Rückblick auf Kartoffelkiste KW43

Donnerstag: Salat aus Kombinats-Genossenschaftsanteil.
Freitagabend: Wurstsalat aus Rettich (Kombinat), Regensburger, roten Zwiebeln, Käse, einer kleinen grünen Paprika (Kombinat), Essiggürkchen, und der geheimen Zutat Essiggürkchensud. Danach Vanillepudding.

Samstagabend: Curry aus Rind, Zwiebel, Knoblauch, Ingwer; eine Quitte, die dringend weg musste, kam auch noch rein. Nichts aus der Kiste verwendet. Ursprünglich war wohl mal die Idee, ein Rindercurry mit grüner Paprika zu machen, aber dann lief das doch anders.

Sonntagabend: Heringssalat mit roter Bete und Apfel aus der Kiste, dazu Zwiebel, Dill, Essiggürkchen, Schmand.

Vom Rote-Bete-/Heringssalat habe ich drei Tage gegessen, vom Curry auch. Irgendwann war das aber auch durch und ich durfte wieder etwas Neues machen.

Dienstagabend: Karottenmatsch (aus der Kiste) mit Limettenjoghurt, eingelegten Zwiebeln und einem Pesto aus Pistazien, Koriandergrün, Frühlingszwiebeln. Überall viel Knoblauch dran. (Rezept hier.) Eine gute Idee, um viel Karotten loszuwerden.
Mittwochabend: Spaghettikürbis aus der Kartoffelkiste – dazu Parmesan, Butter, Frühlingszwiebeln, Salbei, Kondimente (die dann doch nicht gebraucht wurden).

Den Kürbis musste ich dann aber nicht mehr alleine essen.

Arbeitsauftrag Aufbau Internet, Klasse 7, jetzt ohne Magnete

In Informatik zeige ich immer noch den Mausfilm, der bei den Schülern und Schülerinnen inzwischen historisches Interesse weckt. (“Gibt es so etwas heute noch?” “Warum sind die Monitore so groß?”) Zur Folgestunde habe ich mir vor ein oder zwei Jahren diese Grafik gemacht, anhand derer ich Inhalte wiederhole oder sichere. Die wird an die Tafel projiziert, und dazu gibt es große beschriftete Kärtchen, und eine Schülerin oder mehrere kommen vor und heften die Kärtchen mit einem Magneten an die Tafel. Semi-enaktiv kann man das nennen.

Seit Anfang dieses Schuljahrs halte ich es aber so, dass die Schüler und Schülerinnen im Informatikunterricht zumindest meiner Jahrgangsstufen 6 und 7 grundsätzlich und ohne nachzufragen sich a) am System anmelden, b) sich bei Mebis anmelden, und c) schauen, mit welcher Aufgabe die Stunde oder Doppelstunde beginnt. Da steht dann auch jedesmal etwas – selten mal ein Lückentext, meist ein: lade eine Datei herunter, oder kopiere eine Datei aus dem Vorlagenverzeichnis in dein Verzeichnis, öffne sie, Arbeitsauftrag dazu, oder Aufgaben im Buch.

Das finde ich enorm praktisch: Die Klasse übt das mit den Passwörtern und Zugängen und das Arbeiten mit Mebis, und ich vorne habe Zeit mich zurechtzufinden und niemand muss warten, bis alle da sind und alle ihr Zeug haben und ich endlich “Guten Morgen zusammen” sagen kann. Das mit dem Gutenmorgensagen hole ich dann natürlich nach. Und diese Klasse wird mit Mebis arbeiten können in den Folgejahren.

Also mache ich auch nicht mehr das mit der Tafel und den Magneten. Die Schüler und Schülerinnen kriegen gleich die Vektorgrafikdatei zum Download, statt Papierkärtchen zu Verschieben gibt es verschiebbare Textelemente. (Manche davon sollen sie kopieren, wenn sie mehr als eines davon brauchen.) Alles so eingestellt, dass man nur verschieben und nicht versehentlich die Größe oder den Inhalt ändern kann beim Anpacken. Dann versuchen alle das alleine zu lösen. Das kann man dann virtuell-enaktiv nennen.

