Zwischen den Zeilen schreiben (1)

Zusammenfassung: Keine Geschichte erzählt alles. Der Leser muss immer Lücken füllen, sei es bei dem Äußeren einer Person oder bei einem Vorgang. Diese Leerstellen entstehen absichtlich, unabsichtlich, durch Fehler des Autors, durch fehlerhafte Überlieferung, und sind unvermeidbar. Man kann sie füllen, indem man sich ihnen spielerisch-wissenschaftlich nähert oder dadurch, dass man sie literarisch mit anderen Geschichten füllt.

Zwischen den Zeilen schreiben

Nachdem ich mich mehrere Monate lang mit diesen Elementen beschäftigt hatte, kam ich zu der Schlussfolgerung, dass die Reise um die Erde in 80 Tagen zwei Geschichten umfasste. Eine war die äußere, die offensichtliche, von Verne als interessante, aber keineswegs harte Abenteuergeschichte erzählt. Die andere war esoterisch, im Verborgenen angesiedelt und voller gefährlicher Implikationen für die Menschheit.
Philip José Farmer, Das echte Log des Phileas Fogg

1. Von Shakespeare und Jules Verne

Beweisstück A: The Macbeth Murder Mystery

Wenn ich Shakespeare in der Schule mache, und selbst wenn nicht, ist „The Macbeth Murder Mystery“ von James Thurber ein Baustein, den ich immer wieder verwende. Die kurze Geschichte von 1943 besteht fast nur aus dem Dialog eines namenlosen Erzählers mit einer amerikanischen Touristin. Beide sind in England im Urlaub, und die Touristin hat als Reiselektüre statt eines ihrer geliebten Kriminalromane versehentlich eine Penguin-Ausgabe von Shakespeares Macbeth erwischt. „It was a stupid mistake“, so beginnt die Geschichte, aber da die Frau nichts anderes zu lesen hatte, las sie eben Macbeth, und zwar wie einen Krimi. Der hat ihr dann nicht gefallen, weil er sich nicht an die entsprechenden Regeln hält – klar ist für sie, dass es nicht Macbeth gewesen sein kann, der den König umgebracht hat. Ihre Krimierfahrung sagt ihr, dass der offensichtlich Schuldige unschuldig sein muss. Stattdessen vermutet sie während des Lesens zuerst Banquo, der dann aber die zweite Leiche des Stücks ist. Auch eine gute Krimitradition, dass der erste Verdächtige das zweite Opfer wird. Das verdächtige Verhalten von Macbeth und Lady Macbeth wird dadurch erklärt, dass beide jeweils den anderen für den Täter halten und versuchen, die Aufmerksamkeit von ihm abzulenken. Auch das Rätsel des dritten Mörders wird einbezogen – in Akt III, Szene 1 werden zwei Mörder gedungen, die Banquo töten sollen, in Szene 3 sind es plötzlich drei, die die Tat ausführen. Wer ist dieser dritte, der explizit und verwundert begrüßt wird mit „But who did bid thee join with us?“ Thurbers Leserin weiß die Antwort: Es ist Macduff, der in Wirklichkeit hinter der Sache steckt.

Diese Geschichte habe ich während meiner Thurber-Phase im Studium wiederentdeckt, ich kannte sie aber bereits aus einem alten Schulbuch. Auch zu Schulzeiten habe ich die nächste Geschichte gelesen.

Beweisstück B: Das echte Log des Phileas Fogg

Für diesen Science-Fiction-Roman hat Philip José Farmer seine Reise um die Erde in 80 Tagen von Jules Verne sehr gründlich gelesen. Zur Erinnerung: Darin geht der exzentrische Brite Phileas Fogg die Wette ein, in 80 Tagen einmal um die Welt zu reisen – auch mit den modernen Beförderungsmitteln von 1872 keine Kleinigkeit. Begleitet wird er von seinem Diener Passepartout, verfolgt und behindert von einem Detektiv, der ihn für einen flüchtenden Bankräuber hält.

Farmer sind beim Lesen einige Merkwürdigkeiten und unbeantwortete Fragen aufgefallen. Wo hat Phileas Fogg seine umfassenden geographischen Kenntnisse her, woher seinen Reichtum? Das fragen sich selbst die Klubkollegen Foggs bei Verne. Warum ist Pünktlichkeit für Fogg so wichtig? Ist es nicht ungewöhnlich, dass er seinen bisherigen Diener entlässt, weil das Wasser für die morgendliche Rasur nur 28 statt den üblichen und gewünschten 30 Grad heiß ist? (Meine Verne-Übersetzung, zu der später noch etwas zu sagen ist, fragt explizit: „Was mochte sich James Forster gedacht haben, als er es schon bei [zu niedriger Temperatur] vom Feuer nahm?“) Der neue Diener erscheint um halb elf desselben Tages, trotzdem will Fogg bereits Empfehlungen erhalten und gute Auskünfte über ihn bekommen haben? Und warum, fragt sich Farmer als gründlicher Leser, schlagen alle Uhren Londons um 8 Uhr 50 abends, als Fogg zum Ende des 34. Kapitels ankommt, die Wette scheinbar verloren? Wörtlich heißt es bei Projekt Gutenberg (Übersetzer nicht angegeben): „[A]ls der Gentleman auf dem Bahnhof ankam, schlug es acht Uhr fünfzig Minuten auf allen Uhren Londons.“ Im Original: „[Q]uand le gentleman arriva à la gare, neuf heures moins dix sonnaient à toutes les horloges de Londres.“ Seit wann schlagen Uhren denn um eine so krumme Zeit?

