Sechs Tage im Bayerischen Wald

Es war eher feucht, aber noch so, dass man gut wandern konnte.

Dunstiges Wandern
Nicht ganz so dunstig
Gipfelkreuz auf dem Silberberg: Nachts leuchtend von oben herab ins Tal – also nicht angestrahlt, sondern eher wie mit Neonröhren. Oder doch reflektierende Oberfläche?
Wanderer im Nebelwald.
Blaubeeren.
Der Gipfel des Großen Arber. Wenn es mal halbwegs trocken ist, gehen *alle* dorthin – zu Fuß, per Seilbahn, mit Fahrrad oder Auto. Also eher warten, bis die Seilbahn keine Saison hat? – Dass die Wege am Gipfel alle eingezäunt waren mit der Bitte, doch den Tieren eine Chance zu geben, hielt eine Gruppe nicht vom Picknick ab.

Also: Wandern ja. Ist auch alles gut ausgeschildert. Pilze gibt es enorm viel, aber ich kenne ich mich nicht aus und wir hätten ohnehin keine Kochgelegenheit gehabt. Ansonsten gab es in Bodenmais zu unserer Überraschung nur liebloses Essen. Wir haben uns halt beholfen, der Chinese ging noch halbwegs.

Interessieren sich andere Touristen überhaupt nicht fürs Essen, oder wieso greift das niemand auf? Einmal erkundete sich ein amerikanisches Paar nach vegetarischen Gerichten in einem der größten Gasthöfe am Ort. Die Bedienung ging mit ihnen die Speisekarte durch. “Meat… that’s meat… meat… fish… salad, but with meat…” Das Paar ging dann. Aber auch Schweinebraten und Schnitzel waren lieblos. (Der Unsitte, das Griebenschmalz mit irgendeiner Art von Bratensoßenextrakt zu versetzen, ist mir um München herum aber auch schon begegnet.)

Die beste Wanderung: Von Bayerisch Eisenstein den Großen Regen entlang über Ludwigsthal nach Zwiesel. Die zweitbeste: Auf der anderen Seite des Flusses von Ludwigsthal nach Bayerisch Eisenstein zurück.

Der Bahnhof von Bayerisch Eisenstein ist sehenswert. Riesengroß, ein gutes und schönes Restaurant ist darin, und die Grenze zu Tschechien verläuft mitten durch das Gebäude. Aber das alles kann man anderswo nachlesen. Bayerisch Eisenstein heißt so, weil es auf der tschechischen Seite Markt Eisenstein gibt, wie überhaupt die Grenze zwischen Bayern und Böhmen erst spät fix wurde, und die Bezeichnung Bayerischen Wald nach und nach Richtung Ostern wanderte – ursprünglich ist das alles zusammenhängend Böhmerwald.

Wilhelm Raabe, Stopfkuchen

“Eine See- und Mordgeschichte”, so der Untertitel. Ha! Das ist jetzt das dritte Werk des poetischen Realismus, das ich in relativ kurzer Folge gelesen habe, und bei allen gab es Mord- und Totschlag, und bei allen dauerte es bewusst und absichtlich und foppenderweise ewig, bis etwas passierte. Ist das Programm? Von “Die schwarze Spinne” kennt man die grusligen Szenen, und dabei sind die ersten 20% der Erzählung nichts als idyllische Hochzeitsvorbereitung. Der zweite Teil von Auch Einer besteht fast nur aus nichts. Und auch der Inhalt dieser See- und Mordgeschichte ist schnell wiedergegeben:

Der Erzähler, erfolgreicher Schafzüchter in Kolonial-Afrika, weit herumgekommen in seiner Laufbahn, erzählt, wie er nach Jahrzehnten wieder seine deutsche Heimatstadt besucht. Die Erzählsituation ist die Rückreise nach Afrika auf einem Schiff; sie wird mehrfach am Rande angesprochen, spielt aber für die eigentliche Handlung keine direkte Rolle. See-Geschichte ist also schon mal nicht viel. Der erzählte Aufenthalt betrifft hauptsächlich den Besuch bei einem alten Schulfreund – der wird zuerst entweder aufgeschoben, oder ist dann doch nicht so wichtig? Der Erzähler und der Schulfreund, vormals “Stopfkuchen” genannt ob seine Verfressenheit, interpretieren ihre gemeinsame Jugend auch unterschiedlich: war der Erzähler Freund, Mobber, Mitläufer, etwas dazwischen?

Auch hier bestehen die knapp ersten 15% aus Vorgeplänkel. Dann besucht der Erzähler Stopfkuchen, der inzwischen Herr auf der Roten Schanze ist und mit der Tochter des ehemaligen Besitzers verheiratet. Auf dem Hof der Roten Schanze spielt sich ein Großteil des Romans ab; Stopfkuchen erzählt dem Erzähler, wie es dazu gekommen ist, dass jetzt er auf dieser ehemaligen Armeeanlage sitzt. Der frühere Besitzer war in der Stadt schon zur Jugendzeit der beiden Männer verschrieen als Mörder eines gewissen Kienbaum. Über die Details oder auch nur Kienbaum selber erfahren wir fast das ganze Buch über nichts, nur über die Auswirkung: Ausgrenzung, Gerichtsprozesse, Abgrenzung; Verwilderung des Hofes und der Leute darauf, Mobbing gegen Vater und Tochter, Hänseleien und Prügeleien und aggressive Hofhunde. Aber schon zum Ende der Jugendzeit hin, vor dem Abschied der Schulfreunde, schließt Stopfkuchen eine erst vorsichtige Freundschaft mit Tochter, Vater und Roter Schanze.

Und der Hauptteil des Romans besteht dann eben aus der unerbittlichen Erzählung Stopfkuchens, wie es dazu kommt, dass er jetzt Herr auf der Roten Schanze ist. Genüsslich walzt er alles aus. Es ist weniger, dass er auf Abwege und andere Themen gerät, vielmehr wiederholt er sich und wiederholt sich und kommt nicht zum Punkt. Er triezt seinen Zuhörer, dem er immer wieder Versäumnisse der Jugendzeit vorhält. Wie sie ihn missverstanden und schlecht behandelt hätten, nur gerade mal eben zufällig vielleicht ein bisschen freundlich gewesen seien, ihm gegenüber, und dem Herrn der Roten Schanze und seiner Tochter nie auch nur ein bisschen.

„Dieser hier zeigte doch schon in seiner Kindheit Mitgefühl und ging als der letzte, wenn die anderen mich unter der Hecke liegenließen.“

Stopfkuchen reizt und ködert und spielt mit dem Erzähler, fordert Erinnerungen ein:

Leider erinnerte ich mich nicht mehr, und Stopfkuchen sah mich nur erwartend, grinsend an und half mir nicht ein.

„[ D]enn was soll dieser Weltwanderer und Abenteurer auf seiner demnächstigen Fahrt über das große Weltmeer eigentlich von uns denken, wenn das mit unsern Lebensabenteuern und unserer Erzählungsweise noch lange auf diese Weise weitergeht?“

Der Erzähler reagiert fasziniert-geduldig:

Es war gegen den Menschen nicht anzuerzählen.