Vorlage:

Ergebnis am Ende:

Das sollen alle dann zuerst als pdf-Datei exportieren, und dann können sich alle das ausdrucken und ins Heft einkleben. Das alles dauert schon so vierzig Minuten, hauptsächlich weil der Umgang mit Software ziemlich unvertraut ist – das letzte Jahr ist lang her. Natürlich könnten sie gleich aus dem Dokument heraus drucken, aber sie sollen ja auch das mit dem Export kennenlernen. (Upload bei Mebis wäre natürlich auch noch gegangen.)

Kartoffelkiste KW 43 – meine letzte Woche alleine damit

Geplant:

  • Salat: wie immer gleich am Donnerstag
  • Rote Bete: mit den Äpfeln als Salat – mit Bismarckhering? (Freitag)
  • (Samstag: Irgendwas mit indischen Hülsenfrüchten und vielleicht Fleisch.)
  • Karotten: smashed carrots mit Limettenjoghurt und einem Pesto (Sonntag)
  • Paprika: nebenbei, oder mit dem Rettich: gehobelt, mit Käsewürfeln, vielleicht Regensburger-Scheiben als Wurstsalat? (Montag)
  • Spaghettikürbis: wartet eine Woche, bis Frau Rau wieder da ist

Ansonsten sehr geschäftige Woche, verständlicherweise. A/B‑Klassen, Deutsch-Schulaufgabe, Treffen hier, Technikberatung da. Freue mich sehr aufs Wochenende. Den Freitag nur halbwegs vorbereitet, aber rechtzeitiger Feierabend ist wichtiger als gute Vorbereitung.

Rückblick auf Kartoffelkiste KW 42 als Strohsingle

(Hier der ursprüngliche Inhalt der Kiste.)

Donnerstag: 2/3 grüner Salat, dazu Quesadillas mit kleineren Resten drin, und Käse natürlich; gebraten in anderen Resten von irgendeinem tierischem Fett, das ich im Kühlschrank in einem Tiegelchen hatte – Schweinebauch von vor ein paar Tagen, möglicherweise.
Freitag: 1/3 grüner Salat und Ruccola. Zum Auffüllen: Reisreste, mariniertes Rind, Zwiebel (musste weg) und Paprika. Der Rest von so etwas ist dann meist das Mittagessen am Folgetag.
Freitag: Mantanghong-Rettich (“watermelon radish”) in Salzlake zum Fermentieren. Inzwischen im Kühlschrank, in zwei Wochen fertig. Rezept hier.
Samstag: Radicchio mit Blauschimmelkäse und Dressing dazu – das habe aber nicht ich gegessen, sondern Frau Rau in der Reha vorbeigebracht.
Samstagabend: Spinat, letzte Salzzitrone, Blauschimmelkäse, Eigelb war auch ein übriges da. Das Fitzelchen oben ist eine Probe selbst eingelegter Habanero-Chilischote, immer noch recht scharf, aber schon genießbar.
Sonntagmittag: Rest-Radicchio mit 1 Chilischote und Currypulver angebraten, mit etwas Pickle als Füllung für Hefeteigfladen, die dann angebraten werden, ganz vage an indischen parathas orientiert, aber nicht so gut. Rest für Montagmittag geplant.
Sonntagabend: Das macht man mit Chicoree da, wo ich herkomme – Tagliatelle, Lachs, Sößchen aus Knoblauch, Zwiebel, Sahne, Gemüsebrühe, Zitronensaft (diesmal mit Crème fraîche und ohne Zwiebel, weil halt im Haus beziehungsweise nicht). Rest für Montagabend geplant, weil ich schon wusste, dass ich da nicht zum Kochen kommen würde.
Dienstagabend: Wirsing mit aufgetauten Salsicce. Nur mit dem eigenen Fett der Wurst gebraten… aber dennoch hat das einen Schnaps danach nötig gemacht.
Mittwochabend: Paella für einen, im Bild noch am Werden. (Auch gleich für morgen.) Nichts aus der Kiste verwendet, da war schon alles weg. Ansonsten außer dem Reis fast alles aufgetaut: Hühnerbrühe von irgendwann mal, Erbsen, Meereszeug. Rote Paprika aus dem Glas. Ein einfaches Gericht, wenn man alles im Haus hat – sieht nur enttäuschend ähnlich aus wie die Abbildungen auf Tiefkühlpaella-Packungen.

