Harlan Ellison

Stapel mit Büchern von Harlan Ellison

Mein Studienfreund Frank brachte mich auf Harlan Ellison. Gehört hatte ich natürlich von ihm, und wohl auch die eine oder andere Geschichte gelesen. Aber die meisten Science-Fiction-Autoren, die ich gut kannte, waren die Generation vor ihm, die der 1950er, 1940er Jahre oder noch früher. Ellison ist vorgestern 84-jährig gestorben. Ellison schrieb Science-Fiction-Kurzgeschichten, auch wenn er diese Bezeichnung nicht mochte, und er schrieb sehr gut, im Sinne von: wortgewandt, lyrisch, und da ich die Geschichten mochte, musste wohl etwas Sentimentalität dabei sein. Er schrieb außerdem Drehbücher (berühmt und preisgekrönt die Star-Trek-Folge „The City On The Edge of Forever“ aus er ersten … Continue reading „Harlan Ellison“

Terry Pratchett

AT LAST, SIR TERRY, WE MUST WALK TOGETHER. — Terry Pratchett (@terryandrob) 12. März 2015 Möglicherweise mein erstes Terry-Pratchett-Buch war Good Omens, ein paar Jahre, bevor ich Terry Pratchett oder Neil Gaiman als Namen kannte. Dann brachte mich ein Studienfreund auf die Scheibenwelt-Romane. Ich las die ersten drei, vier davon in den frühen 1990er Jahren. Nett, fand ich, sogar lustig. Die Bücher hatte ich ausgeliehen; selber brauchte ich keine Ausgabe davon. Ich fand mich ein bisschen unter meinem Niveau unterhalten. Auch wenn pro Buch mindestens ein genialer Witz dabei war. Dann habe ich vielleicht fünf oder acht Jahre gebraucht, um … Continue reading „Terry Pratchett“

Ray Harryhausen

Vorgestern ist Ray Harryhausen mit 92 Jahren gestorben. Frau Rau meinte, ich soll etwas über ihn schreiben, weil sie noch nie jemanden über ihn hat reden hören außer mich. Wenn man sagt, dass Harryhausen ein Hollywood-Tricktechniker der 1950er und 1960er Jahre war, dann reicht das nicht. Er prägte die Fantasy- und Abenteuerfilme seiner Zeit mt seine weiterentwickleten Stop-Motion-Technik. Man kennt vor allem Sindbads 7. Reise und die Skelett-Kampfszenen aus Jason und die Argonauten: Immer noch sehenswert. Ray Bradbury war ein Jugendfreund und Weggenosse von Ray Harryhausen, in A Graveyard For Lunatics machte er ihn als „Roy Holdstrom“ zu einer zentralen … Continue reading „Ray Harryhausen“

Ray Bradbury

Letzte Woche starb, 91-jährig und von meinem Teil des Web wenig beachtet, Ray Bradbury. Ich lernte ihn kennen als Science-Fiction-Schriftsteller, und zwar einen der ganz großen – neben Asimov, Heinlein und vielleicht noch Arthur C. Clarke. Ich kannte Bradbury schon während meiner Schulzeit. In meinem Leistungskurs-Macbeth ist neben den Zeilen „By the pricking of my thumbs/Something wicked this way comes“ der Name Bradburys gekritzelt; einer seiner Romane heißt so. Gelesen hatte ich damals aber nur wenig von ihm. Ich kannte ihn aus der einen oder anderen Anthologie und vor allem aus der SF-Sekundärliteratur. (Es ist ganz erstaunlich, wieviel man als … Continue reading „Ray Bradbury“

