Physiognomik

Letzte Woche habe ich mit der 10. Klasse in Deutsch einen Text von Johann Kaspar Lavater gelesen, zum Geniebegriff im 18. Jahrhundert:

Was ist Genie? Wer’s nicht ist, kann nicht; und wer’s ist, wird nicht antworten. – Vielleicht kann’s und darf’s einigermaßen, wer dann und wann gleichsam in der Mitte schwebt, und dem’s wenigstens bisweilen gegeben ist, in die Höhe über sich, und in die Tiefe unter sich – hinzublicken. […] Wer bemerkt, wahrnimmt, schaut, empfindet, denkt, spricht, handelt, dichtet, singt, schafft, vergleicht, sondert, vereinigt, folgert, ahndet, gibt, nimmt – als wenn’s ihm ein Genius, ein unsichtbares Wesen höherer Art diktiert oder angegeben hätte, der hat Genie; als wenn er selbst ein Wesen höherer Art wäre – ist Genie.

So ein Gesülze kann man ja nicht unkommentiert lassen, also habe ich heute gleich mal einen Auszug aus Lavaters hundert physiognomischen Regeln ausgeteilt:

Sehr abwärts sinkende Nasen sind nie wahrhaft gut, wahrhaft froh, oder edel, oder groß. Immer sinnen sie Erdwärts, sind verschlossen, kalt, unherzlich, unmittheilsam, oft boshaft-witzig, übellaunig, oder tief hypochondrisch, oder melancholisch; obenher gebogen, furchtbar, wollüstig.

Und:

Jeder Mund, der völlig einmal so breit ist, als das Auge, ist der Mund eines Dummkopfs – das heißt, von der Spitze gegen die Nase, bis an’s innere End’ des Augapfels; beyde Breiten nach demselben flachen Maaße gemessen.

Und dann sollten die Schüler ihre Nasen vergleichen und die Breite von Auge und Mund ausmessen und herausfinden, ob ihr Gegenüber ein Dummkopf ist. Das war lustig.

– Danach noch einen kurzen Auszug aus Lichtenbergs “Fragment von Schwänzen. Ein Beitrag zu den Physiognomischen Fragmenten” gemacht. (Siehe Blogeintrag.) Die Schüler waren angemessen belustigt, als sie den Witz verstanden hatten.

Facharbeit 1987: “The impact of Edgar Allan Poe on the work of Howard Phillips Lovecraft”

Neulich herausgekramt: Meine Facharbeit, Leistungskurs Englisch. Getippt auf einem IBM-Computer, grün auf schwarz, ausgedruckt auf einem Typenraddrucker.

Das Original der Facharbeit habe ich natürlich nicht, und auch keine unmittelbare Kopie. Aber eine kleine Weile nach der Facharbeit habe ich für einen Brieffreund die Datei noch einmal ausgedruckt; inzwischen war das “k” am Typenrad schon etwas beschädigt, und einen Ausdruck dieser Version habe ich, nebst der Punkteverteilung durch den Lehrer damals.

Es gab 14 Punkte. Das war okay. Von einem Schüler heute würde ich deutlich mehr verlangen, aber auch dafür sorgen, dass der das auch leisten kann. Ich habe mir damals das Thema alleine gewählt, die Sekundärliteratur alleine herausgesucht (hatte ich eh alle zu Hause) und kann mich an keinerlei Betreuung oder große Ansprüche seitens der Lehrkraft erinnern. Die 14 Punkte gab es dann auch vor allem, denke ich, für das sehr gute Englisch, weniger für den Inhalt.

Der genügt meinen heutigen Ansprüchen an Schülern nicht. Schlampige Bibliographie, Anmerkungen in Klammern im Text statt ordentlicher Fußnoten und eine Neigung zu beiläufig getroffenen, pauschalen Aussagen ohne jeglichen Beleg.

Also: Nicht alles an der Schule wird schlechter. Die Vorbereitung darauf, wie man eine wissenschaftliche Arbeit schreibt, ist im G8 deutlich besser, und war es auch im G9. Ob das Englisch der Schüler besser ist, kann ich nicht beurteilen.

Hier die erste Seite:

facharbeit03

Pretentious, moi? Was für feinziselierte purple prose, oder anders gesagt, welche Liebe zum gewählten Ausdruck:

  • “Both wrote […] tales of mystical realms, both wrought delicate poems”
  • “which leaves its hero bereft of his love”
  • “versed in the way of cosmic monstrosities and all too much aware of the danger”
  • “once they start meddling with the strange affairs delt [sic] with in Lovecraft’s prose”
  • “Who could forget the eerie atmosphere of the House of Usher or the Red Death crashing Prospero’s party?”
    (Dammit, warum habe ich die Alliteration nicht noch mit “Prince Prospero’s party” auf die Spitze getrieben? Die Vokabel “to crash a party” hatte ich übrigens aus dem Lied “You May Be Right” von Billy Joel.)
  • “for who is able to see at first glance that ‘The Golden Bough’ by Frazer is a real book, whereas the ‘Book of Eibon’ is purely fictive?”