Im Rückblick: Viel Deftiges, wenig Kompliziertes; es musste schnell gehen, und es sollte genug übrig bleiben für mindestens zwei, manchmal auch drei Mahlzeiten. Und man hört es vielleicht heraus, ich denke irgendwie gerne in Resten. Morgen kommt dann die nächste Kiste, die letzte, mit der ich ohne Frau Rau fertig werden muss.

Geschäftiges Wochenende mit Videokonferenzvorbereitung

  • Freitagnachmittag: Schulleitung meldet sich mit Texten, die ich schon mal für die Homepage vorbereiten soll, sobald das Landramtsamt die erwarteten A/B‑Wochen verkündet. Das geschieht dann auch noch am gleichen Abend.

  • Samstagvormittag: Anfrage wegen Elternbeirats-Projekt: Am Montag hätte eigentlich ein traditioneller Berufsinformationsabend stattfinden sollen, mit Referenten und Referentinnen, die in Zeit-/Raum-Slots ein Berufsbild vorstellen. Der fällt jetzt aus, wegen Alarmstufe 3 im Landkreis. Ob man den nicht über unser Videokonferenzsystem machen könnte?

Ich halte es für mutig, aber mutig ist gut. Also schnell ein paar Sachen zusammengetippt und online in unsere Cloud gestellt. Die Links verteilt, auch wenn die Dokumentation natürlich noch nicht fertig ist.

  • Samstagmittag: Frau Rau in der Reha besucht:
  • Samstagabend: Ein Elternteil macht bei der Technik mit und hat gleich mitgedacht und sich den passenden Account besorgt und geübt. Damit sind wir schon zwei feste Moderatoren. Im Idealfall gibt es für jeden Raum einen Moderator – an der Uni wäre das eine studentische Hilfskraft. Ich beginne damit, ein paar Schüler und Schülerinnen aus dem Technik-Team anzuwerben, auch wenn die etwas Umstände bei der Rechtevergabe erfordern und vor allem ja selbst Zuhörer in den Räumen sein sollen. Andere melden sich gleich freiwillig, weil sie davon gehört haben. Eine Lehrkraft gesellt sich auch noch dazu, damit sind wir halbwegs genug für die Moderation.

  • Sonntagvormittag: Ich erstelle Konferenzräume, kopiere die Referent:innen vom übersendeten Tabellendokument in eine Online-Tabellendokument und schicke den Link dazu herum. Später kommen dann noch Änderungen bei den Referent:innen und den Uhrzeiten, aber das ist für die Dokumentation halb so wild, weil das nun mal ein Online-Dokument ist und keine Datei, die in verschiedenen Versionen hin und her geschickt wird.

Typischer Ablauf: Schüler kommentiert im Onlinedokument (Kommentierung ist allen erlaubt, Bearbeitung nicht); mein Handy ist so eingestellt, dass es mir Bescheid gibt, ich kann gleich zur Seite und den Kommentar bearbeiten. Dazu parallele Kommunikation über E‑Mail und Schulcloud-Chat.

  • Sonntagnachmittag: Testlauf mit einigen Referent:innen und einigen Schülern. Probleme beim Hochladen und Integrieren mancher Dateiformate in den Präsentationsmodus. Zur Not geht aber immer auch, den Bildschirm oder ein Fenster zu teilen.

