Studie: Handys gefährlich für Kinder?

Gestern im Independent on Sunday gelesen: „Using a mobile phone while pregnant can seriously damage your baby“. Amerikanische (und dänische) Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es bei bestimmten Risikogruppen vermehrt Verhaltensauffälligkeiten gibt. Und zwar wenn die Mütter mehr als zwei- bis dreimal am Tag am Handy telefonieren, verstärkt noch dadurch, wenn Kinder vor ihrem 7. Lebensjahr selber Handys benutzen. In diesem Fall seien die Kinder: 80 per cent more likely to suffer from difficulties with behaviour. They were 25 per cent more at risk from emotional problems, 34 per cent more likely to suffer from difficulties relating to their peers, 35 … Continue reading „Studie: Handys gefährlich für Kinder?“

Clarke’s Three Laws

Über den Tod von Arthur C. Clarke steht sicher anderswo viel. Mein Favorit, mit dreizehn gelesen, Jahre später wiederentdeckt, ist „Die neun Milliarden Namen Gottes“. (Daneben noch Astounding Days. A Science Fictional Autobiograpy über die Jahre mit Astounding Stories unter verschiedenen Herausgebern.) Statt vieler Worte eine Auffrischung von Clarkes drei Gesetzen: 1. When a distinguished but elderly scientist states that something is possible, he is almost certainly right. When he states that something is impossible, he is very probably wrong. 2. The only way of discovering the limits of the possible is to venture a little way past them into … Continue reading „Clarke’s Three Laws“

Almost everything you didn’t know you didn’t know about language and languages

Limits of Language. Almost everything you didn’t know you didn’t know about language and languages von Mikael Parkvall. London 2006. Für Sprachwissenschaftler zu empfehlen, ich habe schon eine zweite Ausgabe zum Verschenken gebunkert. Dieses Buch begann laut Vorwort als eine Art Guinness-Buch der Rekorde für Sprachen, wurde aber bald ein Sammelsurium von Listen und Statistiken und Anekdoten rund um das Thema Sprache. Es ist angenehm unübersichtlich, dabei weniger niedlich als Schott’s Miszellen, sondern ein massiver 378-Seiten-Steinbruch mit ausgezeichneten weiterführenden Literaturangaben. Das Buch enthält: Einen Hinweis auf Jukka „Dr.“ Ammondt, einen finnischen Tangosänger mit PhD, der eine Platte mit Elvis-Versionen in … Continue reading „Almost everything you didn’t know you didn’t know about language and languages“

Das Gefangenendilemma

Wenn es einmal nach zehn Uhr abends ist und man dennoch ein Fünkchen Energie in mir wecken will, dann muss man mich nur auf das Gefangenedilemma ansprechen – auf die Gefahr hin, ich dann nicht mehr aufhöre. 1. Das Gefangenendilemma Das Gefangenendilemma wurde in den 1950er Jahren als Spiel, als Modell erfunden. Die Geschichte dazu lautet so: Zwei Männer haben gemeinsam ein Verbrechen begangen und sind von der Polizei erwischt worden. Jetzt werden sie getrennt von einander verhört. Die Polizei macht jedem der beiden ein Angebot: Die Männer können schweigen oder alles gestehen. Wenn beide reden, wandern beide für 3 … Continue reading „Das Gefangenendilemma“

Lies My Teacher Told Me

Weil doch bei Stiftung Warentest die Bio- und Geschichtsbücher so schlecht abgeschnitten haben, hier der Hinweis auf: Ausgangspunkt des Buches ist laut Vorwort der schlechte Ruf, den Geschichte als Fach an amerikanischen High Schools hat: Die Schüler mögen es nicht, sie lernen nichts dabei, und die Universitäten jammern, dass sie bei Null anfangen müssen oder schlimmer noch, bei minus zehn, weil die Schüler so viel Falsches im Kopf haben. In diesem Buch von 1995 untersucht James W. Loewen zwölf (zumindest damals) aktuelle Geschichtsbücher daraufhin, wie sehr sie an dieser Lage schuld sind. Ich bin noch im ersten Drittel, deshalb nur … Continue reading „Lies My Teacher Told Me“