Ich bezwang mich und schlug den Dicken mit seinem lächelnden Verständnis für mein Dasein und meine exotischen Errungenschaften nicht hinter die Ohren.

Mittendrin, ein Stück vor der der Mitte, lässt Stopfkuchen beiläufig fallen, dass er ja zufällig den echten Mörder Kienbaums herausgefunden habe; sein – inzwischen gestorbener – Schwiegervater sei in der Tat unschuldig gewesen. Davon weiß auch seine Frau, mit der er ein inniges Verhältnis (des späten 19. Jahrhunderts) hat, noch nichts; das dunkle Geheimnis ihres Heranwachsens gelöst?

Aber weiterhin müssen Erzähler, Stopfkuchens Frau und die Leserinnen warten. Unerbittlich genüsslich lässt er den Erzähler zappeln, und damit auch der Erzähler uns. .… Erst in den letzten 15% beginnt es tatsächlich um die untertitelte “Mordgeschichte” zu gehen: Stopfkuchen erzählt, jetzt in der Dorfwirtschaft, nicht mehr der Ehefrau, sondern dem Erzähler und der gebannt lauschenden Wirtschaftsbedienung (damit die das unter die Leute bringt) die wahre Geschichte. Am Ende reist der Erzähler wieder ab.

Wollen diese Realisten mich foppen? Zugegeben: Ich habe ja dann doch mit Spannung und Interesse weitergelesen. Und dem Kriminalgeschichtenleser in mir fällt auf, dass es für die letztendlich Lösung des Falles nur die Aussage Stopfkuchens gibt.

Exkurs zu Zitaten

“Wer erschlug den Hahn Gockel?”, fragt Stopfkuchen rhetorisch mindestens zweimal im Buch. Ich recherchiere, und zwar erst einmal unter “Cock Robin” (Wikipedia), weil mir das vertrauter war: Das ist ein alter langer englischer Kinderreim, der so beginnt: “Who killed Cock Robin? / I, said the Sparrow, / with my bow and arrow, / I killed Cock Robin.” Dieser Kinderreim ist oft verarbeitet worden, als Lied, und sehr viel in Krimis, und da ist er mir sicher irgendwo schon einmal begegnet. Und siehe, es gibt eine deutsche Übersetzung von Friedrich Rückert:

Des Hahn Gockels Leichenbegängnis

Wer erschlug den Hahn Gockel?
Ich, spricht der Sperber,
Ich bin der Verderber,
Ich erschlug den Hahn Gockel.

Wer hat’s gesehn?
Ich, spricht das Mäuslein,
Aus meinem kleinen Häuslein
Hab’ ich’s gesehn.

Wer trank sein Blut?
Ich, spricht das Mücklein,
Mit kleinen Schlücklein
Trank ich sein Blut.

Wer gräbt sein Grab?
Ich, spricht Rotkehlein,
Mit meinem Zehlein
Grab’ ich sein Grab.

Wer trägt die Bahr’?
Ich, spricht der Rabe,
Ich trag’ im Trabe
Die Totenbahr.

Wer ist der Priester?
Ich, spricht die Dohle,
Bin schwarz wie Kohle,
Ich bin der Priester.

Wer singt den Psalm?
Ich, spricht die Nachtigall,
Ich sing’ mit lautem Schall,
Ich sing’ ihm den Psalm.

Wer läut’ die Glock’ hell?
Ich, spricht das Böcklein,
Ich läut’ ihm’s Glöcklein;
Fahr wohl, Hahn Gockel!

Alle die Vögel in der Luft
Befiel ein Klagen und Seufzen,
Als sie hörten das Glöcklein läuten
Zu Hahn Gockels Gruft.

(Friedrich Rückert)

Einen Leitspruch zitiert Stopfkuchen häufig, er steht auch angeschlagen in seiner Roten Schanze: “Gehe aus dem Kasten!” – man denkt natürlich sofort an die box, außerhalb derer man denken soll, weil irgend jemand meint, die dunklen Ecken der box gehen niemanden etwas an. Tatsächlich geht es um Noah und seine Arche: „Gehe aus dem Kasten“ (1 Mose 8, 16).

Ein- oder zweimal sagt Stopfkuchen, wenn auch in anderem Tempus: “Die Riesen ängsten sich unter den Wassern und die bei ihnen wohnen”, was so sehr nach Zitat und außerdem so spannend klingt, dass ich die Quelle herausfinden wollte. Auch hier wieder die Bibel (Hiob 26, 5), wenn auch eine häufigere Übersetzung ist: “Die Schatten drunten erbeben, unter dem Wasser und seinen Bewohnern.” Riesen? Schatten? Also mal wieder in Hiob geschaut, bleibt kryptisch.

E‑Book (epub)

Und weil die verschiedenen epub-Versionen, die von dem Buch kursieren, alle mit Scanfehlern behaftet sind, hier meine verbesserte Version (einfach einmal entzippen).

Jeremias Gotthelf, Die schwarze Spinne

Vermutlich habe ich diese Novelle zu meiner Studienzeit gelesen, als Schüler sicher nicht. Von der Geschichte wusste ich schon lange, als Beispiel für phantastische Literatur (da hatte ich ja viel gelesen, auch Literaturgeschichtliches) oder als Fassung der modernen Wandersage von der aufplatzenden Beule, aus der lauter kleine Spinnen kommen. Dennoch hat sie mich beim ersten Lesen dann recht kalt gelassen.

Das war jetzt anders: was für eine interessante Geschichte! Von wegen Horror – die ersten 20% sind reine Rahmenhandlung, und was für eine brave, sittsame, wohlgefällige. Es geht um die Taufe eines Kindes, und da dreht es sich um zwei Dinge: erstens hat man vergessen, der Patin den Namen des zu taufenden Kindes zu sagen, und fragen darf sie nicht, weil, so der allgemeine Glaube, wenn die Patin nach dem Namen des Kindes fragt, wird es “zeitlebens neugierig”, und das gilt als schlecht. Das alles fällt der Patin erst auf dem Weg zur Kirche ein, kreideweiß ist sie. Geht aber doch gut aus; der Pfarrer weiß den Namen auch. Und zweitens geht es ums Essen und Trinken: Was da nicht alles aufgefahren wird! Dreierlei Küchlein, “dürre Bohnen und Kannenbirenschnitze, breiter Speck dazu und prächtige Rückenstücke, von dreizentnerigen Schweinen, so schön rot und weiß und saftig”, “Voressen von Hirn, von Schaffleisch, saure Leber”, “eine schöne Fleischsuppe, mit Safran gefärbt und gewürzt”, so geht das Absatz um Absatz. Geflirtet wird auch ein bisschen, aber vor allem muss man sich zieren beim Essen, vor und nach der Kirche, als Ehrengast, aber auch so. Bloß nie die erste sein, und nein, man sei schon satt, woraufhin dann Vorwürfe, dass das Essen halt nicht gut genug sei, und dann halt doch noch eine Extratasse Kaffee, und das Spiel wiederholt sich bei jedem Gericht. – Früher langweilig, heute nicht.