Dazwischen Unterricht für (fast) die ersten zwei Tage der Woche vorbereitet und Aufträge an die B‑Gruppe verteilt. Rest muss dann am Dienstagmorgen und ‑nachmittag kommen.

  • Montagnachmittag: Die Präsentationen der Referent:innen kommen nach und nach, ich lade sie in den für alle freigegebenen Online-Tauschordner hoch. Von dem aus müssen die Moderatoren sie später nach Eröffnung der Videokonferenz hochladen.
    Außerdem Update der Dokumente mit Aktualisierungen.
  • Montagabend: Etwa 200 Angemeldete (einschließlich der Refenten und Referentinnen und etwa fünfundzwanzig Mehrfachanmeldungen); in 10 Konferenzen, mit einer Handvoll Moderatoren. Vier Zeitschienen. Und alles funktioniert. (Schon vorher hatte ich mich gefragt, was ich hier wohl posten würde, wenn der Abend in die Hose gegangen wäre. Bei allen Berichten an survivorship bias denken.) Nächstes Mal kann man sicher noch einiges verbessern, aber das war doch schon ein höchst befriedigendes Gefühl. Es war auch schön, mit lauter Leuten – Eltern, Schülern – zusammenzuarbeiten, die gleichzeitig eingehende E‑Mails empfangen und beantworten und in einer Konferenz sein können. Und auch noch den Chat am Handy im Auge halten und den Chatverlauf in der Konferenz.
    Viel habe ich von den Vorträgen nicht mitgekriegt. Ich hatte einen Browser mit zehn Tabs offen, drei davon waren die mir zugeteilten Konferenzen, zwischen allen blätterte ich hin und her, um zu schauen, ob jemand Hilfe braucht. Ton war aus, beziehungsweise immer nur der einer Konferenz auf einmal war an. Zwischen den Schienenwechseln aß ich kalte Pasta und spazierte ein bisschen herum.

Für Schulen, die das vielleicht schon lange so machen, ist das alles wahrscheinlich unspektakulär. Aber bei uns, so zum ersten Mal und mit so wenig Vorbereitung, war das schon aufregend.

Erfahrung: Die Eltern sind recht fit. Ich neige zum lehrermäßigen Erklärmodus, damit ich auch wirklich alle mitnehmen, aber die können das eigentlich alleine. Sind wohl Videokonferenzen gewöhnt inzwischen. Dass die Schüler fit sind, wundert mich nicht (nicht die ganze Generation, keineswegs, aber die im Technikteam) – die haben alle mehr Monitore als ich und können damit umgehen.

Frage: Muss das alles so sein? Gehört das zum Berufsbild des Lehrers? Vermutlich nicht. Eigentlich und in Zukunft will man für so etwas einen digitalen Hausmeister oder eine Hausmeisterin. “Wir brauchen bitte eine Konferenz an folgendem Datum zu folgenden Bedingungen.” So wie das Aufstuhlen in der Aula. Allerdings gibt es auch in der Aula das Technikteam der Schule aus Schülerinnen und Schülern, für die das eine Lerngelegenheit ist. – Aber so weit sind wir zum einen noch nicht. Zum anderen macht es mir Spaß, unsere Systeme auszuprobieren und mit Technik zu jonglieren. Es geht ja auch leicht, wenn man das schon einige Male gemacht hat. Selbst wenn das nicht zu unserem Berufsbild gehört.*

*Ich wollte ja mal nach dem Abi kurz in der Flugsicherung arbeiten, so im Tower, oder war zumindest auf einer Veranstaltung dazu. Sich mit Ton und Video kurz in laufende Konferenzen einklinken, um nach dem Rechten zu sehen, ans Ende zu mahnen, Präsentatorenrechte zu verteilen, sich dann zu verabschieden in den nächsten Raum, das hat schon was.

(Und alles ohne zentrale Produkte von Microsoft, Google, Apple – lokal verwenden selbstverständlich alle, was sie wollen.)