Fehlerfrei ist die Arbeit natürlich nicht. Um nur zwei Stellen zu nennen, die mir eben aufgefallen sind:

  • “Whom, among others, he took himself as an example”
  • “Lovecraft profitated from this idea”

Eventuell kommt nächstes Schuljahr ein W‑Seminar zu Horror- und Gruselliteratur zustande, Leitfach Deutsch, aber Lovecraft wird sicher auch dabei sein. So wie Novellen der Romantik, Computer- und Rollenspiele auch.

Vom G8 und G9

In der SZ (hier auf SZ online) schreibt der Q12-Schüler Markus Freitag zum G8: lesenswert. In vielen Punkten gebe ich ihm recht.

Noten werden so montiert, dass sie nicht so desolat erscheinen, wie es zum G 8 passen würde.

Den Gedanken kann man durchaus bekommen. Erklärung des Zitats dort.

Weil im G8 mehr zu Hause gearbeitet werden muss als im G9

Das stimmt nun allerdings nicht. Im Gegenteil, da die Schüler im G8 mehr Nachmittagsunterricht haben, bleibt weniger Zeit für die Arbeit zu Hause. Das ist sogar schädlich, weil die Schüler dann noch weniger dazu gezwungen sind, selbstständig zu arbeiten. Ich habe zu Hause einen “Wochenablauf eines K12-Schülers”, im G9 geschrieben: Die mussten auch arbeiten.
Wenn ich frage, wie viel Zeit meine Schüler zu Hause mit Vorbereitung vebringen, kommt immer heraus: wenig. Es häufen sich deshalb auch die Strategien, dass man am Tag vor der Prüfung versucht, den ganzen Stoff einzupauken. Und dass dann Stress herauskommt, das ist klar.

Leistungskurse vermisst Markus Freitag; ich auch. Dass die Lehrpläne kaum Zeit lassen, auf Fragen der Schüler einzugehen, das stimmt auch einigermaßen. Im Fach Deutsch geht es dabei wenig um neuen Stoff – Stoff gibt es eh nicht viel – sondern die fehlende Übungszeit macht sich bemerkbar, und die fehlende 11. Jahrgangstufe, in der sich Schüler sammeln konnten. Im Fach Informatik allerdings passt der Lehrplan tatsächlich gut.

Gar nicht geht Freitag darauf ein, dass jetzt ein wesentlich höherer Prozentsatz an Schülern aufs Gymnasium geht als früher. Das ist für mich ein zentraler Punkt. Es gibt Schüler, die kommen mit der Dichte des G8 wunderbar zurecht. Aber das sind keineswegs alle. Also muss man entweder das G8 beschränken auf die Schüler, die für dieses dichte Lernen unter den aktuellen Lehrplänen geeignet sind. Oder man muss das Gymnasium umgestalten, so dass auch die davon profitieren, die mit der alten Art des Arbeitens am Gymnasium weniger klar kommen. Beides kann man gut oder schlecht machen. Was aber nicht funktioniert, ist: mehr Schüler aufnehmen und nichts an Stoffmenge und Anspruch des Abiturs ändern wollen.*

Die Unis haben das ja schon längst gemerkt und setzen immer mehr auf interne Einstellungsverfahren. Die Regierung hat das natürlich auch gemerkt und verbietet den Unis jetzt dieses Verfahren, sofern kein Bestandsschutz mehr vorliegt: schließlich befähige ein Abitur zu allen Studiengängen.


*Waren zu G9-Zeiten nur Schüler mit gymnasialer Eignung auf dem Gymnasium? Sicher nicht. Manche haben sich durchgemogelt. Andere hatten von zu Hause so viel Unterstützung, dass das geklappt hat. Andere haben es nicht aufs Gymnasium geschafft, trotz Eignung, oder wegen fehlender Unterstützung. Das war beides schlecht, das muss man ändern. Im G8 sehe ich aber keinen Ansatz dazu.

Fanzines

In einem großen Karton unter meinem Bett leben noch so etwa hundert Fanzines, die in meinen mittleren Teenagerjahren eine große Rolle spielten. Ich habe viele gelesen, ein paar herausgegeben, und an etlichen mitgearbeitet, zumindest an diesen hier:

fanzines

Fanzines: So heißen von Fans herausgegebene Magazine. Ich habe noch die letzten davon im Umdruckverfahren mitgekriegt, aber üblicherweise waren sie zu meiner Zeit schon kopiert. Die ganz feinen wurden im Offsetverfahren gedruckt, mit Auflagen bis zu sensationellen 100 Stück.

