That’ll teach them

Hausaufgabe vergessen? Eine Runde um den Sportplatz. Im Unterricht wiederholt nicht aufgepasst? Zehn Bahnen im eiskalten Pool, vor dem Frühstück, zum Aufwachen. Ein Deo benutzt? Eine Stunde Gedichte abschreiben.

“That’ll teach them” ist eine Doku-Soap extra für Schüler und Lehrer. Im Jahr 2003 gingen 30 sechzehnjährige Schüler und Schülerinnen noch einmal einen Monat lang freiwillig in die Schule, um für die englische Mittlere Reife zu lernen. Genauer gesagt, es waren die “O‑Levels”, die es schon lange nicht mehr gibt, und der Unterricht verlief nach dem Vorbild eines englischen Internats aus den 50er Jahren. Das galt für Lehrstoff, Lehrmethode, Ausstattung und Verhaltensregeln ebenso wie für die Verpflegung.
Ich habe leider nur eine einzige Episode gesehen. Dafür gibt es sehr viel auf den Channel-4-Seiten dazu:

That’ll teach them 2003: Grammar school

Dort erfährt man Einzelheiten über die Schule und die Fernsehproduktion. Außerdem kann man einen Online-Test machen, der auf einem Eignungstest aus den 60er Jahre basiert, wie sie 14- bis 15-Jährige an secondary modern schools und 13-Jährige an grammar schools machen mussten.
Für so einen Test hatten Schüler 45 Minuten Zeit, und die braucht man auch. Das ist zwar alles multiple choice, aber scho sehr geschickt gemacht, gerade die Rechenaufgaben. Sollte man mal ausdrucken und mitnehmen.
– Außerdem gibt es Wissenswertes über das Schulsystem der 50er Jahre und was sich seitdem alles verändert hat.

Dieses Jahr gab es die Fortsetzung:

That’ll theach them 2004: Secondary Modern

Auch sehr schön. Überhaupt, diese englischen Doku-Sendungen sind sehr gut. Hierzulande hilft mir im Deutschunterricht bei Effi Briest lediglich das heimische Leben im Gutshaus.

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