Passig/Scholz, Lexikon des Unwissens

Wem diese Welt zu wenig Rätsel bietet, der muss sich nicht in die Parawissenschaft oder Esoterik flüchten. Es gibt noch genügend offene Fragen. Das ist die befriedigende Botschaft, die ich aus diesem Buch gezogen habe. Die Autoren stellen darin Dinge vor, die man noch nicht weiß. Dinge, die man aber prinzipiell wissen könnte; offene Fragen, die in den nächsten zehn, zwanzig, hundert Jahren vielleicht geklärt sein werden. Die spannendsten der über vierzig vier- bis achtseitigen Einträge sind diejenigen, bei denen geziegt wird, dass es auch bei mehr oder weniger alltäglichen Fragen noch keine befriedigende Erklärungen gibt: Wie vemehren sich Aale? … Continue reading „Passig/Scholz, Lexikon des Unwissens“

Meine erste Fischpopulation

Mit Python programmiert. Die Fischpopulation macht der Mathelehrer nach Ostern in seinem Fach, und in Informatik können die Schüler das dann programmieren. Ist noch rudimentär, eine Zoomfunktion fehlt noch, aber immerhinque. Alles selbst gemacht, damit ich mich an Python gewöhne und sehe, welche Funktionen ich den Schülern eventuell zur Verfügung stellen muss. Das Programmieren der Fischpopulation ist einfach, die graphische Darstellung ist schwieriger. Aber auch nicht sehr. Hintergrund: Man beginnt mit einer Fischpopulation in einem Teich, deren Zahl man in Form eines Prozentwertes angibt. 0% heißt keine Fische, 100% heißt maximal mögliche Fischzahl. Die Anzahl der Fische in einem Jahr … Continue reading „Meine erste Fischpopulation“

Jens Soentgen, Selbstdenken! (Und Euler.)

Jens Soentgen Selbstdenken! 20 Praktiken der Philosophie Mit Illustrationen von Nadia Budde Peter Hammer Verlag 223 Seiten Amazon-Link Vor einem Jahr stieß ich in einem Blog, das es leider nicht mehr gibt, auf eine Besprechung dieses Buches. Es ist ein sehr gutes Buch. Mir fallen mindestens drei andere Einführungen in die Philosophie ein, die ich zuvor gelesen hatte. (Mir fehlt die Lust, mich gleich an die Originalwerke zu machen. Ich müsste auch erst herausfinden, wo ich am besten anfangen sollte zu lesen. Über meine umfangreiche, aber unsystematische Lektüre kriege ich allerdings immer wieder Anreize. Beonders viele solche Anreize erhoffe ich … Continue reading „Jens Soentgen, Selbstdenken! (Und Euler.)“

Korpusanalyse

Ein Textkorpus ist eine feine Sache, auch für Lehrer, aber vor allem für Sprachverspielte. Korpora sind Zusammenstellungen verschiedener Texte. Das British National Corpus (BNC) untersucht zum Beispiel die englische Sprache, und hat deshalb 4124 Einzeltexte zusammengestellt, mit insgesamt über 100 Millionen Wörtern. Die Texte stammen in einem bestimmten Verhältnis aus Zeitungsartikeln, Romanen, wissenschaftlichen Veörffentlichungen, mündlicher Sprache und anderen Quellen. Damit hat man eine Textgrundlage. Jetzt könnte man zum Beispiel schon mit einem Computer das Korpus nach dem englischen Wort „beyond“ durchsuchen, und erfahren, wie oft das Wort „beyond“ verwendet wird. Dabei kann man feststellen, dass das Wort zu den 1000 … Continue reading „Korpusanalyse“

WFF N PROOF

Dieses Spiel ist eigentlich gar nicht wirklich spielbar. Aber interessant ist es schon. Darauf gekommen bin ich vor zwanzig Jahren durch das im Zusammenhang mit Eleusis schon erwähnte Denken als Spiel von Willy Hochkeppel. WFF ‚N PROOF besteht aus drei Spielmatten zum Ablegen der Würfel, und aus einer Reihe unterschiedlich beschrifteter Würfel. Um WFF’N PROOF zu spielen, muss man erst einmal wissen, was ein WFF ist (ausgesprochen wie das englische „woof“). Dazu gibt es drei Regeln: Jedes p, q, r und s ist ein WFF. Jedes N, gefolgt von einem WFF, ist wiederum ein WFF. Jedes C, A, K oder … Continue reading „WFF N PROOF“