Unser erstes Fanzine hieß Parsec und begann mit einer bescheidenen Auflage von um die 20 Stück, wenn ich mich richtig erinnere. Kurzgeschichten, Zeichnungen, Berichte, Kritiken. Und eine Witzeseite. Parsec 4, als wir mit einstiegen, erschien um den Juni 1981 herum. Da war ich noch in der 7. Klasse, Ende 13 Jahre alt. Ich zeichnete und schrieb ein Comic innen, machte ab und zu ein Titelbild, eine Risszeichnung, und vor allem das Backcover, “Ausblicke”. Unten sieht man einen Teil meiner Arbeiten für Parsec, die weniger peinlichen. (An einige davon kann ich mich nicht erinnern, und meinen Stil erkenne ich auch nur in einigen Elementen davon wieder. Irgendeien Form von Teamwork? Die Comic-Serie erspare ich uns.)

Nach Parsec kamen Time, Einhorn, From Sunrise to Sunset, Voice of Fantasy, Orakel, diverse Oneshots. Heimlich kopiert auf dem Schulkopierer oder, nach detailliertesten Erklärungen, von Eltern auf Bürogeräten, die Vorlagen so zusammengeklebt, dass auch für die Erwachsenen die Kopierreihenfolge klar war – es ist nicht verwunderlich, dass es mir noch nie Schwierigkeiten bereitet hat, Schulaufgaben korrekt angeordnet beidseitig A3 zu kopieren. Ist ein Klacks gegenüber 20 Seiten Magazin.

Wenn man aktuellen Entwicklungstheorien glauben mag, darf man Teenagern in diesen Jahren gar nichts zutrauen. Pubertät, Auflehnen gegen Erwachsene, Umverdrahtung des Gehirns – das mag ja schon alles sein, aber wir waren damals alle zu beschäftigt dafür. Postalische Korrespondenz mit Gleichgesinnten, das Lesen und Herausgeben und Versenden von Magazinen, Besuche von Cons, und die Beschäftigung mit aktueller Science-Fiction-Literatur. Oder zumindest mit Perry Rhodan.

LyX – LaTeX für Anfänger

In Physik, Mathematik oder Informatik trifft man immer wieder mal auf besonders schön gesetzte Hausarbeiten, Zulassungsarbeiten oder auch Fachartikel. In diesen Bereichen spielt Typographie eine besondere Rolle, da die verwendeten mathematischen Formeln besondere Ansprüche an den Satz stellen.
Meist sind diese Dokumente in der Sprache LaTeX geschrieben. LaTeX basiert auf der eigentlichen Typographie-Sprache TeX. Und mit TeX beziehungsweise LaTeX kann man so ziemlich alles gestalten. Artikel, Bücher, Präsentationen, mathematische Formeln, Inhaltsverzeichnisse, Feynman-Diagramme, Stellungen einer Schachpartie – für so ziemlich alles gibt es vorbereitete Pakete.

Ich war immer neidisch auf diese schönen Seiten. Da LaTeX aber eine Menge Einarbeitungszeit erfordert, habe ich nie die Zeit und Energie investiert, mich damit zu beschäftigen. Aber immerhin habe ich in den letzten Tagen ein bisschen mit LyX gearbeitet.

lyx

Im Vergleich zu LaTeX-Entwicklungsumgebungen sieht LyX eher aus wie ein herkömmliches Textverarbeitungsprogramm. Seine WYSIWYG-Darstellungsweise (What You See Is What You Get) ist aber vergleichsweise rudimentär; man sieht nur ungefähr, wie das fertig gestaltete Dokument dann aussehen wird. Das ist ein Feature von LyX und nennt sich WYSIWYM (What You See Is What You Mean): Man kommt gar nicht auf die Idee, das so zu formatieren, wie es am Schluss aussehen soll, sondern durch logische Markierung als Überschrift oder Haupttext oder Liste. Um das genaue Aussehen kümmert sich LyX dann selber.

Die gute Nachricht: LyX macht es leicht, Dokumente zu erstellen und als pdf zu exportieren, und die Dokumente sehen danach genau so gut aus, wie man das von LaTeX gewöhnt ist. Im Prinzip funktioniert das wie beim Arbeiten mit MS Word oder Libre/Open Office: Man tippt seinen Text und weist bestimmten Absätzen Formatvorlagen zu. Und das war’s, nur dass das Ergebnis deutlich besser aussieht. (Außerdem lassen sich leicht mathematische Formeln setzen, aber damit habe ich weniger zu tun. Für Libre Office gibt es übrigens das Plugin texmaths, um Formeln in LaTeX-Syntax zu schreiben.)

Die schlechte Nachricht: Das Arbeiten bleibt so lange einfach, wie man mit den vorgegebenen Formatvorlagen zufrieden ist. Will man neue erstellen, muss man LaTeX können; will man vorhandene erweitern, erst recht. Einen Artikel mit Titel, Zwischenüberschriften, Inhaltsverzeichnis, Bibliographie zu schreiben, das geht leicht. Aber schon Zeilennummern erfordern Aufwand, und es hat lange gedauert, bis ich eine Vorlage gefunden habe, die Zeilennummern für Gedichte so ermöglicht, wie ich sie mir vorstelle.

