Personalausflug 2018 und Lake Wobegon, wieder einmal

Freitag am Vormittag brav Unterricht gemacht. Das Englischbuch der 10. Klasse hat zwar schöne Hörverstehensaufgaben, aber ein ein äußerst ungünstiges Text-Vokabel-Verhältnis: Auf eine DreiviertelSeite Buch kommen um die dreißig Lernvokabeln, da will ich uns nicht sehr schnell durch das Buch peitschen. Also bleibt viel Zeit für andere Übungen, oder weitere Hörverstehensaufgaben.

Das heißt für mich: Geschichten aus Lake Wobegon. (Was das ist, steht ansatzweise in diesem Blogeintrag von 2004.) Da gibt es eine, The Living Flag, hier gerade auf Youtube zu hören:

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Das ist eine schöne Geschichte für Einsteiger, nur drei, vier Minuten lang: Die Bürger in Lake Wobegon beschließen, zum jährlichen flag day eine patriotische living flag aufzubauen, indem sie rote, weiße und blaue Mützen tragen und dann eine amerikanische Flagge formen. Alle schwitzen, es ist ein heißer Tag, endlich steht die Flagge. Da möchte der erste die Flagge von oben sehen…

Schön ist auch „Storm Home“, die hatte ich ausgedruckt in der Hinterhand, und teile sie sicher auch mal aus, aber die Schüler und Schülerinnen der 10. Klasse haben auch so genug verstanden, und manche sogar an den richtigen Stellen gelacht. Es geht um Kindheit in Lake Wobegon, und Ängste der Kindheit, geschürt von älteren Geschwistern (etwa der Furcht, im Winter mit der Zunge an der metallenen Wasserpumpe kleben zu bleiben, wenn man mit der Zunge daran leckt – ungeachtet der Tatsache, dass es keinen Grund gibt, das überhaupt erst zu tun). Und wie jedes Kind weitab wohnende Kind in der Schule eine andere Familie als storm home zugewiesen bekam, falls ein Schneesturm den Heimweg unmöglich machen würde. Auch eine sehr schöne Geschichte, habe ich online nicht gefunden.

Danach war Personalausflug nach Oberammergau. Ein Stück den Kolbensattel hinauf, Kaffee und Kuchen, dann wieder hinunter – und zwar entweder mit dem Sessellift, zu Fuß, oder mit dem Alpine Coaster, einer Sommerrodelbahn. Ich bin nach unten gelaufen, und bin wohl der letzte, der so erfahren hat, wie Mountainbiker auf den Berg hinaufkommen:

Blick auf Sommerrodelbahn, mit Mountainbikern an Schlepplift

Auf dem Bild sieht man die Rodelbahn, dahinter Radler auf dem Weg nach unten, und davor Radler auf dem Weg nach oben, nämlich mit dem Schlepplift. (Es gibt da ausgewiesene Radlerabfahrten, daher lohnt sich das wohl mit dem Lift.)

Abends dann in der Wirtschaft:

Die schlechtesten Kässpatzen meines Lebens gegessen, ansonsten.

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One thought to “Personalausflug 2018 und Lake Wobegon, wieder einmal”

  1. Es sollte schon gesagt werden, dass es sich bei dem Wirthaus in Oberammergau mit den schlechtesten Kässpatzen östlich des Lechs um ein Unternehmen handelt, das sich mit neo-heimatlicher „Dahoam“-Konzeption vermutlich an busfahrende Rentner heranwanzt, um diese dann wie beim amerikanischen Schachtelwirt in einer Schlange anstehen zu lassen, wenn es um’s Zahlen geht. Dabei gibt es im fremdenverkehrten Oberammergau auch Gaststätten mit ansprechender Speisekarte und freundlichen Bedienungen vorwiegend aus den östlichen Gefilden der EU.

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