The Whistler

1. Die Filme
2. Erste Folgen
3. Radio
4. Das Handy
5. Vergleichendes

Kapitel 1: Die Filme

Ich bin der Whistler. Niemand kennt mein Gesicht. Ich weiß viele Dinge, denn ich wandere durch die Nacht. Ich weiß viele seltsame Geschichten. Ich weiß die tiefsten Geheimnisse von Männern und Fraue, die das Dunkle gesucht haben. Ja, ich kenne ihre unbeschreiblichen Ängste, von denen sie nicht zu sprechen wagen.

Dazu eine Silhouette unter einer Straßenlaterne oder ein Schatten an einer Hauswand: Ein Mann im Mantel mit Hut. Und dann pfeift er eine ungewöhnliche Erkennungsmelodie und erzählt eine Geschichte – eine seltsame Geschichte eben, über Menschen, die das Dunkle gesucht haben, und ihre Ängste, von denen sie nicht zu sprechen wagen.

So fing ein Film an, den ich etwa 1986 im Fernsehen sah. Schwarzweiß, nur etwa 60 Minuten lang, aus den 40er Jahren. Ein nicht ganz sauberer Privatdetektiv, eine Erbschaft, eine lange zurückliegende Geschichte – und am Schluss war das Objekt, hinter dem sie alle her waren, zerstört, und alle Hauptdarsteller tot. Hat mir sehr gut gefallen. Der Whistler selbst sorgte nur für den Rahmen, und kommentierte zwischendurch mal das Geschehen, danach verschwand er wieder in der Nacht.

Im Laufe einiger Monate danach wurden noch mehr Filme aus der Whistler-Reihe gezeigt. Jeder Film war nur gut 60 Minuten lang, Hauptdarsteller war fast immer Richard Dix, der natürlich immer andere Rollen spielte. Der Whistler sorgte für den Rahmen, und die Geschichten waren voller skuriller bis schmieriger Nebenpersonen, alle mit einer überraschenden Wendung am Schluss, und alle gingen sie nicht gut aus. Die Filme waren B-Produktionen: Billig produziert, mit Schauspielern aus der zweiten oder dritten Reihe, es waren Genrefilme mit oft hanebüchener Handlung. Diese Filme sind trotzdem liebenswert, und die Whistler-Reihe sowieso, denn sie wächst über die Grenzen der B-Filme hinaus. (Und ohne B-Filme hätte ich im selben Jahr noch weniger mit dem Blues Brothers-Titel „B Movie Box Car Blues“ anfangen können.)


Richard Dix in The Whistler

Die einzelnen Filme sind:

The Whistler/Der Whistler (1944) (William Castle)
The Mark of the Whistler/Das Zeichen des Whistler (1944) (William Castle)
The Power of the Whistler (1945)
The Voice of the Whistler (1945) (William Castle)
Mysterious Intruder/Der geheimnisvolle Gast (1946) (William Castle)
The Secret of the Whistler (1946)
The Thirteenth Hour (1947)
Return of the Whistler (1948)

Regisseur der Hälfte der Filme war William Castle. William Castle wurde später bekannt als Regisseur und Produzent von billigen Horrorfilmen mit überzogenen Reklameeffekten: Bei The Tingler wurden die Kinositze verkabelt, um die Besucher an einer besonders spannenden Stelle zu erschrecken; bei anderen Filmen wurde für die Zuschauer eine Lebensversicherung abgeschlossen; Plastikskelette wurden an Seilen durchs Kino gezogen; die Zuschauer durften über das Ende des Films abstimmen.

(Ein Vorteil des Jahres 1986. Damals gab es noch kein nennenswertes Privatfernsehen, man kam mit maximal sechs Fernsehsendern aus, und gegen Mitternacht war Sendeschluss. Die Fernsehauswahl war begrenzt, und das hatte einen Vorteil: Man schaute das an, was kam. Und wenn nichts anderes lief, dann schaute man auch mal etwas an, das man nicht kannte, und von dem man vielleicht gar nicht so viel erwartete. Heute läuft zu jeder Zeit irgendein Film, den man schon kennt, und man muss nicht mehr auf unbekanntes Material ausweichen. Heute wäre ich vielleicht nicht auf die Whistler-Reihe gestoßen.)