Wer’s anschauen möchte: Hier ist eine kleine Einführung in Processing, mit LyX geschrieben. (Blogeintrag zu Processing.)

Ich hoffe, dass wir LyX bei uns im Computerraum installieren können. Schüler könnten damit schöne Handouts für Referate erstellen: Man kann in LyX gar nicht zweimal oder noch öfter hintereinander die Leertaste drücken (um eine Überschrift zu zentrieren), und man kann gar keine Leerzeilen schreiben, um Abstände zwischen Absätzen zu erzeugen. Das läuft alles nur über Formatvorlagen. Davon gibt es nur wenige, und demnach sehen alle Blätter gleich aus – aber halt erst einmal gut.

Richtig nützlich ist LaTeX neben der Bearbeitung von Formeln vor allem bei großen Dokumenten. Die schreibt man als Lehrer aber selten; meistens ist es sogar von zentraler Bedeutung, dass der Text auf genau eine Seite passt, weil ja doch ausgedruckt und kopiert wird. Auch dafür eignet sich LyX nur begrenzt. Außerhalb der Schule ist das nicht so wichtig.

Germanische Stabreimdichtung in der 8. Klasse, mit Tolkien

Ich mag ja bekanntliche germanische Mythologie und Literatur ein bisschen (Blogeintrag). Und seit ich – via Stephen Fry – anlässlich einer Lehrerkonferenz festgestellt habe, wie leicht einem germanische Stabreim-Langzeilen von der Hand gehen (Blogeintrag), wollte ich das auch mal mit Schülern probieren. Und das habe ich jetzt in der 8. Klasse gemacht.

Ausgangspunkt war Fangorns Lied aus dem Herrn der Ringe – Buch 3, Kapitel 4. Das ist ein Lied, das alle Ents kennen und in dem alle Lebewesen aufgezählt werden, allen voran die vier freien Völker, Menschen, Elben, Zwerge und Ents:

Learn now the Lore of Living Creatures!
First name the four, the free peoples:
Eldest of all, the elf-children;
Dwarf the delver, dark are his houses;
Ent the earthborn, old as mountains;
Man the mortal, master of horses

Baumbart ist von den Hobbits überrascht, da diese den Ents unbekannt sind und in der ganzen langen Litanei nicht auftauchen. Hm, hm, hm.

Fangorns Lied entspricht, wie andere Lyrik aus dem Herrn der Ringe auch, den Regeln der germanischen Stabreimdichtung: Zwei Halbverse mit jeweils zwei besonders betonten Silben, nennen wir sie A, B, C, D. Die Anzahl der Senkungen ist frei, es ist also kein regelmäßiges alternierendes Metrum erforderlich. C muss mit A oder B, oder A und B, alliterieren, der vierte Stab – also D – alliteriert nicht. (Dabei alliterieren alle Vokale untereinander, wodurch auch Vers 5 völlig regelkonform wird.) Laut Stephen Fry nennt der Beowulf-Übersetzer Michael Alexander diese Regel Bang, Bang, Bang – Crash!

In England hat sich die germanische Stabreimdichtung etwas länger gehalten als in der deutschsprachigen Dichtung. Beowulf beginnt (Hugo Gering, bearbeitet von Benjamin Slade):

Hört! Denkwürd’ger Taten von Dänenhelden
Ward uns viel fürwahr aus der Vorzeit berichtet,
Wie Könige kühn ihre Kraft erprobten.

Der althochdeutsche zweite Merseburger Zauberspruche geht auch noch nach diesem Bauprinzip vor:

Phôl ende Wuodan fuorun zi holza.
dû wart demo balderes folon sîn fuoz birenkit.
thû biguol en Sinthgunt, Sunna era swister

Zurück zu Tolkien. Es gibt die ältere Übersetzung von Margaret Carroux, wobei die Gedichte (alle? manche?) von Ebba-Margareta von Freymann übersetzt wurden:

Lerne die Namen der lebenden Wesen!
Erst nenne die vier, die freien Völker:
Die ältesten aller, die Elbenkinder

Dann gibt es eine neuere Übersetzung von Wolfgang Krege:

Lerne die Namen der lebenden Wesen!
Die vier Völker, die freien, zuerst:
Ältest von allen, die Elbenkinder;

Die Schüler bekamen auf einem Arbeitsblatt den englischen Text und die zwei deutschen Übersetzungen, jeweils die ersten zwölf Verse. Das englische Original habe ich selber episch vorgetragen, die anderen Fassungen mussten Schüler lesen, möglichst auch so episch. Ein bisschen Vergleich der Texte, herausarbeiten der Regeln, und dann die Aufgabe: Selber parallele Verse schreiben, für Lachs, Tiger, Katze oder Fisch zum Beispiel, oder eben auch die noch fehlenden Hobbits. Pro Vers zwei Tiere, oder auch nur eines, wie in der Vorlage. Acht Verse pro Schüler.