Diese biedere Rahmenhandlung stellt einen Kontrast dar zu den beiden verknüpften Binnengeschichten, der eigentlichen Novellenhandlung. In der ersten, längeren, die wohl um 1200 herum spielen mag, geht es um die fragwürdigen Mitglieder eines Ritterordens, die auf der örtlichen Burg hausen und deren Anführer den Dorfbewohner harte Fronarbeit abverlangt. Ein Schloss müssen sie bauen, was auch unter großer Mühe gelingt, und dann sollen die Bauern auch noch 100 Buchen von weit weg nach oben verpflanzen, um einen schönen Spazierweg zu schaffen. Er droht mit furchtbaren Strafen für Männer, Frauen und Kinder des Dorfes. So oder so bedeutet das den Ruin für alle.

Da bietet der Teufel Hilfe an und verlangt nur ein ungetauftes Kind dafür. Zuerst lehnen alle ab. Dann macht man sich ein bisschen Hoffnung, den Teufel werde man doch irgendwie betrügen können; eine Christine letztlich, ohnehin etwas verrufen, sagt für alle zu, wird zur Besiegelung auf die Wange geküsst – ohne direkt im Auftrag zu handeln, aber auch ohne später zu viel Widerspruch zu kassieren. Wird schon gutgehen. Und ja, der Teufel hilft, und ja, das nächste geborene Kind wird rasch getauft, bevor es der Teufel holen kann.

Auf Christines Wange entsteht jetzt an der Stelle des Teufelskusses ein Mal, das immer größer wird. Ist nichts, sagen die anderen. Eine weitere Frau wird schwanger, aber man sorgt sich nicht mehr groß darum: muss man halt schenll taufen, der Rest findet sich. Das Mal wird größer, und eine große, fette Spinne schaut halb – aber erst einmal nur halb – heraus. Die Leute meiden Christine, Christine leidet schreckliche Schmerzen, aber alle sagen nur so: Ja, dein Problem, wir haben das mit dem Teufel ja nicht ausgemacht.

Ab da folgt eine lange Sequenz, die mit den besten Stellen bei Poe mithalten kann, dem von “Metzengerstein”. Das Kind wird geboren und rasch getauft:

Christine umkreiste vergeblich und machtlos das Haus. Von immer wilderer Höllenqual ergriffen, stieß sie Töne aus, die nicht Tönen glichen aus einer Menschenbrust; das Vieh schlotterte in den Ställen und riss von den Stricken, die Eichen im Walde rauschten auf, sich entsetzend.

Die Spinne im Gesicht schwillt an und gebiert unzählige weitere kleine Spinnen. Und wie eine Pest wüten die Spinnen, kriechen “über das Vieh, das Futter, und was sie berührten, war vergiftet, und was lebendig war, begann zu toben, ward bald vom Tode gestreckt.” Und schon wächst die nächste Spinnenbrut in Christine heran. Die versammelten Bürger überlegen:

Nach und nach kamen aus den angstgepressten Kehlen abgebrochene Laute hervor, und wenn man sie zusammensetzte, so meinten sie gerade, was Christine meinte, aber kein einzelner hatte seine Einwilligung gegeben in ihren Rat.

Also ja, das nächste Kind kriegt der Teufel, auch wenn es niemand so gesagt hat, dass man ihn verantwortlich dafür machen könnte – außer Christine. Als Vorgriff auf Rosemary’s Baby weiß also jeder im Dorf, dass das Kind der nächsten Schwangeren dem Teufel gehören wird, bis auf die Frau selber. Auch ihr Ehemann spielt mit. Als die Geburt naht, lauert das halbe Dorf um das Häuschen herum, der Ehemann holt den Pfarrer, geht aber betont langsam (außer ein paar schnelle Schritte, wenn das Gewissen doch durchscheint) und hat es auch nicht eilig beim Pfarrer. Der Pfarrer, unter Blitz und Donner und kreideweiß im Gesicht, kämpft mit Christine, die das Kind zum Teufel bringen will, sie verwandelt sich sogar ganz in eine Spinne, aber der Pfarrer besiegt sie, das Kind wird getauft. (Pfarrer und Kind sterben bald darauf.)

Und dann wütet die schwarze Spinne – “nie war eine Pest verheerender, nie eine Krankheit grässlicher gewesen”, um es mit Poes Worten vom Anfang der “Maske des roten Todes” zu sagen. Selbst die Ritter erliegen ihr; einer reitet aus und sucht nach der Spinne und findet sie doch nicht so, wie er es erwartet hätte:

Da ritt er den Menschen zu, wollte Kunde einziehen, sie stunden ihm, bis er nahekam. Da schrien sie grässlich auf und flohen in Wald und Schlucht, denn auf des Ritters Helm saß schwarz, in übernatürlicher Größe die Spinne und glotzte giftig und schadenfroh ins Land. Was er suchte, das trug der Ritter und wusste es nicht; in glühendem Zorne rief und ritt er den Menschen nach, rief immer wütender, ritt immer toller, brüllte immer entsetzlicher, bis er und sein Ross über eine Fluh hinab zu Tale stürzten. Dort fand man Helm und Leib, und durch den Helm hindurch hatten die Füße der Spinne sich gebrannt dem Ritter bis ins Gehirn hinein, den schrecklichsten Brand ihm dort entzündet, bis er den Tod gefunden.

Es gelingt der Mutter des Kindes, unter Opferung ihres eigenen Lebens, die Spinne zu bannen, in einen Holzbalken zu sperren, mit einem Propfen zu verschließen. Und dieser Balken steht noch heute, ist Teil des Hauses geblieben; die Familie wacht darüber.

Eine zweite, kürzere Binnengeschichte erzählt, wie zweihundert Jahre darauf die Leute im Dorf wieder die Spinne herauslassen, weil sie nie mehr auf Religion und Tradition achten, “fremde Weiber” haben ihr Teil dazu beigetragen. Und wieder gelingt es jemandem aus der Familie, unter Opferung des eigenen Lebens die Spinne in den Balken zu sperren. Die Anwesenden, die diese Geschichten erzählt bekommen, gruselt es ein wenig, aber die Familie selbst fühlt sich sicher, selbst mit dem Balken im Rücken, solange alle gottesfürchtig bleiben.

Wie viel man aus der Geschichte herausholen kann! Novellenform und alten Sagenstoff, Außenseiter und Gruppendenken, Sündenböcke, Frauenrollen, Religion.

E. E. Kellett, The Lady Automaton

1. Hintergrund

In der 6. und 7. Klasse las ich William Tenn, weil mir dessen Werke zufällig über einen Freund in den Weg gespült wurden. Sonst wäre mir dieser Autor zwar da und dort in Anthologien begegnet, aber ich hätte wahrscheinlich nicht vor ein paar Jahren die dreibändige Werksausgabe (einschließlich nonfiction) gelesen und wäre nicht auf den Aufsatz “ ‘The Lady Automaton’ by E. E. Kellett: A Pygmalion Source?” gestoßen. Veröffentlicht hat Tenn, bürgerlich Englischprofessor, diesen Aufsatz unter seinem bürgerlichen Namen Philip Klass in Shaw , 1982, Vol. 2 (1982), pp. 75–100, zusammen mit Kelletts ursprünglicher Geschichte.

