Who writes like who? Verzeihung, whom. Oder doch who?

Nettes Spielchen: I Write Like, eine Seite, bei der man einen zusammenhängenden englischen Text eingibt, theoretisch selbst verfasst, und die Maschine sagt einem dann, welchem – Englisch schreibenden – Autor man ähnelt. (via Anke Groener)

Ich habe natürlich ausprobiert, was geschieht, wenn man gleich Texte englischer Autoren eingibt. Heraus kam:

  • Ray Bradbury schreibt wie Stephen King.
  • Rudyard Kipling schreibt wie Vladimir Nabokov.
  • Robert Leslie Bellem schreibt wie Nabokov.
    Oder wie H.G. Wells, wenn man den Textausschnitt erweitert.*
  • William Faulkner schreibt wie Margaret Mitchell.
  • Ernest Hemingway schreibt wie Raymond Chandler.
  • Henry James schreibt wie H.P. Lovecraft.
  • H.P. Lovecraft schreibt wie H.P. Lovecraft.

* Bellem muss man nicht kennen. Ein Spitzname für ihn ist Shakespeare of the Spicies. Pulpautor vom Feinsten.

Dass Hemingway und Chandler sich ähnlich sind, da ist etwas dran. Henry James und Lovecraft dagegen… das müsste man untersuchen.
Mögliches Spiel, auch für die Schule: man gibt einen Text eines selbst gewählten Autors ein und schaut, wem dieser Autor ähnelt. Dann muss man ein Textstück des neuen Autors suchen und eingeben und wiederum schauen, wem dieser ähnelt. Und so weiter, bis man irgendwann zu einem Autor kommt, der sich selber ähnelt, wie Lovecraft in meinem Versuch oben.

8 Antworten auf „Who writes like who? Verzeihung, whom. Oder doch who?“

  1. “I write like Edgar Allan Poe”
    Ach?
    Dann: “I write like James Joyce”.
    Ach?

    Nettes Tool, danke für den Link :-)

  2. Beim Rumprobieren habe ich herausgefunden, dass all meine Literaturhausarbeiten wie H.P. Lovecraft klingen, nur meine Filmanalyse von “Eternal Sunshine of the Spotless Mind” klingt wie George Orwell.
    Sehr geiles Spielzeug.

  3. Ich hatte erst Mühe, einen englischen Text zu finden, den ich in den letzten zehn Jahren verfasst habe. Aber klar, Briefe! Laut dem letzten Brief also: Cory Doctorow.

  4. Fast so schön wiee Asterix lesen! Man bekommt Allmachtsphantasien.
    Ein Text von mir in der Simple English Wikipedia (Saale) von 2006: David Foster Wallace. Einer von 2010 in der englischen Wikipedia (Georg Philipp Schmidt von Lübeck): James Joyce. Kontrollversuch mit ‘Bartolomeo di Breganze’. Wieder James Joyce.

  5. Macht richtig Spaß. Offensichtlich schreibe ich die meiste Zeit wie H. P. Lovecraft (in Hausarbeiten und Rezensionen). Hatte aber auch schon Chuck Palahniuk (na gut, da war der Text auch ganz bewusst in einem anderen Stil *g*).

    Jetzt müsste ich von denen nur mal was gelesen haben…

    Geht übrigens auch mit deutschen Texten: Einen deutschen Essay hat die Maschine auch als Lovecraft erkannt.

    Könnte mir gut vorstellen, dass man mit dem Kram im Unterricht viel Freude haben kann. :)

  6. Lovecraft scheint ja wirklich häufig zu sein. Wie funktionierr das Teil wohl? Sicher nicht besonders ausagekräftig. Satzlänge, Kommas, vielleicht auch bestimmte Schlüsselwörter.
    Aber Lovecraft könnte dir gefallen, passt zu Doyle, Stevenson, O’Brian, zumindest die guten Sachen.

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