Fußnote zur Ausgabe des Verne-Romans im Hause Rau, in der Übersetzung von Eugen Stotz: Das ist eine von diesen Übersetzungen, die das Original verbessern und ergänzen. Nicht nur korrigiert sie das im ersten Absatz genannte Todesjahr von Richard Brinsley Sheridan vom ursprünglichen (und falschen) 1814 auf das historisch korrekte 1816, sie übersetzt den Ankunft in London auch mit: „Als Mr. Fogg in London ankam, war es 8,50 Uhr.“ Ohne schlagende Uhren. Es mag ja nett gemeint sein, echte oder vermeintliche Fehler des Originals auszubessern oder zu übergehen. Aber es macht einen großen Unterschied, wie Dorothy Sayers in „Aristotle on Detective Fiction“ schreibt, ob auktorial die Zeit angegeben wird in der Form „Jones came home at 10 o’clock“, worauf sich der Krimileser dann verlassen kann, oder ob neutral erzählt wird mit den Worten: „The grandfather clock was striking ten when Jones reached home“ – dann sagt das noch lange nichts über die tatsächliche Uhrzeit aus.

Farmer nimmt sich diese und andere merkwürdige Stellen in Vernes Roman vor und kommt zu der Erkenntnis, dass Verne nicht die wahre Geschichte von Phileas Fogg erzählt hat. 1947 wird bei Bauarbeiten das echte, in einer unbekannten Schrift verfasste und schlecht erhaltene Reisetagebuch Foggs gefunden. 1962 wird es von Sir Beowulf William Clayton entschlüsselt, zu dessen Familie Farmer bereits aufgrund biographischer Nachforschungen Kontakt hatte, auf die später noch ausführlicher eingegangen werden wird. Jedenfalls gelingt es Farmer, die echten Geschehnisse zu rekonstruieren, und eben die präsentiert er in Das echte Log des Phileas Fogg. Und ja, auch das Rätsel der um 8.50 Uhr schlagenden Uhren wird darin gelöst.

— Bei der Thurber-Geschichte geht es darum, die Fakten des Originaltexts möglichst unangetastet zu lassen (dritter Mörder, verdächtiges Verhalten von Macbeth, Todesfälle) und eine andere Geschichte drumherum zu schreiben, diese Fakten anders zu interpretieren. Bei Farmer geht es um genau das gleiche: Lücken zu finden und in diese Lücken etwas anderes, Unterhaltsames hineinzuschreiben. Der grundlegende Unterschied zwischen beiden Texten ist der, dass der eine ein literarisches Spiel mit einem fiktionalen Text – nämlich Macbeth – ist, während der andere davon ausgeht, dass der Ausgangstext – also die Reise um die Erde in 80 Tagen – reale Ergebnisse beschreibt, wenn auch unvollständig.

Weiter geht es deshalb mit Gedanken zu den oben angesprochenen Lücken in Texten.

2. Über Lücken in Texten

Alle Texte enthalten solche Lücken, und es gibt verschiedene Ursachen für sie. Zum einen lässt ein Autor manchmal bewusst Fragen offen. Das kann sein, weil die Antwort darauf unwichtig ist oder eine Sache schlichtweg geheimnisvoll bleiben soll, wie die Frage nach Phileas Foggs Vergangenheit und seinem Reichtum bei Verne. Oder das kann sein, weil der Autor davon ausgeht, dass ein sorgfältiger Leser auch dann auf die Antwort kommt, wenn der Autor sie nicht explizit in den Text geschrieben hat. Das sind die berühmten offenen Enden in der Kurzgeschichte, oder die Ehebruchszene in Effi Briest, die allenfalls ganz fein angedeutet wird. Oder Pablo in Tortilla Flat von John Steinbeck, der in das Haus von Mrs. Torelli geht, um Brennholz für sich und seine Freunde zu besorgen. Was er im Haus mit Mrs. Torelli getan hat, um sich das Holz zu verdienen, wird nicht explizit gesagt, aber doch deutlich gemacht. Forschungsfrage für spätere Recherche: Ab wann gibt es diese Art Lücken? Lücken aus Diskretion gibt es jedenfalls mindestens seit Cervantes.

