Blaue Beutel

Ich weiß nicht, wer damit angefangen hat, vor fünf, sechs Jahren. Jedenfalls haben wir seitdem stets ein halbes Dutzend Kühlbeutel im Eisfach im Lehrerzimmer. Die werden schon sehr gut angenommen, werden rege ausgegeben und wieder zurückgebracht. Ich weiß nicht, ob die Schüler sich heute mehr verletzen als früher, wir kamen jedenfalls ohne aus – aber ein lindernder Trost sind die Beutelchen allemal. Ich schwanke noch zwischen sinnvoller Einrichtung und überflüssigem Betütteln, aber das Bedürfnis nach den Kühlpacks ist auf jeden Fall da.

Also jetzt endlich: mein iPad

Zuletzt hat Felix Schaumburg gezeigt, welche Apps er auf seinem iPad in der Schule nutzt, jetzt will endlich auch ich mein iPad vorstellen. Die Kurzfassung: im Unterricht nutze ich es kaum. Ich zeige ohnehin nicht viele Präsentationen, und wenn, dann in offenen und freien Formaten, die das iPad nicht unterstützt. Außerdem gibt es bei uns in jedem Klassenzimmer Rechner und Beamer, die oft genug funktionieren, so dass ich gar nicht darüber nachdenke, das iPad zu verwenden. Trotzdem ist das iPad für mich sehr praktisch und nützlich und ich halte das Format eines solchen mobilen Geräts für zukunftstauglich. Wer nur gelegentlich … Continue reading „Also jetzt endlich: mein iPad“

Sport und Spiel

Sollte eigentlich jede Englisch-Fachschaft haben: So ein Set habe ich im Urlaub gesehen und vor kurzem bei amazon.co.uk bestellt – kostet £10, nochmal £12 Porto dazu, immer noch nicht viel. Natürlich ist das kein ernstzunehmendes Cricketset, es hat Kindergröße und ist vermutlich nicht sehr stabil, der Ball ist nur ein – für Schüler ohnehin eher geeigneter – einfacher Tennisball. Aber ein-, zweimal im Jahr könnte man doch in einer Englischdoppelstunde auf die Wiese gehen und Cricketspielen spielen. In einem alten Blogeintrag gibt’s eine Einführung in Cricket. So richtig beherrsche ich das Spiel nicht, von den Kriterien für die Schiedsrichterentscheidungen und … Continue reading „Sport und Spiel“

Ich und das Internet

Jens Scholz blickt auf 10 Jahre Blog zurück, und das macht mich auch ganz erinnerlich. Dieses Blog gibt es seit 2004, ein erstes Blog hatte ich im Herbst 2003. Den ersten Gästebucheintrag (also fast schon Web 2.0) hatte meine erste Webseite 1998, die Webseite gibt es seit 1996. Im Internet bin ich seit 1994 oder 1995. Das weiß ich noch, weil ich kurz nach meiner technischen Einführung an der Uni – ein Hinterzimmer mit einer kleinen Gruppe von Interessierten, ganz unspektakulär – mein erstes Buch über das Internet kaufte, Der Internet Navigator von Paul Gilster (deutsche Ausgabe 1994). In diesem … Continue reading „Ich und das Internet“

Spaß mit dem Beamer

Weil Weihnachten ist, gibt es jetzt in manchen Pausen in der Aula Besinnliches per Beamer an die Wand. Und weil ich gerne herumspiele, habe ich mal ausprobiert, ob ich meinen kleinen Laptop mit der eingebauten Webcam auch anschließen kann. Es geht: Kamera auf Pausenhalle, Bild per Beamer an die Wand. Das nächste Mal probiere ich Rückkopplungseffekte aus – wenn ich die Kamera auf die Leinwand richte, auf die projiziert wird, sollte das tolle Effekte geben. Was ich damit machen will, weiß ich noch nicht. Für Theateraufführungen, so dass sich das Publikum im Hintergrund selber sehen kann? Sicher nicht zur bloßen … Continue reading „Spaß mit dem Beamer“

Verursacherprinzip und Solidaritätsprinzip

Wir haben ein schönes neues Schulgebäude und Teppich. Deshalb sollen alle auf die Sauberkeit der Schule achten. Das klappt auch gut; die Schule sieht immer noch schön aus. Allerdings: so ganz zufrieden sind manche Schüler nicht, denn diese Sauberkeit erfordert Einschränkungen. (Keine Wasserspiele in der Aula, auch nicht für die Hochschulreifen.) Kein Murren gibt es allerdings beim Pausendienst. Der sieht so aus: Jede Woche räumt eine Klasse den offensichtlichsten Müll in der Aula und umliegenden Bereichen auf. Jede Klasse ist also einmal im Jahr dran, an fünf aufeinander folgenden Tagen. Pro Tag werden 6-8 Schüler eingeteilt, die gleich nach der … Continue reading „Verursacherprinzip und Solidaritätsprinzip“

Unser Theatron (im Sommer)

Ich warte noch auf den Historiker, der klärt, ob wir ein Theatron (mit Orchestra) oder ein Amphitheater auf dem Schulhof haben. Theatron scheint sich gerade durchzusetzen, ich neige selber auch dazu. Runde Fläche zum Spielen, Sitzreihen, die fast (aber eben nur fast) ganz herum gehen, Platz für 120 Schüler, denke ich, vielleicht auch 150. Ordentliche Akustik. Was tun mit einer 9. Klasse zum Ende des Schuljahres? Es ist heiß und chaotisch. Filme zeige ich nicht gerne, und Spaß machen die im heißen Klassenzimmer auch nur mäßig. Also haben Gruppen aus der Klasse in den letzten Stunden einzelne Szenen aus der … Continue reading „Unser Theatron (im Sommer)“

Print On Demand am Bahnhof in München

Das musste ich ausprobieren. Am Bahnhof im Kiosk für internationale Presse gibt es jetzt auch einen großen Laserdrucker und ein Terminal dazu. Die Software lässt einen aus gut 850 Zeitungen auswählen – von Albanien (Gazeta Shqiptare) bis Zimbabwe (Business Weekly), mit Zeitungen aus China, Indien und Quatar dazwischen. Aus den USA gibt es den Cincinnati Enquirer, aus England zwar die Birmingham Mail und Post, aber nichts aus Brighton. Nach der Auswahl werden gut 70 MB Daten von einem Server geladen. Dann wird gedruckt, das dauert ein paar Minuten. Wie das bei Druckern so ist, ging auch da etwas schief – … Continue reading „Print On Demand am Bahnhof in München“

Ganz altmodische Hardware, hat aber auch Vorteile

Steht gerade bei uns im Lehrerzimmer. Für sphärische Trigonometrie – ein Dreieck mit Innenwinkelsumme von mehr als 180° zum Beispiel. (Auch für nichteuklidische Geometrie möglich.) Und was isses? Ein Globus aus Tafel. Um mit Kreide darauf zu zeichnen.

Espresso Book Machine

Wie cool ist das denn? Die erste britische Espresso Book Machine steht in Blackwells Buchhandlung, Charing Cross Road, London. Die Maschine hat eine knappe halbe Million Titel im Angebot, bis Ende Sommer sollen es eine ganze Million sein. Sie sieht aus wie ein großes Kopiergerät und innerhalb von fünf Minuten druckt und bindet und spuckt sie ein ganz frisches book on demand aus. (Und bei Penguin kann man sich personalisierte Taschenbücher drucken lassen – statt handschriftlicher Widmung Foto und Text gleich auf der Seite gedruckt.)