Schöne Lieder

Schon mal verlinkt, aber nichts daraus geworden, deshalb jetzt eingebettet: Jonathan Coulton, „The Presidents“. Washington came first and he was perfect, John Adams kept us out of war with France Jefferson made a Louisiana Purchase In 1812 James Madison kicked the British in the pants James Monroe told Europe they could suck it John Quincy Adams looked just like his Dad Andrew Jackson got rid of all the Indians Van Buren served one term but he wasn’t bad Sollen die Europäer mal nicht so spotten über die geschichtslosen Amerikaner. Der Ton ist nicht so besonders, ich habe außerdem noch eine … Continue reading „Schöne Lieder“

Wieviel Aufwand man mit einem warmen Käsebrot treiben kann

Man braucht dafür Folgendes: Ich weiß nicht, wo und wann ich dem Käsebrot, von dem dieser Blogeintrag handelt, zum ersten Mal begegnet bin. „Welsh rabbit“ oder „Welsh rarebit“ hieß es, und das allein ließ mich das Gericht nicht vergessen. In jungen Jahren muss ich bei der Zubereitung des Gerichts einmal versagt haben, dunkel erinnere ich mich an so etwas. Zum vorletzten Mal bin ich dem Gericht bei Karl Philipp Moritz begegnet, jawohl, dem von Anton Reiser, in seinem schönen Buch Reisen eines Deutschen in England im Jahr 1782, das es leider beim Project Gutenberg nur auf Englisch gibt. Nur beim … Continue reading „Wieviel Aufwand man mit einem warmen Käsebrot treiben kann“

Fotos aus dem Urlaub

Das bekannte Seebad in Südengland, wie üblich. Erholt. Viel gegessen, ein bisschen gelesen, iPad auf Urlaubstauglichkeit getestet. (Bericht folgt.) Und zwei schicke Jacken gekauft. Eine eher albern als schick, aber das wird mich nicht davon abhalten, sie in der Schule zu tragen. Ein ruhiges Eckchen der Strandpromenade: Ab 6 Uhr grillen am Strand erlaubt: Ein kleiner Pavillon, das Licht nicht nachbearbeitet: Tageswanderung: Das Wappentier der Familie: Wandern in England halt: Erste, noch nicht ausgereifte Experimente mit Tilt-Shift-Simulation:

The Great Stink

Stellen wir uns eine frühe neuzeitliche Großstadt vor. London. Am Anfang des 19. Jahrhunderts eine Million Einwohner. Die müssen alle aufs Klo. Wie funktioniert das eigentlich? Es gibt zu diesem Zweck keine Kanalisation, die dient lediglich zum Abtransport von Regenwasser, das, wie man das so kennt, in gulleys läuft, auch in überbaute Flüsse und Flüsschen, und letztlich in der Themse landet. Wohin also mit den Fäkalien einer Millionenstadt? In den Keller natürlich, oder jedenfalls in Senk- oder Klärgruben. Wenn die voll sind, wird der Inhalt – vom ehrenwerten Berufsstand des nighsoil man – aufs umliegende Land gebracht, wo die Fuhre … Continue reading „The Great Stink“

A Green and Pleasant Land

Wiedergelesen: Kenneth Grahame, The Wind in the Willows (1908). Ein Klassiker. In einzelnen Episoden, aber auch einer übergreifenden Handlung, werden die Abenteuer von Maulwurf, Wasserratte und Kröte erzählt, die alle unten am Fluss wohnen. Dachs spielt auch eine wichtige Rolle, aber der lebt etwas zurückgezogener im Wald und sucht weniger die Gesellschaft anderer Tiere. Wiedergelesen hatte ich das Buch vor allem, weil ich mich an eine Episode erinnerte, die mich beim ersten Mal irritiert hatte. Die Tiere begegnen darin dem Gott Pan, ohne ihn recht zu erkennen und ohne sich danach an ihn erinnern zu können. War Pan damals populär? … Continue reading „A Green and Pleasant Land“

Englische Schilder 2009

Ich knipse jedesmal Schilder, wenn ich in England bin. Vielleicht für den Englischunterricht: What would you eat? Translate the menu items. What is the most important information? What do people want you to know or do after reading the sign? Speisekarten-Vokabular ist international, kulturell, historisch und im Geschäftsleben nützlich, ist mit allen Sinnen zu lernen, lehrreich und nahrhaft.

