Workshop in Dillingen

Am 25. und 26 Januar 2008 findet in Dillingen eine Tagung zum Thema

“Netzwerkbildung und Wissensteilung – Schule als Learning Community”

statt. Veranstalter sind das Institut für Medien und Bildungstechnologie an der Uni Augsburg und die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP). Viele Kollegen kennen Dillingen sicher aus Fortbildungen.

Dort gibt es Referenten, darunter Peter Baumgartner, Gabi Reinmann und Beat Doebeli Honegger. Die Seiten der der letzten beide habe ich abonniert, vor allem das wiki.doebe.li ist umfangreich und lesenswert. Auf Video habe ich schon alle drei Referenten gesehen.

Es gibt zur Tagung auch praxisorientierte Workshops, und einen davon leite ich. Natürlich fühle ich mich wie ein Hochstapler. Ich kann doch nichts und weiß doch nichts. Ich blogge doch nur so vor mich hin, und wenn das mit Netzwerkbildung und Wissensteilung so einfach wäre, dann wäre meine Schule schon viel vernetzwerkter. Aber ich habe tatsächlich auch übers Bloggen Leute kennengelernt und stoße auf Seiten und Informationen, die mir helfen. Und bei Jochen und Norberto gibt’s immer viel zu lernen. (Mal nachrechnen… norberto42, vor kurzem pensioniert… ist 42 das Geburtsjahr? Fällt mir gerade auf.) Und auch Mrs. H hat sagenhafte Ideen.

Ich habe jedenfalls mal eine Seite zum Workshop eingerichtet, auf der ich meine Gedanken sammle: [Link geschlossen]. Noch habe ich nicht viel davon gesammelt, aber immerhin konnte ich bei dem dunklen Hintergrund der Seite ein Schneeflocken-Plugin einsetzen, das in diesem Blog nicht gut zu sehen wäre.

Die Anmeldung ist bis zum 12.12. möglich. Links zum Workshop gibt es [bei dieser Mister-Wong-Gruppe]. Die Links der Gruppe baue ich per RSS in die Workshop-Seite ein. Noch ist die Gruppe offen für andere Mitglieder. Es heißt zwar, dass man bei bei Mister Wong auch geschlossene Gruppen anlegen kann, denen nicht jeder beitreten kann, aber ich habe noch nicht herausgefunden, wie das geht. Weiß da wer was? Ich kann lediglich die Links der Gruppe auf “privat” stellen, aber das will ich ja nun gerade nicht.

Es besteht die Möglichkeit öffentliche oder geschlossene Gruppen anzulegen. … Zu einem Thema steuern alle Mitglieder der Gruppe die besten Bookmarks bei und solche die sie neu im Web finden. Der Vorteil: Bookmarks in Gruppen können bewertet werden. Jedes Gruppenmitglied kann zu jedem Bookmark ein positives oder negatives Votum abgeben – dadurch hat die Gruppe noch mal eine ganz eigene Möglichkeit die Qualität von Bookmarks zu bewerten. Öffentlichen Gruppen kann jeder beitreten, während geschlossenen Gruppen nur auf Einladung beigetreten werden kann. Dies eignet sich z. B. für Abteilungen in Unternehmen, die sich darüber organisieren oder Studenten die für ihre Kurse oder Lerngruppen Links sammeln und bewerten.

Im Workshop selber könnte man gemeinsam die Gruppenlinks verwalten – vorschlagen, bewerten, sortieren. Falls einer hier aber auch ohne am Workshop teilzunehmen Interesse hat, kann er gerne beitreten oder Linkvorschläge bei Mr Wong machen. Mein Benutzername dort ist, äh, “workshop”.

The Night the Martians Came

Mein LK liest gerade The Martian Chronicles von Ray Bradbury, bei Gelegenheit erzähle ich davon. Ich mag das Buch sehr und ich glaube, man auch sehr viel damit im Unterrricht machen. Im Moment läuft fast alles über Referate; ich habe dreißig Themen ausgegeben, jeder der 20 Schüler suchte sich eines aus. Mit den Referaten bin ich zufrieden (muss ich den Schülern aber auch mal sagen); es ist schön, Referate zu hören, bei denen die Referenten Kenntnis des Texts voraussetzen können, und bei denen die Zuhörer auch wirklich etwas Neues gesagt bekommen. Die Themen bauen auf einander auf.

Aber zwanzig Referate zu einem Buch sind zu viel, auch wenn sich der Kurs gut hält und die Themen abwechslungsreich sind. Trotzdem möchte ich nächstes Mal lieber ein zusätzliches Buch lesen und für jedes der Bücher zehn solcher Referate einplanen. Wenn man die Schüler fragt, liest ein Teil gerne, ein anderer nur ungern ein weiteres Buch im Kurs. Keine große Überraschung. (Shakespeare lesen wir ja auch noch, aber da kann ich keine vergleichbaren Referate aufgeben.)