Dann gibt es noch die Fragen, die deshalb nicht im Text beantwortet sind, weil sie so nicht im Text gestellt werden. „Scheitert Werther an sich oder an seiner Umwelt? Erörtern Sie!“, wie wir im Erörterungsbusiness gerne mal von Schülern wissen wollen. In Pride and Prejudice and Zombies von Jane Austen und Seth Grahame-Smith gibt es im Anhang eine Sammlung solcher Fragen, darunter etwa:

8. Vomit plays an important role in Pride and Prejudice and Zombies. Mrs. Bennet frequently vomits when she’s nervous, coachmen vomit in disgust when they witness zombies feasting on corpses, even the steady Elizabeth can’t help but vomit at the sight of Charlotte lapping up her own bloody pus. Do the authors mean for this regurgitation to symbolize something greater, or is it a cheap device to get laughs?

Ein Text mit vielen solcher Leerstellen, Stellen zum Einhaken, regt dazu an, diese Leerstellen zu füllen – anders als bei unseren Beispielen oben geschieht diese Füllung in der Schule aber nicht beliebig, sondern eng am Text festgemacht. Nein, Effi Briest ist nicht von Außerirdischen manipuliert worden.

(Charles G. Finney ist in The Circus of Dr Lao so nett, in einem Anhang „The Questions and Contradictions and Obscurities“ aufzulisten – offene Fragen des Buchs, etwa: „9. If the circus didn’t come to Abalone on the railroad and didn’t come on trucks, how did it get there?“)

Andere Leerstellen entstehen durch Lücken in der Überlieferung. Hat Sigurd/Siegfried Brünhild schon bei einem früheren Abenteuer getroffen und sich mit ihr verlobt, oder war der Trick mit dem Feuer, als er sich für Gunnar/Gunther ausgegeben hat, doch die erste Begegnung?
Die Lieder-Edda, einer der beiden wichtigen Quellen zur germanischen Mythologie, ist in vor allem einer Handschrift überliefert, dem Codex Regius (Wikipedia). Ein Text darin wird als das kürzere Sigurdslied bezeichnet (das mit 71 Strophen recht lang ist), allerdings fehlt ein entsprechendes längeres Sigurdslied. War das etwa in der Lücke mitten in der Handschrift, wo ein ganzer Bogen mit geschätzt acht Blättern entfernt wurde? Tolkien hat das vermutet. Jedenfalls hat er zwei lange Lieder zu diesem Stoff selbst gedichtet, auf Englisch, aber in germanischer Strophenform, die 2009 als The Legend of Sigurd & Gudrún veröffentlicht wurden. Das erste Gedicht darin nennt Tolkien auch (allerdings auf Altnordisch) „das längste Sigurdslied“. In den Liedern versucht Tolkien auch, überlieferte Widersprüche im Verhältnis zwischen Brünhild und Sigurd aufzulösen.

Weitere Lücken sind – etwas vereinfachend gesagt – auf Fehler des Autors zurückzuführen. Sheridan starb tatsächlich 1816, auch wenn Verne etwas anderes behauptet. Die Frau von Sancho Panza wechselt im Don Quijote von Cervantes ihre Namen zwischen Juana Gutiérrez, Mari Gutiérrez, Teresa Panza und Teresa Cascajo. (Weitere Fehler im 1. Band werden in Kapitel 3. des 2. Bandes thematisiert, als man Don Quijote von der Existenz des Don Quijote erzählt.) Und die Augen von Madame Bovary ändern ihre Farbe von braun zu schwarz zu blau.

Selbst der große Homer schläft manchmal, sagt Horaz, etwa wenn Menelaos in der Ilias Pylaimenes im Kampf tötet, derselbe aber später wieder lebt. Später werden wir jemandem begegnen, der viele solcher anregender Flüchtigkeitsfehler beging und uns dadurch große Freude macht. Diese Fehler heißen auch continuity errors, und auf continuity, ein Begriff ursprünglich aus der Filmsprache, werden wir noch zu sprechen kommen.

Kurzer Einschub 1: Auch Lücken in der Geschichtsschreibung regen an, sie zu füllen. Wer war der Mann mit der eisernen Maske? Alexandre Dumas gibt in einem Roman die Antwort. Wer war Jack the Ripper wirklich? Viele, viele Geschichten haben sich dieser Frage angenommen. Dann gibt es noch die Abenteuer um Flashman (Blogeintrag), der sich durch die Geschichte des 19. Jahrhunderts windet, oder beiläufige Erklärungen wie die von Achim von Arnim: „Das Warten auf diese Nachrichten [von der Titelheldin der Novelle „Isabella von Ägypten, Kaiser Karl des Fünften erste Jugendliebe“] war die Ursache seines unbegreiflichen Zögerns, ehe er aus den Niederlanden nach Spanien ging.“

