Bound by Law: Urheberrecht, Onlinebestellungen, Comics

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Ein Weggefährte verlässt mich. Im März 2006 habe ich das Buch bestellt, und seitdem erhielt ich alle paar Monate eine Email, die mir sagte: „wir bedauern, dass wir eine Verzoegerung bei Ihrer Amazon.de-Bestellung ankuendigen muessen.“ Und immer wieder wurde ein Zeitpunkt ein paar Monate in der Zukunft als voraussichtlicher Termin angegeben.

Kein großes Problem, das kann passieren. Aber jetzt haben sie mir endgültig gekündigt. Ich wähnte mich schon in einem schwarzen Loch, einer ewigen Warteschleife, irgendwo zwischen ein paar Zeilen Programmcode, in einem vergessenen toten Winkel der Datenbank.

Tatsächlich steht das Buch jetzt mit Erscheinungsdatum September 2008 bei Amazon. Ich will es schon seit langem gar nicht mehr haben, mir reicht inzwischen die digitale Version, die man unter Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike license herunterladen kann.

Kaith Aoki, et al: „Bound by Law: Tales from the Public Domain: By Day a Filmmaker, by Night She Fought for Fair Use!. Ein Comic, schwarzweiß, um Urheberrecht, vor allem dazu, was man als Comic-Autor beachten muss, was man nicht darf und was man doch darf. (Für Deutschland gelten andere, leider strengere Regeln als für die USA.)

Immer wieder aktuelles und wenig fröhlich stimmendes Thema, siehe Urheberrechts-Debatte: 95 Jahre, Warnbriefe und die Kulturflatrate bei Netzpolitik, oder Urheberrecht, Kopierregelungen an Schulen bei Fontanefan.

Ich finde es toll, dass ich ein Lied, das ich hier im Blog erwähne, zum Beispiel durch Youtube zitieren kann, so dass sich Besucher informeiren können, welches Lied ich meine. Rechtlich ist das meist mindestens zweifelhaft. Sinnvoll ist es allerdings sehr.

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