Ganz altmodische Hardware, hat aber auch Vorteile

globus

Steht gerade bei uns im Lehrerzimmer.

Für sphärische Trigonometrie – ein Dreieck mit Innenwinkelsumme von mehr als 180° zum Beispiel. (Auch für nichteuklidische Geometrie möglich.)

Und was isses?

Ein Globus aus Tafel. Um mit Kreide darauf zu zeichnen.

Schüler aus Augsburg und drumrum: Podcastseminar für Schülerzeitungen (Uni Augsburg)

Im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2009 gibt es an der Uni Augsburg in diesem Sommersemester ein Seminar zur Podcastproduktion:

Das Seminar nennt sich “KaffeePod: Ein Podcast erobert die Uni” und es geht dabei um Podcasting im Bildungskontext. Gemeinsam mit dem Studierenden soll eine Serie von Hörspielen produziert werden, die informativ und gleichzeitig unterhaltend über den Alltag an einer Universität berichten. KaffeePod heißt das Ganze deshalb, weil der Dreh- und Angelpunkt aller Aktivitäten die Cafeteria der Uni ist.

(Tara’s Weblog, hält das Seminar)

Und weil ich in Augsburg studiert habe und diese Cafeteria vom studentischen Fachsimpeln noch gut kenne, mache ich rasch etwas Werbung für eine Veranstaltung im Rahmen dieses Projekts machen: Am 27. Mai veranstaltet das Institut für Medien und Bildungstechnologie der Uni Augsburg einen Podcastproduktionstag insbesondere für Schülerzeitungsredakteure an. Die Schüler können an diesem Tag in die Medienproduktion hineinschauen und Studierende und Lehrende des Studiengangs zu beschnuppern.

Koordinatorin für die Anmeldung: Konstanze Frölich (konstanze.froelich @ praesidium.uni-augsburg.de), Referentin für Öffentlichkeitsarbeit.
Zu inhaltlichen Fragen: Sandra Hofhues (http://www.imb-uni-augsburg.de/sandra-hofhues: sandra.hofhues @ phil.uni-augsburg.de; Blogeintrag dazu).

Anmelden rasch, am besten bis Freitag, 15. Mai, spätestens Montag. Falls hier jemand aus der Umgebung von Augsburg mitliest. (Erfahrungen mit Podcasts kann das IMB vorweisen: Detektei Suni.)

Abituraufgaben LK Deutsch 2009

Das Web 2.0 hat das bayrische Abitur erreicht, auch wenn der Goethe vorne dran etwas konstruiert ist:

“Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!”
(Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, Osterspaziergang)

Privatheit und Öffentlichkeit galten lange Zeit als klar voneinander zu unterscheidende Bereiche. Zeigen Sie, ausgehend von einer präzisen Begriffsklärung und unter Berücksichtigung eigener Erfahrungen, inwiefern sich das Verhältnis von Privatheit und Öffentlichkeit in einer von den neuen Medien geprägten Gesellschaft ändert und diskutieren Sie, welche Folgen sich daraus ergeben!

Wer sich damit schon mal befasst hat, für den müsste das ein tolles Thema sein. Für mich wäre es das, anders als manche der anderen Aufgaben.

Alle Aufgaben:

  1. Gedichtvergleich zweier moderner Gedichte von Durs Grünbein, dazu: Darstellung von “Macht in einem literarischen Werk einer anderen Epoche”. Woyzeck, Ödipus, Dreigroschenoper, auch Faust, da findet sich immer etwas.
  2. Dramatischer Text aus dem Expressionismus, dazu: “Zusammenbruch einer bestehenden Ordnung in einem anderen dramatischen Werk”. Ödipus? Woyzeck? Vielleicht mal Räuber in der 11. Klasse?
  3. Epischer Text aus dem 18. Jahrhundert. Aus Anton Reiser. Lang. Dazu Vergleichstext. Dazu “[Möglichkeiten der Leserlenkung] anhand zweier Erzähltexte aus verschiedenen Epochen”. Umfangreich.
  4. Literarische Erörterung der Frage, warum die deutsche Literatur so langweilig ist. (Umformulierung des Themas von mir. Aufgehängt an Erich Kästner: “Die deutsche Literatur ist einäugig. Das lachende Auge fehlt.”)
  5. Erörterung zu privat/öffentlich, siehe oben.
  6. Sachtextanalyse dieses Artikels von Bodo Kirchhoff (leicht gekürzt) und eine Erörterung zu den Rahmenbedingungen der Literaturproduktion. Letztlich geht es um die Frage, wie und warum Schriftsteller von ihrem Beruf leben können sollen. Geht mir auch privat im Kopf herum, habe noch keine abgeschlossene Meinung dazu.

