Datenklau im Klassenzimmer

Macht gerade bei Twitter die Runde: Datenklau im Klassenzimmer. Ausgangspunkt: Postkartenaktion vom „Verlag für Wissen und Innovation“ an Grundschulen, wo man kostenlose Bücher kriegt – gegen freiwillige, aber doch erwünschte Herausgabe der Adresse. Worauf sich dann wohl Leute mit Angeboten bei den Eltern melden, am Ende mit Finanzdienstleistungen.

Manu (von manu bloggt) hat das schön recherchiert und im Blog dargelegt. Erste Klageandrohung ist auch schon da. Sehr lesenswert.

— Wir würden solche Angebote an unserer Schule hoffentlich gar nicht erst verteilen. Mir reichen schon die Angebote eindeutig seriöser Verlage in unserem Lehrerzimmer: immer wieder liegen Listen für Sammelbestellungen herum, ab und zu ist irgendein Tisch mit irgendwelchen Büchern zur Ansicht belegt. Darauf könnte ich verzichten. Nicht recht gefällt mir auch, wie über die Schule ein bestimmtes Vokabellernprogramm an die Schüler vermittelt wird, obwohl es kostenlose Alternativen gibt.

Völlig in Ordnung ist jedoch das kopierte Blatt, das gerade an unserer Eingangstür klebt: für Offizierstanzkurs des örtlichen Fliegerhorsts werden Damen als Partnerinnen gesucht, Teilnahme kostenlos. Dass es das tatsächlich noch gibt, finde ich schön.

9 Thoughts to “Datenklau im Klassenzimmer

  1. Wieso gibt’s eigentlich die ausgelegten Bücher mit Sammelbestellzettel? Ich frage mich schon immer, wer das erlaubt, warum gerade in einem Lehrerzimmer? Es sind ja keine Bücher von Schulbuchverlägen, sondern meistens mittelmäßige Kochbücher oder Bildbände oder sowas… Ich habe auch noch nie erlebt, dass da jemand aus meinem Kollegium was bestellt hätte.

    Und zum Angebot für Schüler: Wir verteilen alle paar Jahre Gutscheine von Duden, wo man gegen Angabe der Adresse einen Schülerduden oder Abiturvorbereitungsduden oder sowas aus dreien auswählen kann. Teilnahme natürlich freiwillig, und zum Glück habe ich noch nie von den Eltern (oder den Schülern) gehört, dass da unseriöse Angebote nachgekommen wären.

  2. Diese „Vokabellernprogramme“ wurden bei uns an der alten Schule auch verkauft. Pro verkauftem Exemplar ging eine Spende an die SV. Ich fand das umso verwunderlicher, als dass das Prinzip meiner Meinung nach mit ohne Computer fast sinnvoller ist.

    Markus

  3. Die Tanzkurse mit den Offizieren erinnern mich an die Schwärmereien meiner Mutter in den 50-er Jahren. Dass es das (wieder) gibt..finde ich persönlich irgendwie seltsam.
    Warum lernen Offiziere tanzen? Also Offiziere? Und nicht (junge) Männer – wenn sie Lust zum Tanzen haben. Tanzlustige Männer gibt’s ja leider selten. Toll finde ich die Eigeninitiative eines Schülers, der zurück aus ..?? (Südamerika?) jetzt einen Tango- und Salsatanzkurs anbietet.
    Und wer zahlt das Angebot für die Offiziere und die interressierten „Damen“?
    Das Verteidigungsministerium?
    Würd‘ mich mal interessieren, wie da die Diskussionen unter den Mädels laufen? Da gibt’s was umsonst! Also los! Und Männer in schmucken Uniform. Auch nicht schlecht. Oder ?

  4. Letztes Jahr haben bei dem Tanzkurs mit den Offizieren einige Mädels mitgemacht, die (glaube ich) sowieso schon Kontakt zu Offiziersanwärtern hatten.
    Ansonsten ist meines Erachtens nach das Interesse nicht gar so groß, da ja sowieso meistens ein Tanzkurs angeboten wird, und dann auch noch mit Leuten, die man kennt. Da geht man doch lieber mit seinem Freund hin, als mit wildfremden Bundeswehrlern zu tanzen.

  5. Zu den Offizieren: die lernen tanzen, weil es zu ihrer Ausbildung gehört. Und da die Bundeswehr ein konservativer Verein ist und zu wenig weibliche Tanzpartner bietet, muss man für die Jungs eben woanders suchen. Und die meisten sind zwar in festen Händen, haben aber ihre Freundin nicht vor Ort. Übrigens bietet die Bundeswehr tolle Bälle, auf denen man sein Traumkleid mal ausführen kann, und man muß seinen Tanzpartner ja nicht gleich heiraten!

  6. Gehört zur Ausbildung? Wieso das denn ? Und: die Traumkleidparade haben wir schon bei der Abiturfeier „unserer“ Mädels… Ans Heiraten denkt im Moment – glaube ich auf jeden Fall – (noch) niemand. Gut so.

  7. hello teacher,
    wir sind eine grundschule in der turkei. wir haben eine comenius projekt. wir suchen einen deutsche partner. das projekt ist über kultur wir haben einen partner aus romania jetzt
    bitte kontakt mit mir
    haceremre@hotmai.com
    danke shön

  8. Vielleicht findet sich ja wer. Ich hätte gerne so ein Projekt, etwa mit eTwinning, an unserer Schule. Ich kann selber aber zur Zeit keines organisieren.

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