Isak Dinesen, Seven Gothic Tales

Diese Sammlung von sieben Geschichten war 1934 die erste Buchveröffentlichung von Isak Dinesen (Karen Blixen, in Deutschland auch Tania Blixen). Die Erstausgabe begann mit einem Vorwort von Dorothy Canfield und diesen Worten:

The person who has set his teeth into a kind of fruit new to him, is
usually as eager as he is unable to tell you how it tastes.

Ich möchte mich dem anschließen und fragen: “War es ein Bär oder ein Russe oder was?” Das ist eine Fragen, die Charles G. Finney seinem kurzen Roman The Circus of Dr Lao im Anhang “Offene Fragen, offene Widersprüche und Unklarheiten” anfügt. Die Frage, was ich da eigentlich gelesen habe, wird mich noch einige Zeit beschäftigen. Eines wurde mir schon im Lauf der ersten Geschichte klar und später immer deutlicher: Diesem Erzähltonfall, diesen erschaffenen Welten (und Geschichten erschaffen stets wackere neue Welten) war ich noch nicht begegnet.

Dabei kam mir der Ton gleichzeitig von Anfang an wundersam vertraut vor. Die erste Geschichte beginnt nicht nur im gemächlichen Novellentonfall des frühen 19. Jahrhunderts, sie bietet auch tatsächlich die ältere typische Form der Novellensammlung mit einer gefährlichen Situation als Rahmenhandlung und Binnenerzählungen der Figuren darin. Ich musste gleich an Goethes Unterhaltungen deutscher Ausgewanderter denken. Auch wenn die Binnenerzählungen bei Dinesen naturgemäß kurz sind: Diesen Erzähltonfall kenne ich nur aus den Novellen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. – Poe wird gelegentlich zum Vergleich mit Dinesen angeführt, pah, schreibt ganz anders. Guy de Maupassant, ebenso. Prosper Merimée, Théophile Gautier: vielleicht, an die kann ich mich nur dunkel erinnern. Geistergeschichten von M.R. James oder Arthur Machen, Wells oder Kipling: Nein, mindestens der letztere erzeugt auch ganz eigene Welten, aber sie schreiben alle moderner, zeitgemäßer. (Le Fanu vielleicht?) Dinesens Geschichten wirken auf mich wie aus der Zeit gefallen, erinnern mich an Motive und Duktus bei Eichendorff und E.T.A. Hoffmann, also die deutsche Romantik hundert Jahre zuvor.

Das allerdings jeweils mit einem Schuss Borges darin. Aber gut, die deutsche Romantik kann auch ziemlich schräg sein: Hoffmann hat “Heimatochare”, eine Briefnovelle über zwei befreundete Naturkundler auf Hawaii, die sich wegen einer Inselschönheit in die Haare kriegen und einander wegen ihr töten. Erst spät stellt sich heraus, dass es um eine Laus geht, die zu einer unentdeckten Art gehört. Chamisso hat den Mann ohne Schatten, Ludwick Tieck das Paar, das die Treppe zu ihrer Dachwohnung verheizt (so wie Phileas Fogg den Zug), von Achim von Arnim werden in einer Geschichte “eine alte Hexe, ein Toter, der sich lebendig stellen musste, eine Schöne aus Tonerde und ein junger Mann, aus einer Wurzel geschnitten” in einer Kutsche versammelt, und von Karl Immermanns Münchhausen fange ich erst gar nicht an.

