My dog has no nose

„My dog has no nose.“
„Oh, and how does it smell?“
„Terrible.“

Habe ich heute den 6.-Klässlern erzählt, wegen neuer Lernvokabel „to smell“. Ein paar haben gleich gelacht. Ein paar auch dann nicht, als ich’s erklärt habe. I’m not quitting my day job yet.

Montags teile ich immer Lektüren aus. An unserer Schule gibt es nämlich eine löbliche Einrichtung: Für jede Klasse bis einschließlich der 10. gibt es Stapel von Englischlektüren, dreißig oder vierzig Stück. Zum Halbjahr wird mit einer Parallelklasse getauscht. In der Unterstufe wird sehr rege gelesen, in der 10. so gut wie nicht mehr. Was man ansonsten mit den Lektüren macht, bleibt dem Englischlehrer überlassen. Ich animiere meine Schüler zum Ausleihen und Lesen, jeweils Montag ist Tauschtag. Ab der 6. Klasse muss jeder Schüler außerdem eines der Bücher in der Klasse vorstellen.

Heute haben wir in einer Intensivierungsstunde (für Nicht-Bayern: lange Geschichte) nur gelesen. Ich habe selber auch geschmökert und Interessantes entdeckt:

1. In einem Buch war selbstgekritzelte Pornographie, einschließlich eines kurzen Daumenkinos. Kreativ, aber nicht zumutbar. Aus dem Verkehr gezogen.

2. In einem anderen Buch wird tatsächlich der erste Begriff in „wild birds“ durch eine Fußnote so erklärt: „wild: not domesticated“. Ah ja. Ich hoffe mal, dass „domesticated“ in der Fußnote vorher erklärt wurde.

3. „Let Me Out!“ von Antoinette Moses ist direkt spannend. Einfache Sprache, present, wenn ich mich erinnere, aber ein gedanklich nicht unkomplizierter Einstieg. Der Roboter Nolan erwacht gerade zu vollem Bewusstsein. Erst geht alles gut. Dann wird er eifersüchtig auf den Hund seines Erschaffers und wirf ihn (den Hund) aus dem Fenster. Als Herrchen das nicht lustig findet, wird er ins Bad gesperrt und verdurstet dort qualvoll. Dann sucht sich Nolan einen neuen Ingenieur als Familienanschluss. Überraschend direkt.

4. „The Mystery of the Blue Mines“ von Kris Anderson: „There is something wrong with the Blue Mines at Arralooma in Central Australia. Is the company only mining opals there, or are they doing other things?“ (Hint: „But there’s also a scientist at the mine. That’s very strange. There’s never a scientist at an opal mine.“) Die Geschichte beginnt mit einem dramatischen Tod, worauf der Held zu Hilfe gerufen wird. Könnte glatt eine Geschichte um Doc Savage sein. Zum Lesen ist sie vielleicht gar nicht so spannend, aber das in Fortsetzung vorgelesen, so richtig dramatisch… hm, mache ich vielleicht mal. Ein schöner Public-Domain-Abenteuerroman in einfachem Englisch wäre noch besser.

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