Die Rechner meiner Kindheit und Jugend

(Weil ich gerade Nerd Attack! gelesen habe und bald dazu schreiben möchte.) Andere Kinder meiner Generation mussten sich einen Commodore 64 von den Eltern erbetteln – und wurden dadurch zu Computernerds, wenn sie Glück hatten. Ich hatte eine andere Art Glück insofern, als dass mein Vater regelmäßig die neuesten Rechner nach Hause brachte (und mir heute noch Hard- und Softwaretipps gibt). Ein richtiger Nerd bin ich nie geworden, weil ich mich dann doch mehr auf meine anderen spinnerten Hobbys konzentrierte, aber dass ich mit Rechnern aufgewachsen bin, hat mir viel gebracht. Magnavox Odyssey (1973) Die erste Spielekonsole. An dieses Gerät …

Fotowand

Wir dürfen ja nichts aufhängen oder ‑kleben an Wänden oder Türen, dafür ist ein Teil der Rückwand jedes Klassenzimmers magnetisch. Aber so richtig dauerhaft hält da auch nichts, Schweres ohnehin nicht. Ich habe trotzdem im Computerraum (dem einzigen Raum, in dem ich dieses Jahr unterrichte) das hier aufgehängt: In die durchsichtigen Plastikabteilungen kann man Fotos im üblichen 9x13-Format stecken. Diese Plastikvorhänge gibt es in verschiedenen Formaten und Ausführungen bis hin zum Duschvorhang. Die Fotos sind lauter Abbildungen von erinnernswerten Projekten oder Unternehmungen, die ich den letzten zehn Jahren mit Schüler unternommen habe. Bilder davon habe ich ja dank meines Blogs. …

Dial L for Listening

Ich bin seit einiger Zeit nicht mehr bei der Telekom, sondern kriege mein Telefon über meinen Internetanbieter. Dort kann ich mir ohne weitere Kosten zusätzliche Telefonnummern anlegen und auch wieder löschen, 10 Stück davon. Diese Nummern kann ich mit digitalen Anrufbeantwortern versehen, über mein Telefon und meinen Router oder über eine Webschnittstelle, wo ich eine Audiodatei hochladen kann (.wav, 8 kHz, also eher low-fidelity). Ich unterrichte ja kein Englisch mehr, aber wenn es doch mal wieder dazu kommt, werde ich mir zwei oder drei Nummern einrichten mit Ansagetexten verschiedenen Schwierigkeitsgrads, und dann lasse ich in der Schule Schüler die Nummern …

Blaue Beutel

Ich weiß nicht, wer damit angefangen hat, vor fünf, sechs Jahren. Jedenfalls haben wir seitdem stets ein halbes Dutzend Kühlbeutel im Eisfach im Lehrerzimmer. Die werden schon sehr gut angenommen, werden rege ausgegeben und wieder zurückgebracht. Ich weiß nicht, ob die Schüler sich heute mehr verletzen als früher, wir kamen jedenfalls ohne aus – aber ein lindernder Trost sind die Beutelchen allemal. Ich schwanke noch zwischen sinnvoller Einrichtung und überflüssigem Betütteln, aber das Bedürfnis nach den Kühlpacks ist auf jeden Fall da.

Also jetzt endlich: mein iPad

Zuletzt hat Felix Schaumburg gezeigt, welche Apps er auf seinem iPad in der Schule nutzt, jetzt will endlich auch ich mein iPad vorstellen. Die Kurzfassung: im Unterricht nutze ich es kaum. Ich zeige ohnehin nicht viele Präsentationen, und wenn, dann in offenen und freien Formaten, die das iPad nicht unterstützt. Außerdem gibt es bei uns in jedem Klassenzimmer Rechner und Beamer, die oft genug funktionieren, so dass ich gar nicht darüber nachdenke, das iPad zu verwenden. Trotzdem ist das iPad für mich sehr praktisch und nützlich und ich halte das Format eines solchen mobilen Geräts für zukunftstauglich. Wer nur gelegentlich …

