Stein, Schere, Papier (zum Mitmachen)

Am Ende der 10. Klasse sollen die Schüler in Informatik an einem umfangreicheren Projekt möglichst selbstständig arbeiten. Dazu ist eigentlich keine Zeit, die meisten Informatiklehrer kommen so gerade mal über die Runden dieses Jahr – das erste Jahr mit Informatik in dieser Jahrgangsstufe. Aber für ein klitzekleines Projekt habe ich noch Zeit. Selbst Wikipedia weiß wenig über die Geschichte des Spiels Stein, Schere, Papier. Ich stelle mir gerne vor, dass schon die alten Germanen so etwas spielten. Jedes Jahr wird die Weltmeisterschaft darin ausgetragen. Man gewinnt durch psychologische Einschätzung des Gegners; am seltensten wird dabei (mit 29,6%) die Schere gewählt. …

Kugelspiel aus dem 5. Jahrhundert

Konstantinopel, 5. Jahrhundert, Marmor Berlin, Museum für Byzantinische Kunst (im Bode-Museum) Wettspiel, verziert mit Szenen aus dem Pferderennen Die Löcher stellen im Prinzip Abkürzungen der regulären Rennbahn dar. Ich war am Wochenende kurz in Berlin – Familienfeier, Kommunion der ältesten Basentochter. Sehr liebe Kinder, große Leseratten. Habe mir im Garten kleinen Sonnenbrand auf dem lichter werdenden Haupte geholt. Der Friseur wollte mich beim letzten Mal schon von einer verhüllenderen Frisur überzeugen. In Berlin viel Verwandschaft getroffen, schöne Erfahrung. Kann also sein, dass ich bald wieder mal nach Berlin komme. Dann melde ich mich hier, ob sich jemand mit mir zum …

Computerliches

Mann, der Computer. In der letzten Woche wieder mal richtig viel Zeit mit ihm verbracht, und damit meine ich: ohne Internetnutzung. Zum Ersten: Nach vielen Jahren der Ruhe hatte ich wieder regelmäßig den Blue screen of death. Mehrfach so, dass mein Windows nicht mehr starten wollte. Glücklicherweise habe ich parallel auch Linux installiert (auf einer zweiten internen Festplatte, sicher ist sicher), mit dem ich ebenfalls booten kann und so wenigstens an meine Daten und auch Windows wieder reparieren konnte. Woran es lag, war für mich als Laien auch nicht leicht herauszukriegen: Erst vor kurzem hatte ich den Arbeitsspeicher erweitert (von …

Rollenspieler um die 40 (okay, 41)

Letztes Jahr auf dem Klassentreffen habe ich einen Schul- und Spielfreund wieder getroffen und von ihm erfahren, dass sich ein Teil der Spieler- und Con-Runde, zu der zu gehören auch ich einmal die Ehre und das Vergnügen hatte, sich jedes Jahr Anfang November noch einmal zum Spielen trifft. Im November 2007 durfte ich mitmachen, dieses Jahr wieder. Schlafsack, Kartoffelchips, Gummizeugs, Schokolade, ganz wie früher. Das Spielen hat Spaß gemacht, ich bin allerdings permanent eingenickt. Peinlich. Aber nach zehn Uhr abends ist mir selten noch etwas anzufangen, und nach Schlafsacknacht sogar noch früher. Dazu zu viel Süßkram, zu wenig Bewegung und …

Geek Credentials

Gestern hatte ich einen langen Tag in Augsburg. Zuerst habe ich kurz auf einem Spielertreffen vorbeigeschaut – Eintritt 2,50 (oder 4 Euro für beide Tage) und dafür jede Menge Spiele und Spieler. Für Leute, die solche Spiele und Spieler kennen, ist das nichts Besonders. Aber vielleicht wissen einige meiner Leser gar nicht, was es da für eine bunte Szene gibt. Ich bin ja schon länger nicht mehr aktiv als Spieler, und Spiele mit angemalten Plastikfiguren mochte ich noch nie, aber ich habe mir einen Flyer von einem Münchner Spieletreff mitgenommen. Mal sehen, vielleicht geht was. Das war übrigens nicht nur …