Insgesamt: Leider gar kein 19. Jahrhundert. Lauter sehr unvertraute Texte. Mehr schreibe ich erst einmal nicht, ich bin Zweitkorrektor des aktuellen Leistungskurses, da will ich keine Hoffnungen wecken oder Ängste fördern.

Computer im Deutschunterricht: Zumindest mal ein Anfang

Erst mal Textverarbeitungsprogramm vor dem Web 2.0?

Im Moment lese ich mit einer 9. Klasse “Der Schimmelreiter” von Theodor Storm. Schwerpunkte sind Symbolik, Rahmenhandlung, Hauptthemen. Sehr viel Zeit will ich nicht damit verbringen. Die Hälfte der Zeit sind wir im Computerraum, wo jeder Schüler für sich eine ausführliche Textdatei erstellt. Anfangen mussten sie mit einer Liste der Hauptpersonen, dann folgte eine selbst geschriebene Inhaltsangabe. (Gerade für das Aneignen von Literatur ist die Inhaltsangabe ein wertvolles Werkzeug. Nur lernen es die Schüler in dieser Form kaum kennen.) Dann mussten die Schüler das Wichtigste aus dem Nachwort der Ausgabe exzerpieren und als Stichpunktliste in der Datei festhalten. Ich stellte den Schülern eine gezeichnete Karte des Schauplatzes als Grafik zur Verfügung, die sie in ihr Dokument einbauen sollten. Dann mussten die Schüler ein Exzerpt aus einem kleinen Aufsatz über die Rahmenhandlung notieren, während zwei Gruppen anderer Schüler – mit Bleistift und Papier, in der Bibliothek – die in der Novelle vorkommenden Tiere und ihre Funktion heraussuchen sollten. Die Ergebnisse sollen alle in der nächsten Stunde in ihr Dokument übertragen.

Das geht alles nicht sehr in die Tiefe, zugegeben. Aber es ist eine Gelegenheit, den Schülern eine dringend nötige Einführung in das Erstellen von Dokumenten zu geben: Welche Schriftart man wählt, wo ein Leerzeichen hinkommt und nicht, wie man gegliederte Stichwortlisten erzeugt (das ist schon fortgeschritten), wie man sinnvoll die Rechtschreibprüfung benutzt, wie man Grafiken einbindet.

Außerdem erhoffe ich mir, dass diese Datei eine längere Lebensdauer hat als das durchschnittliche Schülerheft. Dabei mag ich mich täuschen. Ich glaube allerdings, dass am Anfang des Schuljahres die Hälfte der Schüler das Heft vom Vorjahr schon weggeworfen hat, dass es auf jeden Fall kaum mehr angeschaut wird und dass es oft auch so konfus ist, dass man es nicht mehr anschauen will. Ich will – mindestens vorerst – nicht das ganze Heft durch eine Textdatei ersetzen, aber das einmal für abgeschlossene Sequenzen wie die Lektürebehandlung probieren. Die Datei kann jeder Schüler nach Hause nehmen und auf der Festplatte parken, man kann sie verbessern, ergänzen, verschönern, entschönern, man kann auf ihr aufbauen auf eine Art und Weise, wie es bei Schulheften nicht möglich ist.

(Vielleicht sollte man ohnehin mal mit derselben Klasse in der 10. Jahrgangsstufe die gleiche Lektüre lesen, die man schon in der 8. gelesen hat, um sich und den Schülern zu zeigen, dass man ein Buch auch zweimal lesen kann und dass während der Schuljahre ein Fortschritt stattfindet. Vielleicht findet man allerdings auch heraus, dass das gar nicht so ist.)

Nennen wir es erst mal: nachhaltige Heftführung.

Benotung von Deutschaufsätzen

Es ist nicht sehr bekannt, dass es für die Benotung der Aufsätze in Deutsch Richtlinien gibt, Anweisungen sogar. Die helfen bei der Notenfindung, gerade wenn man zwischen zwei Noten schwankt. Bleibt die Frage, ob Schüler mit einer Punkteskala wie in anderen Fächern besser wegkommen würden oder nicht.