Blixen/Dinesen war Dänin. Ich weiß nichts über dänische Literatur, ich weiß nicht, welche Wurzeln Blixens Geschichten dort haben. Die auf Englisch geschriebenen Geschichten heißen “gothic tales”; sie enthalten meist übernatürliche Elemente, sind aber nie Geistergeschichten im klassischen Sinn. Schräg sind sie. Die sieben Geschichten hängen nicht zusammen. Aber sie verwirren, und so suchte ich auch zwischen den Geschichten nach Sinn und Zusammenhängen. In der einen taucht eine irritierende Spiegelszene auf, in der anderen gibt es eine ganz ähnliche Szene. Derselbe Spiegel am Ende? Überhaupt, Spiegel tauchen immer wieder auf. Und Don Giovanni, und Elsinore. Totenschädel spielen immer wieder eine kleine Rolle. Die eine Geschichte erwähnt Sklaverei, die nächste beginnt mit einem Sklaven; in der einen hört man von einem, der vor der Hochzeit flieht, in der nächsten gibt es das in anderer Form wieder; in einer wird von einem Affen erzählt, die nächste heißt gleich so. Die Hauptperson in einer Geschichte ist eine Nebenfigur in der folgenden.

Und immer wieder tauchen kleinere oder größere Heresien auf, hier gesammelt, weil ich sie interessant fand:

  • Vor dem Sündenfall war die Erde flach, und der Teufel war es, der die dritte Dimension hinzugefügt hat. Der Apfel war ja auch rund. (“The Deluge at Norderney”)
  • Nicht die Menschheit ist gefallen, sondern Gott: Die heutige Generation im Himmel ist nicht mehr das, was sie mal war; der Gott, der die Sterne, das Meer und die Wüste erschaffen hat, Homer und die Giraffe, der kann nicht derselbe sein, der heute “the King of Belgium, the Poetical School of Schwaben, and the moral ideas of our day” unterstützt. (“The Deluge at Norderney”)
  • Wir lieben das, was Nein zu uns sagt. Die Erde sagt Ja und das Meer sagt Nein, und deshalb lieben wir das Meer, und Gott Nein zu uns sagen zu hören, das ist gut. (“The Supper at Elsinore”)
  • Nachdem man sich nicht vorstellen kann, dass Gott eine Ewigkeit mit dem Kaiser von Österreich und der Schwiegermutter des (aktuellen) Erzählers verbringen will, sind Himmel und Hölle für fiktive Gestalten wie Don Giovanni oder Odysseus oder Don Quixote erschaffen worden – Ziel von Gottes Schöpfung sind die fiktiven Figuren der Literatur; die Menschen sind nur das Mittel zum Zweck. (“The Roads Round Pisa”)
  • Wer Gott liebt, muss Spaß verstehen. (“The Dreamers”)
  • Hat der heilige Petrus die Geschichte mit dem dreifachen Hahnenschrei herumerzählt, oder woher weiß man davon? (“The Poet”)
  • Religionen sind wie ein Schild “Hier Wäscherei”, das man im Fenster eines Ladens sieht, aber der Laden ist ein Trödelladen und verkauft Schilder und wäscht keine Wäsche. Aber das Schild ist Beweis dafür, dass zumindest irgendwer irgendwann an den Sinn des Wäschewaschens geglaubt hat und die Existenz einer Wäschemangel. (“The Poet”)

Zu den einzelnen Geschichten:

The Deluge at Norderney: An der Nordsee gibt es in den 1830er Jahren eine überraschende Sturmflut, vier Flüchtende verbringen eine Nacht im oberen Stock eines einsturzgefährdeten Bauernhauses: Ein alter Kardinal, ein junger Mann, eine feine alte Dame auf Urlaub, ihre Ziehtochter Calypso von Platen (auf der Flucht vor ihres Onkels August Gedichten; kein Scherz). Während unklar ist, ob sie gerettet werden, erzählen sie sich ihre Geschichten. Tatsächlich nimmt die Handlung dann auch einen unerwarteten Verlauf, der Boden des Lesers ist so unsicher wie die Situation der Figuren. Und: Ich musste viel nachschlagen und ein bisschen Französisch herauskramen; ein englisches Publikum hätte mit Norderney, August von Platen, der französischen Revolution vielleicht noch mehr Schwierigkeiten. (Mit: Totenschädel, Spiegel, Marionetten.)

The Old Chevalier: Die konventionellste Geschichte. Aber immer noch mit reichlich Leerstellen. (Mit: Totenschädel, Spiegel, Don Giovanni, Affe. Keine MArionetten, aber Puppen.)