Gestern habe ich eine Stunde zu War of the Worlds gemacht. Kurz den Hintergrund erklärt, H.G. Wells als Autor des Buch, die Filmversionen angesprochen und schließlich den Hintergrund zur berühmten Radiofassung gegeben. Ganz kurz: Wunderkind Orson Welles führte Regie bei der wöchentlichen Radioserie The Mercury Radio Theatre. In jeder Episode wurde ein Roman als Hörspiel dramatisiert. Halloween 1938 war es H.G. Wells’ Krieg der Welten.

Die Show beginnt mit einem Wetterbericht, dann einer – damals üblichen – Übertragung von Tanzmusik aus dem Ballsaal eines Hotels. Eingeschoben ein kurzer Newsflash über merkwürdige Explosionen an der Marsoberfläche. Mehr Tanzmusik. Mehr Nachrichten. Interviews mit einem Astronom. Und schließlich die Nachricht, dass wohl ein Meteorit in New Jersey eingeschlagen sei. Das Radioteam fährt raus und interviewt die umstehenden. Da öffnet sich der vermeintliche Meteorit, irgendetwas mit Tentakeln kommt heraus, hysterisches Durcheinander und dann mittten im Satz Stille. Ein paar Sekunden lang. Ein Sprecher aus dem Studio entschuldigt sich für technische Probleme bei der Übertragung.

Soviel haben wir dann auch etwa angehört vom Stück, die ersten zwanzig Minuten. Ich hatte vorher die Handlung erklärt, weil Radioaufnahmen nicht leicht zu verstehen sind. Zur weiteren Erleichterung habe ich dann an der Tafel gleich mitgezeichnet: Den Mars (rote Kreide war zufällig da), die Erde, Explosionen an der Marsoberfläche, ein Observatorium mit Teleskop. Zettelchen mit Städtenamen dran. Vieleviele Strichmännchen. Einschlagkrater, eine Farm, Autos. Ein Foto gibt’s leider nicht davon, ich musste ja auch immer wieder wegwischen, wenn die Handlung weiterging.

Eigentlich war das nicht nur zu Erleichterung für die Schüler, sondern damit ich etwas zu tun hatte und mich ablenken konnte.

Was diese Radiosendung so berühmt gemacht hat, war die Massenpanik, zu der sie führte. Leute flohen aus New York, liefen aus ihren Häusern, suchten bei Kirchen, Politikern und Polizei um Hilfe. Wer nicht genau hingehört und schwache Nerven hatte, glaubte wirklich an eine Invasion. Grund für schwache Nerven gab es: Einen Monat zuvor war im Münchner Abkommen zwischen Hitler, Mussolini, Dadalier und Chamberlain auf Kosten der Tschechoslowakei ein Krieg abgewendet worden. Aber der Friede war unsicher.

Über die Gründe der Panik ist viel geforscht worden, ein paar Hinweise und Links gibt es in diesem Aufsatz von William Tenn. Den habe ich als Jugendlicher viel gelesen; in der 7. Klasse hielt ich ein Referat über seine Kurzgeschichte “Der zitronengrüne, spaghettilaute Tag” aus einem alten Heyne-SF-Band. Vor ein paar Tagen habe ich ein Werkausgabe zu lesen begonnen. Die Geschichten haben sich sehr gut gehalten.
Im Tenn-Aufsatz habe ich auch erfahren, dass 1947 die Sendung in Ecuador wiederholt wurde – mit Schauplatz Ecuador statt USA. Die Panik soll noch ärger ausgefallen sein.

Einem Schüler war übrigens als Unstimmigkeit aufgefallen, dass alles so schnell geht: Interview im Observatorium, ein bisschen Musikübertragung, dann ist der interviewte Astronom schon draußen auf einer Farm und spricht dort ins Mikrophon. Das geht natürlich nicht anders, wenn man eine größere Handlung in 60 Minuten packen muss. Aber vielleicht fällt einem das beim Hören nicht auf, da man diese Art des Erzählflusses von der Fiktion ja gewohnt ist.

The Ultimate Coffee-Table Book

Für Weihnachten ist es fast schon zu spät; Amazon verspricht nicht, dass das Buch noch davor geliefert werden kann. Aber vielleicht ist ja jemand kurzentschlossen und kennt einen Anglisten, der sonst schon alles hat. Ich habe mir das Buch schon vor einigen Monaten gekauft, gebraucht, aber wie neu. 110 Euro, das ist viel, aber dann auch wieder weniger, als ich gedacht hätte.

Hier ist es jedenfalls:

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Eine Faksimile-Ausgabe des First Folio (Wikipedia).

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Brauchen tut man eine Folio-Ausgabe zu Hause nicht. Es gibt auch Folio-Faksimiles im Web einzusehen. Für die Schulbibliothek ist so eine Ausgabe eher sinnvoll. Große Angst gäbe es vielleicht davor, dass Schüler ine in teures Buch hineinschmieren, aber nach dem ersten Erschrecken darüber wäre es vielleicht sogar reizvoll, eine Ausgabe zu haben, an der Generation von Englischschülern sich vergangen haben. (Ist nur ein Wunschtraum; die Grenze zwischen Randbemerkung und Sachbeschädigung ist für Schüler zu leicht zu übertreten.)