(Ich würde ja gerne das Arbeitsblatt hier einbinden, aber die Texte sind natürlich alle nicht urheberrechtsfrei.)

In der Stunde darauf haben wir dann die Schülerverse gesammelt. Ich hätte sie selber abtippen können, aber das mache ich schon lange nicht mehr. Ich hätte sie mir per Mail schicken lassen oder im Computerraum abtippen und als separate Dokumente speichern können – in beiden Fällen hätte ich die einzelnen Zeilen dann händisch zusammenbauen müssen. Ein Wiki geht auch nicht, weil die Schüler ja gleichzeitig an ein- und demselben Dokument arbeiten sollen, und das geht bei Wikis nur sehr begrenzt.

Also Etherpad. Etherpad ist eine Software, die auf einer Webseite läuft, so dass alle Besucher dieser Adresse dort ohne jegliche Anmeldung an einem gemeinsamen Dokument arbeiten können. (Die genaue Adresse des aktuellen Dokuments ist deshalb auch meist kryptisch, so dass sie sich nicht erraten lässt. Sonst könnte ja jeder mitschreiben. So muss einem der Ersteller des Dokuments – wofür man in der Regel auch keine Anmeldung braucht – nur die semi-geheime Andresse verraten.) Bei Google Drive geht das ja auch, nur brauchen die Teilnehmer dazu Google-Konten.
Das erste offene Etherpad, das ich ausprobiert habe, hielt dem Schüleransturm nicht ganz stand, bin ich also auf das Pad der Piratenpartei ausgewichen, in der Hoffnung, dass die Schüler dass eh nicht so mitkriegen und als Wahlwerbung verstehen. Das klappte auch. So schnell hatte ich nicht geschaut, da hatten die Schüler auch schon die Chatfunktion entdeckt und die Möglichkeit, die Farbe zu ändern. Trotzdem, ich hatte am Schluss die Texte in einer Datei. Hier eine Auswahl:

Hobbit der Halbe, haarig und frech
Schmetterling schlägt schnell mit den Flügeln
Rehe die Rennenden, rauf und weit
Der lauschende Tiger lautlos schleicht
Nachtigall singend, sitzt in Bäumen
Würmer, die graben, wild in der Erde
Der beobachtende Löwe bewacht sein Reich
Die Biene schwirrt summend zu Blumen

Hobbits die kleinen, Herrscher des Schleichens.
Fische im Wasser, Führer der Tiere.
Haie die Jäger, Hunger der Meere.
Lachse im Wasser, lachende Delphine.
Katze und Kater, kuscheln die Menschen.
Falke im Himmel, Führer der Heere.
Waschbär ist sauber, Wäscher der Tiere.
Flughörnchen fliegen, Freunde der Ents.
Rauschende Wale, Riesen der Meere.

Hobbits die kleinen Herren der Diebe
Delfine die Retter drollig am Lachen
Tiger gestreift tolles Muster
Katzen so weich, Krallen so spitz
Fische die schwimmen schnell unterwegs
Vögel in der Luft flink und schnell
Jaguar so schön, doch Jäger und gefährlich
Wiesel leben in Gruben, grau durch den Schmutz

Katzen sehr klein, kratzen am Baum
Feuerfisch ist rot, feuert sein Gift
Vögel so frei, fliegen im Wind
Krebse haben Scheren, krabbeln am Strand
Affen sind sportlich, albern den ganzen Tag herum
Frösche sehr glitschig, fangen Insekten
Bären sind stark, manchmal braun oder schwarz
Schmetterlinge so bunt, schwingen sich in die Lüfte

Waschbär der kleine, wäscht seine Beute
Gepard der Jäger, geht sehr schnell
Fuchs ist listig, Fisch lebt im Wasser
Katze ist flauschig, kuschelt mit dir
Delfin ist schlau, da wo er haust
Löwe ist König, lange schon
Wölfe heulen, wie gruselig
Seehund im Wasser, schön anzusehen

Halblinge, die hungrigen, haarig und frech.
Blaumeisen, die Bunten, immer blau und lustig.
Quallen, die schleimigen, quirlig und bunt.
Schlangen, die kalten, schlängelnd und stark.
Marienkäfer klein, im Mai kommen sie.
Mäuse so süß, mutig und schnell.
Katzen sind flink, sie kriechen herum.
Hamster schnell, haarig und verfressen

Hobbit der kleinste, Katze grazilst
Baumriesen die größten, gut und ältest
Würmer die ekligen, wühlen in Erde
Hühner die picken, hurtig und schnell
Kühe die milchigen, muhtig und doch still
Wale so groß, wandern durchs Meer
Vögel so klein, fliegen durch die Lüfte
Fische so schuppig, schwimmen durchs Meer