Die Note “sehr gut” soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen in besonderem Maße entspricht. Kleinere Schwächen können dabei hingenommen werden, wenn die mit der Themenstellung verbundenen Erwartungen in der Zusammenschau dennoch auf eine für die Altersstufe herausgehobene Weise erfüllt werden.

Die Note “gut” soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen voll entspricht. Dementsprechend dürfen in keinem Teilbereich Schwächen ins Gewicht fallen.

Die Note “befriedigend” soll erteilt werden, wenn die Leistung im Allgemeinen den Anforderungen entspricht. Wenn kleinere Mängel auftreten, müssen sie durch eindeutige Vorzüge ausgeglichen werden.

Die Note “ausreichend” soll erteilt werden, wenn die Leistung zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht. Die auftretenden Mängel dürfen somit insgesamt keinen Zweifel an der Brauchbarkeit der erbrachten Leistung aufkommen lassen.

Die Note “mangelhaft” soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können. Sie wird auch erteilt, wenn wesentliche Teilbereiche einer Schülerarbeit so gravierende Mängel aufweisen, dass andere, insbesondere themenunspezifische Teilbereiche keinen Ausgleich im Sinne einer ausreichenden Leistung schaffen können.

Die Note “ungenügend” soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht und selbst die nötigen Grundkenntnisse nicht erkennen lässt. Entsprechendes gilt bei Themaverfehlung oder wenn eine in wesentlichen Teilen nicht ausgeführte Arbeit abgeliefert wurde.

(KMS Aufsätze September 2007)

Nachtrag: Seit 2016/17 ist dieses ältere KMS abgelöst durch ein neueres, “Unterricht im Fach Deutsch – Lernbereich Schreiben”, hier als pdf. An den Notendefinitionen hat sich nur minimal etwas geändert.

Jane Austen and Seth Grahame-Smith, Pride and Prejudice and Zombies

“Such joys are scarce since the good Lord saw fit to close the gates of Hell and doom the dead to walk amongst us.”

pride_and_zombies

Eben gelesen: “Pride and Prejudice and Zombies” von Jane Austen und Seth Grahame-Smith. Schon lustig. Die Prämisse: Seit 35 Jahren ist England von Zombies geplagt, man hat sich daran gewöhnt, das Leben geht weiter. Zu den accomplishments, die junge Damen vorweisen können, gehört jetzt allerdings auch der Umgang mit Schusswaffen, waffenloser Kampf und Schwertkampf – statt grand tour in Europa verbringt man ein paar Jahre in China oder Japan und lernt asiatische Kampfkünste. (Daher auch die Ninjas, die feine Leute sich als Leibwächter halten.)

Weiter zu empfehlen: Bedingt. Die Zombies spielen tatsächlich nur eine untergeordnete Rolle und sind für den Plot mit einer kleinen Ausnahme nicht relevant. Ansonsten hält sich das Buch an Jane Austen, nur dass Jane Austen tatsächlich vergnüglicher ist. Lieber wären mir einige radikalere Änderungen der Handlung gewesen. Allerdings begrüße ich es, dass man neue Fassungen von existierenden Büchern schreibt. Das hat Wolfram von Eschenbach getan, das geschieht bei jeder Inszenierung und jeder Verfilmung; Büchern kann es auch nicht schaden. Gute Geschichten kann man immer wieder erzählen.

(Deshalb finde ich es völlig in Ordnung, wenn in den X‑Men, bei Batman und Spider-Man eigentlich auch nur immer wieder und wieder deren gleichbleibende Geschichte erzählt wird: Die Variationen machen es.)

Ein großer Gewinn für mich war ein weiteres Exemplar für meine Sammlung von herausgeberhaften Dingen, die sich ein Autor unter den Nagel reißen kann: Auf den letzten Seiten gibt es Diskussionsvorschläge für Leserunden, wie es das bei englischsprachigen Ausgaben immer wieder mal gibt. (Habe ich bei deutschen noch nie gesehen, sehe aber auch weniger deutsche Bücher. Aber Leserunden sind doch bei uns auch populär? Bin selber in einer.)

Some critics have suggested that the zombies represent the authors’ views toward marriage – an endless curse that sucks the life out of you and just won’t die. Do you agree, or…

oder

Vomit plays an important role in Pride and Prejudice and Zombies … Do the authors mean mean [this] to symbolize something greater, or is it a cheap device to get laughs?