Trotzdem ist es schön, das Folio selber zu besitzen. Ich mag Shakespeare. Allein das Format ist imposant, der Text leicht zu lesen, wenn man ihn denn eh schon kennt.

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Vermutlich wurden etwa 1000 Exemplare des Folios gedruckt, 228 davon existieren nach aktueller Zählung heute noch. Jede einzelne Ausgabe besteht aus unterschiedlichen Druckbögen, da gleichzeitig gesetzt, gedruckt, verbessert und gebunden wurde. Das heißt, jede Ausgabe unterscheidet sich in manchen Seiten von den anderen. Die Faksimileausgabe ist eine Zusammensetzung verschiedener Folioausgaben: Die Herausgeber entschieden bei jeder Seite, welche die besterhaltene Ausgabe dafür war. Über das Folio ist viel geforscht worden: Wieviel Schreiber daran beschäftigt waren, welcher davon wie gut ausgebildet war und welche Eigenheiten hatte. Details dazu und zur Rolle des First Folio für Shakespeare-Ausgaben (Macbeth ist zum Beispiel nur hier überliefert) gibt es bei Wikipedia.

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Folio heißt übrigens, dass man einen großen Bogen Papier nimmt und einmal faltet. Das gibt dann vier bedruckte Seiten im Buch. Im Quartformat faltet man den ursprünglichen Bogen zweimal (und schneidet die Ränder auf). Das gibt acht Seiten.

Folio (2°) – einmal falten, vier Seiten
Quart (4°) – zweimal falten, acht Seiten
Oktav (8°) – dreimal falten, sechzehn Seiten
Duodez (12°) – vierundzwanzig Seiten, ein bisschen komplizierter zu falten

Ein Folio war und ist natürlich prestigeträchtiger als ein kleiner Oktav- oder gar Duodezband. Die berühmteste Beschreibung der Formate ist vielleicht die von Herman Melville in Moby Dick. Als es dann endlich um Wale geht, klassifiziert der Erzähler sie nach der Größe: Foliowale, Quartwale, Oktavwale und schließlich die Duodezwale (Tümmler, Delphine).

Wenig los

Ich denke nicht, dass ich in der Schule sehr viel aus meinem Privatleben plaudere. Keine Anekdoten. Aber vielleicht denkt das auch jeder Lehrer. Trotzdem war ich heute froh, dass ich im Englisch-LK loswerden konnte, wo ich am Wochenende war: Auf einem Rollenspielertreffen. Etwas enttäuscht waren sie, dass es kein LARP war, aber erfreut waren sie über die Schilderung meines Schlafsacks.

Nett war’s, das Treffen, außer dass jeder spielen, aber keiner Spielleiter machen wollte. Und nachdem ich in den letzten zwanzig Jahren nur zweimal gespielt habe, kann ich auch kein Spiel mehr aus dem Gedächtnis leiten. Ich kannte fast keinen, außer den Veranstalter (einen alten Freund) und war dementsprechen zurückhaltend. Wer mich erst mal kennt und großsprecherisch erlebt hat, vergisst vielleicht schnell, dass ich ziemlich schüchtern bin, wenn ich niemanden kenne.

Jahreszeitliches: Das neue Foto von Herrn Rau oben stammt von einer Weihnachtsfresserei, ca. 1973. Ich bin sehr stolz auf meine Eltern wegen meines Hemds und der Tapete im Hintergrund.

CDs von Van Morrison gehört: Muntert mich immer auf (vorletztes Wochenende hatte ich das gebraucht), versetzt mich gleich an einen Sommertag kurz nach einem Regenschauer. Endlich habe ich die Chet-Baker-Version von “Send in the clowns” gekriegt, mit Van Morrison als Sänger.

Das Gefangenendilemma

Wenn es einmal nach zehn Uhr abends ist und man dennoch ein Fünkchen Energie in mir wecken will, dann muss man mich nur auf das Gefangenedilemma ansprechen – auf die Gefahr hin, ich dann nicht mehr aufhöre.

1. Das Gefangenendilemma

Das Gefangenendilemma wurde in den 1950er Jahren als Spiel, als Modell erfunden. Die Geschichte dazu lautet so:

Zwei Männer haben gemeinsam ein Verbrechen begangen und sind von der Polizei erwischt worden. Jetzt werden sie getrennt von einander verhört. Die Polizei macht jedem der beiden ein Angebot: Die Männer können schweigen oder alles gestehen. Wenn beide reden, wandern beide für 3 Jahre ins Gefängnis. Wenn beide schweigen, kommen beide für 1 Jahr ins Gefängnis. (Dann hat die Polizei nicht genug Information.) Wenn einer redet und der andere nicht, kommt der frei, der geredet hat (weil der die Schuld auf den anderen schiebt), der andere geht für 5 Jahre ins Gefängnis.