Wal so groß, Gepard so schnell
Katzen so süß, Schafe so wollig
Elefanten so groß, Gänse am schnattern
Giraffenhals so lang, Leguan ganz grün
Fledermäuse die Flieger, Fische die Schwimmer
Delfine die schlauen, Schlangen so wendig
Wandelbares Chamäleon, Kamel in der Wüste
Dromedar mit Höcker, Hasen die kleinen
Langsame Schnecken, Igel so stachlig
Elektrische Aale, Affen die klettern
Hobbits so klein wie Kaninchen so klug

Lachse, die leckeren, am liebsten beim Essen.
Tiger, die treuesten, die Teamchefs in Rudeln.
Katzen, die klügsten, Krallen wie Schwertklingen.
Fische, so frisch, die Feuerlagerbeute.
Delphine, die schnellsten, deutlicher als Bären.
Und Hobbits, die Huckepack gestapelt.
Die Hobbits haben Hände, wie aus Handwerkskunst.
Die Hobbits können kauen, wie eine Hauskatze.

Lachse, die leckeren, laufen bergauf
Bären, die braunen, brüllen im Wald
Tiger, die tollen, tanzen im Dschungel
Fische, die fliegen, fangen ihr Essen
Katzen, die kratzen, kullern herum
Affen angeln nicht nach Äpfeln
Die Ernte der Bauern essen die Esel
Hoppelnd hüpfen die Hasen herum

Zebras die zahmen, Zootiere auf ewig
Hobbits so haarig, Halblinge wie Zwerge
Fische so schleimig, fluchig und schnell
Die Menschen so unwissend, machtvoll doch sehr
Die Elephanten so groß, elastisch so gar nicht
Mäuse sehr flink, mustern ganz schnell
Schlangen gefährlich, schlängen umher
Haie so gefährlich, wie heißes Lava

Lachse, die leckeren, laufen bergauf
Bären, die braunen, brüllen im Wald
Katzen so kleine kratzen das Kind
Schlangen die schlängeln, schnatternd umher
Hunde so hübsche, heulen im Garten
Mäuschen so mickrig, maulen um Käse
Fische die flinken, fangen ihr Essen
Elefanten so einsam, eilen im Dschungel
Hasen die hoppeln heiter umher
Affen albern auf den Bäumen

Es ist vielleicht ganz gut, mit etwas Archaischerem wie einer Stabreim-Aufzählung anzufangen als mit der raffinierten Renaissance-Akrobatik der bekanntesten Gedichtform italienischen Ursprungs. Danach könnte man weitergehen zu erzählender Stabreimdichtung. “Franz den Aufmerksamen forderte Herr Rau // zu erklären den Ursprung der Sprache der Deutschen”, und so weiter.

James Hilton, Random Harvest

Hintergrund

Gehört hatte ich von James Hiltons bekanntestem Roman, Lost Horizon, schon früh, mindestens über die Verfilmung von Frank Capra und beim Lesen der Science-Fiction-Literaturgeschichte von Brian W. Aldiss. (Zwei Stellenangaben im Register, jeweils nur ganz kurze Bemerkungen, aber das reichte mir.)
Ein Facharbeits-Themenvorschlag meines Englisch-Leistungskurs-Lehrers führte dann dazu, dass ich das Buch kaufte, als ich es in der englischen Abteilung der Buchhandlung sah.

Nach und nach las ich alles andere, das ich von Hilton finden konnte. Das waren stets Zufallsfunde auf Flohmärkten oder in Second-Hand-Bookshops, bis mir Ende des 20. Jahrhunderts das Web ermöglichte, die fehlenden Bücher online zu besorgen. Auch wenn Hilton mal berühmt war: Heute ist kaum etwas von ihm im Druck.

Random Harvest (deutsch: Gefundende Jahre) erschien 1941, wurde ein Bestseller und 1942 verfilmt – sieben Oscar-Nominierungen, aber keinen gekriegt. Holden Caulfield mochte den Film gar nicht, als er in New York in eine Vorstellung hineinstolperte.
Film und Buch unterscheiden sich in einigen Punkten sehr. Am besten – dringende Empfehlung – ist das Buch übrigens, wenn man den Film nicht kennt und auch die Inhaltsangaben von Buch und Film bei Wikipedia meidet.

