Nachschlagewerke, die ich von A‑Z gelesen habe

Zu den sechs kuriosen Dingen über mich als Nachtrag meine kleine Liste der Nachschlagewerke, die ich von A‑Z gelesen habe.

In keiner besonderen Reihenfolge:

  • The Penguin Dictionary of Modern Humorous Quotations. Compiled by Fred Metcalf. (319pp)
  • Very interesting… but stupid. A book of catchphrases from the world of entertainment. Compiled and introduced by Nigel Rees. (160pp)
  • Frankensteins Gruselkabinett von A‑Z. Carey Miller, Schneider-Buch. (128pp)
  • Imaginary People. A Who’s Who of Modern Fictional Characters. David Pringle. (518pp)
  • On the Air. The Encyclopedia of Old-Time Radio. John Dunning. (822pp)
  • Oulipo Compendium. Edited by Harry Mathews & Alastair Brotchie. (333pp)
  • The Oxford A to Z of Word Games. Tony Augarde. (249pp)
  • King Kong, Spock & Drella. Was sie schon immer über amerikanische Pop-Kultur wissen wollten. Denis Scheck. (358pp)
  • The Traditional Games of England, Scotland, and Ireland. Alice B. Gomme. (2vols, 433pp and 531pp)
  • Lexikon des Kriminalfilms. Meinolf Zurhorst. (362pp)
  • Lexikon des Science Fiction Films. Ronald M. Hahn/Volker Jansen. (1037pp)
  • Von Atlantis bis Utopia. Ein Führer zu den imaginären Schauplätzen der Weltliteratur. Alberto Manguel und Gianni Guadalupi. (400pp)
  • The Penguin Encyclopedia of Horror and the Supernatural. Jack Sullivan. (482pp)
  • Lexikon der phantastischen Literatur. Rein A. Zondergeld. (314pp)
  • 100 Years of American Newspaper Comics. An Illustrated Enyclopedia. Maurice Horn. (413pp)
  • Kleines Wörterbuch des Kostüms und der Mode. Claudia Wisniewski. (282pp)
  • Kleines Wörterbuch der Architektur. (144pp)
  • Complete World Bartender Guide. (462pp) Ein Beispiel für mehrere Cocktailbücher. Erschienen 1978
  • William Safire, Safire’s Political Dictionary. (829pp) (Updated and expanded edition 2008)
  • Craig Conley, Magic Words. A Dictionary. (352pp)

Nicht aufgenommen habe ich vergnügliche, alphabetische Bücher, die zu wenig Nachschlagecharakter haben – The Meaning of Liff natürlich, Lost Worlds von Michael Bywater, The Devil’s Dictionary von Ambrose Bierce, Dummdeutsch von Eckhard Henscheid, Das Chasarische Wörterbuch von Milorad Pavić und The Future Dictionary of America. Ebensowenig R.C. Bell, Board and Table Games from Many Civilizations. Revised Edition. Two volumes bound as one, da das Buch nicht alphabetisch, sondern nach Spiel-Arten sortiert ist. Nicht aufnehmen konnte ich einige Bücher, die ich nicht mehr habe, insbesondere den geschätzten Lexikonband Zitate und Sprichwörter aus dem Bücherregal meiner Eltern.

Für ein Stöckchen ist das wohl etwas zu speziell.

Tag der Kommandozeile

Heute ist Tag der Kommandozeile (behaupte ich mal). Ah, sieht das schööööön aus. Ganz so wie früher. Und schneller ist das auch.

Als ich nach Wordpress-Themes gesucht habe, bin ich auf CLI gestoßen: Command Line Interface (Wikipedia). Wenn man sich an das Navigieren gewöhnt hat, geht das mindestens so schnell wie mit der Maus. Leider funktioniert das Theme-Switcher-Plugin bei mir nicht richtig, damit könnte man den Besuchern der Seite verschiedene Themes zur Auswahl an bieten – die herkömmliche Lehrerzimmer-Seite und die Kommandozeile. Also schalte ich einfach mal alles auf Kommandozeile und bitte diejenigen, die das völlig verwirrt, um Verzeihung und einen Tag Geduld.

Man sieht sehr schön, das die Wordpress-Methoden, wie auch die der üblichen Betriebssysteme, eben nicht nur mit der Maus aufgerufen werden können, sondern auch auf andere Art und Weise.