Die letzte Frage eröffnet die Möglichkeit, bei den Zombies handle sich um reine Effekthascherei aus kommerziellen Gründen, und fordert den Leser auf, sich das Buch vorzustellen, wie es ohne “violent zombie mayhem” geworden wäre. Da sind wir dann schon fast bei “Pierre Menard, Autor des Don Quixote” von Jorge Luis Borges, auch wenn das kürzer und tiefer ist.

Interessantere neue Aspekte für die nächste Austen-Lektüre bot mir das Buch Lost in Austen.

Querverweis: Einen ähnlichen Genremix, kürzer und heiterer und weniger absurd, stellen die Mischungen von H.P. Lovecraft und P.G. Wodehouse von P.H. Cannon dar.

Wandertag an der Uni

Frage: Was ist die Definition für “ein wichtiger Lehrer”?
Antwort: Einer, der am Wandertag nicht eingeteilt ist.
    (Kollege P.)

So weit bin ich noch nicht, deswegen war ich heute unterwegs, und zwar mit dem Leistungskurs Deutsch. Programm: Eine einstündige Einweisung in die Bibliothek an der Ludwig-Maximilian-Universität München, Einführung in das Online-Katalogsystem OPAC, anschließende Ausstellung von Benutzerausweisen für die Schüler, damit die dort für ihre Facharbeit recherchieren können. Die Stadtbibliothek München (Zentralbibliothek: Gasteig) bietet ähnliche Programme an, ebenfalls mit OPAC-Einführung. Die Staatsbibliothek ziert sich zunächst etwas (“Als eine der größten wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland dient die Bayerische Staatsbibliothek vorrangig der Wissenschaft und Forschung und wird von Spezialisten aus aller Welt genutzt. Der Literaturbedarf für Schüler kann in der Regel von anderen Bibliotheken abgedeckt werde.”), bietet dann aber doch Einführungsveranstaltungen für Kollegstufenschüler an. Außerdem gibt es dort E‑Tutorials.

(Für die Stadtbibliothek gibt es übrigens einen kostenlosen Institutionenausweis, den Münchner Schulen kriegen: Diesen Ausweis kann man Lehrern oder Schülern zum Ausleihen mitgeben. Im Antragsformular kann man zwischen den Fabren blau, flieder, grün, orange und pink wählen. Es kommen eigentlich nur orange und pink in Frage, finde ich – wir brauchen ohnehin einen neuen, mit dem man per RFID-Chip ausleihen kann.)

Und weil die Einführung erst um 12 Uhr beginnt, waren wir zuvor in einer Vorlesung. Im Online-Vorlesungsverzeichnis der LMU kann man sich entweder alle Veranstaltungen einer speziellen Fakultät anschauen – auch nicht schlecht, so konnten die Schüler sehen, was es so alles gibt.
Oder man sucht gezielt etwa nur nach Vorlesungen am Dienstag zwischen 10 und 12 Uhr. Beides haben wir gestern im Computerraum gemacht. Das dauert eine ganze Schulstunde; fürs Navigieren brauchen die meisten Leute viel länger, als ich es gewöhnt bin – das gilt aber nicht nur für Schüler.

Die Schüler mussten sich eine Vorlesung zwischen 10 und 12 Uhr heraussuchen und einen Lageplan ausdrucken. Wer nichts fand, wäre von mir in “Lautstruktur des Deutschen” geschickt worden. Allerdings fand jeder eine Alternative, soweit ich das bisher mitgekriegt habe. (Berichte gibt es in der nächsten LK-Stunde, zusammen mit OPAC-Übungen.) Besucht wurden unter anderem: Büchner, Geschichte der Theaterkritik, Geburt-Hochzeit-Tod, BWL, soviel weiß ich schon. Mit unterschiedlichen Erfahrungen.

Da ich akademisch bereits erfahren bin, habe ich während dieser Zeit einen Milchkaffee und einen Bagel genossen.

Wer’s nicht kennt, hier der Haupteingang der LMU, Geschwister-Scholl-Platz, mit in den Boden eingelassenen steinernen Flugblättern als Erinnerung an die Weiße Rose:

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(Das Rauschen draußen ist ein Springbrunnen.)

