Abenteuer im Computerraum

Ich habe ja schon mal über Textadventures geschrieben. Jetzt war ich mit einer 9. Klasse im Computerraum und habe sie Zork spielen lassen. Das hat ganz gut funktioniert. Ich habe ein zweiseitiges Arbeitsblatt (pdf) dazu erstellt.

Gut ist, dass Zork den Spielern einen Punktestand anzeigt. So vergleichen die Schüler den Punktestand untereinander und sehen, dass es durchaus möglich ist, bestimmte Probleme zu lösen. Außerdem rufen sie durch den Computerraum Fragen wie: „He, wie seid ihr an dem Troll vorbei gekommen?“ Das gefällt mir.
Interessant ist, dass manche Schüler sich einfach nicht die Zeit nehmen, den Text zu lesen, den ihnen das Programm präsentiert. Sie sehen ein Wort und lesen dann den ganzen Rest nicht mehr. Das hat, glaube ich, nur mittelbar etwas damit zu tun, dass diese Schüler oft nicht so gut Englisch können. Auf Deutsch hätten sie wohl das gleiche Problem.

Informatik-Klausur

Heute Informatik-Klausur geschrieben. Zwar nur zur Probe; die eigentlichen Prüfungen zum 1. Staatsexamen sind erst in zehn Monaten oder so. Ich war jede Stunde da, habe immer aufgepasst, die Hausaufgaben gemacht, meine Unterlagen dabei gehabt, selbstständig mitgeschrieben, und mir vor der Stunde eine Minute lang die Aufzeichnungen vom letzten Mal angeschaut. Dann klappt’s auch mit der Klausur. Aber erklär das mal einem Schüler.

Themen: Erreichbarkeitsgraph eines Petri-Netzes (mit Aushungern und Verklemmung); Synchronisieren und Erzeugen von Threads unter Java; Modellieren und Kontrollieren von nebenläufigen Aktionen durch Semaphore; funktionales Programmieren in Assembler; Seitenersetzungsstrategien (verschiedene Kachel-Seite-Zuordnungsmöglichkeiten).

TU München

Zahnpflege für Mammutstoßzähne?



Die Wahrheit ist noch unglaublicher: Im Mathematik- und Informatikgebäude der TU München in Garching gibt es einen großen überdachten Lichthof, um den wie in einer Galerie die einzelnen Hörsäle und Büros angeordnet sind. Unten lümmeln sich dann die Studenten an Tischen und Bänken, trinken Kaffee und krümeln Donuts in ihre Laptops.
Und von oben bis unten gibt es diese langen, gekrümmten, schwarzen Röhren, die vage nach Kunst aussehen, tatsächlich aber: Rutschen sind. Man setzt sich auf ein bereitgestelltes kleines Stück Teppich und rutscht hindurch und herunter.
Vielleicht traue ich mich nächstes mal ja. Wenn dann nicht wieder geputzt wird.

Nachtrag: Hier eine Videoaufnahme vom Durchrutschen.

Vorerst, weil ich so stolz bin, mein erstes Assemblerprogramm. Das lernen wir nämlich gerade in Informatik.

	SEG
init:
	MOVE W I 1, R0
	MOVE W I 1, R1
	MOVE W I 5, R2
	MOVE W I 2, R3
rechnen:
	SUB W R3, R2, R4
	CMP W R3, R4	
	JLT start
	MOVE W R4, R3
start:
	JUMP test
for:	
	SUB W R0, R2, R4
	ADD W I 1, R4
	MULT W R1, R4
	DIV W R0, R4, R1
step:
	ADD W I 1, R0
test:
	CMP W R0, R3
	JLE for
end:
	HALT
	END

Deswegen komme ich gerade auch so wenig zum Posten.