“The Lady Automaton” erschien im Juni 1901 in Pearson’s Magazine (Vol 11, pund danach nur in einer Anthologie aus dem Jahr 1979, sie ist eine etwas gekürzte Version von “The New Frankenstein” aus Kelletts Kurzgeschichtensammlung A Corner in Sleep and Other Impossibilities aus dem Jahr 1900. Veröffentlicht wurde die ältere Fassung seitdem wohl nur noch einmal in einer Anthologie aus dem Jahr 1994. Lesen kann man die jüngere Fassung, auf die sich Tenn bezieht, hier, auf einer Domain, in der es um ein selbst geschriebenes Pen-and-Paper-Rollenspielsystem geht, das vor dem Hintergrund der scientific romances aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert geht. Dort gibt es Spielregeln, Szenarios, und viele Kurzgeschichten und Aufsätze aus dieser Zeit. Internet, yay!

Über Kellett findet man hier (mit Bild) und da Interessantes, gar neugierig Machendes, aber insgesamt nicht viel; eine eigene Wikipediaseite gibt es nicht, und selbst nach dem vollen Namen (“Ernest Edward Kellett”, 1864–1950) muss man eine Weile suchen. Dennoch, A Corner in Sleep and Other Impossibilities würde ich gerne mal lesen, der Titel klingt vielversprechend.

Ich habe nicht weiter nach Literatur zu dem Thema gesucht und weiß nicht, ob es viele oder wenige weitere Aufsätze dazu gibt; in der Zeitschrift für Anglistik und Amerikanistik 63(1), 2015, S. 89–100 gibt es zumindest noch “My Fair Lady Automaton” von John M . Picker, in dem es um weibliche sprechende Maschinen von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zu Pygmalion von George Bernard Shaw geht, mit Exkursen in die Gegenwart.

Die Hypothese von William Tenn, um jetzt endlich mal zu seinem Aufsatz zu kommen, ist nun eben die, dass “The Lady Automaton” eine Quelle für Shaws Drama Pygmalion war (Grundlage des Musicals My Fair Lady), und Tenn/Klass weist auf viele Parallelen hin, die ich hier gar nicht wiederholen will.

2. Die Geschichte

Der Erzähler, ein Arzt, erzählt von seinem Freund Arthur, den er gelegentlich besucht. Arthur ist Wissenschaftler, oder eher Erfinder; er hat einen perfekten Phonographen entwickelt. Auf Anregung Arthurs entwickelt er danach ein Gerät, das nicht nur aufgezeichnete Stimmen wiedergeben, sondern selbstständig antworten kann. Die beiden kommen sofort darauf, dass so ein Gerät den Turing-Test bestehen würde:

[W]hat an achievement it would be to contrive a sort of anti-phonograph, that should give the appropriate answer to each question I like to put!”
“Why, a thing that could do that would be nothing less than man.”
“Well,” I said, “what is man but a bundle of sensations – a machine that answers pretty accurately to the questions daily put to it?” For I was, or pretended to be, a full-blown materialist.

(Das Rechenproblem dahinter wird kleingeredet, das sei ja auch nicht viel aufwendiger als das, was “Babbage’s calculating machine” bereits vorgemacht hat. Eher geht es um die mechanische Umsetzung, die thematisiert wird.)

Beim ersten Testen der Maschine, dem Anti-Phonographen, weiß der Erzähler nicht recht, was er sagen soll. Engländer halt: “I was at a loss how to begin the conversation, so called the weather to my aid”, gefolgt vom Stoßseufzer: “Oh, for the inventive powers of a Frenchman, in order to begin the conversation naturally!”

Aber diese Maschine ist nur der erste Schritt. Arthur will sie mit einer anderen Maschine kombinieren, die sich bewegen kann, wobei der Anti-Phonograph “the brain power” dazu liefern wird. Außerdem soll dieser neue Automat eine feine Dame sein, “behave like a lady”. Das würde so ein Automat doch wohl hinkriegen?

Der Automat – Miss Amelia Brooke – wird gebaut und als Nichte des Erzählers der Gesellschaft präsentiert. Sie ist ein großer Erfolg, gleich zwei junge Männer, Burton und Calder, verlieben sich in sie. Zwischendurch kriegt Amelia ein Hardware-Update. Die zwei jungen Männer halten beide um ihre Hand an, und weil Amelia als Automat auf gleiche Eingaben immer gleich reagiert und junge Männer zumindest in solchen Situationen immer das gleiche sagen, sagt Amelia beiden zu und auch noch für den gleichen Tag.

Der immer entsetztere Erzähler informiert jedoch Calder, der daraufhin den seinigen Hochzeitstermin verschiebt, um zu beobachten, was geschieht. Und tatsächlich, es kommt zur Trauungszeremonie. Calder ersticht Amelia. (“There was a whirr, a rush. The anti-phonograph was broken.”) Sägespäne rinnen aus der Wunde; ihr gleichfalls anwesender Schöpfer Moore stirbt. Und der Erzähler deutet im letzten Satz an, dass er kein “fashionable physician” mehr ist, sondern mitunter sogar eher als Patient betrachtet wird.

Erwähnenswerte Einzelheiten:

  • Von Anfang an wird Amelia “doll” (Puppe) genannt oder “creature” – das erinnert an Frankenstein, der einmal explizit genannt wird und ja ohnehin im ursprünglichen Titel auftaucht. Der Erzähler hasst den Automaten geradezu, er ist ihm unheimlich, das Wort “uncanny” taucht fünfmal auf, daneben gibt es “fatal, detestable, fiendish, monotonous.”
  • Der Erfinder Arthur dagegen entwickelt eine fast symbiotisch geschilderte Beziehung zu Amelia, allerdings auch eine manisch besitzergreifende:
    • “She shall walk drawing-rooms like a lady, or I will break her to pieces myself!”
    • “[S]he is more than a doll; she is Me. I have breathed into her myself”
    • Als Amelia bluten können soll, um überzeugender zu sein, will Arthur keinesfalls aufgeben: “Rather would I drain my own veins into hers. Rather go out and kill somebody. What did Mephistopheles say? ‘Blood is a peculiar sort of juice.’ But I will make it.”
    • Moore’s extraordinary success had turned his brain.
    • Could it be that by some unholy means Moore had succeeded in conveying some portion of his own life to this creature of his brain?
    • [H]is wonderful toy was broken, and the cord of Moore’s life was broken with it.
  • Das komplizenhafte Verhältnis zwischen Erzähler und Erfinder ist dementsprechend nicht ungetrübt. “I tried to enter a feeble protest, but he overbore me. You ask how; I cannot tell. Call it magic – anything you like; but it overbore me. I yielded; I promised my assistance.” Und dann sitzen die beiden da in ihrem Kämmerchen und basteln: “We sat like two mischief-making children far into the small hours of the night, plotting how we could carry out the plan best. Moore had enslaved me, body and mind; I was carried away in a kind of drunken enthusiasm and almost as feverishly excited as Moore himself. Nothing would now have stopped me. Would Frankenstein have paused the very hour before his creature took life?”
  • Es gibt Sticheleien auf die (gehobene) Gesellschaft, insbesondere Frauen. “‘The Society woman of our time,’ you proclaimed, ‘what is she but a doll? Her second-hand opinions, so daintily expressed, would not a parrot speak them as well?’” Ein Herz ist nicht Teil des Innenlebens von Amelia, scherzhaft: sie soll ja auch eine feine Dame sein. Amelia kann ein bisschen Französisch parlieren und “[s]he can enter a room, bow, smile, and dance” – was auf jeden Fall reichen dürfte, die anderen Frauen auszustechen.
  • Arthur zieht Amelia echten Frauen auf jeden Fall vor, er sieht als Vorteile des Automaten: “she is not touchy”, “she can’t blush”.
  • Dem Erzähler ist sie dagegen zu mechanisch: “She was] dancing beautifully but a little mechanically […], saying always the right things, answering questions always in the same way, and wearing at pretty regular intervals the same detestable smile.” Ihr Erfolg ist “too monotonous. Human beings sometimes put their foot in it; she never.”
  • Auch die beiden jungen Männer ziehen Amelia den anderen vor. Und diesmal ist es genau anders herum, die anderen Frauen erscheinen wie Puppen und Amelia wird eine große innere Tiefe zugeschrieben: “They have nothing to say for themselves, they are mere bundles of conventionality; but she – she is all soul.” Es ist ironisch, dass gerade die Puppe ganz Seele sein soll.