Wie soll man sich als Gefangener entscheiden? Jedem der beiden wäre es lieber, wenn er selber redet und der andere dichthält: 0 Jahre. Das nächstbeste Ergebnis wäre, wenn beide schweigen: 1 Jahr.

Da die beiden Gefangenen unabhängig voneinander verhört werden, beeinflusst die Entscheidung des anderen die eigene nicht. Also macht es Sinn, zu reden: Egal, wie sich der andere verhält, man selber fährt immer besser, wenn man redet. (Kann man leicht nachrechnen: Wenn der andere schweigt, macht es Sinn zu reden, dann kann man nämlich gleich nach Hause gehen. Und wenn der andere redet, ist das eigene Reden auch besser.)

Wenn beide also clevere Burschen sind, führt das dazu, dass beide für 3 Jahre ins Kittchen wandern. Schade, es hätte auch nur 1 Jahr sein können. Trotzdem: Bei einem einmaligen Durchspielen des Gefangenendilemmas ist es tatsächlich sinnvoll, ein fieser Hund zu sein und den anderen zu verraten. Anders sieht es beim wiederholten Gefangenendilemma aus: Wenn dieselben Spieler mehrmals aufeinanderstoßen, kann es sich lohnen, darauf zu hoffen, dass er andere sich gut verhält.

In der allgemeineren Variante werden Punkte verteilt statt Jahre, wobei das Ziel ist, möglichst viele Punkte zu sammeln. Und statt schweigen oder reden spricht man von cooperate oder defect.

Gibt es reale Situationen, die mit dieser einfach Form des Gefangenendilemmas modelliert werden können? Ich weiß es nicht. In Die Evolution der Kooperation von Robert Axelrod (mehr dazu unten) nennt der Autor den Stellungskrieg an unbewegten Fronten im ersten Weltkrieg. Die Heeresleitung hatte mit dem Problem zu kämpfen, dass die Franzosen und die Deutschen absichtlich aneinander vorbeischossen – miteinander kooperierten. Die Lösung bestand darin, die Einheiten regelmäßig auszutauschen, damit eben immer wieder neue Partner miteinander handelten. Douglas R. Hofstadter nennt das Beispiel eines fiktiven Drogenhandels, bei denen der eine Partner am einen Ort die Ware, der andere am anderen Ort das Geld deponiert. Beide könnten versucht sein, zu betrügen.
Weniger dramatisch denke ich mir das manchmal beim Ein- und Aussteigen-Lassen aus der S‑Bahn. Ein ähnliches Spiel wird mit den Ks in der Kollegstufe getrieben: Jeder Schüler möchte sich selber ein K nehmen können, wenn er krank ist oder etwas Besseres vorhat als in die Schule zu gehen, möchte aber, dass die anderen Schüler möglichst wenig Ks nehmen, weil der inflationäre Gebrauch der Ks diesen die Glaubwürdigkeit nimmt. Ähnlich auch das Spiel mit dem Internet: 2010 sind die Leitungen verstopft, liest man gerade. Jedem wäre es am liebsten, er selber würde weiter Multimedia nutzen und die anderen darauf verzichten.
Für die letzten Beispiele braucht man sicher andere Modelle als das Gefangenendilemma, allein schon deshalb, weil mehr als zwei Spieler gegeneinander antreten. Die Spieltheorie bietet viele Modelle an; das Gefangenendilemma ist lediglich eines der einfachsten und anschaulichsten, deswegen beschränke ich mich hier darauf. Und weil ich ein Laie bin, der sich nicht wirklich gut auskennt in der Spieltheorie.

2. Das erste Turnier

So. Interessant ist also das iterierte (mit denselben Spielern wiederholte) Gefangenendilemma. Und dazu gibt es tatsächlich auch Turniere. 1979 veranstaltete Robert Axelrod, Politologe an University of Michigan, das erste. 15 Strategien, darunter ein Zufallsprogramm, nahmen Teil. Eine Strategie kann zum Beispiel lauten: Kooperiere immer. Oder: Kooperiere nie. Oder man gibt Quoten vor und setzt auf den Zufall. Oder man sagt: Kooperiere immer, bis du einmal betrogen wirst, danach nie wieder. Oder man sagt: Wenn der Gegenspieler bisher öfter kooperiert hat als nicht, dann koopiere ansonsten nicht. Und das wird dann bei jedem Spiel neu berechnet.
Die 15 Strategien des ersten Turniers bestanden aus 4 bis 77 Zeilen Basic-Code, jede Strategie trat gegen jede andere ungefähr 200 mal an, das ganze Turnier wurde fünfmal wiederholt. Gewonnen sollte die Strategie haben, die die meisten Punkte gemacht hatte.
Einzelheiten kann man bei Robert Axelrod, Die Evolution der Kooperation nachlesen. Das Original erschient 1984, meine deutsche Ausgabe ist von 1988, inzwischen gibt es sichere neuere Werke zum Thema. Der Großteil meiner Informationen in diesem Blogeintrag stammt aus dem Buch von Axelrod.

