Martin Gardner

Komme aus dem Urlaub zurück, deswegen erst gerade bei Hanjo gelesen – und merkwürdigerweise sonst nirgendwo! – dass Martin Gardner gestorben ist, fünfundneunzigjährig (NYTimes).

Martin Gardner war einer der ganz Großen. Jahrelang hatte er eine Kolumne im Scientific American (dessen deutsche Ausgabe ich als undergraduate einige Zeit abonniert hatte), in der er mathematische Kuriositäten präsentierte. Diese Beiträge und viele mehr erschienen in einer Vielzahl von Büchern, ein Dutzend davon oder so habe ich zu Hause. Die ersten habe ich wohl noch in der Unterstufe aus der Bibliothek ausgeliehen: Logikrätsel, Denkaufgaben, Unterhaltungsmathematik. Efronsche Würfel. Zellautomaten.

Später kam dann The Annotated Snark dazu, eine kommentierte Ausgabe von Lewis Carrolls “The Hunting of the Snark”, und, ähnlich wie bei Hanjo, die kommentierte Alice. Zu empfehlen auch seine Essaybände, etwa The Whys of a Philosophical Scrivener oder vor allem Gardner’s Whys & Wherefores mit gesammelten Vorworten, Buchbesprechungen und Essays. “Casey at the Bat” habe ich daher und Chestertons “The Coloured Lands”. The Martian Chronicles und Lord Dunsany kannte ich vorher schon, H. G. Wells, Ulysses und Gatsby auch. Gardner war vielseitig interessiert, das hat mir immer imponiert.

Was ich von ihm nicht gelernt habe, kam von seinem Kollegen Douglas R. Hofstadter, eine Generation jünger, und vor allem Raymond Smullyan (Jahrgang 1919).

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