The Monkey: Boris, ein junger Offizier, flieht vor einem Homosexuellen-Skandal zu seiner Tante, Äbtissin eines Klosters, die für ihn schnell eine Braut aussuchen soll. Die heißt Athena, wohnt mit ihrem Vater in Draculas Schloss, und will nicht heiraten. Und es gibt einen Affen. Erinnerte mich an Eichendorff, “Die Entführung”, nur sinistrer, und wenn Athena Boris ins Gesicht schlägt, schlägt sie ein paar Zähne aus. (Mit: Affe, Totenschädel, Spiegel, Don Giovanni, Marionetten.)

The Roads Round Pisa: Graf Augustus, ein junger melancholischer dänischer Adliger, hilft einer alte Dame, die mit ihrer Kutsche verunglückt ist (“The Old Lady’s Story”). In ihrem Auftrag reist er Richtung Pisa und übernachtet in einer Osteria, andere Gäste sind eine junge Frau, als Mann verkleidet (“The Young Lady’s Sorrows”) und ein örtlicher Prinz (“The Story of the Bravo”), dessen ein wenig kryptische Geschichte ein Duell mit einem jungen Mann provoziert, ohne dass recht klar wird, was da eigentlich genau vor sich geht. Auch die Marionettentheater-Aufführung hilft nicht viel, bevor es am Morgen zum Duell und so etwas wie einer Aufklärung kommt. Natürlich hängen sämtliche Binnengeschichten zusammen, und wer die Puzzlesteine richtig zusammenbaut, erfährt, was da eigentlich alles vor sich gegangen ist. Nun bin ich ein wirklich gründlicher Leser, aber auch ich habe erst zwei Tage nach der Lektüre und mit Hilfe eines Kommentars im Web das allerletzte Fragezechne schließen können, dann aber mit einem “Ahh… natürlich!” Man muss übrigens nicht hinter alles kommen wollen; das Rätsel in “The Old Chevalier” hat vermutlich keine greifbare Lösung, und auch das ist in Ordnung. Dinge geschehen, manchmal kann man sie sich erklären, manchmal nicht. (Mit: Elsinore/Dänemark, Spiegel, Don Giovanni, Goethe, Graf Augustus, Marionetten.)

The Supper at Elsinore: Zwei alte Damen treffen sich mit dem Geist ihres geliebten, toten Bruders, der einst kurz vor seiner bevorstehenden Hochzeit verschwunden war. Er erzählt – wieder Binnenerzählungen, aber nur knappe – von seinen Erlebnissen. (Mit: Spiegel, Totenschädel, Elsinore/Dänemark, Sklaverei, Flucht vor der Hochzeit, Schiff, Marionetten.)

The Dreamers: 1863 ist eine Dau im indischen Ozean auf dem Weg nach Sansibar, an Bord befinden sich drei Männer: Aus dem zweijährigen Exil zurück ist Said Ben Ahamed, “der Sohn von Tippo Tips Schwester, und selbst ein Favorit dieses großen Mannes.” Er fährt nach Hause, um Rache zu üben. Viele mächtige Männer in Sansibar würde eiligst ihren Besitz packen und fliehen, wenn sie von seiner Ankunft wüssten. Klingt spannend? Pech gehabt: Mehr erfahren wir nicht über ihn, die Rache, Tippo Tip, seine Schwester. “Von seiner Rache, als sie denn kam, haben andere Erzählungen berichtet.” Ich kenne keine, aber Wikipedia bietet einen Ansatz.

Dann ist da der Geschichtenerzähler Mira Jama, der erklärt, warum er keine Geschichten mehr erzählt: Er hat zu viel erlebt, so viel Böses ist ihm zugestoßen, so viele Geister hat er gesehen, dass er die Dinge zu gut kennt und keine Furcht mehr hat, und damit kann er nicht mehr erzählen. Nur im Traum, da kennt er noch Furcht und freut sich an ihr.