Wochenrückblick, Schulcontent

BigBlueButton getestet mit Freiwilligen aus meinem Oberstufenkurs, andere testeten gleichzeitig mit einem anderen Kurs. Nur mal so, sicherheitshalber.

Fortbildung zu BBB gegeben – was heißt Fortbildung: Eingeladen zu Sitzung, das war’s fast schon, alles weitere ist Bonus.

Fachsitzung gehabt, leider in Präsenzform, weil nicht jeder seine Post vom Kultusministerium liest, in der steht, dass vor allen Gremiensitzungen und ähnlichen zu prüfen ist, ob das wirklich in Präsenzform stattfinden muss.

Erklärvideo zu unserer Schulcloud erstellt. Würde gerne mehr Videos erstellen (erstellen mag ich, anschauen nicht), aber mir fehlt die Zeit.

Schülersprechstunde gehabt: Frau Rau hat, vermutlich bei einem Vorbild bei Twitter, mal erfahren, dass jemand seine oder ihre Schüler und Schülerinnen zu kurzen Sprechstunden-Gesprächen einlädt, ab Anfang des Schuljahrs, um sie ein bisschen kennenzulernen und Gelegenheit für Fragen zu bieten. Und das schlägt sie mir, behutsam, immer wieder mal vor, oder ich empfinde das so – jedenfalls habe ich das jetzt endlich gemacht und mache Termine mit allen aus meinem Elftklass-Deutschkurs aus. Stellt sich heraus: Bis jetzt machen alle anstandslos mit, und einige haben richtig Gesprächsbedarf. Und ich frage, wie sie zu meinem Fach stehen und zu anderen, wie’s in der Schule läuft, ob sie Zeit genug dafür haben, ob sie Pläne haben, alles hoffentlich freiwillig genug, so dass niemand antworten muss.

So sehe ich auf dem Weg zur Schule gerade aus:

Hat etwas düster Superheldenhaftes, finde ich, und jetzt verstehe ich, was die jungen Leute an Hoodies so finden.

Schönes Fundstück von Ludger Humbert, hier als Screenshot, da das Original inzwischen ausgebessert ist:

Es geht um die erste Zeile, wo “zehn Arten von Menschen” den Witz ja völlig kaputt macht. Denn es müssen “10 Arten von Menschen” sein, weil im Binärsystem die 10 die Zahl 2 (in unserem Dezimalsystem) repräsentiert. Aber ein wohlmeinender Redakteur hat die 10 in “zehn” umgewandelt, weil man im Deutschunterricht und vielleicht auch auf der Journalistenschule lernt, dass Zahlen unter 13 ausgeschrieben werden. Ich sehe das auch immer in Deutsch-Aufsätzen, wo den Schülern und Schülerinnen jede Zifferzahl unter 13 ausgebessert wird. Selber bin ich da flexibler, und selbst Wolf Schneider sieht das ebenso. Grundsätzlich stimmt die Regel natürlich schon. Aber bei einem Countdown finde ich Ziffern in Ordnung, und immer dann, wenn Exaktheit signalisiert wird, und “zehn bis 15 Minuten” zu schreiben finde ich affig.

Apropos Fundstücke, das folgende habe ich auch im Lehrerzimmer ausgeteilt. Ich weiß leider nicht mehr, bei wem auf Twitter ich das gefunden habe. Moniert wurde bald, dass Frostblumen ohnehin stets außen innen am Fenster sind.

Tatsächlich musste ich das Konzept “Pimmelnase” erklären, und wie Bingo geht. (Wer zuerst wahrheitsgemäß 5 in einer Reihe, orthogonal oder diagonal, angekreuzt hat, gewinnt.) Ich vergesse immer, dass nicht alle auf Twitter sind.

Kiste leeren, neue Kiste (KW 42)

Heute nur Bilder aus der Küche, pädagogischen Content gibt es morgen wieder. Sagt man überhaupt noch Content? Ich glaube, das war nur so eine Phase zwischendurch.

