Neulich hat der Philologenverband tatsächlich einmal einigermaßen witzig auf den Wunsch einiger GEW-Landesverbände reagiert, nach EM-Spielen mit Deutschland auf Hausaufgaben und Prüfungen zu verzichten: Nach EM-Spielen keine Prüfungen? Vorschlag von GEW und Kultusminister nicht weitreichend genug! In der Pressemitteilung wird vorgeschlagen, das auszuweiten auch auf nichtdeutsche Spiele („[a]n bayerischen und baden-württembergischen Schulen finden sich regional differenziert auch bedeutsame Anteile von Kindern anderer Nationalitäten“) beziehungsweise auf „Germany’s next Topmodel“ oder „DSDS“, um die Mädchen nicht zu benachteiligen. Glücklicherweise steht unten drunter: Nicht ganz ernst gemeinte Pressemitteilung. Normalerweise ist so eine Fußnote ja ein Zeichen für schlechte Schreibe; Ironie muss man auch so erkennen können.
Ich wusste beim ersten Lesen aber tatsächlich nicht, was daran übertrieben ist und was nicht. Unser aller Kultusminister hält die EM-prüfungsfreien Tage tatsächlich für eine sinnvolle Idee. Vielleicht könnte man noch, ähnlich wie bei Werbeaktionen mancher Elektrogroßmärkte, für jedes Tor der Deutschen den Schulaufgabenschnitt um ein Zehntel nach oben heben.
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