“Well, yes, alas,” said Lincoln, turning around on his side, “what is life, Mira, when you come to think upon it, but a most excellent, accurately set, infinitely complicated machine for turning fat playful puppies into old mangy blind dogs, and proud war horses into skinny nags, and succulent young boys, to whom the world holds great delights and terrors, into old weak men, with running eyes, who drink ground rhino-horn?”
“Oh, Lincoln Forsner,” said the noseless story-teller, “what is man, when you come to think upon him, but a minutely set, ingenious machine for turning, with infinite artfulness, the red wine of Shiraz into urine?”

Und es gibt Lincoln, ein junger Europärer, der eigentlich eine junge Witwe heiraten soll, aber ausbüchst. Sein Vater schreibt ihm einen wunderbar passiv-aggressiven Brief: Er (der Vater) verzeiht ihm, weil er bei der Beschäftigung mit den Familienarchiven herausgefunden hat, dass es die Familie nur deshalb zu Reichtum und Ansehen gebracht hat, weil es in jeder Generation ein schwarzes Schaf gibt, sozusagen ein Opferlamm. All die Makel und Fehler, die sonst auf die ganze Familie verteilt würden, liegen bei diesem einen Auserwählten, und so gibt der Vater diesem Sohn seinen Segen – er soll so ungehorsam, schwach und sündhaft sein, wie er will, um der Familie das nötige abschreckende Beispiel zu sein. (Worauf der Vater selber die zurückgelassene Braut heiratet.)

In Rom trifft Lincoln Olalla, eine Kurtisane, große Liebesgeschichte, bis ein alter Jude auftaucht, von dem sie behauptet, sie habe ihm ihren Schatten verkauft. Dann ist sie plötzlich verschwunden. Auf der Suche nach Olalla trifft er einen alten und nicht sehr geschätzten Bekannten, Pilot:

If he ever found in himself any original taste at all, he made the most of it. Thus he would go on talking of his preference for one wine over another, as if he meant to impress such a precious finding deeply upon you. A philosopher, about whom I was taught in school and whom you would have liked, Mira, has said: “I think; consequently I am.” In this way did my friend Pilot repeat to himself and to the world: “I prefer Moselle to Rhenish wine; consequently I exist.”

Pilot erzählt seine eigene Geschichte, nämlich wie er in Luzern in eine Putzermacherin verliebt war und durch sie in Revolutionswirren geriet und den Bischof von St. Gallen erschoss. Die Geliebte verschwindet spurlos, ein alter Jude erscheint. (Lincoln horcht auf; seine eigene Geschichte kennen seine Gegenüber noch nicht.) – Der Begleiter dieses Bekannten, Baron Guildenstern, erzählt nun wiederum seine Geschichte: Unter alten geflüchteten Aristokraten weilend warb er einst eine nicht ganz so alte Dame, zurückgezogen und brav, aber wohl mit Vergangenheit. Auch hier taucht ein alter Jude als Vertrauter auf. Der Baron, ein gefühlskalter serieller Verführer, nimmt an einem Wettbewerb teil: An einem Tag drei Meilen reiten, drei Flaschen des örtlichen Weins trinken und mit drei Frauen schlafen. (Reihenfolge egal.) Er schafft es auch ins Zimmer der zu Verführenden. Die dreht die Situation um:

‘Listen for one moment,’ she said. ‘Here we are all alone. There is no one in the house but we and my maid who brought you here, that pretty girl. Are you not afraid?

