Mein Arbeitsplatz (2)

By | 11.5.2006

Weil mir meine E-Mail-Freundin Ruth Patzelt ein Foto von ihrem Arbeitsplatz geschickt hat, habe ich ihr auch eines von meinem geschickt. Und das fand ich so ausgesprochen typisch, dass ich es mal hier zeige:

arbeitsplatz.jpg

Ich habe ihn tatsächlich immer ein bisschen aufgeräumter im Gedächtnis. Einmal in der Woche wird er auch aufgeräumt, vielleicht kommt das daher.
Das Schälchen mit den Rotstiften ist auf dem Fensterbrett, man sieht es hier nicht.

Erwähnenswert: Der DIN-A-3-Hefter im Karton rechts oben, ein Weltempfänger, Kabelsalat, das Telephon direkt neben dem Tisch (drum gehe ich so schnell ran). Funkkopfhörer im Hintergrund, damit ich beim Abspülen in der Küche Hörspiele vom Rechner anhören kann. Aspirin, Duden, Drucker. Tasse Milchkaffee, Kaffeetasse. Verschiedene Papierstapel für die Schule, nicht die einzigen im Zimmer.

26 thoughts on “Mein Arbeitsplatz (2)

  1. Forsch

    Das gibt’s ja garnicht!!! Als hättest Du meinen Schreibtisch fotografiert …!

  2. Hokey

    Ich habe auch immer mindestens drei Tassen auf meinem Schreibtisch stehen.

  3. Si

    Interessant, interessant…wozu wird denn die Reißschiene auf dem Drucker verwendet?

  4. genevaInformation

    Hah, der Herr Rau. Sehr sympathisch, nach langer Zeit mal wieder vorbeizuschauen, man kommt ja zu nichts mehr, heutzutage. Dafür kommt er jetzt in den RSS Reader.

    Ein Schreibtischphoto kann ich auch beisteuern: http://www.mondopiccolo.net/?p=79
    Das ist nicht mein Blog, sondern das eines meiner Kollegen – aber der Schreibtisch ist meiner.

    Schön zu erkennen die beiden Telefone (mit f, weil nicht so klassisch wie die Photographie, eines mit schweizer, eines mit deutscher Nummer, die aber keiner kennt und nie jemand benutzt – test sei dank) und das intuitiv-geniale Ablagesystem links im Bild.
    Bereits gerettet: Der Computer.

    Glücklicherweise trinke ich den Kaffe ohne Zucker oder andere geschmackverderbenden Zusätze.

    /af

  5. genevaInformation

    Dabei fällt mir am Design des hier gezeigten Schreibtisches auf, daß veschüttete Getränke wohl direkt _in_ die Tastatur fließen würden. Eine Tastatur kann ganz gut ‚was wegstecken, das spart dann die Arbeit beim Aufwischen.

  6. Estara

    Wow, das beruhigt mich auch noch so viele „wenn man Zeit hat mal wegzuräumende“ Zettel zu sehen ^^. Dafür habe ich in meiner Wohnzimmer-Ecke etwas mehr Platz für mein Büro scheint mir. Auf der anderen Seite finde ich hast du entschieden die besseren Unterrichtsideen :D.

  7. Herr Rau Post author

    @Si: Die Reißschiene habe ich seit knapp 20 Jahren nicht mehr verwendet. Früher wurde sie dazu eingesetzt. Das Brett dazu liegt auch noch daneben.

    @genevaInformation: Na dann hallo! Über meine RSS-Erfahrungen schreibe ich bald mal was. Kaffee (ebenfalls ohne Zucker) hatte ich noch nie, aber tatsächlich schon mal Rotwein. Ist mir aber schon langenicht mehr passiert.

    @Estara: Aber die Papeirstapel sehen doch recht ordentlich aus. Auf die beiden rechts hinten bin ich direkt stolz. Sie sind auch schon etwas älter, wie das halt immer so ist.

  8. Christian Spannagel

    Hi,

    interessant – Du hast scheinbar den gleichen Computer wie ich. Zumindest ist das Gehäuse dasselbe :-)

  9. Tobias

    Das ist wohl eines der Standardgehäuse, die in den letzten Jahren mal sehr modern waren bei den PC-Herstellern.

  10. Herr Rau Post author

    Na, wenn ich gewusst hätte, dass ich Gäste kriege, hätte ich vorher doch schnell noch aufgeräumt… :-)

  11. Eva

    Gegen meinen Schreibtisch ist der ja richtig ordentlich!

    Aber: A clean desk is the sign of a sick mind…. ;))
    Eva

  12. Salamander

    Ja, da schließe ich mich Eva an – das ist wirklich kein typischer Lehrerschreibtisch. Hat da vielleicht jemand vor dem Fotoschießen zwecks Datenschutz die ganzen Klassenarbeiten und so weggeräumt?

  13. Herr Rau Post author

    Tierkreiszeichen Jungfrau, wir mögen es nun mal ordentlich… immerhin, zwei Nachholschulaufgaben sieht man links im Bild; der Rest liegt hinter dem Sitzplan im Regal. Da gibt es für jede Klasse ein Fleckchen. Und drumrum die zu erwartenden Ordner.