Kurzer Einschub 2: Der Gedanke, dass ein vorliegender Text überhaupt Fehler enthalten kann und dass man versuchen kann, ihn zu verbessern, ist alt. Die textkritische Methode (Wikipedia) versucht, aus dem Vergleich verschiedener Fassungen einen Urtext zu rekonstruieren, also den Text, auf dem die erhaltene Fassung basiert. Möglicherweise ist bei manchen Textsorten aber bereits der Gedanke, es gäbe einen Urtext, irreführend.
Die historisch-kritische Methode der christlichen Kirchen geht über die reine Textkritik hinaus und versucht, einen Text in einem historischen Zusammenhang zu deuten und zu verstehen. Christliche Fundamentalisten lehnen das ab, lassen aber die Textkritik zu – siehe die Chicago-Erklärung des Internationalen Rats für biblische Irrtumslosigkeit.

Wer macht denn eigentlich diese Fehler? Ist das ein Fehler in der Überlieferung, hat der Drucker einfach schlampig gearbeitet? Ist es der Autor, etwa Cervantes, der sich die Namen seiner Nebenpersonen nicht merken kann? Oder ist es der Erzähler selbst, dem der Fehler unterläuft (und der demnach vom Autor bewusst eingesetzt wird)? Im Don Quijote stammen nur die ersten acht Kapitel vom ersten Erzähler selber, alles andere hat ein gewisser Cide Hamete Benengeli auf Arabisch aufgeschrieben, und der Erzähler-Herausgeber hat sich das wiederum von einem Übersetzer vermitteln lassen. Vielleicht hat einer von denen Probleme mit Namen.

Der Gedanke, dass der Autor gar nicht selber die Geschichte geschrieben oder gar erfunden hat, sondern lediglich der Herausgeber eines Dokuments ist, das jemand anderes ihm zugespielt hat, ist weit verbreitet. Deshalb kommt jetzt ein Kapitel zur Herausgeberfiktion (Wikipedia).

3. „Natürlich, eine alte Handschrift“

Dieses Motto ist vorangestellt unserem:

Beweisstück C, stellvertretend für viele: Der Name der Rose

Die einführenden ersten Seiten des Romans erklären, wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass ihn der Leser in Händen hält. Der unbenannte Herausgeber – nennen wir ihn der Einfachheit halber auch Umberto Eco, denn er behautet von sich, das Buch Apokalyptiker und Integrierte verfasst zu haben, und das ist von Eco – stößt 1968 zum Ende des Prager Frühlings auf ein Buch eines Abbé Vallet, 1842 erschienen. Es handelt sich um die französische Übersetzung eines lateinischen Buchs von Dom Jean Mabillon (17. Jahrhundert), das eine Handschrift aus dem 14. Jahrhundert wiedergibt (von Adson von Melk). Eco fertigt, aus Prag vor sowjetischen Truppen fliehend, eine Rohübersetzung des Vallet-Buchs an, bis ihm das Buch vor Salzburg abhanden kommt. Spätere Recherchen nach dem Buch bleiben weitgehend erfolglos, ja, es finden sich keine Spuren eines Abbé Vallet. Aber dann stößt Eco in Buenos Aires doch auf Adsons Spuren, die spanische Übersetzung eines vergriffenen georgischen Originals von Milo Temesvar, in dem als Quelle für Stellen aus dem Adson-Manuskript Athanasius Kircher genannt wird. Also beschließt Eco, auf Basis seines Materials die Geschichte von Adson in dessen Worten zu erzählen.

Diese ganze Vorrede ist ein Gemisch aus Erfundenem und Belegtem. Einen Abbé Vallet hat es nie gegeben, eine Dom Mabillon schon; der Prager Frühling ist historisch, das Buch nicht. Apokalyptiker und Integrierte gibt es, Milo Temesvar nicht, auch wenn der nicht von Eco erfunden wurde, sondern von einem Händler auf der Frankfurter Buchmesse Anfang der 1960er Jahre. Adson von Melk ist erfunden, Athanasius Kircher nicht. (Ach, noch einmal den Name der Rose mit Schülern lesen können!)

Ein wichtiger Topos ist hier eingebaut: Der Autor, der sich als Herausgeber tarnt. Dabei wird das Erzählte außerdem als tatsächlich Geschehenes vorgestellt, auch wenn der Herausgeber natürlich keine Garantie für den Wahrheitsgehalt übernehmen kann.

Das hatten wir oben schon bei Cervantes. Das gibt es schon bei den Ritterromanzen, über die sich Cervantes lustig macht. Das gibt es bei Goethes Werther, der mit einer ganz kurzen, aber ebenso falschen Vorrede beginnt wie bei Eco: „Was ich von der Geschichte des armen Werther nur habe auffinden können, habe ich mit Fleiß gesammelt und lege es euch hier vor, und weiß, dass ihr mir’s danken werdet.“ Das geht von Edgar Allan Poes „MS. Found in a Bottle“ („MS.“ steht für Manuskript, Handschrift) bis zu Cyril M. Kornbluths „MS Found in a Chinese Fortune Cookie“. Auch bei Lolita von Nabokov erklärt ein Vorwort des behandelnden Arztes das Zustandekommen des anschließenden Dokuments. Und nicht zuletzt stellt sich auch Philip José Farmer nur als Herausgeber von Das echte Log des Phileas Fogg dar, mit detaillierten Angaben zur Herkunft des Manuskripts, auf dem sein Text beruht.