Sie spielt auf Don Giovanni an, wo die rächende Figur des Commandante den Verführer holt, deutet ein ähnliches Schicksal für den Baron an. Dann bezeichnet sie sich als „shining bubble“, dessen Zeit zu gehen gekommen ist: „The people, and her creator even, were becoming too fond of her. You give her her great tragic end. No other man in the world, I think, could have done that so well.“ Sie kündigt sozusagen die Schritte der Statue an, der Baron-Erzähler beschreibt beim Erzählen noch einmal diese Frau, insbesondere die Narbe an ihrem Hals – die Pilot als Narbe seiner revolutionären Putzmacherin erkennt, worauf wir aus der Geschichte geworfen werden. Auch Lincoln erkennt anhand der Narbe (sie ist in seiner Erzählung erwähnt) seine Olalla. Während sich alle mit offenen Mund anstarren, kommen Gäste in die Gastwirtschaft: Eine Frau – vielleicht die Frau? – und unabhängig von ihr ein alter Jude. Die Frau, angeblich eine angesehene Ratsherrengattin, verschwindet gleich wieder; die drei in einer Kutsche hinterher. Schneesturm. Es folgt nach einigen dramatischen Szenen die Geschichte des alten Juden.

Was später aus seinem Freund wurde, hat Lincoln einmal von einem deutschen Geistlichen am Kap der Guten Hoffnung erzählt bekommen. Oder er, Lincoln, habe sich das ausgedacht; er weiß es nicht mehr genau. War es ein Bär oder ein Russe oder was? (Mit: Don Giovanni, Sklaverei, Flucht vor der Hochzeit, Schiff.)

The Poet: Eine unglückliche Liebesgeschichte. Mathiesen, ein alter Däne, der gerne Dichter wäre, aber doch nur Mäzen ist, benutzt seine Verlobte (die wieder ihre ganz eigene Geschichte hat und in einer zauberhaften Szene nachts heimlich Ballett tanzt) und einen jungen Dichter, den er zu Großem berufen sieht, als Marionetten. Pflückte Mathiesen das gelbe Stiefmütterchen absichtlich? War der Vater der Braut Handelskapitän oder Theaterleiter? Ein Bär oder ein Russe? (Mit: Goethe, Spiegel, Graf Augustus, Elsinore/Dänemark. Keine Marionetten, aber Puppen. Haschisch – nicht wichtig, ist mir nur aufgefallen, weil mich die vorhergehende Geschichte an Lord Dunsany erinnert hatte. Kein Don Giovanni, aber ein schwarzer Opernmantel.)


Zum Wiederlesen: Alle. “The Monkey”, weil ich noch ein bisschen mehr verstehen möchte, “The Roads Round Pisa” und “The Dreamers”, weil ich verschachtelte Geschichten mag und noch ein bisschen mehr nachvollziehen möchte, und “The Poet”. Auf Deutsch übersetzt, aber nur antiquarisch erhältlich.

2 Antworten auf „Isak Dinesen, Seven Gothic Tales“

  1. Habe mir das Buch vor einigen Jahren mal gekauft, weil ich beim Stöbern im Angebot der Folio Society darauf stieß und derzeit keine Übersetzung lieferbar war. Die bislang gelesenen Geschichten (habe erst vier geschafft, wie mein Lesezeichen verrät) haben mich etwas ratlos zurückgelassen. Das Lesen war anstrengend, denn ich habe viele englische Wörter nachschlagen müssen, weil ich sie nicht nur nicht 1:1 übersetzen konnte, sondern sie definitiv noch nie gesehen habe. – Was mich ganz naiv am meisten beeindruckt hat: dass sich jemand in einer Fremdsprache so artikulieren kann, dass tatsächlich Stilähnlichkeiten zu bestimmten Epochen bzw. Erzählweisen erkennbar werden. – Bemerkst Du als Anglist flaws in Dinesens Ausdruck?

  2. Der Wortschatz ist mir auch aufgefallen. Es gibt ja außerdem viel unübersetztes Französisch, Latein oder Italienisch. (Die deutschen Zitate sind dagegen meist übersetzt.) Ich habe beim Lesen tatsächlich darauf geachtet, ob mir irgend etwas nicht-muttersprachlich vorkommt: nichts. Der Wortschatz ist sehr umfangreich und manchmal altmodisch, aber das gehört ja eben dazu, und wie hat sie das nur gemacht? Viel deutsche Romantik in Übersetzung gelesen? (Und in Kenia viel Englisch gesprochen.)

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