Badges in Moodle (und damit auch Mebis)

Für meine Informatik-Vorlesung an der Uni gibt es auch einen Moodlekurs mit den Vorlesungsfolien, Material und Links und so weiter. Diesmal gibt es auch Auszeichnungen (Bagdes), eine Möglichkeit, die Moodle zur Verfügung stellt: Ein Sortiment an hübsch entworfenen Bildchen, die man jeweils erhält, wenn man bestimmte Leistungen erbracht hat. Im Idealfall, denke ich, weiß man vorher, welche Auszeichnungen man erwerben kann und was man dafür tun muss. Dann kann man darauf hinarbeiten.

In der Schule hieße das: Man kriegt die Auszeichnung, wenn man in Moodle/Mebis einen automatisierten Test bestanden hat, den man jederzeit ablegen kann, wenn man sich bereit dazu fühlt. Oder man demonstriert dem Lehrer, dass man das Verlangte kann, und kriegt dann manuell die Auszeichnung zugewiesen. So könnte man durchaus auch ein schulweites Portfolio anlegen, etwa für Medienkompetenzen – aber ich schweife ab.

In der Didaktikvorlesung stelle ich verschiedene Methoden vor, und probiere sie gleich aus, soweit das geht; und eben auch Auszeichnungen – also können die Studenten und Studentinnen bisher diese Auszeichnungen erwerben:

Badges in einem Moodle-Kurs

Anders als in der Schule sind hier viele der Aufgaben, für die man die Auszeichnungen erhält, verpflichtend. Ich mache das auch, um diejenigen ein wenig zu piesacken, die nur zur Klausur kommen wollen – auch die müssen sich an diesen, uh, Übungen beteiligen. Nennen wir es blended learning…

Freiwillig und folgenlos sind die Auszeichnungen „Fünf ist Trümpf“ und „Zehn mal gesehn“, die man für die regelmäßige Anwesenheit in den Vorlesungen kriegt. Vorlesungen muss man nämlich nicht besuchen, sondern nur die Prüfung dazu bestehen; in Prüfungen prüft man aber oft nur Prüfbares, und nicht die vielen wichtigen Sachen, die man in Vorlesungen nebenbei lernt.

Den „Bionischen Biber“ kriegt man, wenn man am Wettbewerb Informatik-Biber teilnimmt, der in diesen Tagen für Schüler und Schülerinnen stattfindet – die Studenten und Studentinnen kriegen ebenfalls Zugangsdaten, um mitspielen zu können; die Ergebnisse lösche ich vor der endgültigen Auswertung. (Habe gefragt, ob ich das so machen darf.)

„Twitterat“ wird man, wenn man in den Tweets meiner Liste von Informatiklehrern und -lehrerinnen gestöbert und etwas Interessantes gefunden hat und das dann im kursinternen Forum gepostet hat, zusammen mit einem Link auf den Originaltweet – oder es wenigstens versucht und nach einer halben Stunde aufgehört hat, weil nichts Interessantes zu finden war. Kann ja auch sein.

– Die Bilder für die Auszeichnungen finde ich bei openclipart.org und baue sie dann in Libre Office Draw zusammen: Ein schwarzer Ring, eine Kreisfläche mit Farbübergang zwischen Mittelpunkt und Rand, und eine weiße durchsichtige Fläche zum Drüberlegen für den kleinen Glanzeffekt.

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7 Thoughts to “Badges in Moodle (und damit auch Mebis)

  1. Ich habe natürlich an die Postleitzahlenkampagne gedacht, aber Rolf ganz vergessen. Schade, der hätte sich sogar gut gemacht, und aufgefallen wäre er den jungen Leuten genauso wenig.

  2. Bin also doch nicht die einzige Person, die badges bei mebis toll findet. Hat mich gleich motiviert, mal wieder einen zu kreieren. Danke!

  3. Ich mag die Badges sehr, nutze sie aber noch viel zu wenig. Als Nächstes biete ich eine Auszeichnung „Badge Inventor“ an, für Schüler oder Schülerinnen, die einen Vorschlag für eine Auszeichnung machen, den ich übernehme.

  4. Achievements! Badges für alle!
    Gamification FTW!

    Ne im Ernst ich glaube das funktioniert bei einigen. Finde ich gut. :)

    Gruß
    Aginor

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