Die Gewinnerstrategie hieß jedenfalls tit for tat und stammte von Anatol Rapoport, Professor für Philosophie und Psychologie Uni Toronto. Generell stellte sich heraus, dass erfolgreiche Strategien diese zwei Eigenschaften aufwiesen:

* Anständigkeit (eher kooperieren) und
* Nachsichtigkeit (auch mal einee defection des anderen verzeihen.

3. Das zweite Turnier

Bald darauf gab es ein zweites Turnier. Diesmal mit 62 Teilnehmern, mit jeweils 4–152 Zeilen Programmcode. Die teilnehmenden Strategien hatten die Erkenntnisse des 1. Turniers umgesetzt. Es gab jetzt vor allem folgende Strategien:

* die einen achteten darauf, anständig und nachsichtig zu sein
* die anderen spezialisierten sich darauf, anständige und nachsichtige Strategien auszubeuten

Eigentlich naheliegend. Es gab unter beiden Richtungen erfolgreiche Teilnehmer. Wieder gewann tit for tat.

4. Die evolutionäre Variante

Die nächste Stufe war eine Art evolutionäres Turnier. Nach einigen Runden Jeder-gegen-jeden hatte jede Strategie Punkte gesammelt. Je mehr Punkte, desto mehr Exemplare dieser Strategie spielten in der Folgerunde mit. Wer zu wenig Punkte gemacht hatte, starb aus. Und so ging das einige Runden lang. Es stellte sich heraus:

a) Wie erfolgreich eine Stragie ist, hängt von der Umwelt ab. In einer Welt, die nur aus naiven Kooperieren besteht, kann eine fiese Strategie richtig gut absahnen. In einer Welt, die nur aus niemals kooperierenden Strategien besteht, kann eine gemäßigtere Strategie keine Punkte machen. Allerdings reicht schon ein kleiner Prozentsatz an Kooperierern, um diese Stragien stabil zu machen.

b) Die allzu blauäugigen und gutmütigen Strategien starben aus.

c) Danach starben auch die fiesen Strategien aus, weil ihnen die Opfer fehlten.

d) Am erfolgreichsten war wieder: Tit for tat.

5. Und danach?

Tatsächlich blieb tit for tat Jahr um Jahr der Sieger in diesen Turnieren. Erst vor einigen Jahren – ich will gerade nicht nachschlagen – tauchte eine Strategie auf, die noch erfolgreicher war. Eine raffinierte Strategie mit einem interessanten Twist, die allerdings auf tit for tat basierte.

Details dazu und zu tit for tat selber schreibe ich hier nicht. Es macht viel mehr Spaß, das alles selber herauszufinden. Ein guter Startpunkt sind die Links unten. Außerdem habe ich endlich einen guten Grund, lisaneun zu verlinken, die sich auch mit Spieltheorie beschäftigt, in einem Beitrag zum Gefangenendilemma und einem namens: Die Rache.


Im nächsten Kapitel: Das Braess-Paradoxon. Oder vielleicht auch nur Efronsche Würfel.

Nachtrag: Ausführliche Analysen zu Axelrods Turnieren hier.

Nachtrag: Äußerst schöne und erweiterte Gefangenendilemma-Visualisierung, im Browser spielbar (2017).

Killer (The Game of Assassination)

Ich treibe mich nicht mehr in Schülerforen herum oder gar in den Lokalforen, die bei unseren Schülern so beliebt sind. (Viel, viel, viel beliebter als die fast unbekannten Blogs.) Manchmal stoße ich allerdings trotzdem auf Beiträge, so wie neulich. Denn ich habe bei Google Alerts unter anderem den Namen meiner Schule abonniert. Das heißt, immer wenn Google eine neue Seite erfasst, auf der der Name vorkommt, dann kriege ich eine Mail mit dem Hinweis darauf. Oder so ähnlich.

Und der Name meiner Schule fiel eben in einem solchen Forum, wo sich tatsächlich auch eine Schülerin einer meiner Klassen zu einer Runde Catch me if you can verabredete. Zusammen mit einem Link auf die Seite zum Spiel. Denn Catch me if you can ist ein Spiel: Die einander weitgehend unbekannten Mitspieler stellen je ein Foto von sich ein, einen Spitznamen, ihre Schule, das Verkehrsmittel, mit dem sie nach Hause kommen. Man muss herausfinden, wer die Person ist und sie erwischen – ob das mit Abklatschen oder einem gerufenen “Gotcha!” geschieht, weiß ich nicht mehr.

Die Schülerin war jedenfalls sehr überrascht, dass ich sie im Internet gefunden hatte und über das Spiel Bescheid wusste. (Das war im Unterricht aufgekommen, weil die Schüler nach bestimmten Foren fragten.)

Ein anderer Schüler der Klasse hat übrigens mein Blog entdeckt. Am nächsten Tag, Vertretungsstunde im Computerraum, habe ich der Klasse gezeigt, dass ich den Schüler über den von ihm verwendeten Suchbegriff recht gut identifizieren konnte, zusammen mit IP, Browser, Betriebssystem, Bildschirmauflösung, Dauer des Aufenthalts und so weiter. Das war den Schülern alles nicht bewusst.