Inhalt

Ende der 1930er Jahre lernt Harrison, eine Erzählerfigur, wie es sie bei Hilton häufig gibt, den Geschäftsmann und Politiker Charles Rainier kennen und wird dessen Sekretär. Rainier ist verheiratet, erfolgreich, scheint eigentlich alles zu haben – aber er ist auch zurückgezogen, scheu, ein wenig unglücklich. Nach einiger Zeit erfährt Harrison Rainiers Geschichte, die als Rückblende erzählt wird:
Nach einer schwerer Verletzung im Ersten Weltkrieg im Jahr 1917 setzt die Erinnerung Rainiers aus. Sie fängt erst wieder im Jahr 1919 an, als er sich in Liverpool nach einem kleinen Unfall aufrappelt. (Wie er von der Front nach Liverpool geraten ist, weiß er nicht.) Er nimmt Kontakt mit seiner Familie auf, richtet sich sein Leben ein, ist mehr oder weniger erfolgreich und mehr oder weniger unzufrieden. Der Drang, herauszufinden, was in den Jahren seines Gedächtnisverlusts geschehen ist, verlässt ihn nie ganz; ab und zu hat er déjà-vu-Erlebnisse, die er nicht einordnen kann.
Der nächste, kurze Abschnitt spielt wieder Ende der 1930er Jahre, der Gegenwart des Romans. Ähnlich wie in Lost Horizon ist ein Klavierkonzert der Anlass dafür, dass die Erinnerungen der Hauptperson zurückkommen.
Auf einer nächtlichen Autofahrt erzählt Rainier Harrison – im Roman wieder in Form einer Rückblende -, was in den Jahren von 1917 bis 1919 passiert ist. Dieser Abschnitt endet damit, dass Rainier – oder “Smithy”, wie er während dieser Phase genannt wird – aus beruflichen Gründen nach Liverpool fährt. Der Leser weiß zu diesem Zeitpunkt ja schon, dass er nicht als Smithy von dort zurückkommen wird. Dieser Abschnitt endet herzzerreißend lapidar:

He reached Liverpool in the early morning. It was raining, and in hurrying across a slippery street he stumbled and fell.

Damit endet Smithys Geschichte, bis Rainier die Fäden zwanzig Jahre später wieder aufzunehmen versucht.

Typisch Hilton

An dem Roman gefallen mir die Sachen, die mir bei Hilton immer gefallen: Nichtlineares Erzählen, Rahmenhandlung, das Gefühl von Verlust und vager Unzufriedenheit, und traurige Geschichten, die sich hinter unauffälligen Alltagsfassaden verbergen:

Half a million Englishmen are like that. Their inconspicuous correctness makes almost a display of concealment.

Rainier/Smithy genießt selbst “reading the numbers on houses in a strange town late at night, knowing that one of them hid a passing and unimportant destiny.”

Hilton und Cabell

Die Helden Hiltons sind still unzufrieden, “vainly searching for something and never at rest.” Bis jetzt hatte ich das nie in Verbindung gebracht mit den Helden Cabells, meinem anderen geschätzten und vergessenen Autor. Dessen Helden suchen auch rastlos nach etwas, sind allerdings lauter und bunter. Wenn es bei Hilton heißt:

“There’s only one thing more important,” he answered, “and that is, after you’ve done what you set out to do, to feel that it’s been worth doing.”

– dann ist bei Cabell genau das das Problem: dessen Helden – Manuel, Jurgen – erreichen ihre Ziele und sind dann doch nicht glücklich. Unmittelbar vor Random Harvest habe ich The High Place von Cabell gelesen, und da fiel mir das auf. Ein Schlüsselpunkt im Buch ist der titelgebende hochgelegene Ort, und einen ähnlichen symbolträchtigen hohen Ort gibt es in Random Harvest. Und die Helden Cabells behalten wie die Hiltons einen Teil von sich zurück, den sie privat halten. Was in Manuel vorgeht, weiß man bis zum Schluss nicht.

England

In Random Harvest spielt das Geschehen von 1938 und 1939 vor dem aufziehenden Zweiten Weltkrieg. Das Münchner Abkommen von Hitler-Chamberlain-Daladier wird diskutiert, die Rolle Englands in der Zukunft und Gegenwart und Vergangenheit. Smithy hat in den Jahren 1918–1919 ein idyllischeres England kennengelernt.
J.B. Priestley schrieb 1934 English Journey, einen Bericht über eine Reise durch ein sich wandelndes England, daran hat mich das Buch von Hilton erinnert.

Damit zu tun hat auch:

James Hilton als Sherlockist

Bei Hilton überrascht es mich nicht sehr, dass er sich für Holmes interessiert. Dass Charles Rainier, die Hauptfigur von Random Harvest, dieses Interesse teilt, halte ich schon für unwahrscheinlicher. Aber hey, poetic license, von mir aus. Dreimal macht Rainier Anspielungen auf Holmes.

He patted my arm. “It’s good to know I can talk to you whenever I’m in this mood. Watson to my Sherlock, eh? Or perhaps that’s not much of a compliment?”
“Not to yourself, anyhow. Watson was at least an honest idiot.”
He smiled. “That must be the Higher Criticism. Of course you were born too late to feel as I did – Sherlock’s in Baker Street, all’s right with the world.”