Der Text allein ist schon interessant, jenseits der Parallelen zu Pygmalion, die man bei Tenn/Klass nachlesen kann und die ich deshalb nicht wiederhole. Man kann ihn unter dem Science-Fiction-/Steampunk-Aspekt lesen, vielleicht mit etwas Informatik darin. Man kann ihn verbessern: Ist die Doppelung der beiden Verlobten nötig; könnte nicht einfach gleich der Erzähler am Ende den Automaten zerstören? Man kann ihn mit Frankenstein und Pygmalion vergleichen und überhaupt mit weiblichen Automaten in Literatur und Film. Arthur und der Erzähler als Junggesellen, die sich die perfekte Frau basteln, aber unterschiedliche Vorstellungen davon haben. Und vor allem natürlich: die Frau als Besitztum, die völlige Abwesenheit von Amelias Blickwinkel.

3. Der Sandmann

Das hat man doch kommen sehen, oder? Die Parallelen zu “Der Sandmann” von E.T.A. Hoffmann finde ich mindestens so interessant wie zu Shaw. Zugegeben, die anderen Geschichten um weibliche Automaten aus dem 19. Jahrhundert, von denen im Picker-Aufsatz oben einige aufgezählt werden, kenne ich nicht; vermutlich gibt es da bereits Zwischenstufen und verbreitete Motive. Und natürlich gibt es Offenbachs Oper auch noch als Zwischenschritt.

  1. Es gibt zwei Wissenschaftler, oder jedenfalls zwei Erbauer einer künstlichen Frau, Eingeweihte in eine Art Komplott.
  2. Amelia heißt die Frau in der einen, Olimpia in der anderen Geschichte – ich finde die Namen ähnlich. (Eliza ist auch nicht weit davon entfernt.)
  3. Beide Ingenieure hecken einen Plan aus, stellen den Automaten als eine junge weibliche Verwandte vor und führen sie in die Gesellschaft ein.
  4. In beiden Werken gibt es eine Ballszene, wo der Automat erfolgreich auftritt – wo allerdings gerade das Tanzen als zu mechanisch geschildert wird, und in Olimpia wohl nur ein Teil des Publikums getäuscht wird.
  5. In beiden Fällen wird die künstliche Frau den natürlichen Frauen als Kontrast gegenübergestellt, aber gut, das ist nur zu natürlich bei diesem Motiv.
  6. In beiden Geschichten verliebt sich mindestens ein junger Mann in den Automaten, in beiden wird der Automat am Ende zerstört und ein junger Mann macht sich unglücklich.
  7. In beiden Geschichten geht es um Wahnsinn, auch wenn der bei Kellett einen der Schöpfer und weitaus milder betrifft und bei Hoffmann den jungen Mann. Clara-Lothar-Siegmund und , der Erzähler auf der anderen Seite stehen dabei für diejenigen, die dem Wahn nicht verfallen, sie bieten eine andere, realistische Sichtweise.
  8. Freud schöpfte für seinen Aufsatz “Das Unheimliche” sehr aus dem Sandmann; als “uncanny” (unheimlich) bezeichnet Kelletts Erzähler fünfmal das Geschehen.
  9. Amelias Verehrer sieht unglaubliche Tiefe in ihr, im Gegensatz zu anderen Frauen: “What are all these painted dolls to her? They have nothing to say for themselves, they are mere bundles of conventionality; but she – she is all soul.” Und Nathanael geht es ebenso mit Olimpia: »O du herrliches, du tiefes Gemüt«, rief Nathanael auf seiner Stube: »nur von dir, von dir allein werd ich ganz verstanden.«

Vielleicht muss man den “Sandmann” neu erzählen: Einmal aus Spalanzanis Perspektive (als Watson-Figur, mit einem verkleidungslustigen Coppola-Coppelius als Holmes, und eienr Erklärung für ihren Streit am Ende), und einmal aus der von Olimpia.

4. Fußnote

Seit zwölf Jahren gibt es und höre ich den H. P. Lovecraft Literary Podcast. Die ersten hundert Folgen sind kostenlos und öffentlich, danach gibt es einen Großteil der Episoden nur im Abonnement, aber eine Folge pro Monat ist weiterhin öffentlich. Diesmal ist es die erste Folge von wahrscheinlich zweien, in denen sich die beiden Gastgeber mit E.T.A. Hoffmanns Sandmann beschäftigen. Es ist ein bisschen viel Geplänkel dabei diesmal, aber für mich als Deutschlehrer besonders interessant, wie sie diese Erzählung aus einer ganz anderen Perspektive und mit anderem Hintergrund angehen. Es hat ein bisschen was vom Genre der First-Time-Listening-Videos, wo (junge) Leute zum zumindest anscheinend ersten Mal Musikklassiker wie “Bohemian Rhapsody” hören.

Episode 558 – The Sandman – Part One
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Schullektüren meiner Schulzeit

Das sind die Schullektüren meiner eigenen Schulzeit. Es waren sicher ein paar mehr dabei, Woyzeck vielleicht, und irgendetwas in der Unterstufe. Aber anscheinend blieben nur Werke aus den Jahrgangsstufen 11 bis 13 bei mir hängen, und eben da nicht mal alle. Gedichte (Archaischer Torso! Hälfte des Lebens!) gab es natürlich auch, und kleinere Geschichten, die ich hier nicht anführe.

Antoine de Saint-Exupéry, Le Petit Prince (11)

Das war auf Französisch und damit fast außer Konkurrenz. Französisch machte mir keinen Spaß, das Buch schreckte mich nicht, war aber auch nicht wirklich gut.

Johann Wolfang Goethe, Iphigenie auf Tauris (11, 12)

Sogar zweimal: Zuerst in der 11. Klasse, wo das Drama bei allen (so ist meine Erinnerung) sehr gut ankam. Aber das war auch beim Herrn Nickles. Hängen blieb: “Das Land der Griechen mit der Seele suchen” und “Zwischen uns sei Wahrheit.” Und dann noch einmal in der 12. Klasse im Leistungskurs – wo die Lehrerin irritiert über den Vorgänger war. Hat sich jemand nicht an Absprachen gehalten, oder nicht an den damals erst wenige Jahre alten neuen Lehrplan?