Martin Gardner

Komme aus dem Urlaub zurück, deswegen erst gerade bei Hanjo gelesen – und merkwürdigerweise sonst nirgendwo! – dass Martin Gardner gestorben ist, fünfundneunzigjährig (NYTimes). Martin Gardner war einer der ganz Großen. Jahrelang hatte er eine Kolumne im Scientific American (dessen deutsche Ausgabe ich als undergraduate einige Zeit abonniert hatte), in der er mathematische Kuriositäten präsentierte. Diese Beiträge und viele mehr erschienen in einer Vielzahl von Büchern, ein Dutzend davon oder so habe ich zu Hause. Die ersten habe ich wohl noch in der Unterstufe aus der Bibliothek ausgeliehen: Logikrätsel, Denkaufgaben, Unterhaltungsmathematik. Efronsche Würfel. Zellautomaten. Später kam dann The Annotated Snark … Continue reading „Martin Gardner“

Patrick McGoohan

Gestorben, mit 80 Jahren, Schauspieler Patrick McGoohan. Ich kenne ihn aus vielen Filmen, aber er wird immer Nummer 6 aus der Fernsehserie The Prisoner bleiben. Hier kann man alle Episoden anschauen. Meine Lieblingsepisode, nichts für Einstieger: „A, B & C“. McGoohan konnte dieses wunderbare Zucken des einen Mundwinkels. Nachtrag: Erinnerungen und Nachruf and ihn. Ebenfalls gestorben mit 88, Ricardo Montalban. Kennengelernt habe ich ihn als Khan in Star Trek II, Der Zorn des Khan, der sich auf eine alte Enterprise-Episode bezieht. Inzwischen kenne ich ihn auch als Schauspieler der frühen 1950er Jahre, wo er mit Esther Williams im Schwimmbad plantscht. … Continue reading „Patrick McGoohan“

Studs Terkel

Vor zwei Tagen ist Studs Terkel gestorben, 96 Jahre alt. Der schöne Nachruf bei NPR (anhören, schon mal wegen Terkels Stimme!) nennt ihn „legendary oral historian, author and radio personality“. In seinem langen Leben hat er vieles gemacht und viele Leute getroffen. Am bekanntesten ist er wohl für seine Bücher mit Interviews mit einfachen Leuten zu verschiedenen Epochen. Ich habe schon mal Hard Times empfohlen, kurze Interviews über die Depressionszeit. Auf www.studsterkel.org kann man viele der Interviews anhören. Im Moment lese ich den ersten Band mit gesammelten Essay aus der Radioreihe This I Believe. Vorwort Studs Terkel. Die Serie ist … Continue reading „Studs Terkel“

Cyd Charisse gestorben

Möglicherweise meine Lieblingsnummer von ihr. Eigentlich mag ich textlose Musical-Tanzeinlagen nicht besonders, und lyrische gleich gar nicht. Trotzdem, die gilt: „Dancing in the Dark“ stammt aus The Band Wagon (1953). Eines der besten. Buch Betty Comden und Adolph Green, wieder mal. Und tolle Musik. (Das Youtube-Video habe ich bei Frau Klugscheißer gefunden und gleich übernommen.)

Kurt Vonnegut gestorben

Einer der besten. (NY Times obituary.) Dafür, dass er so geschrieben hat, dass einem das Lesen leicht fällt. Für seine menschliche, nüchterne, humorvolle, kreative, nie resignierte Weltsicht. And so it goes. Nachtrag: Überblick über Nachrufe bei Slate.com: So it goes.

Robert Anton Wilson

Gerade habe ich erst mitgekriegt, dass vor zwei Tagen Robert Anton Wilson gestorben ist. Bekannt ist vor allem die Illuminatus-Trilogie, die er zusammen mit Robert Shea geschrieben hat, und die ich als später Teenager oder früher Student mit Genuss und Belehrung gelesen habe. Illuminatus! ist eine Geschichte um Weltverschwörung und Intrigen, Rockmusik, Psychoanalyse, den Weltuntergang, Rebellion und die Illuminaten. (Wenn ich mich recht erinnere, hat Wilson zusammen mit anderen in den 60er Jahren die bis dahin vergessenen Illuminaten erst wieder als Verschwörer ins Speil gebracht, und diese Fiktion war so erfolgreich, dass sie sich immer weiter verbeitet hat.) Besser als … Continue reading „Robert Anton Wilson“