Konfuzius sprach Englisch

Ich musste lachen, als ich dieses Plakat an der Uni las. Warum? Die Tatsache, dass K’ung Fu-tse (oder Kon Zi) auf Englisch “Confucius” heißt, erklärt es irgendwie nur zur Hälfte.

Englische Knödel…

…bestehen aus Backpulver, Mehl und Fett. Wenig Wasser dazu, tischtennisballgroße Bällchen formen (oder waren das doch taubeneigroße? sagt man das nur bei Edelsteinen?), ab in den Eintopf damit.


Merke: Topf nicht zu voll machen, die Dinger gehen ziemlich auf, und sauen einem die Herdplatte zu!

Wenn ein Anrufbeantworter im Wald umfällt, macht es dann ein Geräusch?

Nach Hause gekommen und geschaut, was der Anrufbeantworter in meiner Abwesenheit getrieben hat:

Sie haben 1 Mitteilung.
Mitteilung 1:
“…winnspiele teilgenommen. Ihr Gewinn heute: Sie können jetzt zweimal gratis Lotto spielen. Wir übernehmen alle ihre Gebühren des deutschen Lottos. Lassen Sie sich jetzt kostenlos registrieren. Um Ihren Gewinn abzurufen, müssen Sie nur noch nach dem Signalton “Ja” sagen. Auch dieses Telefonat ist für Sie völlig kostenlos.
Achtung! Der Signalton kommt jetzt.
– Signalton -
Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal bei einem unserer Gewinnspiele. Auf Wiederhören.”
Dienstag, 12 Uhr 45. Ende der Mitteilung. Zum Löschen aller Mitteilungen, drücken Sie löschen.

Jetzt unterhalten sich auch schon diese Maschinen miteinander.

Vokabeln prüfen

Muss ein Schüler wissen, was Vieh heißt, lebendes Vieh, verschiedener Art? Also nicht bloß “cattle”? Wie sehr muss ich mich bei einem Lückentext verkünsteln, bis ich sicher “livestock” als Antwort erhalte?
Eben. Wenn meine Schüler wissen, was “livestock” heißt, bin ich völlig zufrieden; verwenden müssen sie das Wort nicht. Also habe ich in der Vokabel-Ex* auch gefragt, welche Geräusche livestock macht: Viele Muuhs, tatsächlich auch einige moos, ein oink. Einige haben gar nichts geschrieben; ich hoffe, das lag nicht an der Fragestellung, sondern daran, dass sie das Wort nicht gelernt hatten.

Uh, jetzt muss ich nur überlegen, ob es nicht doch ein Tier gibt, das “Yeah” macht. Dummer Lehrer, dumme Frage.

*für Auswärtige: eine unangekündigte Prüfung über die Hausaufgabe oder den Stoff der letzten Stunde; pädagogisch nicht immer sinnvoll, aber verwaltungstechnisch praktisch

Tanzkurs Zwo

Erfreuliches aus der Schule: Diesen Montag waren 42 Achtklässler in ihrer ersten Tanzstunde, und heute haben sie mir gesagt, dass es ihnen gefallen hat. Drei Tänze hätten sie schon gelernt, Blues, Disco-Fox und langsamen Walzer, und auch das mit dem Partnerwechseln (immerhin stammen die Schüler aus drei verschiedenen Klassen) hat geklappt.

Ene mene miste…

Ich fange ja gerade an, mit meinen Schülern Video- und Audio-Umfragen zu erstellen. Irgendwann will ich mal auf Schulradio hinaus, oder jedenfalls halbwegs ernsthafte Radiobeiträge. Ganz so weit bin ich noch nicht, aber jetzt hat wenigstens mal eine Schülerin ihr selbst gesammeltes Audiomaterial auch selbst geschnitten – im Stehen, am Schul-Laptop, im Medienkammerl zwischen Videokassetten und Fernsehern und neugierigen Lehrern. Das macht einige der Schnittfehler verständlicher.

(Eine Umfrage einer Achtklässlerin zu Auszählreimen)

Kuchen in der Schule

Das war schön: Eine nicht ganz unproblematische Schülerin (9. Klasse), die aber eigentlich doch in Ordnung ist und nur gerade unter Teenagerhormonen leidet, brachte zu ihrem Geburtstag Kuchen in die Klasse mit. Mir war auch ein Stück versprochen worden, doch als ich es mir damit während der Referate in dieser Stunde gemütlich machen wollte, war der ganze Kuchen schon an die Mitschüler verteilt.

