Arbeitsauftrag Aufbau Internet, Klasse 7, jetzt ohne Magnete

In Informatik zeige ich immer noch den Mausfilm, der bei den Schülern und Schülerinnen inzwischen historisches Interesse weckt. (“Gibt es so etwas heute noch?” “Warum sind die Monitore so groß?”) Zur Folgestunde habe ich mir vor ein oder zwei Jahren diese Grafik gemacht, anhand derer ich Inhalte wiederhole oder sichere. Die wird an die Tafel projiziert, und dazu gibt es große beschriftete Kärtchen, und eine Schülerin oder mehrere kommen vor und heften die Kärtchen mit einem Magneten an die Tafel. Semi-enaktiv kann man das nennen.

Seit Anfang dieses Schuljahrs halte ich es aber so, dass die Schüler und Schülerinnen im Informatikunterricht zumindest meiner Jahrgangsstufen 6 und 7 grundsätzlich und ohne nachzufragen sich a) am System anmelden, b) sich bei Mebis anmelden, und c) schauen, mit welcher Aufgabe die Stunde oder Doppelstunde beginnt. Da steht dann auch jedesmal etwas – selten mal ein Lückentext, meist ein: lade eine Datei herunter, oder kopiere eine Datei aus dem Vorlagenverzeichnis in dein Verzeichnis, öffne sie, Arbeitsauftrag dazu, oder Aufgaben im Buch.

Das finde ich enorm praktisch: Die Klasse übt das mit den Passwörtern und Zugängen und das Arbeiten mit Mebis, und ich vorne habe Zeit mich zurechtzufinden und niemand muss warten, bis alle da sind und alle ihr Zeug haben und ich endlich “Guten Morgen zusammen” sagen kann. Das mit dem Gutenmorgensagen hole ich dann natürlich nach. Und diese Klasse wird mit Mebis arbeiten können in den Folgejahren.

Also mache ich auch nicht mehr das mit der Tafel und den Magneten. Die Schüler und Schülerinnen kriegen gleich die Vektorgrafikdatei zum Download, statt Papierkärtchen zu Verschieben gibt es verschiebbare Textelemente. (Manche davon sollen sie kopieren, wenn sie mehr als eines davon brauchen.) Alles so eingestellt, dass man nur verschieben und nicht versehentlich die Größe oder den Inhalt ändern kann beim Anpacken. Dann versuchen alle das alleine zu lösen. Das kann man dann virtuell-enaktiv nennen.

Vorlage:

Ergebnis am Ende:

Das sollen alle dann zuerst als pdf-Datei exportieren, und dann können sich alle das ausdrucken und ins Heft einkleben. Das alles dauert schon so vierzig Minuten, hauptsächlich weil der Umgang mit Software ziemlich unvertraut ist – das letzte Jahr ist lang her. Natürlich könnten sie gleich aus dem Dokument heraus drucken, aber sie sollen ja auch das mit dem Export kennenlernen. (Upload bei Mebis wäre natürlich auch noch gegangen.)

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