Zur Fiktion gehört auch, dass der Herausgeber das macht, was ein anständiger Herausgeber so tut: Er bearbeitet und annotiert. Ernst Penzoldt fungiert in Die Powenzbande als Museumskustos und schreibt Vorworte zu den verschiedenen Ausgaben und einen erfundenen bibliographischen Anhang zum Thema. Im Werther gibt es Fußnoten unter anderem zu den Briefen vom 26. Mai, vom 16. Junius und vom 17. Februar, in denen zum Beispiel als Gründe für Streichungen angegeben werden, „niemand Gelegenheit zu einer Beschwerde zu geben“ oder dass „man nicht glaubte, eine solche Kühnheit durch den wärmsten Dank des Publikums entschuldigen zu können.“ Nach dem 6. Dezember kommt eine direkte Ansprache: „Der Herausgeber an den Leser.“ Und die Manuel-Biographie meines geschätzten James Branch Cabell ist voller gelehrter Zitate, erfundenen und anderen, Kommentaren zur Entstehungsgeschichte, bis hin zu einer ausführlichen Genealogie der Nachfahren von Manuel – einschließlich Alessandro de Medici, William Shakespeare, Robert Herrick, William Wycherley, Alexander Pope und Richard Brinsley Sheridan, eben jener vom ersten Absatz bei Jules Verne oben.

Neben dem Spiel mit dem Herausgeber gibt es auch die bewusste Täuschung, etwa bei James Macphersons Ossian, den auch Goethe und Werther für die Übersetzung authentischer frühmittelalterlicher Dichtung halten.

Die Herausgeberfiktion wird häufig von weiteren Anstrengungen begleitet, die die Fiktion aufrecht erhalten, es handelte sich bei dem Erzählten um tatsächlich Geschehenes: Man mischt möglichst viel tatsächliche Ereignisse ein. Bei Werther gibt es das nicht, aber bei Eco stimmen viele der Daten und Angaben in seiner Vorrede. Deshalb auch die vielen Fußnoten bei den Flashman-Romanen von George Macdonald Fraser, in denen der Herausgeber seinen Erzähler Flashman schon mal korrigiert, wenn dessen Erinnerungen nicht zur geschichtlich anerkannte Überlieferung passen.

Kriminalgeschichten, Herausgeberfiktion und Lücken im Text werden im nächsten Kapitel in einer erfolgreichen Kombination auftauchen: bei Sherlock Holmes.

4. Anwendungsbeispiel: Sherlock Holmes und The Game

Beweisstück D: Sherlock Holmes

Kaum eine Figur der Literatur hat so zur kreativen Auseinander- und Fortsetzung angeregt wie Sherlock Holmes. Warum ausgerechnet er? Später kann ich vielleicht einen neuen Gedanken zur Erklärung beitragen, vorerst will ich nur die Art der Auseinandersetzung beschreiben, die als The Game bezeichnet wird.

Schon bald wurde Holmes von manchen Leuten für eine echte Person gehalten; die ersten an Holmes gerichteten Briefe in der Sammlung Letters to Sherlock Holmes (ed. Richard Lancelyn Green, Penguin 1985) stammen von 1904, und sicher gibt es frühere. Nur wenig später begannen andere Leute, so zu tun, als sei Holmes eine echte Person. Die Spielregeln für the game: Holmes und Watson sind bzw. waren reale Personen; Watson hat die Abenteuer von Holmes geschrieben; Conan Doyle war der literarische Agent Watsons – eine Doyle aufgenötigte Version der Herausgeberfiktion also. (Literary Agent Hypothesis bei TV Tropes.) Der Sherlock-Holmes-Kanon besteht aus 4 Romanen und 56 Erzählungen, die gewisse Widersprüche und logische Fehler enthalten. In der ersten Kurzgeschichte taucht ein König von Böhmen auf; es gibt aber keinen solchen – wie erklärt man das? (Antwort: Watson verschleiert die tatsächliche Identität des adligen Klienten, über den die spielerische Forschung Spekulationen angestellt hat.) Im ersten Roman wird Watsons Kriegsverletzung an der Schulter platziert, im zweiten am Bein – also wo jetzt? Im zweiten Roman, der Ereignisse aus dem Jahr 1888 wiedergibt, ist Watson mit Mary Morstan verheiratet, 1894 ist er wieder allein (nach einem „schmerzlichen Verlust“), 1903 hat er Holmes gegen eine Ehefrau eingetauscht. Wieviele gab es denn? Es gibt Theorien mit einer, zwei und drei Ehefrauen, neben obskureren Varianten wie der von zwei Watsons mit je einer Ehefrau.

