Cory Doctorow & Jen Wang, In Real Life

doctorow_wang_irlGraphic Novel, etwa 175 Seiten.
Um die 13 Euro.

Zugegeben: Wenn es mehr gute Geschichten um Gamer und mehr gute Geschichten mit Heldinnen gäbe, dann würden mir bei In Real Life mehr die Nachteile einfallen. Die Geschichte ist ein bisschen dünn und plakativ, aber hey, das sind viele Jugendromane auch. Weil es aber nicht viel vergleichbare Bücher gibt, kann ich das nur empfehlen als Geschichte um eine Gamerin, ihre Onlinefreunde, jugendliche Naivität. Erfreulich – aber nicht verwunderlich, wenn man Doctorow kennt – ist, dass das Buch ohne die Klischees auskommt, die einem hierzulande bei Onlinespielern einfallen: Schlechte Noten, Realitätsverlust, falsche Identitäten. Dafür gibt es andere Klischees, meinetwegen, aber die sind nicht gar so platt. Und wer noch nie etwas von gold farming gehört hat, der kann hier noch etwas lernen.

Richtig schön ist auf jeden Fall, wie Wang die Bildersprache der Computerspiele mit der Bildersprache der Comics kombiniert – Eingabeformulare, Wartebalken, Punktegewinn. Das habe ich so noch nicht gesehen, aber ich lese ja auch gar nicht mehr viele Comics.

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