Poo! (The Giggler Treatment cont’d)

Tafelbild neulich:

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Und so kam’s:

Seit Anfang März gibt es The Giggler Treatment von Roddy Doyle auch gelesen auf CD. Das gab letztlich den Ausschlag für dieses Buch als Klassenlektüre in meiner 6. Klasse.

Ich habe schon mal auf das Buch hingewiesen, hier nochmal kurz die Prämisse: Die Giggler sind kleine, sehr gut getarnte Heinzelwesen, deren Aufgabe darin besteht, Kinder an Erwachsenen zu rächen, wenn die Erwachsenen ungerecht zu den Kindern waren: Wenn ein Erwachsener einen Pups lässt und einem Kind dafür die Schuld gibt, oder wenn die Eltern sagen, dass es Hühnchen gibt, wenn es tatsächlich Fisch ist.
Und Mr Mack war gemein zu seinen Kindern. Also besorgen sich die Giggler einen Hundehaufen vom Familienhund (der damit einen guten Nebenverdienst hat) und legen ihn mitten in Mr Macks Weg.
Am Anfang des Buches ist er noch vier Schritte davon entfernt, nach drei Kapiteln nur noch einen Schritt. Da stellt sich heraus, dass Mr Mack das gar nicht so gemeint hatte und die Strafe viel zu groß ist: Wird es den Gigglern, den Kindern und dem Hund Rover noch gelingen, Mr Mack vor dem Schlimmsten zu bewahren?

Das ist die Handlung. Dazu kommt eine furiose Erzählweise, abstruse Kapitelüberschriften und viele sonderliche Randbemerkungen. Gelesen wird das auf der CD von Tommy Tiernan mit mächtig irischem Akzent und einem dreisilbig ausgesprochen „Giggler“. Den Schülern macht’s auch Spaß, wir haben die ersten Seiten gemeinsam gelesen und angehört, über die Osterferien können sie weiterlesen, und in der Schule nehmen wir uns dann manche Kapitel nochmal vor.

Ich weiß noch nicht genau, was ich mache, sicher was zum Erzähler und zur Zeitbehandlung. Irgendwas Produktives wäre schön, und Wortschatz erweitern: Auf den ersten Seiten haben sie schon poo, pile und peak kennengelernt. (Daher das Tafelbild.)

Roddy Doyle kenne ich schon vom ersten Buch an, The Commitments, noch vor deren Verfilmung. Sehr schönes Musikbuch, man hat beim Lesen die Lieder im Ohr. Das Buch hat mir damals mein Musikfreund empfohlen: das ist so jemand, der einem ab und zu Kassetten aufnimmt mit schrägem Zeug, auf das man sonst nie gekommen wäre. Ein bisschen wie Jimmy in The Commitments.
Auch die folgenden beiden Bände – zusammen werden sie jetzt Barrytown-Trilogie genannt – haben mir sehr gut gefallen (beide auch verfilmt). Bis hierhin war Roddy Doyle nur nominiert für den Booker Prize gewesen, aber mit dem nächsten Buch hat er ihn gekriegt; allerdings haben mir die späteren Bücher nicht so gefallen, so dass ich ihn aus den Augen verloren hatte. Dann stieß ich aber auf seine Kinderbücher, von denen The Giggler Treatment das erste ist. Klasse.

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