Schuljahresende jetzt auch hier

Morgen beginnt in Bayern das neue Schuljahr, wie jedes Jahr am 1. August. Bevor der Unterricht beginnt, sind aber erst mal Sommerferien. Verdient, für alle.

Als verantwortungsbewusster Lehrer erinnere ich daran, dass wir alle zu Hause gespeicherten personenbezogenen Daten über Schüler löschen – Noten, Schulaufgabenkommentare, Gutachten. E‑Mail-Adressen? “Es dürfen lediglich Daten jener Schüler und Schülerinnen verarbeitet werden, die der bearbeitende Lehrer selbst unterrichtet bzw. deren Klassleiter oder Kollegstufenbetreuer er ist.” Und die müssen zum Ende des Schuljahres gelöscht werden.

Ich dachte mal, das sei bis zum Ende des Kalenderjahres verlängert worden, finde das aber nicht mehr. Details gibt es bei www.datenschutz-schule-bayern.de vom ISB.


Dort liest man auch, dass das Benützen von passwortgeschützten Lernplattformen (lies: Moodle) für Schüler freiwillig sein muss. Das gilt nicht, wenn “die Lernplattform auf Grund von Regelungen des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus (z.B. in Lehrpläne) verpflichtender Bestandteil des Unterrichts ist.” Das heißt, mit der nächsten Lehrplanänderung – dem mit dem angekündigten Plus – könnte das schon kommen.

Vorerst ist auf der Startseite des Bayenmoodles (zumindest Obb-West) eine Einladung zum

1. Tag des E‑Learning an bayerischen Gymnasien
am 8. Oktober 2012 von 9:00 Uhr – 17:00 Uhr
an der Technischen Universität in München (Standort Garching)

Mail dazu habe ich noch keine gekriegt; ich hätte gedacht, dass die Moodle-Kontaktlehrer davon informiert werden. Tag ist schon mal markiert.


Ansonsten: Das angekündigte freiwillige Intensivierungsjahr heißt jetzt Flexibilisierungsjahr. Sonst weiß man noch nicht so viel. Vielleicht denkt man sich, je mehr Silben das Ding kriegt, desto weniger gern nimmt man das Ungetüm in den Mund.

Jetzt erst mal schöne Ferien zusammen!

4 Antworten auf „Schuljahresende jetzt auch hier“

  1. Dankeschön, gleichfalls & gute Erholung!
    (Wir haben ja schon fast eine Woche herum… Grüße aus der Provence)

  2. Zum 1. Tag des E‑Learning: Menno. Ich dachte, das sei eine Empfehlung und bin hingegangen.

  3. Oh. Entschuldigung. Vielmals. Mir war inzwischen klar, dass ich das nicht empfehlen kann. Den ganzen August wurde die Anmelde- und Programmseite nicht freigeschalten, erst deutlich nach Anfang des Unterrichts, so Ende September, tauchte dort ein Programm auf. Die Moodle-Kontaktlehrer sind auch nicht benachrichtigt worden, wie die überhaupt seit anderthalb Jahren nicht mehr relevant zu sein scheinen. Aber vielleicht ging’s ja auch gar nicht nur um Moodle. Interessiert hätten mich die Nachrichten aus dem StMUK.
    (Ich wäre vielleicht trotzdem gekommen, war aber schon letzten Montag weg, und das wäre sonst zu viel geworden – Doppelstunde Deutsch in der 10., die sowieso viel ausfällt.)

  4. Es ging schon um Moodle, ich hatte aber den Eindruck, dass viele der Referenten für die Workshops sehr kurzfristig eingeladen wurden (weil kurz davor noch nichts draufstand). Der Vortrag von dem Mann aus Wien über Mahara war interessant und auch fundiert, dann habe ich einen absolut unterirdischen Workshop besucht, einen guten zu einem interessanten Moodle-Projekt und einen mäßigen, notdürftig dazugeschusterten. Die Dame aus dem KM am Schluss – nun ja. Als sie verlauten ließ, das MEBIS (oder wie?)-Projekt, von dem sie uns vorgeschwärmt hatte, sei für Normalsterbliche erst in zwei Jahren verfügbar, war große Frustration spürbar.

    Der angstbehaftete Umgang der einschlägigen Behörden mit dem Internet ist einfach nur ermüdend. Ich habe kein anderes so kompliziertes Login wie das bei Moodle, obwohl meine Passwörter sonst auch anspruchsvolleren Standards genügen. Und dass der Austausch von Kursen, Dateien und Projekten nur mit Tricksereien zu gehen scheint, hat in der Abschlussrunde zu beinahe wütendem Murren der anwesenden KollegInnen geführt.

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