Zucchini verarbeiten:

Zucchini, Krabben, Ingwer, kleine rote Chilis, Fischsoße, Zitronensaft und ‑schale (weil die weg sollte, sonst wäre es Limette gewesen)

Lauch verarbeiten:

Schweinebauch gekocht, dann in Scheiben kross gebraten, dazu Lauch, Zwiebeln, fermentierte schwarze Bohnen

Ich versuche zwar, unter der Woche kein Fleisch zu essen, aber das war das, was mir das Web zu Lauch und schwarzen Bohnen anbot. (Alternative: Rindfleisch, mit mehr Chilis, ist mir erst danach eingefallen.)

Dazwischen: Pasta mit Käsesoße. Chilis gepickled; flapjacks gemacht. Die wurden nicht so, wie ich sie mag.

Und heute kam die neue Kiste:

Spinat, Radicchio, bunter Rettich, Äpfel, Wirsing, Ruccola, Chinakohl, Salat

Pläne:

  • DO: Salathälfte, dazu Käsereste zu Quesadillas verarbeitet
  • FR: Andere Salathälfte, dazu… weiß noch nicht.
  • SA: Radicchio zu Frau Rau vorbeibringen? Abends dann was mit Spinat?
  • SO: Wirsing mit Wurst?
  • MO: Chinakohl mit Lachs und Nudeln (Standardrezept)
  • DI: Chinakohl mit Hackfleisch, vage asiatisch?
  • Irgendwann mal den Rettich picklen, vermutlich. Ansonsten koche ich abends gerade meist so viel, dass das dann auch mein Mittagessen für die Schule am Tag darauf ist.

Nachtrag: Salat und Quesadillas, wie angekündigt. Solche Weizentortillas habe ich gerne mal im Haus für einen schnellen Snack, hier gefüllt mit den letzten eingelegten Selleriewürfelchen, Käse, eingelegte Jalapeños waren auch im Kühlschrank, ebenso eine scharfe rote Paste (in diesem Fall chinesisch und aus Bohnen, und etwas zu salzig, aber hey, passt). Ich habe gleich die ganze Packung Tortillas verarbeitet, dann habe ich morgen einen Snack für die Schule.

Wochenende mit Kiste und Arbeit

Am Freitag half mir ein lieber Gast, mit dem großen Schopf Endivie fertig zu werden. Es wurde aus der einen Hälfte eine Suppe (Zwiebel in Butter anschwitzen, Honig dazu, geschnittene Endivie dazu, mit Gemüsebrühe – tiefgekühltes Reste aufbrauchen! – füllen, köcheln, pürieren, Schmand dazu), aus der anderen Hälfte ein römisches Beilagengemüse, das mir auf Twitter gleich zweimal empfohlen wurde:

Essen mit Abstand: Endiviensuppe, Endiviengemüse, Spinat-Flammkuchen mit Tomätchen

Dazu Flammkuchen mit dem Spinat aus der Kiste. Von all dem aß ich noch am Samstag und Sonntag den Tag über, deswegen wurde Samstagabend nicht gekocht, sondern roh gegessen:

Käste, Chutney, Toast, schlampiger grüner Salat

Ein halber Salatkopf, das selbstgemachte Grüne-Tomaten-Chutney, Toast und Käse.

Projekt Austrinken: Bitte, keine Sorgen machen. Ich trinke gar nicht so viel, und wenn Frau Rau nicht da ist, mache ich auch keine Flasche Wein auf. Aber ich habe mir vorgenommen, die überflüssigen Likörflaschen auszutrinken. In der Bar stehen nämlich seit Jahren einige Flaschen, die alle ziemlich, aber eben nicht ganz leer sind, und die wir nicht brauchen. Die trinke ich jetzt aus, zur Note mit Tonic oder Ginger Beer: Kahlua, Eierlikör (gut, der steht noch nicht so lang), Crème de Cacao weiß (nur ein Finger hoch, wobei der tatsächlich für grasshoppers gebraucht wird – aber die neue Flasche steht schon lange daneben), ein Käuterlikör, Drambuie.

