Kochen mit Knollen & Zoobesuch

Ich hatte Kraut; der Guardian ein Rezept für Okonomiyaki, fehlte nur noch japanischer Bergyams. Okonomiyaki hat man gerade, oder kommt gerade; im Fernsehen kam etwas darüber und Frau Rau sprach schon häufiger davon: das ist ein mit wenig Teig zusammengehaltener Krautpfannkuchen, auf den japanische Mayonaise und Bonitoflocken und sonst noch vieles kommt. das ich kaum kenne. Aber gemacht habe ich das Rezept, und es schmeckte gut:

(Bild: Frau Rau)

Der Teig besteht aus Ei, etwas Mehl und Stärke und – wenn man das kriegen kann – Bergyamswurzel. Die verhält sich ganz anders als das, was unsereiner so kennt. Diese Art Yams ist eine lange, gerade, im Verhältbnis dazu nicht sehr dicke Stange. Sie kann die Haut reizen, heißt es, also zog ich Handschuhe an. Man schält die Knolle und reibt sie dann mit einer Reibe, worauf sie sofort und unmittelbar matschig und sabberig wird:

Der Geruch erinnerte mich sehr an die spanische Horchata – aber nicht die fertige aus dem Supermarkt, sondern die, die man an speziellen Ständen kriegt. Das ist ein Getränk aus gemahlenen oder geriebenen Erdmandeln, chufas.

Da für das Okonomiyaki nur wenig Yams gebraucht wird, habe ich den Rest gerieben/gesuppt, Ei reingeschlagen und kleine Pfannküchlein daraus gebacken:

War nur so mittel. Konsistenz in Ordnung, Geschmack eigen.

Außerdem im Zoo gewesen. Es ist 2021: Man kauft online ein Ticket, für Geld, und dann noch ein Ticket, das nichts kostet, für den konkreten Tag. So kommt nur eine bestimmte Menge an Besucher in den Zoo. Regnerisch war es, und frisch, aber schön. In die Häuser kam man nicht, und auch draußen waren manche Tiere nicht zu sehen. Ich mag das gern, das gibt mir die Illusion, dass die Tiere eine Art Privatsphäre haben, und macht den Zoobesuch zu einer kleinen Safari, bei der man nicht sicher sein kann, was man findet.

Gefunden: Babyelefant Otto und Nachwuch bei den Pelikanen.

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