Johann Wolfang Goethe, Faust I (12)

Galt als Königsdisziplin. Ich halte das Stück ja für überschätzt. Damals: Ja, war okay, aber sicher eben auch wegen des Rufs des Dramas. Dass ich Mephistopheles lesen durfte, hat sicher auch geholfen.

Gottfried Keller, “Die drei gerechten Kammacher” (12?)

Völlig uninteressant. Konnte mich an nichts erinnern. Laaaaangweilig. Heute dagegen: sehr, sehr witzig.

Friedrich Hebbel, Agnes Bernauer (13?)

Laaaangweilig. Also, wahrscheinlich. Es ist möglicherweise die einzige Lektüre, die ich dann doch nie gelesen habe, auch heute noch nicht. Erstens Realismus, nicht so meins; dann Drama, auch nicht so; und thematisch war das zu nah, weil Augsburg, und damit nicht so interessant.

Bert Brecht, Die Dreigroschenoper (13)

Kam auch sehr gut an. “Halt die Fresse, Trauerweide” wurde sprichwörtlich in unserem Kreis, auch wenn sich Jahrzehnte danach herausstellte, dass diese Stelle in vielen Ausgaben fehlt – es ist eine Szene, die erst nach dem Film integriert wurde, so wie andere vielleicht wichtigere Stellen auch.

Siegfried Lenz, Jäger des Spotts (Kurzgeschichtensammlung) (11)

Eher langweilig, damals. Wiedergelesen habe ich nur “Die Nacht im Hotel” mal, bei den anderen Geschichten sagen mir nicht einmal die Titel noch irgendetwas.

Heinrich Böll, Billard um halb zehn (13?)

Kaum Erinnerung. Mann mit Problemen. Oder war es am Ende ohnehin Ansichten eines Clowns?

William Shakespeare, Macbeth (12/13)

War okay. Aber ich kann mich nicht an Begeisterung erinnern. Zweisprachige Reclamausgabe, wenig handschriftliche Anmerkungen darin. “Something wicked this way comes” habe ich angestrichen, weil ich das schon von einem Bradbury-Roman kannte, auch wenn ich den noch nicht gelesen hatte. Und “wayward son”, weil ich diese Kollokation schon aus einem Marvel-Comic kannte. Dort: “Carrion, My Wayward Son” (1978, PPSSM #25), der Zusammenhang zu dem Lied “Carry On My Wayward Son” (1977) von Kansas hat sich mir erst heute hergestellt. Oder geht beides auf eine noch ältere Quelle zurück?

Ernest Hemingway, “The Short Happy Life of Francis Macomber” (12/13)

Langweilig. Ich konnte einfach nicht nachvollziehen, was diese Leute für Probleme hatten. Da passierte doch nichts. Heute: Sehr gute, sehr typische Hemingway-Geschichte, auch wenn ich viele andere von ihm lieber mag, die unerwartetere Seiten präsentieren.

James Joyce, “The Sisters” (12/13)

Davon nur der Anfang, auf ein oder zwei Seiten, fisselige kleine Buchseiten zusammenkopiert. Und inhaltlich völlig unverständlich. Ich finde die Geschichte heute gut, aber immer noch nicht zugänglich und völlig ungeeignet – zu fremd die Perspektive und das Land und die Zeit. (Tatsächlich lasen wir wohl auch weitere Geschichten von Joyce, “Eveline” und so.)

Bret Harte, “The Luck of Roaring Camp” (12/13)

Null Erinnerung daran als Schullektüre, außer an den Titel. Vielleicht haben wir sie gar nicht gelesen, sondern nur ausgeteilt bekommen?

Edgar Allan Poe, “The Tell-Tale Heart” (12/13)

Poe kannte ich natürlich schon, weil Filme und phantastische Literatur. (Meinen heutigen Elftklässlern sagt Poe übrigens überhaupt nichts, sie begegnen ihm erst in der zwölften Klasse.) Diese Geschichte irritierte mich. Wahrscheinlich war ich mit Metaphern und unzuverlässigen Sprechern überfordert. Wenn da stand, dass das Herz unter den Bodendielen zu hören war, dann war für mich als Leser phantastischer Literatur klar, dass da halt das Herz noch schlägt, aus irgendwelchen Gründen.

Evelyn Waugh, The Loved One (nur der Anfang) (12/13)

Mit Vergnügen gelesen. Später deshalb dann auch mal ganz gelesen und die Verfilmung mit Robert Morse gesehen. Mag Evelyn Waugh eigentlich nicht besonders, aber so kannte ich halt schon mal den Namen.

Dylan Thomas, verschiedene Radiobeiträge (12/13)

“A Visit to America”, “Under Milkwood” (auch hier nur der Anfang), wohl auch schon die Weihnachtserinnerungen? Gefiel mir alles schon damals sehr gut.

Spike Milligan, Puckoon (nur der Anfang) (12/13)

Gefiel mir gut, aber Spike Milligan musste ich dann doch erst Jahre später über einen anderen Weg für mich finden.


Nie in der Schule gelesen, aber damals als Name schon bekannt: Der Herr der Fliegen, The Catcher in the Rye und Rolltreppe abwärts – der Inbegriff des literarisch uninteressanten, erzieherischen Problembuchs, das Deutsch-Geschichte-Sozialkunde-Lehrkräfte (anders als Englisch) ihren Klassen gerne mal vorsetzten. Aber vielleicht tue ich dem Buch auch unrecht, ich habe mich nie auch nur ein bisschen damit beschäftigt. Aber es stand mehrfach als Lektüre in der Auswahl.

Fast alles, an das ich mich erinnern kann, wird heute noch gelesen, oder taucht da und dort in Abituren oder Schulbüchern auf. (Dylan Thomas und Spike Milligan eher nicht.) Autorinnen sind heute ein wenig mehr dabei, hoffe ich.

Ich bin nicht gut im Stöckchenwerfen oder Themenvorschlagen – aber es würde mich schon interessieren, gerade bei späteren Lehrkräften, aber nicht nur da, wie andere sich an ihre Lektüren erinnern. War die Auswahl bei mir (Jahrgang 1967) typisch? Dass ich mich an so viel erinnern kann, liegt vermutlich daran, dass ich diesen Texten als Student und Lehrer immer wieder begegnet bin – sonst wäre nicht so viel hängengeblieben?

Nachträge – denn mir fallen immer mehr Sachen ein, waren doch eine Menge:d

John Steinbeck, “Of Mice and Men” (12/13)

Ich weiß noch, dass ich das Wort “sycamore” dort gelernt habe, gleich auf der ersten Seite. Sonst eher uninteressant, was Handlung oder Sprache betrifft. Der Lehrer, Herr Gratzke, sehr geschätzt, fragte die Klasse allen Ernstes, ob wir wüssten, wo der Titel wohl herkomme. Ich bot “are you a man or a mouse?” an, aber das erwartete Robert-Burns-Gedicht konnte ich nicht liefern.