Kapitel 2: Erste Folgen

In den 80er Jahren gab es auch noch AFN (American Forces Network), einen Radiosender für im Ausland, also hier, stationierte US-amerikanische Soldaten. Und da hörte ich zufällig im Radio eine Episode von The Whistler:

I am the Whistler, and I know many things, for I walk by night. I know many strange tales hidden in the hearts of men and women who stepped into the shadows. Yes, I know the nameless terrors of which they dare not speak.

Kurz zusammengefasst: Roy hat früher mit Dan und Paul erfolglos in Mexiko nach Gold gesucht. Er kehrt nach Riondo zurück, als ihm Lola, die Betreiberin des örtlichen Cafés, schreibt, dass Dan sich die langersehnte silberne Uhr gekauft hat. Manuel, Lolas Freund und der örtliche Sheriff, ist über Roys Rückkehr nicht erfreut.

Roy macht sich auf zu Dan; leider ist Paul, der andere Partner, auch aufgetaucht. Paul improvisiert gerne auf der Gitarre:

Welcome back to Riondo, Roy,
And if I may be so bold,
May I ask, did you come to see an old pal,
Or did you come for gold?

Oh yes, we’re right back in Riondo,
Two of the unholy three.
We’re going to take Dan’s gold away,
Half for you and half for me.

Ein feines Pärchen: Sie wollen Dans Gold. Nachdem es Roy nicht gelungen ist, Paul abzuhängen, stürzt er Paul einen Felsen herunter.

Oh my partner, he does not like me,
He slipped out of town and fled,
But I found him now, By this oak tree,
And I’ll stick with him till I’m dead.

Seine Leiche am Fuß des Felsens ist allerdings verschwunden. Roy tötet danach den in einer Blockhütte lebenden Dan, verbirgt die Leiche unter den Bodendielen, und flieht mit dem Gold, das dort versteckt gewesenen ist. Unweit der Hütte gerät er in Treibsand: Denselben Treibsand, in dem schon Pauls Leiche versunken ist. Das schwere Gold zieht Roy herunter. Da taucht Manuel, der mexikanische Sheriff auf. Manuel überlegt kurz, ob er Roy einfach untergehen lassen soll, aber dann macht er sich doch auf, den Versinkenden zu retten. Dazu braucht er nur einen Ast, oder ein langes, flaches Stück Holz – wie die Bodendielen in der Blockhütte…

Und das alles in gut zwanzig Minuten. Spannend; das Lied als Leitmotiv; einige Wendungen, die ich gar nicht erst erwähnt habe; mehrfache Ironien (das geraubte Gold zieht ihn herunter; die Bodendielen bringen Verdammnis statt Rettung; und letztlich auch die Zeile des im Treibsand versunkenen Paul „And I’ll stick with him till I’m dead“).

Jetzt wollte ich mehr über den Whistler wissen. Die Namen der Drehbuchautoren, die ich aus dem Abspann der Filme hatte, halfen mir nicht weiter. Aber die Story für zumindest einen der Filme (The Mark of the Whistler) stammte von Cornell Woolrich – zu diesem Autor fand ich viel Material. Ich schrieb einen Brief an AFN, nachdem ich mühsam deren Adresse herausgekriegt hatte, ob sie mir vielleicht Informationen zu „The Whistler“ schicken könnten. Immerhin bekam ich eine Antwort: Zwei Zeilen Formbrief, dass sie mir leider bei meinem Anliegen nicht weiterhelfen könnten.

Damit war erst mal aus mit Recherchen. Das Web gab es damals noch nicht; mein Krimilexikon erwähnte nur knapp, dass die Filme auf einer alten Radioserie basierten; ich hatte noch keine Erfahrung im Recherchieren. Damit ruhte die Angelegenheit – auch wenn mich der Anfang der Radioepisode, die ich nur unvollständig auf Kassette aufgenommen hatte, schon interessierte.

