Bilder vom ersten Wahltag

Ein Fotograf im Wahllokal, das sollte eigentlich nicht gehen. Ist mir aber erst danach aufgefallen, als ich gemerkt habe, wie, hm, wenig gründlich manche Schüler ihren Wahlzettel gefaltet haben.

(Weitere Pressemanipulation: Die Tafel habe ich noch rechtzeitig vor dem Fotographieren von dem üblichen anatomisch korrekten Zierat befreit. Der Raum ist sonst ein Aufenthaltsraum für Fahrschüler.)

Aber für den Anfang ist das schon in Ordnung so, finde ich.

10 Antworten auf „Bilder vom ersten Wahltag“

  1. Das sieht ja ganz professionell aus: Wahlkabinen, Urnen, Wahlzettel! Toll!! Sehr gelungen finde ich auch, dass offensichtlich auch die jüngeren Schüler in den Wahlausschuss integriert worden sind (siehe Bild 1). Gespannt bin ich auf die Wahlbeteiligung.

  2. Name und Klasse steht auf dem Wahlzettel, doch was ist mit Politik?

    Wie der vor mir schreibt, bin sehr gespannt auf die Wahlbeteiliugung, ich schätze 72% ^^

  3. Ja, die jungen Schüler sind mir auch aufgefallen – 6. Klasse. Ich habe im Lehrerzimmer sogar auf 80% Wahlbeteiligung getippt. (Mehr geraten als geschätzt allerdings. Die Zahl schien mir so schön rund.)

    Den Schülern sagen wir, dass die SMV-Vertreter auch in den Augen der Lehrer mehr legitimiert sind, wenn es eine hohe Wahlbeteiligung gibt. Stimmt ja auch. Aber dazu kommt vielleicht noch, dass die Schülerschaft mehr Ansprüche an ihre Vertreter stellen wird – jetzt, wo sie direkt gewählt wurden. Außerdem kennen die Schüler jetzt ihre Vertreter vermutlich; ich weiß nicht, ob das früher auch immer so war.

  4. Natürlich sind die Schülersprecher durch die Vorstellungsrunde jetzt besser bekannt als früher und spüren wohl auch einen größeren Erwartungsdruck ihrer Wähler. Wird denn in Schülerkreisen über die Wahl diskutiert und deren Wichtigkeit erkannt? Hier könnten doch die Lehrer einen Beitrag leisten, Wähler-coaching sozusagen, damit endlich diese “Ist mir doch wurscht” – Haltung abgebaut wird.

  5. Wahlen finde ich schon eine gute Idee. Bei uns wählen weiterhin die Klassensprecher…

    Aber wofür ein Aufenthaltsraum für Fahrschüler? Ja ok, ich komme vom platten Land, bei uns sind mind. 85% der Schüler Fahrschüler. Aber auch wenn’s nur wenige sind, sehe ich da keinen Sinn drin – man könnte genausogut ein Schülercafe einrichten. Sowas ist bei uns sehr erfolgreich, statt eines Kiosks wie das an andern Schulen genannt wird; wir haben im Schülercafe einen normalen langen Tisch für HAs etc. und eine Ecke mit einem Eck-Sofa und einem “Stückelsofa” (mit Teilen in gleicher Breite, die man beliebig anordnen kann) und Sesseln. Dazu eine Theke samt Küche, wo Kleinigkeiten (eher Süßigkeiten), belegte Brötchen und Pizzen verkauft werden. Als Verkäufer wurde ein Pädagoge angestellt, der zu vielen Schülern ein freundschaftliches Verhältnis aufbaut/aufgebaut hat.
    Ach damn, jetzt bin ich schon wieder abgeschweift. Naja, aber warum können die Fahrschüler nicht in so einer Einrichtung warten?

  6. Heute war Wandertag, das hat die Wahlen unterbrochen. Mal sehen, wie es morgen weitergeht, gestern war jedenfalls viel los. Ich habe die Schüler schon mehrfach darauf hingewiesen, dass sie, wenn sie mit Regelungen etwa in der Hausordnung unzufrieden sind, diese nicht einfach übertreten, sondern erst einmal ihre gewählter Vertreter darauf ansetzen sollen, damit die mit der Schulleitung reden.

    Schräg gegenüber vom Aufenthaltsraum ist die Mensa, aber die ist morgens eine halbe Stunde vor Unterrichtsbeginn noch nicht besetzt. Und da ist nicht genug Ruhe, vor allem nicht am Mittag, so dass man sich zum Arbeiten besser in den anderen Raum zurückzieht. Aber ich weiß nicht, wozu die Schüler den Raum wirklich nutzen. Wenn ich nächste Woche daran denke, schaue ich vorbei.

  7. So eine Wahl ist auche prima Methode um Debatten durchführen zu lassen. Wurde an meiner alten Schule mal vorgeschlagen, aber leider nie durchgeführt.

  8. Hallo,
    das mit den Schüleraufenthaltsräumen scheint ja überall sehr verschieden geregelt zu sein, mal eine Cafeteria, mal die klassische Kantine, ein Raum der nur Aufenthaltsraum ist, etc.
    Mich würde nur interessieren, ob es dazu Vorschriften gibt bei so einer Diversität. Nachdem ich in einigen Ordnungen meines meines Bundeslandes dazu gelesen habe, ist mir jedoch nichts aufgefallen, das sowas geregelt hat.
    Denkbar wäre für mich, dass etwa bei Schulen mit Ganztagsunterricht eine Kantine vorhanden sein muss oder bei 100 Oberstunfenschülern mit Freistunden für 1/5 davon Platz zum Arbeiten irgendwo im Schulgebäude. Besteht etwas in diese Richtung? Ich kann nämlich kein System dahinter finden.
    gruß til

  9. Das weiß ich nicht. Für den Schulbau gibt es bei der Klassenzimmergröße Vorschriften, denke ich, aber was man dann macht, wenn die Schule erst einmal steht, ist vermutlich etwas anderes. Ganztagesunterricht: Es gibt in Bayern offenen und gebundenen Ganztagsunterricht. Das eine ist so regulär für alle, wie man sich das normal vorstellt; das andere ist ein Angebot für einzelne Schüler, die nachmittags betreut werden, Hausaufgabenhilfe und so. Aber in den meisten Fällen gibt es die Schulgebäude ja schon, bevor man Ganztagesangebote einrichtet. Allenfalls gibt es da Regeln für eine Kantine (aber selbst ja zweifle ich); Arbeits- und Aufenthaltsfläche für Oberstufenschüler außerhalb des Unterrichts ist vermutlich nicht vorgesehen. Aber wie gesagt: bin ich blank.

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