Improv Everywhere

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Gut, muss ich doch noch mal was extra zu Improv Everywhere schreiben, ist gestern vielleicht untergegangen und hätte doch gleich ein eigener Blogeintrag werden sollen. Die Missionen im Buch regen zum Nachahmen an: Synchrontanzen in erleuchteten Kaufhausfenstern, ein Elektromarkt mit 80 zusätzlichen Angestellten (alle mit Hose und Polohemd in den vorgeschriebenen Firmenfarben), eine menschliche Dominokette, ein Hypnotiseur wie in “Mario und der Zauberer” von Thomas Mann via Andy Kaufman.

Die Schule wäre doch ein toller Ort, wo Schüler so etwas ausprobieren könnten… Letztlich gehört dazu ja auch das Schreckgespenst von der Klasse, die ausmacht, dass in einer Schulstunde keiner etwas sagt, oder jeder aufs Klo muss – da wäre allerdings Fingerspitzengefühl gefragt. Wenn der Zuschauer weiß, in welcher Art Geschichte er steckt, ist viel vom Witz weg.

Aber selbst wenn man den Grund kennt, irritierend sehen solche Massenaktionen dennoch aus. Bei uns gab es mal eine Aktionswoche (deren langweilige Schwundstufe nicht sterben will), während der an einem Tag alle Schüler und Lehrer in roter Kleidung kommen sollten. Das sah noch fremdartiger aus, als es das Foto andeutet:

Die direkte Übernahme der jährlichen No Pants! Subway Ride von Improv Everywhere kann man von Schülern wohl kaum erwarten. Und von Lehrern… nä, geht wohl auch nicht. Deren Humor könnte man dann auch testen… ich stelle mir den einen oder anderen Kollegen vor, wenn die ganze Klasse auch nur barfuß unterwegs ist. Teppich hätten wir.

3 Antworten auf „Improv Everywhere“

  1. Gilt auch diese Variante? Eine Klasse überraschte ihren ehemaligen Lateinlehrer (ein “Original”) an seinem 60. Geburtstag damit, dass sie sich heimlich gegen seine aktuelle Klasse “austauschte”, mit Genehmigung des Chefs. Der Blick auf das Gesicht des Kollegen muss unbezahlbar gewesen sein – die “neuen” Schüler waren nämlich inzwischen selbst im gesetzten Alter: seine allererste Klasse, die er als frisch gebackener Junglehrer übernommen hatte… Die selben “Schüler” kamen zum letzten Schultag vor der Pensionierung in Toga, Sandalen und Römerhelm (Theaterfundus), verkündeten mit Trompetenschall im ganzen Schulhaus die “frohe Botschaft” und entführten ihren verehrten Magister zu einer feucht-fröhlichen Feier. Dass dieser sich noch im Lehrerzimmer spontan mit einer Rede auf Latein (!) bedankte sei nur am Rande erwähnt.

  2. Wir haben in der 6. Klasse – gänzlich ohne Anleitung – mal die vier Parallelklassen neu zufällig gemischt. Die Lehrer waren sehr sehr humorlos… da hab ich das erste Mal den Spruch “Wer hat euch denn ins Hirn geschissen?” gehört.

  3. Tss, diese Sprache… aber Klasse mischen ist schon nicht schlecht. Ein Klassiker, wenn man ernst dabei bleiben kann. Aber die Aktionen für den Lateinlehrer sind natürlich eine Klasse für sich. Toll.

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