(In der Woche nach der Whistler-Sendung darauf kam eine Episode von The Green Hornet. Die hatte ich ganz aufgenommen. Danach muss ich das Interesse verloren haben; oder die Sendungen wurden eingestellt, oder kamen zu unregelmäßig.)

Kapitel 3: Radio

Zehn Jahre später hatte ich OTR (Old Time Radio) entdeckt. Und jetzt weiß ich, dass The Whistler eine Radioserie war (eine von oh so vielen), die von 1942-1955 in den USA lief. Jede Episode beginnt damit, dass Dorothy Roberts das Whistler-Thema pfeift (komponiert von Wilbur Hatch), darauf hört man:

I am the Whistler, and I know many things, for I walk by night. I know many strange tales hidden in the hearts of men and women who stepped into the shadows. Yes, I know the nameless terrors of which they dare not speak.

Daraufhin erzählt der Whistler eine Geschichte, die manchmal gut ausgeht, meist aber nicht. Häufig geht es um betrogene Betrüger. Gerne mal übernimmt ein Flüchtling oder Kleinganove die Identität eines anderen (eines Toten bei einem Zugunglück, eines verschollenen Erben, eines für tot gehaltenen Verschwundenen), nur um festzustellen, dass er mit der neuen Identität jede Menge Schwierigkeiten und Verfolger übernommen hat – und letztlich für eine Tat büßen muss, die er gar nicht begangen hat, die aber in ironischem Verhältnis zu seinem eigenen Verbrechen steht.
Oder es geht um ausgeklügelte Mordpläne, die dann doch an einem Detail scheitern. In „Brief Pause For Murder“ (9. August 1946 und 11. September 1949) verschafft sich ein Radiomoderator ein Alibi für einen Mord, indem er einen Kollegen erpresst und vor allem sich selber auf Schallplatte aufnimmt, wie er eine Sendung moderiert. Während der halben Stunde Schallplattenaufnahme führt er den Mord aus, aber dann hört er beim Zurückfahren im Auto, wie die Schallplatte hängt und die Nadel immer wieder zurückspringt. (Einige Details sorgen dafür, dass der Plot nicht ganz so unwahrscheinlich ist, wie er hier klingt.)

Auch sonst klingen viele Geschichten wie Columbo-Episoden: Nur entdeckt nicht der Kriminalinspektor das verhängnisvolle Detail, sondern ein ironischer Zufall oder der Verfolgungswahn des Täters selbst entlarvt die Tat. Triefend vor Ironie sagt der erzählende Whistler kurz vor dem Finale etwa: „It all worked out so perfectly, didn’t it, Roger“ oder: „Yes, Roy, you have it all figured out, haven’t you?“ Und dann fängt es an schlecht auszusehen für Roger, oder Roy, so wie in „Return to Riondo“ (8. Januar 1950) – so heißt nämlich die Episode, die ich 1986 bei AFN gehört hatte. Fünfzehn Jahre hatte es gedauert, bis ich die Geschichte endlich ganz anhören konnte, da ich ja nicht mal ihren Titel wusste.

Yes, Roy, you have it all figured out, haven’t you. […] You have only to pack all the gold you can carry into knapsacks, strap them onto your back and then hurry to the river. At its edge you stop a moment […], wondering for a fleeting moment about Paul’s body. What became of him? And then you have another idea. You can cover your tracks, can’t you, Roy […]. You wade along the river’s edge, ankle-deep […] and then a sudden clutching fear grips you as your feet seem to give way and you begin to sink. Now you know what happened to Paul’s body. It fell into quicksand, Roy, and you’ve walked into the same quicksand.

Der hinzugekommene Manuel entscheidet sich doch für die Rettung, und das mit den Worten:

I know this quicksand. You need something long and flat, something you can hold on to while I pull you out. […] I will tear up the floorboards in Dan’s Shack […] I’m sure under these circumstances your old partner Dan Bosley will not mind my pulling them up.

Paukenschlag und Pfeifen.