Neue Kommandozeilen-Befehle kann man leicht selber erstellen: Zum Beispiel habe ich das Kommando “recent” ergänzt, mit dem man die Titel und Nummern der letzten sieben kommentierten Beiträge anzeigen lassen kann. Man liest sie dann mit “read 217”. Zum Impressum kommt man über “i” oder “impressum” (die anderen fixen Seiten laufen noch nicht). Das macht soviel Spaß, dass ich Lust habe, dafür ein eigenes Blog anzulegen. Auch für zwei der beliebtesten Schimpfwörter habe ich einfache Reaktionen eingebaut, schon mal wegen der alten Textadventure-Zeiten.

Ein paar Sachen funktionieren noch nicht so recht; die Linkfunktion verweist noch auf die alten Links; die Blogroll funktioniert ebensowenig wie verschiedene Plugins, und beim Besucherzähler weiß ich es noch nicht. Wichtige Befehle:

  • “r” gibt einen zufälligen Beitrag
  • “l”, “n” und “p” dienen zum Blättern (last, next, previous)
  • “c” um einen Kommentar abzugeben
  • “comments” um die aktuellen Kommentare zu lesen
  • “read” um den aktuellen Beitrag zu lesen; “read 846” oder nur “846”, um Beitrag Nummer 846 zu lesen; mit “cursor 846” wählt man den Beitrag aus, ohne dass der gezeigt wird
  • “categories” zeigt die Kategorien, “category XXX” die Beiträge zur jeweiligen Kategorie
  • im Notfall: “help”

Viel Spaß beim Spielen!

(Nachgetragene Links: CLI-Blog des Autors und das Entwickler-Blog dazu mit Ausblicken auf die neueste Version mit neuen Features. Ich will ein CLI-Zweitblog!)

Erste Referendariatsstunde

Kreide fressen berichtet von seiner aktuellen ersten Stunde selbst gehaltenen Unterrichts im Referendariat. Spannend. Ich kenne das alles, was er erzählt, so gut. Viele Fehler mache ich heute noch, manche notgedrungen, manche ohne Absicht. Hokey erzählt sehr schön, worauf man in eienr Stunde achten muss. Davon macht man sich zuerst einmal keine Vorstellung.

Täte mir übrigens gut, so ein Auffrischungsskurs, und manchen Kollegen bestimmt auch. In einer simulierten Referendariatssituation wäre es vielleicht leichter, Kritik anzunehmen – im Moment schaut man sich den Unterricht gegenseitig kaum an und gibt und erhält keinerlei Rückmeldung.

Mein Referendariat war übrigens ganz okay. Zumindest jetzt so in der Erinnerung.

Neue GSO

Nach der letztes Jahr etwas voreilig verkündeten GSO-Änderung scheint es jetzt doch so weit zu sein; heute schreibt das Kultusministerium in einer Pressemitteilung, dass zum kommenden Schuljahr eine neue Gymnasiale Schulordnung gilt. Online zu lesen gibt es sie aber noch nicht, deswegen kann ich auch noch nicht viel dazu sagen. Die neue GSO “eröffnet den einzelnen Schulen größere Entscheidungs- und Gestaltungsspielräume”. Schreibt das KuMi jedenfalls.

Speed Dating

Habe ich mir von einer Kollegin abgeguckt: Heute im Englisch-LK haben wir Speed Dating gemacht. Dafür braucht man möglichst gleich viele Schülerinnen wie Schüler, sagen wir jeweils zehn. An jedem Tisch sitzt eine junge Dame, zu ihr setzt sich ein Herr, die beiden haben 3 Minuten Zeit, miteinander zu plaudern und separat auf ihrem Merkblatt anzukreuzen, ob sie an einer Verabredung mit dem Gegenüber interessiert sind. Danach wird gewechselt: Jeder Herr geht an einen anderen Tisch. Und so hat man nach gut dreißig Minuten zehn kurze Gespräche geführt. Am Schluss sammelt der Veranstalter die Zettel ein und gibt den Paaren, bei denen beide ein Interesse an einem Wiedersehen geäußert haben, per E‑Mail die jeweiligen Adressen, so dass sie eine Verabredung ausmachen können.

Eine Anleitung gibt es es hier, zusammen mit pdf-Dateien der Merkzettel für die Teilnehmer.