Mittagssnack am Sonntag, nach dem Laufen:

Schnelles Sandwich mit Käse und Chutney/Pickle.

Nachmittags Kommunion der jüngsten Nichte: Auf fünf Termine verteilt, Plätze in der Kirche streng limitiert. Kein Restaurantbesuch. Ich war nicht dabei, schaute nur zu Kaffee und Kuchen vorbei. Selbst da war mir nicht ganz wohl, auch wenn ich Distanz gehalten habe, wenn auch ohne Maske. Schade, denn ich hätte mich gerne mehr mit den beiden Schwestern unterhalten.

Ein Gast konnte nicht dabei sein, da seine Firma private Fahrten in Risikogebiete verhindern möchte. Und der betroffene Landkreis ist Risikogebiet. Es ist der Landkreis, in den ich jeden Wochentag zum Arbeiten fahre. Aber Maskenpflicht im Unterricht braucht es nicht, sagt das Gesundheitsamt, weil die Infektionen alle an anderen Schulen sind und nicht bei uns. Das ist mir herzlich egal, bei mir wird seit Mitte letzter Woche Maske getragen.

Mittags gab’s die restliche Endiviensuppe, schmeckte sehr gut, abends den restlichen halben Salatkopf, dazu Mozzarella-Tomatenmark-Basilikum-Toasts aus der Pfanne:

Morgen dann Zucchini, am Dienstag Lauch? Dazwischen viel Arbeit. Und ja, das war ein bisschen viel Toastbrot auf den Bildern. Aber der Schwerpunkt lag halt darin, den Salat loszuwerden.

Verschnaufpause

Am Dienstag Big-Blue-Button-Fortbildung angeboten, sozusagen – aber was heißt schon Fortbildung? Zu einer BBB-Konferenz eingeladen und in der BBB vorgestellt – sich bei unserer BBB-Installationen einen Account geben lassen und einfach mal hingehen, das ist ja eigentlich schon alles. Danach einfach mal alle Knöpfe drücken.

(Und festgestellt, dass IOS mit Safari große Schwierigkeiten hat und macht.)

Danach Green Shakshuka nach diesem Rezept gemacht, auf Kommentatorin Annes Vorschlag hin:

War gut, aber mir fiel auf, dass das dann eigentlich auch nur Spinat mit Ei drauf ist, obwohl green shakshuka viel cooler klingt.

Am Mittwoch Klassenelternabend, nicht online, aber etwas reduziert: Sehr interessant. Die Eltern wollen – verständlicherweise – schon genau wissen, was im Winter, was bei der nächsten Schulschließung passiert.

An dem Tag war ich den ganzen Tag in der Schule, von acht bis halb zehn. Die letzte Stunde war aber Bonusrunde im Lehrerzimmer. Trotzdem war das ein anstrengender Tag, und die Ex, die ich morgen herausgeben wollte, muss jetzt noch ein Wochenende warten.

Gelernt: Ein Kollege bietet ein W‑Seminar an “Verschwörungstheorien nach 1945”. Klingt sehr spannend, ich habe auch schon damit spekuliert. Aber ohne Abbé Barruel ginge bei mir nichts, und die Protokolle sind sicher auch noch dabei.

Donnerstag Lyrik-Aufsätze in 10. Eine Doppelstunde nur Vorlesen: Im Buch sind sechs oder sieben moderne Gedichte, alle zum Thema Liebe, daneben bot ich noch einmal Sturm und Drang an. Alle Schüler und Schülerinnen mussten letzte Woche alle Gedichte überfliegen und sich eines aussuchen und das analysieren. Ziel: ein Aufsatz, den geübten Kriterien entsprechend. Und den so schreiben, dass sie ihn vortragen können und dass die anderen dem Gedankengang folgen können. Heute dann eben das Vorlesen begonnen, und es hörte sich alles sehr gut an. Die Klasse war interessiert und neugierig und wohlwollend und bekam dafür interessante und nachvollziehbare Gedanken. Auch ich kam eigentlich bei jedem Text auf neue Ideen, auch weil ich mich ja selber nicht so gründlich mit den Gedichten beschäftigt hatte.*

