Hälfte, ich die andere, nach und nach.

  4. Ohne Senf: Ja, hier auch. Der Senf oben war nur eine Tarnung fürs Foto. (Ich habe ihn dann einfach so vom Teller gelöffelt.)

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