Wir haben das natürlich nicht mit Ankreuzen gespielt, geschweige denn mit Einsammeln. Aber ich hatte Frank Sinatra dabei (“soft music” hieß es als Vorschlag bei der Adresse oben; und Kuschelrock-CDs habe ich keine) und Aufkleber, so dass sich jeder Nummer und Vorname auf den Pullover kleben konnte. “Hello how are you my name is Herbert” und so weiter.

Ich musste als Herr aushelfen. Ich hoffe, meine Flirtversuche sind als plumpe Übertreibungen erkannt worden. (“But forget about me. Let’s talk about you for a while.” Oder: “Oh, do you act? I was sure you were a model or something.”)

Man könnte das auch variieren, indem jeder Spieler ein Adjektiv/Adverb kriegt, nach dem er oder sie sich benehmen muss, und die anderen müssen das herauskriegen. Arrogant, timid, creepy, desparate fallen mir da ein. Aber das ist vielleicht für Fortgeschrittene.

Informatikstudium ab der 11. Klasse

Die TU München bietet für Schüler ab der 11. Klasse an, nachmittags an Informatikvorlesungen und begleitenden Übungen teilzunehmen. Im Programm sind zur Zeit: Einführung in die Informatik, Technische Informatik, Softwaretechnik, Diskrete Strukturen, Datenbanken, Datenstrukturen und Algorithmen.

Das ganze kostet die Schüler nichts, sie müssen sich allerdings mit diversen Unterlagen bewerben. Die durch die Vorlesungen und Übungen erworbenen Credits (die Schüler schreiben bei den regulären Prüfungen mit) werden von der TU München aufs Bachelor-Studium angerechnet.

Ich werde meinen Schülern zumindest davon erzählen; man lernt sicher viel dabei, auch wenn man danach vielleicht doch etwas anders studiert.

Zeugniszeit 1 (und Podcasts)

Termine, Formalitäten und Heilige Regeln, schriftlich niedergelegt oder von Druidenmund zu Druidenohr weitergegeben, mögen sich unterscheiden: Aber alle bayerischen Gymnasien verbindet die Tatsache, dass es bald Zeugnisse gibt, dass man heftig mit dem Lineal in Notenbögen herumfuhrwerkt und dass jeder viel zu tun hat. Deshalb nur kurz:

Heute habe ich in der S‑Bahn diesen Podcast von Listen to English – learn English! gehört. Es geht darin um den Vorschlag, Wölfe in Schottland auszuwildern, um den Rehbestand klein zu halten, so dass es wieder mehr Wald gibt. Viereinhalb Minuten für Englischlernende.
Und da ich Boxen im Klassenzimmer meiner 6. Klasse habe, und die Klasse vor kurzem die Vokabel “deer” gelernt hat und wir uns im Buch gerade im Lake District in Nordengland befinden, und es zumindest um Natur geht, habe ich meinen Schüler den Podcast vorgespielt. Ich wollte vor allem ein Gefühl dafür kriegen, wie schwer oder leicht die Sprache für sie ist. Das Ergebnis: Kann man auf jeden Fall machen. Die Schüler haben fast alles bis zumindest das Wichtigste verstanden. (Ich hatte den Podcast allerdings auf drei Portionen aufgeteilt, sicherheitshalber.)

Früher hat man in der S‑Bahn ab und zu eine englische Zeitung gelesen und da gleich Material für den Kurs ausgeschnipselt. Das geht jetzt auch mit Podcasts, schon in der 6. Klasse. Ganz ohne Kopiergerät, wenn man dafür Boxen hat.

Schönes über Powerpoint

Kein Mensch kann gleichzeitig lesen und zuhören.

Sehr schön Zusammengefasstes zu Powerpoint gibt es bei chrisp’s virtual comments, das werde ich gleich so für die 6. Klasse verwenden. Dort ist Präsentationssoftware nämlich Stoff im Informatikunterricht, und die Schüler müssen zu einem Biologiethema eine Präsentation erstellen. Ich versuche zwar ohnehin schon, den Einsatz von bunten Schriften und einfliegendem Gedöns zu dämmen (und muss mich da manchmal gegen Kollegen durchsetzen), aber so nachvollziehbar formuliert wie dort habe ich das noch nicht gelesen.