Heftromane: Von deren Aufbewahrung

Osterferien.

Vor einiger Zeit gebraucht erstanden: Eine Wandleiter zur Präsentation von Heftromanen aus dem Pabel-Verlag.

Meine paar Dutzend alter Heftromane sind so schön standesgemäß aufbewahrt und präsentiert. Einen endgültigen Platz habe ich allerdings noch nicht gefunden. Und vor allem hätte ich noch liebend gerne so ein drehbares Teil für meine Taschenbuchreihen, wie man es aus dem Bahnhofsbuchhandel kennt.

Es hilft beim Googeln danach, wenn man die Fachbegriffe kennt: Die Heftromane oben werden in einer Wandleiter aufbewahrt. Und die Taschenbuchständer heißen genau so, notfalls auch: Bodenverkaufsständer. Links: 230 Euro, 320 Euro, Katalog 1, Katalog 2.
Am liebsten wäre mir allerdings eine gebrauchte Drehsäule aus dem Bahnhofsbuchhandel. Falls jemand mal auf eine aussortierte stößt…

Und wozu bräuchte ich so etwas überhaupt? Ah. Ein klitzekleiner Überblick über die wichtigsten deutschen Science-Fiction-Heftroman- und Taschenbuchserien:

  • Utopia Zukunftsroman (1953-1968), parallel dazu: Utopia Großband (1953-1963)
  • Aus letzterem entwickelte sich als Sonderform Utopia Krimi/Utopia Kriminal (1956-1958)
  • Daneben gab es Utopia Magazin/Utopia Sonderband (1955-1959)
  • Vor allem gab es die Serie Terra (1957-1968, 555 Hefte), Nachdrucke davon als Terra Extra (1962-1968, 182 Hefte). Beide Serien wurden kombiniert und neu gestartet als Terra Nova (1968-1971, 190), danach wurde diese Serie noch einmal neu gestartet als Terra Astra (1971-1986, 643 Hefte).
  • Parallel dazu gab es Terra Sonderband (1958-1965), und diese Serie erschien – mit fortgesetzter Nummerierung – ab der Nummer 100 in Taschenbuchform unter dem Titel Terra Taschenbuch (1965-1986, 371 Taschenbücher).

Gleichzeitig gab es noch viele weitere Serien, nicht zuletzt Terra Fantasy, wo ich Borges und Dunsany und viele andere entdeckt habe. Komplett zu verstauen hätte ich auch noch Doc Savage, Sun Koh und Utopia Classics.

In diesem privaten Wiki kann man ein bisschen in den jüngeren Serien herumstöbern. Meine eigene Quelle ist vor allem der exzellente 2. Band des Lexikon der Science Fiction Literatur von Alpers/Fuchs/Hahn/Jeschke (Heyne 1980). Da steht jedes bis 1979 in Deutschland erschienene Science-Fiction-Werk drin, ob Heftroman, Taschenbuch, Leihbuch, mit bibliographischen Angaben. Eine Schatzkiste. Inzwischen gibt’s viele der Informationen sicher auch im Web, Wiki macht’s möglich. Weitere Informationen auch in Volksbücher und Heftromane. Band 1: Der Boom nach 1945 von Heinz J. Galle.

Utopia erschien bei Pabel, Terra bei Moewig. 1970 wurden Moewig und Pabel und andere Verlage von einem dritten gekauft und liefen danach unter einem gemeinsamen Namen.
Die Heftromanzeit habe ich nicht mehr wirklich mitgekriegt, Terra Astra hat mich nicht interessiert, Perry Rhodan nur in jungen Jahren, aber die Taschenbuchphase war meine Jugendzeit.

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One thought to “Heftromane: Von deren Aufbewahrung”

  1. Nette Idee, wenn man den Platz hat. Sowas könnte ich ja fast meiner „Schwiegermutter“ für ihre Butler Parker Sammlung schenken. Dafür bräuchte man allerdings ein paar mehr Ständer. Das Nachschlagewerk hatte ich für meine letzte HA auch mal in der Hand, so wie einiges andere von Heyne zum Thema SF.

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