Stöckchen springen

Schon vor zweieinhalb Jahren gefragt und eben daran erinnert worden. Vielleicht gibt es einen (Fantasy?-)Kontext zu den Fragen, aber versprechen kann ich das nicht. Hier verspätet meine Antworten.

  1. Servus, sprich: aus welcher Welt stammst Du und was zeichnet sie aus? Aus dieser hier. Aus einer Welt, die meine Eltern für mich geschaffen haben, aus einem Amalgamuniversum, das ich mir zusammengesucht habe. Aus der Welt der frühen 1980er Jahre. Es ist auf jeden Fall eine durch Medien vermittelte, also konstruierte Welt. Die unmittelbare Erfahrung war nie so das meine.
  2. Und wer und was bist Du? Die Summe meiner Erfahrungen und ausgelösten Änderungen in der Welt.
  3. Welches Element Deiner Heimatwelt hat Dich am meisten geprägt? Alte Filme mit Fred Astaire und Ginger Rogers, und die frühen Spider-Man-Comics.
  4. Wissen, Erkenntnis oder Mythos? Erkenntnis wird überschätzt, hat keine korrigierene Instanz, sondern nimmt den Erkennenden zu wichtig. Wissen und Mythos sind dagegen beides soziale Konstruktionen; zwischen beiden zu wählen fällt mir deutlich schwerer. Vermutlich Wissen, aber nur knapp.
  5. Was ist der schwierigste Handel, den du in Deinem Leben eingegangen bist? Gibt es eine Entscheidung, die Dich bis heute verfolgt? Eine solche Entscheidung gibt es nicht. Schwierige Handel: Auch da fällt mir keiner ein; ich glaube, ich habe es immer sehr leicht gehabt.
  6. Welche anderen Charaktere verbinden Dich mit der Welt? Wessen Tod würde Dich am meisten erschüttern? Familie. Der Tod von Prominenten, und alte Prominente ohnehin, erschüttert mich nicht, mahnt mich nur ans Vergehen der Zeit und das alles vergänglich ist.
  7. Erzähl mir einen Schwank aus Deiner Jugend! Stattdessen vier Blogeinträge dazu.
  8. Was ist Dein größter Erfolg? Oder: Gibt es etwas, worauf du wirklich stolz bist? Mir fällt nichts ein, auf das ich wirklich stolz bin. Dinge, auf die ich nicht stolz bin, das ja. Größter Erfolg: Auch das nicht. Wenig Ziele, wenig Probleme. Viel leises Vergnügen.
  9. Wovor hast Du am meisten Angst? Ich habe vor sehr vielem ein bisschen Angst. Wenn ich keine habe, suche ich mir etwas, vor dem ich Angst haben kann. Aber viel Angst ist es jeweils nicht. Insgesamt bin ich dann eher furchtlos.
  10. Nur zur Sicherheit: Lebst Du noch und bist dem Tod schon einmal spektakulär von der Schippe gesprungen? Falls nicht: Wie bist Du gestorben? Ja, ich lebe noch, spektakulär war noch nie etwas bei mir. Als Dreijähriger war ich mal im Notarztwagen, keine Luft, Verdacht auf (Pseudo?)krupp, dann aber doch nichts. Und hinter einem Bus bin ich mal vor ein überholendes Auto gerannt, das gab eine leichte Prellung.
  11. Blicke auf Dein Leben zurück und stell Dir vor, es gäbe jemanden, jenseits Deiner Welt, der alle Deine Handlungen bestimmt: Würdest Du sagen, diese Person mache einen guten Job? Was wäre Deine größte Kritik? Ziellosigkeit, falls mein Leben ein Kunstwerk sein sollte. Mein Leben als von jemand anderem bestimmt, also quasi als Computerspiel, wäre ein walking simulator. Anderseits verstehe ich den Reiz von als walking simulator verspotteten Computerspielen durchaus.

2 Thoughts to “Stöckchen springen

  1. „Und wer und was bist Du? Die Summe meiner Erfahrungen und ausgelösten Änderungen in der Welt.“

    Ich bin in enttäuscht, ich dachte SIE wären der „SUPERPAUKER“.

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