Mit der textkritischen und historisch-kritischen Methode versucht also die spielerische Holmes-Forschung, Lücken im Text zu erklären, und davon hat Doyle viele hinterlassen. Für die vielleicht zentrale Geschichte, „The Final Problem“, in dem sich Holmes mit seinem Erzfeind Moriarty die Reichenbachfälle hinabstürzt und zumindest scheinbar ums Leben kommt, zählen Albert Silverstein und Myrna Silverstein in „Concerning the Extraordinary Events at the Reichenbach Falls“ fünfzehn Ungereimtheiten auf, die erklärt werden wollen. Diese Ungereimtheiten können auch in der literarischen Auseinandersetzung mit Doyle erklärt werden:

Beweisstück E: The Seven-Per-Cent-Solution

Ausgangspunkt für dieses Roman ist das oben erwähnte „The Final Problem“ und die Methode ist – nicht zufällig – die gleiche, wie sie Philip José Farmer in Das echte Log des Phileas Fogg anwendet: Lücken im Text entdecken und mit einer eigenen Geschichte füllen.
Wieso haben wir vorher noch nie von Moriarty gehört? Was soll er angeblich Aufregendes über den altbekannten Binomischen Lehrsatz veröffentlicht haben? Was müsste man sich eigentlich denken, wenn der Kokain nehmende beste Freund einem eine solche Räuberpistole auftischt, die Rollläden herunterlässt und Angst vor Luftgewehren hat? Meyers Antwort – auf einer alten Handschrift beruhend, natürlich, mit genauer Herkunftsangabe – lautet: Die veröffentlichte Geschichte von Watson ist nicht die wahre, sondern eine veränderte Fassung der tatsächlichen Ereignisse. Holmes ist unter anderem durch den im Kanon belegten Kokainmissbrauch paranoid geworden, Moriarty weitgehend harmlos. (Ähnlich geschieht das auch in der letzten bisher gedrehten Episode von Sherlock, in der Moriarty die Welt von einem ähnlichen Szenario überzeugt.)

Neben der Herausgeberfiktion verleihen der Geschichte die eingebauten Fakten und Personen aus der realen Welt (Holmes und Watson reisen zu Freud nach Wien) und die verarbeiteten Elemente des Originaltexts zusätzliche Authentizität.

Beweisstück F: H. W. Starr, „A Submersible Subterfuge or Proof Impositive“

Dieser Aufsatz von 1959 deckt Widersprüche zwischen den beiden Jules-Verne-Romanen 20 000 Meilen unter den Meeren und Die geheimnisvolle Insel auf. Im ersten Roman wird die Nautilus des Kapitän Nemo 1866 zum ersten Mal gesichtet, 1968 geht sie ihm Malstrom unter. Nemo wird auf 35-50 Jahre geschätzt. Es fällt kein Wort über irgend etwas Exotisches in der Mannschaft. Im zweiten Roman tauchen Nemo und die Nautilus wieder auf – nur ist Nemo jetzt sehr alt und silberhaarig, ein indischer Prinz, „Dakkar“, im Exil, und die Handlung spielt 1865. Starr verwirft den zweiten Roman als reine Erfindung Jules Vernes, während der erste auf ein Manuskript von Professor Aronnax zurückgeht. (Natürlich, möchte man sagen.) Dann widmet er sich der Frage nach der Identität Nemos und argumentiert, dass Nemo niemand anderes als Moriarty ist! Philip José Farmer teilt manche dieser Ansichten, deshalb enthält Das echte Log auch den Starr-Aufsatz im Anhang. Auch bei Farmer sind Nemo und Moriarty dieselbe Person.

— Eine weitere Art Leerstellen möchte ich eigens erwähnen. Wenn man einmal das Herausgeberfiktionsspiel spielt und die erzählten Geschehnisse für real nimmt, dann hält man natürlich auch die Personen für real. Und dann kann man sich fragen, was die Personen vor und nach der Handlung des Ausgangstextes getrieben haben. Und schon hat man:

Beweisstücke G-J: Fiktionale Biographien

  • William S. Baring-Gould, Sherlock Holmes of Baker Street
  • William S. Baring-Gould, Nero Wolfe of West Thirty-fifth Street
  • Philip José Farmer, Tarzan Alive
  • Philip José Farmer, Doc Savage: His Apocalyptic Life

Das ist nur eine Auswahl, hier gibt es weitere fiktionale Biographien, etwa von Horatio Hornblower, Leopold Bloom und Jeeves. Der Archteyp ist die Holmes-Biographie von 1962. Mit textkritischer, historisch-kritischer Methode und vielleicht etwas Phantasie rekonstruiert Baring-Gould das Leben von Sherlock Holmes, Herkunft, Geburt, Nachkommen. Ja, es gibt Anzeichen dafür, dass Holmes Kinder hinterlassen hat. Eines davon ist Nero Wolfe, Thema der zweiten Biographie von Baring-Gould (1969, postum erschienen).