Alfred Andersch, Sansibar oder der letzte Grund (11)

Wenig Erinnerung, hat mich nicht interessiert.

Thomas Mann, “Tonio Kröger” (12/13)

Und “Mario und der Zauberer” gleich mit? Kamen in einem Band, aber ich erinnere mich nur an die eine Erzählung. Hat mir besser gefallen als der Andersch, weil sentimentaler, und sentimental mag ich immer noch; aber dennoch uninteressant, weil ja nichts passierte.

Friedrich Dürrenmatt, Der Richter und sein Henker (ha! endlich Mittelstufe, 9 oder 10)

Das Titelbild hat mir nicht gefallen, wie die meisten Titelbilder von Schullektüren, oder die gekritzelten Innenillustrationen. So Gebrauchskunst, wie ich sie mit Zahnarztpraxen verbinde. Dann lieber gar nichts wie bei Reclam. (Fotos gehen natürlich auch gar nicht. Titelbilder von Schullektüren, mal ein eigenes Thema wert.) Außerdem erinnere ich mich an das mindestens an einer Stelle erscheinende “Mano”, der Anrede nachgestellt, das wohl doch nichts mit dem süddeutschen “menno” oder “männo” meiner Kindheit zu tun hat, sondern, wie ich inzwischen weiß, eine berndeutsche, etwas herablassende Anrede für einen Mann ist, dessen Namen man nicht kennt. – Krimis mochte und kannte ich, war von diesem enttäuscht. The Maltese Falcon hatte ich wohl noch nicht gelesen, aber natürlich gesehen.

Carl Zuckmayer, Der Hauptmann von Köpenick (10?)
Gerhart Hauptmann, Der Biberpelz (10–13?)
Carl Zuckmayer, Des Teufels General (11?)
Deutsche Kurzgeschichten 9.–10. Schuljahr (9? gaaaanz dunkel)

Keine Erinnerung an den Unterricht, aber diese drei Stücke haben wir auch gelesen. Null Interesse. Beim ersten kannte ich den Film. Ansonsten: Drama war nie meins. Ob ich mir die Kurzgeschichtenanthologie nur bei einbilde, kann ich nicht sicher sagen. Vielleicht eine andere Sammlung? Ich habe ganz vage Erinnerungen an Poe auf Deutsch irgendwo.

Ian Fleming, For Your Eyes Only (9/10, fünf Bond-Kurzgeschichten)
John Buchan, The 39 Steps (11)
Tennessee Williams, The Glass Menagerie (12/13)

Erst mit teilweise großer Verspätung sind mir die eingefallen, und auch nur nach Anregung: Mittelstufe halt, oder Drama, ich glaube, da blieb einfach nichts hängen. Die ersten beiden Texte waren für die Schule bearbeitet (was mich nur bei John Buchan störte), beide hätten mir vom Thema eigentlich liegen müssen, taten das aber nicht. Ich kann mich auch nicht an Wörter oder Szenen daraus erinnern. Bei dem Williams wenigstens noch an zwei Wörter.


Wer auch darüber schreibt:

Zaubersprüche und ihre Namen (Wortschatzübung)

Im Fantasy-Rollenspiel (Pen & Paper) Das Schwarze Auge gab oder gibt es viele Zaubersprüche, die oft gereimt sind und mit altmodischen Wörtern oder Fremdwörtern spielen. Zum Beispiel stecken im Namen des Zaubers „Armatrutz – Schild und Schutz!“, mit dem man eine magische Rüstung erzeugen kann, das lateinische arma, „Waffen“ (englisch arms, deutsch Armee, Alarm, französisch arme) und das deutsche Trutz, „Widerstand“ (auch in: trotz, trotzen, Trotz, Trutzburg).

[Fußnote: Zaubersprüche und Rituale aus verschiedenen Auflagen des Spiels werden hier zusammengefasst dargestellt. In späteren Fassungen heißen die Sprüche weniger blumig.]

Deine Aufgaben:

  1. Schreibe für jeden Zauberspruch die mehr oder weniger versteckten Wörter auf, wenn du sie darin erkennst. Oft gibt es die passende Wurzel in deutschen, englischen oder lateinischen Wörtern – schreibe mehrere davon auf.
  2. Überlege für jeden Zauber, bei dem das nicht angegeben ist, was er bewirken könnte – dazu musst du mit den gefundenen Wörtern arbeiten.
  3. Verfasse weitere Zauber dieser Art! Du kannst dazu auch gerne Wörter aus weiteren anderen Sprachen verwenden.
Nr NameWörterWirkung
1
Accuratum Zaubernadel –
Festgewand von Stand und Adel

Damit wird Kleidung repariert oder gefärbt.
2
Aeolitus Windgebraus –
Wehe Staub und Rauch hinaus!

Erzeugt einen Windstoß.
3
Aerofugo Vakuum –
Luft verflücht’ge dich ringsum!

Entfernt schnell jegliche Luft aus einem Raum.
4
Analys Arcanstruktur –
Entblöße die Magienatur!

Damit untersucht man magische Gegenstände und findet heraus, wie sie funktionieren.
5
Arcano Psychostabilis –
Dem Zauber trotze ich gewiss.

Stärkt die Widerstandskraft gegen magische Beeinflussung.
6
Armatrutz –
Schild und Schutz!
Erzeugt eine magische Rüstung.
7
Auris, Nasus, Oculus –
Aug’, Nas’ und Ohren ein Verdruss!

Erzeugt Trugbilder, also Illusionen.
8
Axxeleratus Blitzgeschwind –
Flieg dahin wie Laub im Wind!

Erhöht die Geschwindigkeit.
9
Balsamsalabunde –
Heile, Wunde!

Heilt Wunden.
10
Bannbaladin –
Dein Freund ich bin!

Wer hiervon verzaubert wird, sieht den Zaubernden als guten Freund oder gute Freundin.
11
Caldofrigo Dracheblut –
Herrschaft über Frost und Glut

Damit kann man die Temperatur eines Objekts ändern.
12
Chamaelioni Mimikry –
Feindes Auge sieht mich nie.

Hiermit kann man sich tarnen, so dass man nicht mehr wahrgenommen wird.
13
Claudibus–Clavistibor –
Seid verschlossen, Tür und Tor!

Verschließt eine Tür oder ein Schloss.
14
Delicioso Gaumenschmaus –
Ein Festgemahl in jedem Haus

Erzeugt etwas zu essen, ähnlich wie beim Tischleindeckdich.
15
Desintegratus Pulverstaub –
Lös’ dich auf wie welkes Laub!

Löst einen Gegenstand auf.
16
Destructibo Arcanitas –
Die Zauberwirkung dich verlass!

Ein Gegenstand, der magisch verzaubert ist, verliert seine Wirkung.
17
Duplicatus Doppelpein –
verfluchet soll das Auge sein

Erzeugt Doppelgänger der zaubernden Person. Damit kann man im Kampf Gegner verwirren.
18
Eternia Memorabilis –
Erinnerung sei mir gewiss!

Mit diesem Spruch merkt man sich einen Text oder einen Bild für immer.
19
Flim–Flam–Funkel –
Bring Licht ins Dunkel!