Sport und Spiel

Sollte eigentlich jede Englisch-Fachschaft haben: So ein Set habe ich im Urlaub gesehen und vor kurzem bei amazon.co.uk bestellt – kostet £10, nochmal £12 Porto dazu, immer noch nicht viel. Natürlich ist das kein ernstzunehmendes Cricketset, es hat Kindergröße und ist vermutlich nicht sehr stabil, der Ball ist nur ein – für Schüler ohnehin eher geeigneter – einfacher Tennisball. Aber ein‑, zweimal im Jahr könnte man doch in einer Englischdoppelstunde auf die Wiese gehen und Cricketspielen spielen. In einem alten Blogeintrag gibt’s eine Einführung in Cricket. So richtig beherrsche ich das Spiel nicht, von den Kriterien für die Schiedsrichterentscheidungen und …

Ich und das Internet

Jens Scholz blickt auf 10 Jahre Blog zurück, und das macht mich auch ganz erinnerlich. Dieses Blog gibt es seit 2004, ein erstes Blog hatte ich im Herbst 2003. Den ersten Gästebucheintrag (also fast schon Web 2.0) hatte meine erste Webseite 1998, die Webseite gibt es seit 1996. Im Internet bin ich seit 1994 oder 1995. Das weiß ich noch, weil ich kurz nach meiner technischen Einführung an der Uni – ein Hinterzimmer mit einer kleinen Gruppe von Interessierten, ganz unspektakulär – mein erstes Buch über das Internet kaufte, Der Internet Navigator von Paul Gilster (deutsche Ausgabe 1994). In diesem …

Spaß mit dem Beamer

Weil Weihnachten ist, gibt es jetzt in manchen Pausen in der Aula Besinnliches per Beamer an die Wand. Und weil ich gerne herumspiele, habe ich mal ausprobiert, ob ich meinen kleinen Laptop mit der eingebauten Webcam auch anschließen kann. Es geht: Kamera auf Pausenhalle, Bild per Beamer an die Wand. Das nächste Mal probiere ich Rückkopplungseffekte aus – wenn ich die Kamera auf die Leinwand richte, auf die projiziert wird, sollte das tolle Effekte geben. Was ich damit machen will, weiß ich noch nicht. Für Theateraufführungen, so dass sich das Publikum im Hintergrund selber sehen kann? Sicher nicht zur bloßen …

Verursacherprinzip und Solidaritätsprinzip

Wir haben ein schönes neues Schulgebäude und Teppich. Deshalb sollen alle auf die Sauberkeit der Schule achten. Das klappt auch gut; die Schule sieht immer noch schön aus. Allerdings: so ganz zufrieden sind manche Schüler nicht, denn diese Sauberkeit erfordert Einschränkungen. (Keine Wasserspiele in der Aula, auch nicht für die Hochschulreifen.) Kein Murren gibt es allerdings beim Pausendienst. Der sieht so aus: Jede Woche räumt eine Klasse den offensichtlichsten Müll in der Aula und umliegenden Bereichen auf. Jede Klasse ist also einmal im Jahr dran, an fünf aufeinander folgenden Tagen. Pro Tag werden 6–8 Schüler eingeteilt, die gleich nach der …

Unser Theatron (im Sommer)

Ich warte noch auf den Historiker, der klärt, ob wir ein Theatron (mit Orchestra) oder ein Amphitheater auf dem Schulhof haben. Theatron scheint sich gerade durchzusetzen, ich neige selber auch dazu. Runde Fläche zum Spielen, Sitzreihen, die fast (aber eben nur fast) ganz herum gehen, Platz für 120 Schüler, denke ich, vielleicht auch 150. Ordentliche Akustik. Was tun mit einer 9. Klasse zum Ende des Schuljahres? Es ist heiß und chaotisch. Filme zeige ich nicht gerne, und Spaß machen die im heißen Klassenzimmer auch nur mäßig. Also haben Gruppen aus der Klasse in den letzten Stunden einzelne Szenen aus der …