1972 erschien Tarzan Alive von Philip José Farmer, eine Biographie Tarzans. Eben bei den Recherchen dafür war Farmer auf die Familie von Sir Beowulf William Clayton gestoßen, zu dessen Vorfahren sogar tatsächlich auch Phileas Fogg gehört, wie sich herausstellt. Auch sonst ist die Verwandtschaft illuster: John Clayton ist – schon bei Edgar Rice Burroughs – der echte Name Tarzans. (Der Titel der Familie ist allerdings nicht „Greystoke“, ein Blick in den englischen Adel zeigt, dass es diese Familie nicht gibt. Burroughs hat aus Gründen der Diskretion den tatsächlichen Familiennamen verschleiert, und Farmer folgt dieser Tradition.)

Bei den Recherchen zum Stammbaum Tarzans stößt Farmer auf überraschend viele bekannte Namen, darunter Elizabeth Bennet und Fitzwilliam Darcy, aber auch Sir Percy Blakeney, besser bekannt als the Scarlet Pimpernel). Mit einer weiteren Biographie, nämlich der von Doc Savage, baut Farmer das System aus.

5. Anwendungsbeispiel: Wold Newtonry

Beweisstück J: Doc Savage: His Apocalyptic Life

Doc Savage ist der Held von 181 Abenteuergeschichten, 1933-1949 erschienen (Blogeintrag dazu, schon von 2004, aber tatsächlich noch im letzten Jahrtausend entstanden).

Doc Savage. His Apocalyptic Life erzählt seine Geschichte, indem Farmer, wie wir es schon kennen, das Material der kanonischen Texte analysiert, Lücken verschiedener Art findet und auf verschiedene Art schließt. Er verankert die Ereignisse in der Realität, indem er historische Fakten in die Biographie einbaut. Das, und Elemente aus anderen Geschichten – aus vielen anderen Geschichten.

Wir erfahren, wie Monk Mayfair, ein recht auffälliges Mitglied aus Savages Team, im Ersten Weltkrieg einen amerikanischen Krankenwagenfahrer traf, der Monks Beschreibung an Ernest Hemingway weitergab, der sie später für Harry Morgan in To Have and Have Not verwendete (p. 121). William Harper Littlejohn, ein anderes Mitglied, unterrichtete laut Farmer an der Miscatonic University in Arkham und war möglicherweise der Anführer der Miscatonic-Expedition in die Antarktis von 1929, über die Howard Philips Lovecraft Details erfahren haben muss, die er für At the Mountains of Madness verwendete (p. 148). Laut einem Savage-Roman soll es in Südamerika Menschenaffen geben, was der zoologischen Forschung allgemein noch nicht bekannt ist. Allerdings hat auch Professor Challenger bei einer Amazonas-Expedition Menschenaffen entdeckt. (Challenger kennt man von The Lost World von Conan Doyle.) Als Savage als Kind einmal davon lief, wurde Sam Spades Vater beauftragt, ihn zu suchen (p. 37); unterrichtet wurde Savage in seiner Jugend – aus Gründen, die in der Biographie genau erklärt werden – von den größten Geistern seiner Zeit, darunter auch Sherlock Holmes, einem entfernten Verwandten.

Kernstück von Farmers Werk ist die Sache mit Wold Newton. Wold Newton ist ein kleiner Weiler in Yorkshire. Am 13. Dezember 1795 schlug ein paar Meilen außerhalb ein Meteorit ein. Das ist historisch gesichert. Weniger bekannt ist, dass sich zum Zeitpunkt des Einschlags und ganz in der Nähe des Einschlagorts zwei große Kutschen mit insgesamt 14 Passagieren und vier Bediensteten befanden, die von einer bisher noch nicht identifizierten Strahlung des Meteoriten getroffen wurden. Diese Strahlung veränderte die DNA der Reisenden nachhaltig, so dass unter ihren Nachkommen ungewöhnlich viele übermächtige Personen sind, die zu großen Helden oder Schurken der Weltgeschichte wurden: Tarzan, Doc Savage, Sherlock Holmes, James Moriarty, Leopold Bloom, Sam Spade, Philip Marlowe, James Bond, Wolf Larsen (der Seewolf), Allan Quatermain, Fu Manchu, Lord Peter Wimsey und viele, viele andere. Zu den Passagieren der Kutsche gehörten auch Fitzwilliam Darcy und Elizabeth Bennet (aus Pride and Prejudice); zu den Vorfahren (natürlich nicht vom Meteor beeinflusst) gehören Manuel von Poictesme (James Branch Cabell) und Solomon Kane (Robert E. Howard).