Erzeugt eine leuchte Kugel; hilfreich in dunklen Verliesen.
20
Foramen–Foraminor –
Öffnet euch, Tür und Tor!

Öffnet eine verschlossene Tür oder ein Tor.
21
Fulminictus Donnerkeil –
Schlaget drein, Schwert und Beil!

Auf wen dieser Spruch gerichtet ist, der erleidet Schaden, als ob er von einer Waffe getroffen worden wäre.
22
Gardianum Paradei –
Schütze mich vor Zauberei!

Der oder die Zaubernde schützt sich damit vor anderen Zaubersprüchen.
23
Horriphobus–Schreckenspein –
Fahr in deine Glieder ein!

Wenn dieser Spruch auf eine Person angewendet wird, fürchtet sich diese plötzlich sehr und flieht vielleicht.
24
Ignorantia Ungesehn –
Wird’ unauffällig bei dir stehn.


25
Imago Transmutabile –
Grundauf neu von Kopf bis Zeh


26
Immaterialis Phantomar –
Bin scheinbar hier und doch nicht da.


27
Memorabia Falsifir –
Falsches Wissen wächst in Dir.

Löscht das Gedächtnis der letzten paar Tage des Opfers.
28
Menetekel Flammenzeichen –
Zur Mahnung soll es dir gereichen!


29
Metamorpho Gletscherkalt –
Mein Wirken geb dem Eis Gestalt!


30
Motoricus Motilitich –
Leblos Ding, bewege dich


31
Nihilatio Gravitas –
der Schwere Fessel von dir lass


32
Odem Arcanum Senserei –
Weht da ein Hauch von Zauberei?


33
Paralü–Paralein –
Sei starr wie ein Stein!


34
Penetrizzel Holz und Stein –
In fremde Räume schau hinein!


35
Plumbumbarum und Narretei –
Arm und Schwert sind schwer wie Blei!


36
Respondami Veritar –
Rede jetzt und rede wahr!


37
Reversalis–Revidum –
Zauberwirkung dreh dich um!


38
Salander–Mutanderer –
Sei ein anderer!


39
Sensibar – wahr und klar –
Gefühle werdet offenbar


40
Silentium Silentille –
über allem liege Stille


41
Skelettarius Kryptaduft –
Erhebet euch aus Grab und Gruft


42
Solidirid–Farbenspiel –
Trage mich auf Luft zum Ziel


43
Somnigravis Tausend Schaf –
Sinke hin in tiefem Schlaf


44
Transversalis Teleport –
trage mich an fernen Ort!


45
Unitatio Geistesbund –
Kraft entström’ aus unsrem Rund


46
Visibili–Vanitar –
Zauber, mach mich unsichtbar!


“Das Schwarze Auge” ist eine eingetragene Marke der Ulisses Spiele GmbH.

Butterfinger

Das erste Mal in den USA war ich 1973, glaube ich, so mit sechs Jahren. Und dann immer wieder mal, 1978, 1979, 1980, 1985. Diese Reisen haben mich sehr geprägt. Die kleine Broschüre “Was Sie über das Land wissen sollten” habe ich schon Monate vor jedem Urlaub herausgezogen und fast auswendig gelernt: Nickel, Dime, Quarter; George Washington und die Catskills und Trinkgeld, ein Sammelsurium von Informationen. Drüben habe ich aus Comics und Fernsehen (aber noch nicht: Zeitungen, und vermutlich nicht einmal Speisekarten in größerem Umfang) und den Rückseiten von Cereal-Packungen alles Neue aufgesogen wie ein Schwamm.

Und zwischendrin gab es Besuche der USA-Verwandtschaft, und Pakete. Inbesondere gab es da eine Süßigkeit (neben den rettungsringförmigen “Live Savers”-Bonbons), die es mir angetan hatte: Butterfinger. Oder doch Butterfingers? Schon fingen die sprachlichen Probleme an. So sieht die Packung heute aus:

Heute, denn vor einigen Jahren wurde das Design geändert. Und das Rezept. Und überhaupt, es heißt, dass das Originalrezept ohnehin in den 1980er Jahren verloren ging (“The Untold Story of Butterfinger”) – das Produkt selber gibt es seit 1923.

Wie so ein Butterfinger-Riegel innen aussieht, zeige ich nicht; ich habe nämlich nur noch zwei und die hebe ich mir auf. Bilder gibt es online ohnehin zuhauf. Der Geschmack erinnert am ehesten an Erdnuss-Weichkrokant, das ganze ist ist knusprig, sehr süß, salzig, blättrig; ziemlich orange, und je nach Erhaltungszustand knirschig-spröde bis saftig-biegsam. (Knirschig ist besser.)

Wie angedeutet: ich mag Butterfinger sehr, sehr gern. Und es gibt sie in Deutschland nicht zu kaufen. Das ist gesund für mich. Ursprüngliche Versuche noch im letzten Jahrtausend scheiterten, weil der Riegel hier als genmodifiziertes Produkt nicht akzeptiert wurde; seit einigen Jahren gehört die Marke Ferrero, und die verkaufen das hier nicht. Gar nicht. Mein Süßigkeitenimportladen darf sie nicht einmal importieren: vom Hersteller nicht erlaubt. Onlinequellen gibt es wenige, auch Amazon führt fast immer ins Leere. Das Produkt taucht in vielen Katalogen auf, ist dann aber doch “nicht lieferbar”.

Seit Mitte der 1970er Jahre gibt es Butterfinger in meiner Familie. Mal als Plural, mal als Singular, und ausgesprochen wurde es oft “Betterfinger”. Warum? Der englische a‑Laut in “butter” ist nicht der gleiche wie der entsprechende deutsche a‑Laut. Bei den meisten Entlehnungen wird dennoch das “a” genommen – aber ein anderer Laut hat sich gehalten in älteren Aussprahen von “lunch”, “cup” und “butler”, nämlich jeweils mit “ö”-Laut. Euken Oker zitiert im Büchlein “Wort-Spielereien” ein Gedicht:

Marschall French
aß im Trench
seinen Lunch.
So ein Mensch!

(Der Hintergrund hier ist der, dass es auf “Mensch” notorisch keinen Reim im Deutschen gibt – außer eben bei Fremdwörtern wie “lönch”, denn “ö” und “e” gelten meist als legitimer Reim.)

Erhalten hat sich dieser ö‑Laut nur in der Aussprache von “Pumps”, also den Schuhen. Das Wort gibt es im Englischen auch, wenn auch mit anderer Bedeutung. Hier ein langer Blogeintrag, wie unterschiedlich das Niederländische und Deutsche mit diesem englischen a‑Laut umgehen – dort nämlich tatsächlich mehr mit “ö”.

Jeeeedenfalls: Daher, glaube ich, kommt das auch mit den “Betterfingers”. Weil “Bötterfinger” ja noch falscher klingt.

Weil es hier also keine Butterfinger gibt, habe ich nach diesem Rezept selber welche gemacht:

Schmeckt gut, aber das Trocken-Zähe des Originals fehlt. Vielleicht die Zuckermasse auf noch einen Tick mehr als 140 Grad erhitzen? Und es ist natürlich nicht orange. Außerdem sollte es hellere Schokolade sein und eine dünnere Schicht.