Am nächsten Tag hat sie mir dafür einen eigenen Muffin mitgebracht, ganz für mich allein. Nicht ohne Augenzwinkern.

Courtney Crumrin and the Night Things

Courtney Crumrin ist zwölf Jahre alt und zieht mit ihren Eltern in die Vorstadt, um beim Großonkel (oder Urgroßonkel?) Aloysius zu leben.
Courtney hält nicht viel von ihren Eltern, die tatsächlich ein wenig oberflächlich sind und eigentlich nur gesellschaftlich vorankommen wollen in der neuen Nachbarschaft.
Courtney ist unfreundlich und mürrisch; sie hat keine gleichaltrigen Freunde: Am meisten Kontakt hat sie noch mit Butterworm – einem Kobold aus dem Wäldchen gegenüber, der gerne Tiere und Kinder aus der Nachbarschaft frisst.

Courtney Crumrin and the Night Things ist der erste von bisher drei Bänden, in denen die ursprünglich einzeln als Mini-Serie erschienenen Abenteuer Courtneys gesammelt sind. Mir hat er sehr gut gefallen, den zwei Schülerinnen (9. Klasse), denen ich den Band geliehen habe, auch.

Es stellt sich heraus, dass Courtney eine Hexe ist, und mit ihrer Eltern von Aloysius eingeladen worden ist, um bei ihm zu lernen. Anders als Harry Potter ist Courtney aber keine stille Dulderin: Ihre Fähigkeiten benutzt sie, um Mitschüler zu zwingen, ihre Hausaufgabe zu machen; bei ihren Nachbarn hütet sie das Baby, das längst von den Elfen gegen ein kleines Monster ausgetauscht ist (die Eltern bemerken keinen Unterschied); wer ihr Böses tut, kriegt ernsthafte Schwierigkeiten oder verschwindet.

Im zweiten Band wird sie der hexerischen Gemeinde vorgestellt; eine sehr glaubhaft geschilderte Gruppe von Leuten. Auch für sie hat Courtney größtenteils nur Verachtung über. Ihre Abenteuer gibt es auf Englisch bei Amazon; es gibt auch deutsche Übersetzungen, zum Beispiel bei diesem Comicladen (wo man auch einige Seiten online anschauen kann).

Der Auslöser für dieses Posting war aber das T‑Shirt, das man nebst anderen Sachen auf http://www.thenightthings.com/ sehen und kaufen kann, mit einem Bild von Courtney und der trefflichen Aufschrift “Something Grumpy This Way Comes”.

Vorsatz fürs neue Jahr

Vorsatz: Jede Schulstunde zehn… sieben.… Minuten einbauen, in denen ich Zeit zum Zeitung lesen habe. Das klingt machbar, man müsste sich nur daran gewöhnen. Morgen fange ich an.

Nachtrag: Das will ich nicht, um wirklich Zeitung zu lesen. Sondern um sechs Stunden am Tag durchhalten zu können – und um die Schüler mehr ohne mich arbeiten zu lassen. Das tut glaube ich allen Beteiligten gut.

So schlimm sind wir doch auch nicht

Aber ganz nebenbei, solche Schlagzeilen benutze ich in der 8. Klasse, wenn ich Adverbialsätze wiederhole oder ergänze. Eben weil in diesen Schlagzeilen zwei Sätze unverbunden nebeneinander stehen, so dass deren Zusammenhang erschlossen werden muss – sicher aus Platzgründen, aber auch, um Zusammenhänge zu suggerieren, die so gar nicht vorliegen:

Polizei benutzt Schusswaffe – Kinder in Gefahr.

Obwohl die Kinder in Gefahr sind? Weil? Während? So dass Kinder in Gefahr sind?

Mutter feierte bis 4 Uhr früh. Ihre Kinder erstickten.

Angedeutet wird ein kausaler Zusammenhang, möglicherweise liegt aber auch nur ein temporaler vor.

Andererseits habe ich mich auch selbst ertappt, wenn ich bei Schulaufgabenkommentaren ungenau formuliere, aus welchen Gründen auch immer:

Formal ist der Kopf deines Briefes nicht korrekt; die Betreffzeile fehlt.

Ist der Kopf nicht korrekt, da die Betreffzeile fehlt, oder fehlt außerdem die Betreffzeile?