– Bei uns sind die Wandertage übrigens so organisiert: Der erste Wandertag im Tag ist frei. Da wird, je nach Durchsetzungsvermögen der Schüler und Ortskenntnis der Lehrer, gewandert oder nicht. Wandern macht danach allen immer noch am meisten Spaß, aber das wissen die Schüler vorher nicht.
Der zweite Wandertag ist mit Beschluss der Lehrerschaft umgewandelt worden in Eine Art Wandertag. Das gibt’s als Möglichkeit vom KuMi, man geht dann nicht wandern, sondern treibt Kultur. An unserer Schule jahrgangstufenweise: Für die 5. Klassen ist, sagen wir, Erdkunde zuständig, für die 11. Deutsch, für die 8. Religion und für die 9. Englisch. Die Fachschaften organisieren jeweils themengebundene Ausflüge für die Schüler. (Die Klassen fahren dabei schon getrennt, also nicht im Pulk.) Das gibt Gemurr unter den Lehrern, und manchmal sind diese Exkursionen tatsächlich nicht so gut geplant, dass alle zufrieden sind. Ich halte die Idee, dass es jedes Jahr feste Ziele gibt, allerdings für nicht schlecht.

Fundsachen

Morgen hoffentlich lustiger Wandertag. Heute abend Elternsprechabend gehabt, deswegen rechtschaffen müde. Nicht weil so viele Leute bei mir gewesen wären (diesmal sogar wenig), sondern wegen Schulvormittag und Wartenachmittag.

Zwei Bilder als Erinnerungen: In der Aula waren die Fundsachen des letzten halben Jahres ausgestellt, also Schmuck, Handys, Geldbeutel, Schlüssel, Jacken, Mäntel und sonstiges, das wohl irgend jemand verloren haben muss, das anscheinend nicht groß vermisst wird.

Könnte man vielleicht für Erzählungen in der Unterstufe nutzen – Wie Es Kam, Dass Niemand Den Schlüssel Haben Wollte.

Facebook für Englischlehrer?

Vor einem Jahr wünschte ich mir Youtube für Unterrichtsmaterial, aber ich glaube, ich will meine Metapher ändern. Im Prinzip schwebte mir damals vor, dass Material aus verschiedenen Quellen über Feeds gesammelt und zentral weiterverarbeitet wird. Gedanken zur technischen Umsetzung habe ich mir in einem weiteren Eintrag gemacht. Und in einem letzten Eintrag zum Thema habe ich Seiten vorgestellt, die Unterrichtsmaterial für Lehrer auf diese oder andere Weise bündeln.

Eine solche Seite füttert mich ab und an mit Materialvorschlägen, wenn auch das meiste naturwissenschaftlich-technisch orientiert ist: Die Idee von OER Commons gefällt mir immer noch: “a global teaching and learning network of free-to-use resources […] for you to use, tag, rate, and review.”

Bei School-Networking habe ich vor einigen Tagen den Hinweis auf eine weitere solche Seite gefunden, die mir noch etwas besser gefällt: Ein gemeinsames Projekt vom British Council und der BBC: TeachingEnglish. Also nur etwas für Englischlehrer. Anmelden bei der Community und los gehts.

Man kann natürlich Material hochladen und damit allen anderen verfügbar machen. Es ist wohl auch schon eine Menge dort. Man alles kommentieren und bewerten. Jeder Benutzer kann sich seine eigene Profilseite zusammenbasteln, mit Daten zur Person, Link nach Hause, verschiedenen kleinen Applets-Widgets-Gadgets. (Meine öffentlich zugängliche Seite ist hier.) Man soll auf Englisch schreiben, heißt es. Und: Noch müssen alle Blogeinträge einzeln überprüft und freigeschaltet werden. Für die Dauer ist dieses Modell also nicht geeignet.

Das ganze ist fast schon so, wie ich es gerne hätte. Aber ich will keine zwei Blogs führen. Also wäre mir als Ergänzung zu dem Prinzip von TeachingEnglish noch lieber, wenn ich meinen Blog über ein iframe (embedded frame) in die Seiten dort integrieren könnte. Und auch die Blogs der anderen Mitglieder dort in eingebetter Form sehen würde. Das wäre mir, glaube ich, noch lieber als RSS. (Maik Riecken beschäftigt sich in einem Blogeintrag mit einer ähnlichen Frage, und in den Kommentaren verlinkt er ein Beispiel, wie Blogs in iframes aussehen können.)
Rechtlich vielleicht riskant.

Wer könnte so etwas bei uns machen? Das Goethe-Institut fällt einem als erstes ein. Ist doch tolle Publicity. Kooperation mit der Deutschen Welle? Die Domain deutschlehren.de ist noch frei.