  14. ugh

    Da fragt man sich doch, wohin man mit seinem ganzen Kram soll, wenn das Arbeitszimmer erstmal nicht mehr absetzbar ist.
    Wahrscheinlich bleibt alles da, wo es schon steht und der Staat ist fein ‚raus… – Lohnsenkung indirekt. Wir haben schon einen lustigen Beruf.
    (Ein Beitrag, um die politischen Zwecke auch nach hier zu holen ;-) )

  15. Herr Rau Post author

    Um nur ganz wenig politisch zu werden: Auf dem Bild sieht man; Computer, Drucker, Lineal, Bücher, Arbeitsfläche, Ordner/Ablagen; verboregn sind: Klebstoff, Schere, Hefter, Locher – nichts von alledem steht mir in der Schule ständig oder auch nur meistens zur Verfügung.

  16. Kai

    Das kenne ich nur zu gut. In manchen Schulen müssen sogar Kopierfolien bezahlt werden (50 Cent). Kopien sind per Konto auch meist begrenzt. Buntes Papier, Stifte, Plakatpapier, CD-Rohlinge usw.
    Innovativer Unterricht geht ins Geld.

    Übrigens bekommen Polizeibeamten das alles gestellt. Mein Vater unterrichtet an einer Polizeifachschule, natürlich mit eigenem Arbeitsraum mit sämtlichem Material. Er käme niemals auf die Idee auch nur einen Kugelschreiber aus eigener Tasche anzuschaffen.

  17. ugh

    Eine Frage, die hier vielleicht jemand beantworten kann:

    Sind wir eigentlich verpflichtet, unser Papier und unsere Rotstifte selbst zu kaufen oder ist das eine Art Gewohnheitsrecht?

  18. Herr Rau

    Ach, das Bezahlen finde ich schon okay. Man kann’s zur Not von der Steuer absetzen, und ich bin eh dafür, dass solches Arbeitsmaterial mit der Entlohnung durch den Arbeitgeber entgolten ist. Auch wenn das vielleicht die Preise verdirbt. Ich trage gerne mein Scherflein zu einer fachschaftseigenen Schere bei, wenn es denn nur einen Ort gäbe, wo man sie hinlegen könnte.

  19. ugh

    Na da war ich wohl etwas unpräzise… die Rotstifte sind’s nicht.
    Kai sagte: „Innovativer Unterricht geht ins Geld.“

    Was mich ärgert, ist die Einsicht, dass derjenige finanziell (und zeitlich) gesehen der Dumme ist, der sich einsetzt. Da werde ich ganz schnell zum Prinzipenreiter (daher doch die Rotstifte).

    Auf der einen Seite soll ein Arbeitszimmer nicht abzugsfähig sein, auf der anderen Seite wird z.B. unter dem Deckmantel der Medienkompetenz durch die Blume verlangt, dass jeder Lehrer einen Computer hat, ihn selbst wartet, die Software selbst kauft und am besten eine kleine Bibliothek mit Fachliteratur dazu aufbaut usw..
    Das ist nun wirklich ein größerer Posten als die Rotstifte.
    Was mich wundert, ist die Selbstverständlichkeit, mit der wir das hinnehmen.

    Wir verdienen nicht schlecht, keine Frage. Eine Schere anzuschaffen bringt mich überhaupt nicht um. Zu Hause arbeiten zu können ist ein Privileg (ich habe eben auf dem Balkon korrigiert – das ist schon schön). In der Summe ist es noch immer mein Traumjob. Vielleicht sollte ich einfach bei diesem Fazit bleiben.

  20. Aci

    Also so richtig frisch schaut der Duden ja nicht mehr aus. Welche Auflage ist denn das? Nicht die 23. oder? Naja, kannst ja im Juli schon den Neuen kaufen ;-)

  21. Herr Rau Post author

    21. Auflage, schon recht abgegriffen. Mit neuer warte ich noch eine längere Weile. Gebranntes Kind und so :-)

    Arbeitsplatz an der Schule: Dann kann die Schule auch Rechner, Drucker, Schere, Tonpapier, DIN-A-3-Hefter stellen. Ich denke mal, bei einem Arbeitsplatz zu Hause wird es schwerer, das zentral zu organisieren. Rechnungen an der Schule abgeben? Das wäre eine Möglichkeit. Noch einfacher: pauschal mehr Geld, oder anders gesagt: im Gehalt eingeschlossen. Sonst gibt es dann vielleicht bald nur noch Luxusarbeitsmaterial, weil keiner mehr an die Kosten denkt. Und dann müsste man wieder überprüfen, ob das Laserkopie-Farbposter DIN A 00 an der Wand wirklich sein musste… horrender Aufwand. Also doch ein Etat?

  22. Burgdorfer

    Wahrscheinlich geht es nur um die Berechenbarkeit. Als ich Kind war, war es normal, dass unser Lehrer den Samstag Nachmittag mit uns verbrachte, obwohl wir nur bis Mittag Schule hatten. Samstag Nachmittag wahr meist Kinderflohmarkt in einem anderen Quartier, dorthin kamen wir natürlich in Lehrersauto, das Glacé (sorry, die Eiscrème) hat natürlich auch er bezahlt, nur wusste er, dass dies von ihm erwartet wird, als er seine Stelle angetreten hatte. Also, wo ist das Problem?

  23. andreas

    Hi
    Toller Arbeitsplatz….sieht eigentlich sehr aufgeräumt aus.
    Gruss
    JohnLocke (andreas)

  24. Pingback: Literatenmelu » Leidenschaftlicher Handel - medaillenverdächtig

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