Aber jetzt zurück zu Catch me if you can. Tatsächlich ist das so etwas wie die Schwundstufe von Killer. Viel schöner als mit einem Bildschirmfoto aus der Wikipedia-Seite kann ich Killer nicht erklären:

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Killer hat eine lange Geschichte, die man bei Wikipedia und weiter unten nachlesen kann. Letztlich ist es eine Art LARP, Spieldauer etwa eine Woche oder einen Con lang; das Spiel läuft parallel zum normalen Alltag. In der häufigsten Variante muss jeder Spieler einen anderen… hm, “killen”, und ist gleichzeitig Opfer eines weiteren. Hat man sein Opfer erledigt, weist einem der Spielleiter das nächste aus der Reihe zu, bis ein Gewinner übrig bleibt.

Der Witz an der Sache sind die Mordmethoden. Die gedruckte Version von Steve Jackson Games zählt viele verschiedene Methoden auf, ermuntert aber auch zur Kreativität. Unter dem Kapitel “Bomben” finden sich der simple Wecker mit dem Zettel “Bombe” dran, den man dem anderen ins Zimmer schmuggelt (und der natürlich losgehen muss, wenn das Opfer im Zimmer ist). Das ausgehöhlte Buch, elektrische Timer, Kassettenrekorder. Das Säckchen Mehl über der Tür ist allerdings schon Klasse B, die explodierende Zigarre gar Klasse C – will heißen, zu gefährlich für den Einsatz. Klasse D wäre echtes Feuerwerk, also verboten und sehr gefährlich.

Gut funktioniert auch diese Briefbombe aus einer Haarnadel, einem Knopf und einem Gummi:

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Man legt das ganze zwischen zwei Blätter Papier, und wenn der Brief unvorsichtig geöffnet wird, macht es brrrrrrrng. Funktioniert überraschend gut.

***

Im Frühling 1987 habe ich für das selige Voice of Fantasy (Nr. 39, glaube ich) folgenden Artikel geschrieben. Da war ich immerhin auch schon 19 Jahre alt. Der Anfang ist schamlos von einer Raymond-Chandler-Kurzgeschichte zitiert. Die Schrift ist nicht leicht zu lesen, es steht auch nichts sehr Wichtiges drin, nur etwas Nostalgie. Der Eindruck, wir seien echte Killer-Profis gewesen, trifft natürlich nicht zu; wir haben gerade mal zwei Partien gespielt. Aber mit Verkleidung als Weihnachtsmann und mit Luftballon und Reißnagel, wie sich das gehört.

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(Uhm, kann jemand hier eine fast vollständige Packung Haarnadeln brauchen?)

Mein Senf zu Spickmich.de

Mein Feedreader ist heute voll mit Beiträgen zur

Meine Meinung dazu ist geteilt. Ich war nie bei spickmich.de – zum einen interessiert mich nicht sehr, was da steht, zum anderen, und das ist der wichtigere Grund, ist mir die Gefahr zu groß, dass ich dort Sachen über mich oder andere lese, die mich dann ärgern oder frustrieren. Interessanter und aussagekräftiger sieht übrigens www.schulbenotung.de aus. Das öffentliche Bewerten von Lehrern, die sich nie selbst in die Öffentlichkeit gestellt haben (anders etwa als ich selber), die sich nicht auf der gleichen Ebene äußern dürfen, und das nach fragwürdigen Kriterien unter fragwürdigen Bedingungen – das halte ich für grenzwertig.

Möglicherweise Ziemlich sicher geht spickmich.de also zu weit. Aber wie weit genau? Ich halte viel von Meinungs- und Redefreiheit. Tatsächlich haben in der Schule die Lehrer die Lufthoheit darüber, was, wann, wo mit wem besprochen wird. Kein Schüler kann einen Lehrer zu einem Gespräch zitieren. Also habe ich grundsätzlich nichts dagegen, wenn im Web die Schüler mehr Spielraum haben als die Lehrer. Dass Beleidigungen und Schmähkritik (wir kennen inzwischen alle diesen Fachausdruck) nicht gehen und geahndet werden müssen, ist klar. Aber was soll ein Schüler über seine Lehrer oder seine Schule schreiben dürfen?

Angestellte dürfen keine Interna ausplaudern. Sie dürfen nicht öffentlich schlecht über ihren Chef reden, sonst drohen ihnen Abmahnungen und Strafen. Beamte dürfen selbstverständlich auch keine Interna ausplaudern – und im Zweifelsfall ist alles intern, was in einer Schule geschieht. Und wir dürfen uns auch nur in begrenztem Umfang öffentlich schlecht über unsere Vorgesetzten äußern: Über den Kultusminister dürfen wir mehr lästern als über die Schulleitung.
Sehr interessant ist die Situation der Schüler: Sie sind keine Angestellten eines Betriebs und sind nicht im gleichen Maß zum Schweigen verpflichtet. Allerdings wissen sie doch viele Einzelheiten aus dem Alltag, die ein angestellter oder verbeamteter Lehrer – wo kämen wir da hin – nicht veröffentlichen dürfte. Wieviel soll ein Schüler schreiben dürfen? “Unsere Lehrer kommen ständig zu spät,” mit Nennung des Namens der Schule. “Unserer Klassensprecherwahlen laufen nie so ab, wie das vorgeschrieben ist,” mit Nennung des Namens der Schule. Soll ein Schüler das schreiben dürfen? Darf eine ganze Schule nach Fairness, Sexiness und so weiter bewertet werden?