“Higher Criticism” ist ein Synonym für “the Game” (Blogeintrag) – jene spezielle Spielart der Literaturtheorie, die davon ausgeht, dass Holmes real, Watson der Autor und Conan Doyle lediglich der Literaturagent ist.
Der letzte Satz oben bezieht sich auf eine gern zitierte Stelle aus “Pippa Passes” von Robert Browning: “God’s in His heaven / All’s right with the world!” Und diese Sicherheit – wir sind wieder beim Thema England – verlieh Holmes den Lesern und seiner Zeit. Solange er in Baker Street wacht, ist England sicher. Diese Stabilität sieht auch Vincent Starret in seinem Gedicht “221B”:

Here dwell together still two men of note
Who never lived and so can never die:
How very near they seem, yet how remote
That age before the world went all awry.
But still the game’s afoot for those with ears
Attuned to catch the distant view-halloo:
England is England yet, for all our fears–
Only those things the heart believes are true.

A yellow fog swirls past the window-pane
As night descends upon this fabled street:
A lonely hansom splashes through the rain,
The ghostly gas lamps fail at twenty feet.
Here, though the world explode, these two survive,
And it is always eighteen ninety-five.

(Deshalb steht der Blogcounter auf Watsons Blog in der Sherlock-Episode “A Scandal in Belgravia” auch immer auf 1895.)

Das Gespräch zwischen Rainier und Harrison geht dann auch so weiter:

“Since we now realize that most things are wrong with the world -”
“I know – that was part of the illusion. […] Distant thrones might totter, anarchists might throw bombs, a few lesser breeds might behave provokingly in odd corners of the world, but when all was said and done, there was nothing to fear while the stately Holmes of England, doped and dressing-gowned for action, readied his wits for the final count with Moriarty! And who the deuce was this Moriarty? Why, just a big-shot crook whom the honest idiot romanticized in order to build up his hero’s reputation! Nothing but a middle-aged stoop-shouldered Raffles! And that, mind you, was the worst our fathers’ world could imagine when it talked about Underground Forces and Powers of Evil!”

Kein Vergleich zur Welt 1938.

England Prevails

Zur Erinnerung für mich selber: Hier gibt es Videomaterial vom Guardian zu einer der bizzarsten Aktionen eines Rechtsstaats der letzten Jahre. Die britische Regierung zwang die Guardian-Redaktion, die Computer zu zerstören, auf denen sich die Snowden-Daten befunden hatten. Mit Bohr- und Schleifmaschine mussten die Redakteure unter den Augen der Geheimdienstmitarbeiter ihre Hardware zerstören. Und das, obwohl allen Beteiligten klar wahr, und das auch laut gesagt wurde, dass es selbstverständlich Kopien der Daten gibt. “Petty” und “spiteful” sind die Wörter, die mir dazu einfallen.

West Pier, Brighton

Die Stürme der letzten Tage haben da West Pier in Brighton auseinandergerissen: BBC News, mit Foto.

So hatte es die Jahre zuvor ausgesehen:

2001, einige Jahre vor dem Brand, konnte man noch Führungen dorthin besuchen:
west_pier_2001_(1)

west_pier_2001_(2)

Und so habe ich es kennen gelernt:
west_pier_1999

Mal kurz verschnaufen

Gestern habe ich tief aufgeseufzt, aber vor Erleichterung. In den letzten Monaten hatte ich viel Arbeit. Es war nicht zu viel, um sie pünktlich und zuverlässig zu erledigen, aber es war zu viel, als dass ich viel Zeit für andere Dinge gehabt hätte. Und dafür brauche ich viel Zeit. Ich bin nicht multitasking-fähig; selbst in den Ferien nehme ich mir für jeden Tag maximal zwei Sachen vor – eine am Vormittag, eine am Nachmittag. Für dazwischen fällt mir dann schon auch immer etwas ein, aber das kann ich nur, wenn ich keine anderen Sachen auf meiner to-do-Tanzkarte habe. Und die war in letzter Zeit so voll, dass ich nicht zum Bloggen gekommen bin, nicht genug zum Lesen, nicht zu Plänen und Projekten und Ideen.

Vielleicht bin ich einfach auch das Arbeiten nicht mehr gewöhnt. In der Schule musste ich mich nie anstrengen, im Studium musste ich erst vor dem Examen etwas tun. Das Referendariat, inzwischen schon rosig verklärt, war wohl doch auch für mich anstrengend, wie mir Zeitzeugen versichern. Jedenfalls habe ich in den letzten Tagen die Vorlesung an der Uni beendet. (Klausur stellen und korrigieren kommt noch, aber erst mal muss ich eine Zeit lang nicht mehr um fünf Uhr früh aufstehen.) Die letzten Schulaufgaben vor dem Notenschluss sind korrigiert. Das P‑Seminar ist beendet. Das war auch eine lehrreiche Erfahrung; wenn ich noch mal eines mache, werde ich einiges anders machen. Gilt auch für die Vorlesung. Aber jetzt erst mal verschnaufen. Nichts vornehmen. Denn nur das führt dazu, dass ich dann schöne Dinge machen kann.