Wie man sich auf Referate vorbereitet

Das heißt ohne Stichwortzettel, weil man sowieso alles weiß. Das Wissen muss man sich zwar erst aneignen, aber in der Beziehung hatte ich Glück mit meinem Hirn. Das geht schnell. Und ich kann um das Wissen sowieso nicht herum. Ich bin ein schlechter Sachverhalte-Auswendiglerner. Ich bringe nichts über die Lippen, was ich selbst nicht verstehe. Sonst würde ich ja womöglich etwas Falsches erzählen.
Letztes Jahr bin ich für einen Deutschvortrag zwei Tage im Internet versumpft, um alle Zusammenhänge zu kennen. (Ich muss die niemandem erklären oder vortragen, ich muss sie nur selbst wissen, sonst weiß ich ja nicht mehr als die anderen, und dann ist es wieder sehr „referatisch“.)

(Quelle: Focus-Schülerblog, Oberstufenschülerin)

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4 Thoughts to “Wie man sich auf Referate vorbereitet

  1. genau meine Arbeitsweise. Leider kann diese aber nicht immer sinnvoll eingesetzt werden. Eine Gitarrenschülerin kam letzte Woche mit einem Blatt „Geschichte der Rockmusik“ in Stichpunkten und trockenen Daten in Jahreszahlen zum Unterricht: „muss ich morgen alles auswendig können“.. Da wid sogar eines der aufregendsten Themen auf Stichpunkt-Zahlen-Fakten runter-reduziert, um stur auswendig gepaukt zu werden. Schade!

  2. Ohne Stichwortzettel? niemandem erklären können?
    Ist mir der Zusammehang unklar oder vertritt diese Schülerin extrem andre Ansichten als ich?
    Ich mache geren Referate. Ich nehme jedes dass ich bekommen kann. Reden liegt mir – vor der Klasse sowieso. Ausbrechen aus üblichen Formen macht spaß, unterhält die Schüler, gefällt aber leider vielen lehrern nicht. Dass ist mir dann aber egal. Sitze ich doch als Schüler oft genug im Unterricht und langweile mich bei Referaten.
    Aber Stichpunkte als Gedächtnisshilfe, falls ich mal rauskomme hab ich immer dabei…

    Dieses gut durchdachte Kommentar
    hinterließ Ihnen
    Thomas von schul-kritik ;D

  3. Gegen Stichwortzettel habe ich gar nichts, und das Ausbrechen aus üblichen Formen finde ich gut. (Hier, hier und hier.)

    Aber darum geht es in dem Text nur am Rande. Wichtig ist: das Sowieso-alles-wissen, die Durchdringung des Stoffs, das Ihn-sich-zu-eigen machen, das: „Ich bringe nichts über die Lippen, was ich selbst nicht verstehe.“ Das ist immer noch wichtiger als die Form.

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