Donnerstag ebenfalls die neue Kartoffelkiste. Am Salat werde ich viel Essens haben:

Äpfel, Endivie, Feldsalat, Zucchini, Salat, Spinat, Lauch, Spaghettikürbis

Zum Abendessen aber nur ein bisschen Käse mit dem Grüne-Tomaten-Chutney von letzter Woche, dazu der Feldsalat:

*Nachtrag: Pädagogische Überlegungen, die ich mir vorher dazu gemacht hatte:

  • Ich habe eine Doppelstunde, die ich nicht groß vorbereiten muss.
  • Die SuS kriegen noch Rückmeldung zu einem Aufsatz, ohne dass ich den schriftlich korrigieren muss.
  • Die Sus kriegen viele Beispielaufsätze zu hören.
  • Die Schreibenden haben ein Publikum, für das sie verständlich schreiben müssen, und das dem Vortrag und Gedankengang folgen können muss, und erhalten Rückmeldung über das Gelingen.
  • SuS hören Texte über Gedichte, die sie nur oberflächlich kennen, und lernen dabei Neues: Interpretationen sind ja Gedichtvorstellungen, in dem man einem Publikum Dinge über ein Gedicht erzählt, auf die das Publikum allein nicht so schnell gekommen wäre.
  • (War dann auch gut, einen Podcast mit diesen Inhalten würde ich mir anhören!)

Strohsinglekochen Woche 1, weitere Fotos

Seit Anfang August wartete ich auf einen Blumenkohl in der Kartoffelkiste, um dieses Rezept auszuprobieren, und jetzt war ja endlich einer drin:

Weil mir zu Blumenkohl nicht viel einfällt und Frau Rau nicht alle Blumenkohlgerichte mag. (Außer mein Blumenkohlcurry, aber das kenne ich ja schon.) Und Käse, Käse geht eh immer. Also Blumenkohlröschen mit Currypulver, etwas Öl und Salz im Ofen garen. Eine Bechamel mit viel Käse (und Senf, Knoblauch) machen. Filo-Blätter buttern, Springform auslegen, mit Bechamel, Blumenkohl, Bechamel füllen, zuklappen.

Sieht am Ende nicht mehr ganz so gut aus wie am Anfang, hat aber sehr gut geschmeckt (Kunststück, Blumenkohl in Käsesoße ist halt auch Klassiker) und wird mir noch den einen oder anderen weiteren Tag schmecken.

Am Tag darauf keine Bolognese, nur um den Sellerie halbwegs loszuwerden. Wer soll denn das alles essen? Und eingefroren ist genug… heute brachte der Putzmann auch noch tiefgefrorene polnische Wurst vorbei. (Ich hatte ihm bei der Steuererklärung geholfen.) Also habe ich Eiersalat nach dem Rezept von Sabine gemacht und für diesen die Hälfte des Selleries eingelegt. Der wird dann zusammen mit der großen Paprika und dem Restsellerie mein Mittagessen in der Schule morgen:

Jetzt habe ich eingelegten Sellerie, und das immer noch besser, als nicht eingelegten zu haben, jedenfalls wenn man keine Bolognese will.

Aus dem restlichen Filoteig habe ich diese fancy bread sticks gemacht, weil ich die vor vierzehn Jahren schon mal gemacht hatte und wusste, dass ich das Rezept nicht gesichert hatte. Also gegoogelt und nachgeholt.

Schmeckten sehr gut, sehen aber lange nicht so aus, wie sie das vor vierzehn Jahren taten. Nach wiederholter Lektüre des Rezepts sah ich auch, das ich mich nicht ganz daran gehalten hatte, und will das beim nächsten Mal ändern.

Ist das viele Kochen ein wenig neurotisch? Ein bisschen vielleicht, aber ich bin alt genug, und habe meine kleinen Absonderlichkeiten im Griff.