Meiner Meinung nach: Ja. Zumindest, wenn es stimmt. (Rechtlich sieht das wohl auch so aus.) Nach der Frage, was ein Schüler darf, kommt die andere Frage: was ein Schüler soll. Hier sehe ich unseren Bildungsauftrag. Aber wenn ein Schüler ohnehin nur das schreiben darf, was wir wollen, dass er schreibt, dann ist da kein Spielraum für die eigene Entscheidung, dann ist da nichts mit Bildung.

Ich werde noch ein paar Nächte darüber schlafen.

Stress am Pädagogischen Tag

(Was ein pädagogischer Tag ist.)

Dieses Jahr kam ein Gast: Diplompsychologe Bernd Willkomm hielt vor der Lehrerschaft einen Vortrag zum Thema Stress, Stressbewältigung und Psychotrauma im Kontext des Schulalltags. Der Vortrag war sehr gut, es ging um Krisenbewältigung, nicht den üblichen Alltagsstress. Ich will hier zusammenfassen, was für mich das Interessanteste war, auch um es mir dadurch zu eigen zu machen, indem ich es für mich umformuliere.

Was ist Stress? Nach einer möglichen Definition ist das eine Reaktion auf innere oder äußere Einwirkungen.

Wie äußert sich Stress? Ich habe nicht daran gedacht, nachzufragen. Es beginnt jedenfalls immer mit Adrenalin. (Mehr zu psychotraumatischem Stress weiter unten.)

Wie entsteht Stress? Durch einwirkende Stressoren: Lärm, Leid, Schmerz, ein traumatisches Erlebnis, vieles mehr. Wenn die möglichen Stressoren als nennenswerte Beeinträchtigung empfunden werden und wenn sich der der Mensch nicht in der Lage fühlt, die Situation zu bewältigen, dann reagiert der Mensch mit Stress.

Wovon hängt es ab, ob ein möglicher Stressor als solcher empfunden wird und eine Stressreaktion erfolgt? Das ist individuell verschieden. Ein Faktor ist: Was als normal empfunden wird, führt nicht zu Stress. Was man als normal empfindet, hängt von Normen und Werten ab, vom Selbstbild und Weltbild. Beides entwickelt sich das ganze Leben lang, und natürlich vor allem bei Jugendlichen.
Selbstbild heißt: Wer bin ich und was will ich?
Das Weltbild: Eine wichtige Funktion des Weltbilds ist, dass sich der Mensch darin geborgen fühlt. Beeinflusst und stabilisiert wird das Weltbild durch Familie, Freunde, Vereine, Kirche, Schule, Gesellschaft. Diese stabilisierenden Faktoren sorgen für Orientierung, Anerkennung, Erfolg, Halt, Akzeptanz und Regeln. Fehlen sie, ist man angreifbarer. Das Weltbild spielt eine Rolle, wenn es um die Einschätzung von Stressoren geht. Das eigene Handeln muss mit Selbst- und Weltbild kompatibel sein. Geht das nicht, ist ein Trauma möglich.

Wie versucht der Mensch, Stress zu bewältigen? Man versucht die Bewertung der Situation ändern, indem man seine Einstellungen und Werte ändert, um so die Erlebnisse zu normalisieren. Oder man versucht, den Stressor zu vermeiden, auszuschalten, zu reduzieren, zu verändern. (Das kann durchaus destruktive Formen annehmen. Wenn man keine Möglichkeit sieht, dem Stressor auszuweichen außer durch Gewalt gegen sich oder andere.) Besser, aber dem Menschen nicht immer möglich, ist eine logische Analyse, vor allem die Möglichkeit der Aussprache. Letztlich helfen zum Beispiel auch noch Entspannungstechniken.

Ist Stress immer etwas Schlechtes? Ich habe nicht daran gedacht, danach zu fragen.

Was ist psychotraumatischer Stress? Stress infolge eines Psychotraumas. Er kann mittel- und langfristige Folgen haben, einen ausgebildeten Therapeuten erfordern. Allerdings sind 2/3 aller Fälle auch Selbstheiler, die ohne therapeutische Hilfe die Traumatisierung überwinden.

Wie äußert sich psychotraumatischer Stress? Vielfältig, auch verzögert, zum Beispiel in Form von Amnesie, Aphasie, Albträumen, Depressionen, Schlafstörungen, Aggression.

Was löst ein Psychotrauma aus? Nicht das Ereignis selber (Unfall, Tod) sondern damit verbundene Schuldgefühle, Hilflosigkeit, Bedrohung, Betroffenheit.

