Old Jews Telling Jokes

Old Jews Telling Jokes. Mehr muss man fast nicht dazu sagen. Und man kann sie per RSS abonnieren!

Einer der saubersten, „Silent Gas Emission“:

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Für den muss man wissen, was ein schmuck ist:

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Und da ist auch schon das Problem, falls man diese Witze in der Schule verwenden wollte: Man braucht Weltwissen, um Witze zu verstehen. Und außerdem Humor. Anderseits sind Witze eine großartige Kommunikationssituation. Ich habe das vor vielen Jahren mal in einem Englisch-Grundkurs gemacht, als Ergänzung zu den üblichen Referaten: jeder Schüler musste einen Witz erzählen. Das hat damals nicht gut geklappt. Ich habe das nicht energisch genug durchgezogen, und das muss man wohl, denn die Schwierigkeiten sind groß: die meisten Schüler können zumindest im Klassenzimmer, vor den anderen Schülern, keine Witze erzählen. Kein Sinn für Tempo und Pointierung, dazu zu leises Sprechen und undeutliche Aussprache. Und das Publikum ist auch kein sehr einfaches – damit meine ich die Mitschüler und nicht den Lehrer.

Trotzdem, das mache ich noch einmal. Schließlich sind Witze kurz, und man kann schnell feststellen, ob die Kommunikation gelungen ist – das Publikum lacht oder es lacht nicht. Laut und deutlich zu sprechen und auf das Publikum zu achten, das mag schwer sein, aber das kann und muss man lernen.

Ein weiteres Problem bei vielen Witzen ist außerdem, dass sie recht freizügig sind. Nu, das muss man sich und den Schülern ausmachen. Es muss ja nicht gleich soweit kommen, dass man The Aristocrats als Improvisationsübung heranzieht. Obwohl das vielleicht auch nicht schlecht wäre. „Anyone feels like having a go at the aristocrats joke today?“

— Über das Erzählen von Witzen: Ich mag ja die langen Geschichten, von denen man bis zur Pointe nicht weiß, worauf sie hinauswollen. P.G. Wodehouse erzählt in Over Seventy (als Teilband von Wodehouse On Wodehouse, nochmal vielen Dank für den Tipp, Estara) von W.S. Gilbert (der von Gilbert & Sullivan), der seine Gäste beim Abendessen wohl auch gerne mit einer solchen Anekdote unterhielt. „It was one of those very long deceptively dull stories where you make the build-up as tedious as you can, knowing that the punch line is going to pay for everything, and pause before you reach the point so as to stun the audience with the unexpected snaperoo.“ W.S. Gilbert arbeitet sich an diesen Punkt heran, und der tumbe junge Wodehouse lacht zum falschen Zeitpunkt, nämlich in der Pause vor der Pointe, und verhindert damit das Ende der Geschichte, weil die anderen Gäste nervös in das Lachen einfallen. Gilbert schaut fuchsteufelswild. Aber der hinter ihm stehende Butler strahlt: „For some reason which I was unable to understand, I appeared to have made his day. I know now what the reason was. I suppose he had heard that story build up like a glacier and rumble to its conclusion at least fifty times, probably more, and I had killed it.“

(Hätte sich W.S: Gilbert besser eines der Mitglieder des Club of Queer Trades bedient – desjenigen nämlich, der sein Geld damit verdient, anderen Gästen beim Essen die Pointen zuzuschieben.)

(Schön bei Wodehouse auch seine Erklärung, wie Dichter zu Dichtern werden. Der Limerick ist der Grund: Die ersten zwei Zeilen sind trügerisch leicht, so dass man weitermachen möchte. Aber spätestens die letzte Zeile ist dann so schwer, dass die Leute dann doch lieber ernsthafte Lyrik schreiben. Tennyson schmiss seinen Limerick nach „There was a young fellow called Artie/Who was always the life of the party“ hin und schrieb stattdessen Idylls of the Kings.)

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3 Thoughts to “Old Jews Telling Jokes

  1. Hey, nichts zu danken, du bietest hier auch immer Neues & Interessantes zum weiteren erforschen ^^, schön, dass du das noch nicht kanntest.

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