Kapitel 4: Das Handy

Seit meiner Fahrt mit dem Leistungskurs Deutsch habe ich auch ein Handy. Ich habe schon gelernt, dass es Spaß macht, telefonierend durch die Stadt zu laufen – obwohl ich es hasse, wenn Fußgänger vor mir ein Handy benutzen: Die stellen sich nämlich keineswegs aus dem Weg, sondern werden nur langsamer und stehen allen anderen im Weg.
Jedenfalls hat mein mp3-fähiges Handy als Klingelton eben jenes Whistler-Thema. Es hat sich als gute Wahl herausgestellt: Ich selbst erkenne es bereits beim ersten Ton, und jeder andere identifiziert das Pfeifen erst mal gar nicht als Handyton.

Kapitel 5: Vergleichendes

Anders als bei den meisten Filmen und Hörspielen gibt es bei The Whistler einen echten Erzähler, wie man ihn sonst nur aus der Epik kennt. Erzählt wird im epischen Präsens (das ist das, was Schüler in der Unterstufe am Höhepunkt ihrer Erlebniserzählung verwenden sollen). Es handelt sich dabei allerdings weder um einen Ich-Erzähler, noch um einen Erzähler in der 3. Person, sondern um einen Du-Erzähler. Den habe ich sonst nur erlebt in einem missglückten Unterstufenaufsatz, und vor allem in dem Roman Complicity von Iain Banks (deutsch: Verschworen). Nochmal zum Veranschaulichen:

Yes, Roy, you have it all figured out, haven’t you. […] You have only to pack all the gold you can carry into knapsacks, strap them onto your back and then hurry to the river. At its edge you stop a moment […], wondering for a fleeting moment about Paul’s body. What became of him? And then you have another idea. You can cover your tracks, can’t you, Roy […]. You wade along the river’s edge, ankle-deep […] and then a sudden clutching fear grips you as your feet seem to give way and you begin to sink. Now you know what happened to Paul’s body. It fell into quicksand, Roy, and you’ve walked into the same quicksand.

Das Konzept des Fremden, der einem Passanten eine Geschichte erzählt, ist alt. Meistens stellt sich der Fremde selbst als Teil der Geschichte heraus – als Pointe unzähliger Horrorgeschichten, oder bei „The Ancient Mariner“ von Coleridge.

Für eine Serie ist so etwas weniger geeignetet, also hält sich der Whistler aus der Handlung heraus. Ähnlich war es vorher bei der Radioserie The Shadow (1930-1954) : Bis der Shadow dann Woche um Woche Teil der Handlung wurde, damit aber die die Erzählerrolle aufgab. Der Mysterious Traveler (1943-1952) saß im Zug und erzählte dort seine Geschichten.

Bei DC Comics gibt es einen Phantom Stranger, der zumindest in seiner eigenen Serie ebenfalls Erzähler ist, aber auch aktiv in das Geschehen eingreift. Weil DC Superheldencomics produziert, trägt der Phantom Stranger statt Trenchcoat ein Cape, und das Gesicht liegt nicht nur im Schatten des Hutes, sondern hat auch noch eine kleine Maske gekriegt. Außerdem sind seine Geschichten Geistergeschichten.

Drei Goldgräber, die sich gegenseitig umbringen, gibt es auch bei Emanuel Geibel. Allerdings sind in dieser Ballade alle drei ähnlich schuldig und habgierig, während in der Whistler-Episode von oben zumindest einer der drei schuldlos bleibt:

Die Goldgräber

Sie waren gezogen über das Meer,
Nach Glück und Gold stand ihr Begehr,
Drei wilde Gesellen, vom Wetter gebräunt,
Und kannten sich wohl und waren sich freund.

Sie hatten gegraben Tag und Nacht,
Am Flusse die Grube, im Berge den Schacht,
In Sonnengluten und Regengebraus,
Bei Durst und Hunger hielten sie aus.

Und endlich, endlich, nach Monden von Schweiß,
Da sahn aus der Tiefe sie winken den Preis,
Da glüht es sie an durch das Dunkel so hold,
Mit Blicken der Schlange, das feurige Gold.

Sie brachen es los aus dem finsteren Raum,
Und als sie’s fassten, sie hoben es kaum,
Und als sie’s wogen, sie jauchzten zugleich:
„Nun sind wir geborgen, nun sind wir reich!“

Sie lachten und kreischten mit jubelndem Schall,
Sie tanzten im Kreis um das blanke Metall,
Und hätte der Stolz nicht bezähmt ihr Gelüst,
Sie hätten’s mit brünstiger Lippe geküsst.

