Rollenspielen 2014

Rollenspiel_2014_Telegramm18. April – 17. April 1938
Überfahrt auf der RMS Andania von Liverpool nach Nova Scotia, auf dem Weg nach Montreal. Wir müssen aus dem Nachlass einer Anthropologin ein seltenes Buch über Afrika besorgen.

1. Mai – 5. Mai 1938

Montreal. Die Übergabe des Buches gelingt nicht: Die Kanzlei wird überfallen, das Buch geraubt. Wir recherchieren und vermuten als Drahtzieher Deveraux Cartier aus Ottawa. Der hat wohl nicht nur das Buch geraubt, sondern ist verantwortlich für den Diebstahl eienr Reihe afrikanischer Statuen, die sein Großvater einst besessen (oder eher: gestohlen) hatte, die aber in alle Winde verstreut wurden.

6. Mai – 8. Mai 1938
Cartiers Anwesen in Ottawa ist verlassen, aber die Spur führt nach Tanger in Marokko.

9. Mai – 14. Mai 1938
Mit dem Zug nach New York, dann mit dem Dampfer Normandie („ein Meilenstein des Passagierschiffbaus“, Wikipedia) nach Le Havre

14. Mai – 16. Mai 1938
Mehr Nachforschungen. Dann mit dem Flugzeug nach Tanger, wo die letzte Statue gestohlen wurde. Unser Kontaktmann hilft uns beim Organisieren der Reise.

16. Mai – 17. Mai 1938
Unser Kontaktmann lockt uns in eine Falle; er gehört zur Verbrecherbande Cartiers. Den Hinterhalt in Alexandria überstehen wir mit Schrecken und kleineren Verletzungen, aber Cartier ist natürlich schon längst weiter.

18. Mai – 3. Juni 1938
Wir fahren den Nil hinunter nach Luxor. (Oder „Luksohr“, wie es auf der alten deutschen Karte tatsächlich heißt. Überhaupt natürlich alles mit altem Kartenmaterial.) Dann rüber ans Rote Meer und auf einem Frachter weiter nach Süden. Port Sudan, Massawa, Dschibuti, dort Umsteigen in die sehr viel komfortablere Motovane Neptunia (Schwesterschiff bei Wikipedia). Dort kreuzen sich unsere Pfade mit den Deutschen, die uns schon in den letzten Spielen geplagt haben. Ein Versteckspiel um abgehörte Funksprüche und Telegramme, Lauschen an Kabinentüren und -böden, aber tatsächlich waren die Deutschen diesmal nicht die Hauptschurken, sondern nur interessierte Parteien. In Mombasa angekommen, werden wir die Verfolger los.

— Ne, so geht das nicht weiter. Ich schreibe ja immer mit, wenn auch nicht so gründlich wie Frau Thea Kohler (Archäologin), aber knapp zwölf Seiten Reisenotizen sind es diesmal schon geworden. Nach drei Tagen Rollenspiel bin ich jetzt zu erschöpft, als dass ich die ganze Geschichte spannend nacherzählen kann, deshalb nur kurz: Es ging dann noch weiter nach Tanganjika, bis hin zu einer Ausgrabungsstätte, wo wir Cartier zuvorkommen wollten, und am Schluss musste dann doch das Dynamit ran. Am meisten Verletzungen gab es beim Klettern in den Bergen, da war keiner von uns gut. Schön war das alte Kartenmaterial, und erschreckend die Karten des kolonialisierten Afrika, also welcher europäischen Nation was gehörte.

Ansonsten: Deutlich weniger Süßigkeiten zwischendurch als in den Jahren zuvor. Wir werden halt auch alle reifer. Am besten in Erinnerung: Die Fahrt auf der Neptunia, das Katz-und-Maus-Spiel mit den Deutschen.

Jetzt aber erst mal wieder Schule, die Ferien sind vorbei.

Rückblick:
2007 – nur eine Zeile nebenbei.
2008 – etwas ausführlicher, mit Bild.
2009 – nur eine Zeile nebenbei.
2010 – einigermaßen ausführlich.
2011 – etwas Text, zumindest mit Bild.
2012 – nur ein Absatz.
2013 – ausführlicher.

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