Alan Bennett, The Uncommon Reader

Ein äußerst liebenswürdiges schmales Bändchen. Die Prämisse: Die Queen entdeckt zufällig und eher spät in ihrem Leben, dann aber um so heftiger, das Lesen. Der Hofstaat sieht das gar nicht gern: Sie wird unpünktlich, dafür aber weniger ungeduldig bei Zugfahrten; sie lernt, mit einer Hand aus der Kutsche zu winken, während sie heimlich in ihrem Buch liest (das ihr der Sekretär immer zu verstecken versucht). Bei Gesprächen mit Diplomaten und öffentlichen Auftritten stellt sie unerwartete Fragen („Was lesen Sie gerade?“), und weil sie sich nicht um ihn kümmert, bricht der Premierminister seinen Aufenthalt in Balmoral mit irgendeiner fadenscheinigen Ausrede („‚trouble … Continue reading „Alan Bennett, The Uncommon Reader“

Secret Government Warehouses

(Aus der Reihe: Alles muss raus. Angefangene Blogbeiträge des Jahres 2008 aufräumen.) Die bekannteste Lagerhalle meiner Jugend ist die aus dem Ende von Raiders of the Lost Arc. Die Kamera fährt – das Ende von Citizen Kane zitierend – langsam über fast endlose Stapel von Kisten, großen und kleinen, alle behördlich bestempelt und eingestaubt. Auch die Bundeslade, das magische Artefakt, das Indiana Jones und seine Freunde den ganzen Film über viel Mühe und fast das Leben gekostet hat, findet dort anscheinend einen anscheinend endgültigen Ruheplatz. All die Arbeit, nur damit das Objekt dort unter Verschluss gehalten werden kann? Angedeutet wird … Continue reading „Secret Government Warehouses“

Elisabethanisches Essen

The Supersizers Go… Elizabethan. Das Konzept der Serie: Für jeweils eine Woche isst und kocht das Team wie in einer vergangenen Periode. Ich habe die erste Folge in England gesehen, da war es die Zeit des Zweiten Weltkriegs: Rationierung, Knappheit, Improvisation. In dieser Folge geht es um elisabethanisches Essen (also etwa aus der Shakespeare-Zeit). Natürlich das Essen der reichen Leute, nicht das der armen. Viel Fett, viel Fleisch, viel Zucker – und dennoch hatte das Team am Ende der Woche Gewicht verloren. Beispiel für ein Festessen auf dem Land, für Königin und Gefolgschaft, nur mal der erste Gang: Whole Pygge … Continue reading „Elisabethanisches Essen“

Maccaroni and Cheese

Ich ess ja gerne mal ungesund. Ein englisches Nationalgericht ist neben Cheese on Toast auch Maccaroni and Cheese. Das kann sicher lecker sein, Nudeln in Käsesauce. Kann man gut machen. Tatsächlich wird das Zeug aber auch in Dosen verkauft. Wenn man die aufmacht, sieht das dann so aus: Und das schmeckt richtig, richtig grässlich. Ich habe zwei Löffel davon gegessen, sogar heiß gemacht. Künstlich, weich, sabberig. Jetzt fehlen mir nur noch die kleingeschnittenen Spaghetti mit Tomatensauce aus der Dose. Schlimmer können die nicht sein. Es gibt aber auch leckeres Essen in England: Das Wetter ist ordentlich, ich warte aber auf … Continue reading „Maccaroni and Cheese“