Details und eingescannte Stammbäume gibt es auf dieser Seite zu Farmer und den Wold-Newton-Abkömmlingen.

Beweisstück K: The Secret History of the World

So wie das Game der spielerische Umgang mit Sherlock Holmes ist, ist Creative Mythology (Farmers Begriff) oder Wold Newtonry der spielerische Umgang mit dem Szenario, das Farmer entworfen hat. Die Liste von Werken, die man untersuchen und diskutieren kann, ist dabei enorm gewachsen – und ständig kommen neue hinzu.

Denn die Grenzen des Wold-Newton-Universums sind noch nicht abgesteckt. Wenn – laut Farmer – Doc Savage im selben Universum spielt wie Sherlock Holmes und Sherlock Holmes im selben Universum wie Billy Bunter (Blogeintrag), dann gehört Billy Bunter auch ins Doc-Savage-Universum – wie jeder andere aus einem Holmes-Crossover, und davon gibt es viele.

Win Scott Eckert ist so etwas wie der Kustos des Wold-Newton-Universums. Autor von Romanen, Herausgeber von Aufsatzsammlungen und Sammler und Herausgeber von Crossovers: A Secret Chronology of the World. Band 1 habe ich schon gelesen und Band 2 darf ich erst anfangen, habe ich mir vorgenommen, wenn ich diesen Blogeintrag zu Ende geschrieben habe, dessen Anfänge im letzten Jahrtausend liegen.

Zum Crossover-Universum gehören alle Angehörigen des Wold-Newton-Kreises bei Farmer, und die Geschichten über sie. Nachdem diese Figuren in verschiedenen Crossover-Erzählungen weitere literarische Figuren getroffen haben, gehören auch diese Figuren ins Crossover-Universum. Und so weiter, mit gewissen Einschränkungen, weil sonst bald jede Figur der populären Literatur dazu gehört, die zu kreativer Auseinandersetzung einlädt – was es immer schwieriger macht, die Widersprüche zwischen den einzelnen Texten aufzulösen und zu erklären. Crossovers bringt das Geschehen all dieser Texte in eine chronologische Ordnung. Band 1 beginnt vor 6 Millionen Jahren, zusammenhängender werden die Ereignisse ab 20.000 BCE (die Kull-Geschichten von Robert E. Howard), und richtig dicht wird die Chronologie ab dem 16. Jahrhundert mit Kit Walker, dem ersten Phantom; mit Solomon Kane; mit Don Quijote und dem ersten Zorro. Ab dann geht es Schlag auf Schlag.

– So, das war jetzt Teil 1, eigentlich nur eine Zusammenfassung von Material. Teil 2, zu dem ich hoffentlich bald komme, enthält darüber hinaus ein paar eigene Gedanken, mit denen ich den Bogen zu meinem Ausgangspunkt schlagen möchte.

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8 Thoughts to “Zwischen den Zeilen schreiben (1)

  1. Was für ein schöner Aufsatz, Herr Rau! Da freu ich mich schon auf den zweiten Teil…

  2. Aaachhh – Doc Savage…. das habe ich früher verschlungen….

    Eine tolle Zusammenfassung. Bin beeindruckt.

  3. Es freut mich sehr, wenn das zumindest ein paar Leser findet. Ist ja doch recht viel und speziell und wenig bildungspolitisch. Der zweite Teil ist gerade in Arbeit, damit ich danach noch ein paar Tage Sommerferien habe.

  4. Schöner Aufsatz … und „Das echte Log des Phileas Fogg“ habe ich mir gerade gebraucht bei amazon bestellt. Muss jetzt nur vorher mal wieder „in 80 Tagen um die Welt lesen“.

    Markus

  5. Nicht dass ich zu viel versprochen habe… bei dem Buch gibt es schon deutlich mehr, uh, Außerirdische und so als bei Verne.

  6. Och, mit Außerirdischen habe ich kein Problem. ;)
    Bin mal gespannt.

    Markus

    P.S.: Das Buch gibt es in Deutsch nur noch gebraucht, für wenige cent / Euro.

  7. Dies ist ein durch und durch wundervoller Beitrag.
    Ich habe ‚Das echte Log‘ vor vielen Jahren in der Schule gelesen und erst jetzt wieder in die Hände bekommen. Heutzutage ist es sehr viel leichter an Informationen zu gelangen als damals. Da war noch nichts mit googeln.
    Umso glücklicher bin ich jetzt, genau den Blog gefunden zu haben, der absolut alle meine Fragen zu diesem Buch und seinem Autor (und davon gab es schon nach der Einleitung reichlich) beantwortet. Was ist real, was Fiktion? Und warum? Und wer ist eigentlich der geniale Mistkerl, der sich derartige Scherze erlaubt?
    Als bekennender Fan von Holmes bin ich natürlich auch für den gesamten Rest des Blogs dankbar.
    Das hier war ein sehr wertvolles und lehrreiches Lesevergnügen für mich. Vielen Dank!

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