Es war einmal (und viel mehr über weitere Erzählspiele, als ich eigentlich zu schreiben vorhatte)

1. Es war einmal Nachdem es vorgestern schon ums Erzählen ging, will ich mir auch endlich diesen Eintrag von der Liste schreiben: Bei Amigo ist 1997 das Spiel Es war einmal erschienen, die deutsche Ausgabe von Once upon a time (Atlas Games 1994, zweite Ausgabe 1995). “Es war einmal” ist einigermaßen bekannt und auch im normalen Spielwarenhandel zu bekommen. Das Spiel besteht aus über hundert Erzählerkarten, jeweils mit typischen Märchenmotiven: Charaktere (Kind, Prinzessin, Monster), Gegenstände (Schlüssel, Krone, Baum), Orte (Heim, Kapelle, Kerker), Eigenschaften (versteckt, wunderschön, blind) und Ereignisse (Falle, Wettbewerb, jemand wird verletzt). Jeder Spieler kriegt eine Handvoll dieser Karten …

Lost in Austen (Lesen 2.0)

Wer das Genre kennt, der kann sich gleich etwas unter Lost in Austen. Create Your Own Jane Austen Adventure von Emma Campbell Webster vorstellen. Man liest ein paar Seiten, wird dann vor eine Entscheidung gestellt und liest dann je nach Wahl auf der einen oder anderen Seite weiter. Dort liest man wieder einige Absätze, trifft wieder eine Entscheidung, und liest sich so kreuz und quer durch das Buch. Die Geschichte hat dabei mehrere Enden, glücklichere oder weniger glücklichere. (Ich habe mal ein solches Hobbit-Heft mit einer 6. Klasse gemacht.) Typischerweise sind solche Bücher Fantasy-Geschichten. Abenteuer in Katakomben, Skelette kommen auf …

Lovecraft und Wodehouse

Teil I: Lovecraft Wir gratulieren zur Gemeinfreiheit im Jahr 2008: Edith Wharton, J.M. Barrie (der von Peter Pan) und H. P. Lovecraft. Ah, Lovecraft! Meine LK-Facharbeit damals ging um “The Influence Of Edgar Allan Poe On Howard Phillips Lovecraft”. Immer noch stolz bin ich auf die Formulierung: “the Red Death crashing Prince Prospero’s party”. (Es ging um die Poe-Geschichte “The Masque of the Red Death”.) Einen sehr schönen Überblick zu Lovecraft gibt Wikipedia. Die Kurzfassung für diejenigen, die Lovecraft nicht kennen: Seine Horror-Kurzgeschichten aus den 1920er und 1930er Jahren sind stilprägendes Vorbild für Generationen von Autoren nach ihm. Ein typisches …

Killer (The Game of Assassination)

Ich treibe mich nicht mehr in Schülerforen herum oder gar in den Lokalforen, die bei unseren Schülern so beliebt sind. (Viel, viel, viel beliebter als die fast unbekannten Blogs.) Manchmal stoße ich allerdings trotzdem auf Beiträge, so wie neulich. Denn ich habe bei Google Alerts unter anderem den Namen meiner Schule abonniert. Das heißt, immer wenn Google eine neue Seite erfasst, auf der der Name vorkommt, dann kriege ich eine Mail mit dem Hinweis darauf. Oder so ähnlich. Und der Name meiner Schule fiel eben in einem solchen Forum, wo sich tatsächlich auch eine Schülerin einer meiner Klassen zu einer …

Crayon Physics

Ganz wunderschön ist Crayon Physics (im wiki.doebe.li gefunden, wo auch noch mehr zu Autor und Spiel steht, anschauen!): Man muss in jedem Level den Ball zum Stern kriegen. Das geschieht, indem man mit der Maus (oder dem Tablet-Griffel) Linien oder Rechtecke oder Eier oder sonstwas zeichnet. Die Objekte fallen dann jeweils nach unten, oder auch nicht, und die Optik ist ganz entzückend. Macht viel Spielspaß. Unbedingt den Videoclip anschauen. (Im Video sieht man eine Vorschau auf die Nachfolgeversion.)