Semesterbeginn 2019, Schulwoche

Am Dienstagmorgen laufen gewesen – Zombies, Run!, kleine Runde, das übliche. Danach waren die Praktikanten an der Schule. Schultag okay, abends dann Leserunde, Buch besprechen. Der Tag fühlte sich voll an; wenn ich morgens laufen war, habe ich den ganzen Tag über das Gefühl, schon ganz viel gemacht zu haben.

Am Mittwoch erst Schule, teils gut, teils nicht. Nun ja. Mit der Deutsch-Q12 Satzschlusszeichen geübt: Wir machen eh gerade Parabeln und Kafka, und sie kriegten eine Datei mit einer Version von “Eine kaiserliche Botschaft”, in der ich alle Satzzeichen durch Kommas ersetzt hatte. Das muissten sie dann wieder rückgängig machen und Satzzeichen einfügen – vielleicht gewöhnen sie sich dann daran, wie neulich geübt, auch mal ein Semikolon zu benutzen, einen Doppelpunkt oder einen Gedankenstrich. Über den Inhalt und die Sprache reden wir dann nächstes Mal.

Am Spätnachmittag dann die erste Didaktik-Vorlesung in diesem Semester. Das fing zwar bereits letzte Woche an, aber da musste ich zum Klassenelternabend. Ich nehme mir ja schon seit einer Weile vor, mit den Vorlesungen aufzuhören. Es ist halt doch immer zusätzlicher Aufwand zum Hauptberuf, und wiederholt sich doch irgendwie, und wird von der Uni nicht wirklich wahrgenommen oder unterstützt. An der LMU gibt es keinen Lehrstuhl für Didaktik der Informatik, und nur halbherzig Zuständige, und die Veranstaltungen werden von teilabgeordneten Lehrern und Lehrerinnen und Ehemaligen wie mir bestritten. Lebensnah, aber nicht furchtbar professionell. (Aber das Sekretariat ist toll.) Und dann macht’s ja doch immer wieder Spaß.

Bei Twitter diskutiert, wie ich es mit dem Anreden halten soll in der Vorlesung. (Vorlesung klingt wichtig, aber es sind immer nur ein Dutzend Hörer und Hörerinnen.) Siezen und Nachname, Siezen und Vorname; die Studis so und ich anders; oder gleich duzen? Ich glaube, ich werde nächste Woche um eine wie auch immer geartete symmetrische Lösung bitten.

Heute am Donnerstag dann früh mit einer großen grünen Kiste und einer Banjolele aus dem Haus. Mit all dem zur Schule, Unterricht machen, dann mit all dem zu einem Freund in Diedorf bei Augsburg, um einen Podcast aufzunehmen und Musik zu machen. (Laienhafter Blues auf Banjolele und Klavier.) Danach mit all dem zurück nach München, um dort endlich die leere grüne Kiste gegen eine volle zu tauschen: die wöchentliche Kartoffelkombinatslieferung abholen. (Blogeintrag dazu.)

4 Antworten auf „Semesterbeginn 2019, Schulwoche“

  1. Ich liebe Zombies, Run! wusstest Du, dass die App von der Autorin von “The Power” Naomi Alderman erfunden wurde? Aus irgendeinem Grund gefällt mir das sehr :)

  2. Ja, das wusste ich, und das freut mich sehr. Frau Rau hatte sogar ihren Erstling gelesen, noch bevor ich dann später Zombies, Run! entdeckte. (Das hilft mir wirklich sehr, beim Laufen zu bleiben.)

  3. Oh, ich dachte da an einen Witz – nach dem Motto: wenn ich morgens laufe, laufe ich wie ein Zombie.

    Semikolons mag ich gerne und würde sie öfter einsetzen, wenn ich wüßte, wo es richtig hingehört.
    Semikolonien!

  4. Du hast dich ja sicher schon informiert, aber hierhabe ich mall über Zombies, Run! geschrieben:
    https://www.herr-rau.de/wordpress/2014/06/zombies-run.htm

    Danke dir für die Semikolonien, die werde ich bei Gelegenheit mal einsetzen. Ich bin selber ein großer Semikolonnutzer – immer dann, wenn mir ein Punkt zu viel Distanz und ein Komma zu viel Nähe ist. (Das gilt aber auch ähnlich für den Gedankenstrich und den Doppelpunkt.)

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