Sprach Tom, der Jäger: „Nun lasst uns ruhn!
Zeit ist’s, auf die Mühsal uns gütlich zu tun.
Geh, Sam, und hol uns Speisen und Wein,
Ein lustiges Fest muss gefeiert sein.“

Wie trunken schlenderte Sam dahin
Zum Flecken hinab mit verzaubertem Sinn;
Sein Haupt umnebelnd umschlichen ihn sacht
Gedanken wie er sie nimmer gedacht.

Die andern saßen am Bergeshang.
Sie prüften das Gold, und es blitzt‘ und es klang.
Sprach Will, der Rote: „Das Gold ist fein.
Nur schade, daß wir es teilen zu Drein!“

„Du meinst?“ – ‚Je nun, ich meine nur so.
Zwei würden des Schatzes besser froh -“
‚Doch wenn -“ „-Wenn was?“ „Nun nehmen wir an,
Sam wäre nicht da“ – „Ja, freilich dann -“

Sie schwiegen lang; die Sonne glomm
Und gleißt‘ um das Gold; da murmelte Tom:
„Siehst du die Schlucht dort unten?“ – „Warum?“
„Der Schatten ist tief, und die Felsen sind stumm.“

„Versteh ich dich recht?“-„Was fragst du noch viel!
Wir dachten es beide und führen’s ans Ziel.
Ein tüchtiger Stoß und ein Grab im Gestein.
So ist es getan und wir teilen allein.“

Sie schwiegen aufs neu. Es verglühte der Tag.
Wie Blut auf dem Golde das Spätrot lag;
Da kam er zurück, ihr junger Genoss,
Von bleicher Stirne der Schweiß ihm floss.

„Nur her mit dem Korb und dem bauchigen Krug!“
Und sie aßen und tranken mit tiefem Zug.
„Hei lustig Bruder! Dein Wein ist stark;
Er rollt wie Feuer durch Bein und Mark.

Komm, tu uns Bescheid“ – „Ich trank schon vorher;
Nun sind vom Schlafe die Augen mir schwer.
Ich streck ins Geklüft mich.“ – „Nun, gute Ruh!
Und nimm den Stoß, und den dazu!“

Sie trafen ihn mit den Messern gut;
Er schwankt‘ und glitt im rauchenden Blut.
Noch einmal hob er sein blass Gesicht:
„Herr Gott, im Himmel, du hältst Gericht!

Wohl um des Goldes erschlugt ihr mich.
Weh euch! Ihr seid verloren wie ich.
Auch ich, ich wollte den Schatz allein
Und mischt‘ euch tödliches Gift in den Wein.“

Fast die gleiche Geschichte erzählt Chaucer übrigens in „The Pardoner’s Tale“ in den Canterbury Tales, es wird sich also um europäisches Novellengut handeln.

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10 Thoughts to “The Whistler

  1. Hallo,

    hab auch gerade über den Whistler recherchiert.
    gute infos findest du hier:
    http://www.kabeleins.de/film_dvd/filmlexikon/
    Hast du inzwischen noch weitere Infos zum Whistler?
    Ich hab leider nur den Anfang einer Episode auf Musikcasette. Video hatten wir damals noch nicht….

    Zum Shadow kann ich dir etwas mehr sagen.
    DC hat sehr gute Shadow-Comics herausgebracht, die besten davon gibt es auch auf deutsch.
    Phantom Stranger (dt: Phantas) ist auch in Deutschland in einigen Batman-Comics zu sehen.
    Bei dem Buch „Comics-Anotomie eines Massenmediums“ liegt eine Schallfolie bei, auf der u. A. der Vorspann einer frühen (30er) Shadow-Radiosendung zu hören ist.