– Im Vortrag gab es mehr Beispiele als ich angegeben habe, und natürlich noch anderes und bestimmt auch andere Schwerpunkte, vor allem den des Psychotraumas. Für mich war die Beziehung Weltbild-Selbstbild besonders interessant, auch wenn ich jetzt beim Schreiben gemerkt habe, dass ich noch nicht alles gedanklich im Griff habe. Aber ich denke, das sind beides Punkte, an denen die Schule viel Einfluss hat.

Was tragen wir in der Schule zum Selbstbild und Weltbild der Schüler bei? Ich habe mich in meinem Selbst- und Weltbild recht komfortabel eingerichtet. Ist jede Kombination von Weltbild und Selbstbild, die Stressfreiheit ermöglicht, als gleich gut zu bewerten? Oder landen wir dann nicht beim Soziopathen, der möglicherweise tatsächlich nicht unter Stress leidet?

Wo kommt mein Weltbild her? Sicher auch von der Geborgenheit im Elternhaus. Respekt, Achtung, Würde. Mir sind aber auch schon früh verschiedene Weltbilder angeboten worden. “With great power comes great responsibility” – ich bin Spider-Man-Leser seit 1979. Nicht lachen! Atheistisch ist mein Weltbild auf jeden Fall, klassisch naturwissenschaftlich orientiert. Nihilistisch war ich aber nie. Im Angebot waren Weltbilder aus Macbeth:

To-morrow, and to-morrow, and to-morrow,
Creeps in this petty pace from day to day
To the last syllable of recorded time,
And all our yesterdays have lighted fools
The way to dusty death. Out, out, brief candle!
Life’s but a walking shadow, a poor player
That struts and frets his hour upon the stage
And then is heard no more: it is a tale
Told by an idiot, full of sound and fury,
Signifying nothing.

Oder Nathans Worte an Recha:

                    Wie? weil
Es ganz natürlich, ganz alltäglich klänge,
Wenn dich ein eigentlicher Tempelherr
Gerettet hätte: sollt’ es darum weniger
Ein Wunder sein? – Der Wunder höchstes ist,
Daß uns die wahren, echten Wunder so
Alltäglich werden können, werden sollen.
Ohn’ dieses allgemeine Wunder, hätte
Ein Denkender wohl schwerlich Wunder je
Genannt, was Kindern bloß so heißen mußte,
Die gaffend nur das Ungewöhnlichste,
Das Neuste nur verfolgen.

Die folgende Zen-Anekdote passt gut in mein alles andere als fatalistisches Weltbild:

Ein reicher Mann bat Sengai, etwas für das Glück seiner Familie aufzuschreiben, so daß es von Generation zu Generation im Gedächtnis behalten würde. Sengai verlangte einen großen Bogen Papier und schrieb: “Vater stirbt, Sohn stirbt, Enkel stirbt.” Der reiche Mann wurde ärgerlich. “Ich bat Euch, etwas für das Glück meiner Familie zu schreiben! Warum macht Ihr solch einen Scherz?” “Ich hatte nicht die Absicht, einen Scherz zu machen”, erklärte Sengai. “Wenn dein Sohn vor dir sterben würde, so würde dich das sehr bekümmern. Wenn dein Enkel vor deinem Sohn sterben würde, so würde dies euch beiden das Herz brechen. Wenn deine Familie Generation auf Generation in der Reihenfolge dahinscheidet, die ich genannt habe, so ist das der natürliche Ablauf des Lebens. Das nenne ich wahres Glück.” (Aus: Ohne Worte, ohne Schweigen von Paul Reps)

Wenn man an Weltbild und Selbstbild denkt, bekommt Bildung eine konkrete Bedeutung, die eben doch über Allgemein- und Ausbildung hinausgeht, und deren Nutzen man vielleicht so Leuten erklären kann, die ihn sonst nicht sehen.

Fußnote 1: Ich muss doch mal das didaktisch schön aufbereitete Material zu This I Believe lesen und einsetzen. Vielleicht im Englisch-LK, ginge natürlich auch auf Deutsch.

Fußnote 2: Um noch einmal zur Stressvermeidung zu kommen: Mir hilft auch das Bloggen dabei, glaube ich.

Jetzt aber gute Nacht zusammen, ich muss schauen, dass ich ins Bett komme, morgen früh aufstehen und abends Elternsprechabend.

Crayon Physics

Ganz wunderschön ist Crayon Physics (im wiki.doebe.li gefunden, wo auch noch mehr zu Autor und Spiel steht, anschauen!):

crayon_physics1.jpg

Man muss in jedem Level den Ball zum Stern kriegen. Das geschieht, indem man mit der Maus (oder dem Tablet-Griffel) Linien oder Rechtecke oder Eier oder sonstwas zeichnet. Die Objekte fallen dann jeweils nach unten, oder auch nicht, und die Optik ist ganz entzückend. Macht viel Spielspaß. Unbedingt den Videoclip anschauen.

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(Im Video sieht man eine Vorschau auf die Nachfolgeversion.)