    LG
    Markus

  2. Weitere Infos zum Whistler habe ich keine. Das heißt, über die Radioserie jede Menge in diversen Lexika, und natürlich habe ich Radio-Episoden zuhauf. Ich habe auch schon mal die Noten des Themas herausgeschrieben.
    Ich habe auch Shadow-Radioepisoden, das Comic kenne ich dem Namen nach. Was mir immer noch fehlt, sind die Filme, deutsch oder englisch, VHS oder DVD. Irgendwann kommen sie sicher mal heraus, oder wenigstens wieder mal im deutschen Fernsehen. Leider lese ich nie das Fernsehprogramm, ich kriege also nie mit, wann etwas kommt.

  3. A propos Geibels „Goldgräber“: Das ist auch auf einer CD bzw. Cassette des Patmos-Verlags enthalten, gesprochen von Otto Sander, mit teilweise illustrierenden, teilweise als Zwischenspiel verwendeten, atmosphärisch passenden Klavierstücken (Piano: Christoph Israel).
    Der Titel: „Klagendes Leid, schaurige Lust: Balladen und Melodramen der deutschen Romantik“. Was dabei schön deutlich wird (finde ich), ist das Spiel der Romantiker mit dem Artifiziellen, der bewusste Einsatz beliebter Motive und Versatzstücke, um das Publikum an der Kante zwischen Ironie und Mitgefühl „lustvoll“ entlangschwanken zu lassen.
    Hier ist der Link beim Patmos-Verlag:
    http://www.patmos.de/title/23/349191200/singleBook.htm
    Dort wird auch eine Hörprobe angeboten (etwas über die Hälfte von Eichendorffs „Die Hochzeitsnacht“). Bei Amazon gibt’s Gebrauchtangebote ab zehn Euro.

  4. Hallo Herr Rau,
    ich bin ja geradezu glücklich, dass sich außer mir noch jemand an diese Reihe erinnert! Ich habe schon gedacht, ich hätte das geträumt, weil wirklich niemand den ich kenne, je etwas vom Whistler gehört hat. Ich habe sogar kläglich versucht, die Melodie zu pfeifen, aber Fehlanzeige… Heute habe ich zufällig mal daran gedacht,im Netz nachzuschauen und direkt der erste Eintrag brachte mich auf Ihre Seite. Vielen Dank!

  5. Hallo Lizzie, schön noch jemanden zu treffen, der sich an die Whistler-Filme erinnert. Im Fernsehen habe ich sie immer noch nicht erlebt. Aber hier gibt’s alte Radioepisoden zum Anhören:
    http://www.archive.org/search.php?query=whistler%20AND%20mediatype%3Aaudio%20AND%20collection%3Aradioprograms
    Die Noten der Melodie sind übrigens möglicherweise cfgc’gcegfg, ausgehend von C-Dur- so habe ich mir das jedenfalls vor Jahren mal notiert, aber mit einem dicken Fragezeichen dahinter.

  6. Hallo
    Mit Begeisterung habe ich die Zeilen gelesen und freute mich ebenso wie meine Vorgänger darüber, Gleichinteressierte zu finden. Ist es Dir vielleicht möglich mir die Melodie per mail als mp3 zu sehen ?
    Ebenso würde ich mich über eine Ausstrahlung oder eine Veröffentlichung der Filme auf DVD freuen. Alle meine Bekannten haben mich schon belächelt, da niemand scheinbar in den 80ern die Filme sah………

    LG aus Hannover – Lars

  7. Habe ich gemacht, außerdem den Link in meinem letzten Kommentar zu den Radioshows aktualisiert. Wär aber schön, wenn die Filme mal wieder kämen.
    Bin beim Googlen auf „THE WHISTLER COMPLETE DVD MOVIE SET“ gestoßen. Nicht sehr aufwändig produziert, über die Qualität kann ich nichts sagen.

  8. Vielen Dank für diese tollen Informationen. Es gibt ja tatsächlich über 400 Originalhörspiele auf mp3-DVD zu erstehen. Ich selbst hab neulich aus einer alten Audio-Fernsehaufnahme eine mp3 gebastelt, die sich prima als Hörspiel eignet. Den Whistler-Klingelton hab ich mir übrigens auch irgendwann vorletztes Jahr zusammengeschnitten. Weiterhin viel Freude am Whistler. Na ja, den werden Sie haben. Ich weiß es, denn ich bin der…

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