Besuch herumführen in München, und Familien-Vergangenheit mit amerikanischen Soldaten

White Sands, New Mexico

Heute sollte ich einen Gast in München herumführen, D., männlich, aus den USA, vielleicht gut fünfzehn Jahre älter als ich. Das habe ich natürlich gerne gemacht, und zwar das volle Programm: Zuerst gingen wir durchs Sendlinger Tor und in die Asamkirche. Die ist (Spät-)Barock und vor allem sehr bunt innen. Dann zum Marienplatz, pünktlich zum täglichen Glockenspiel. Kurz dessen Geschichte recherchiert und weitergegeben. Weiter zur Feldherrnhalle (am Platz eines der weiteren alten Stadttore), in den Norden auf Siegestor und Königsplatz hingewiesen. Kurz in die Theatinerkirche. Die ist auch Barock, aber eher weiß und gold, wie man das so kennt. Ursprünglich … Continue reading „Besuch herumführen in München, und Familien-Vergangenheit mit amerikanischen Soldaten“

Ukuleletreffen in Giesing (nebst anderem)

Blaumeise an Wassernapf

Samstag auf Dinnerparty, Sonntag Biergarten in Augsburg, Montag Treffen mit ehemaligem Kollegen, Dienstag Ukuleletreffen – jetzt reicht es mir erst einmal mit den Menschen; ich freue mich darauf, einen Abend mit Frau Rau zu Hause zu verbringen. Aber dieses Ukuleletreffen, das war eine große Sache. Wir treffen uns etwa einmal im Monat, es war das 34. Treffen, ich bin dabei seit dem fünften oder sechsten Treffen, wechselnde Locations. Und dieses Mal haben wir eine sehr schöne Heimat gefunden, das Giesinger Bräu in, uh, Giesing: So richtig mit Ankündigung als „Ukulele Tuesday“. Dreißig Ukulelespieler und -spielerinnen, zwei Beamer und zwei Monitore, … Continue reading „Ukuleletreffen in Giesing (nebst anderem)“

Ist Trump Punk?

In den 1990er gab es im privaten Nachmittagsfernsehen viele und unsägliche Nachmittagstalkshows. Da saßen vier oder fünf Gäste nebeneinander und stellten – wahrscheinlich, ich weiß das nicht mehr genau – ihre Geschichte vor und kommentierten einander. Es kam nicht zu Prügeleien wie in amerikanischen Pendants, soweit ich weiß, aber es war auch so dämlich genug. In einer dieser Sendungen, lassen wir es Arabella gewesen sein, Thema egal, war ein Punker als Gast, oder zumindest jemand, der so aussah und sich so gerierte. Der sagte etwas, und als die Moderatorin das kurz darauf wiederholte, behauptete er, das nie gesagt zu haben. … Continue reading „Ist Trump Punk?“

Ein Spiel für die Klasse: Super-Babel

Von Robert Abbott gibt es ein altes, schmales dtv-Bändchen Kartenspiel als Kunst, in dem nicht nur das Spiel Eleusis vorgestellt wird, wenn auch in der alten Fassung (Blogeintrag dazu), sondern auch ein Spiel namens Babel, mit der Vielspielerversion Super-Babel. Babel ist ein nicht-rundenbasiertes Spiel, wie ich sie sehr schätze (Blogeintrag dazu). Super-Babel habe ich jetzt mit einer 6. und einer 10. Klasse gespielt, jeweils mit 15 Schülern und Schülerinnen – der Rest war auf Chor- und Orchesterwoche. Man müsste das aber auch gut mit einer ganzen Klasse spielen können, und wenn man das auf Englisch spielen lässt, kann man es … Continue reading „Ein Spiel für die Klasse: Super-Babel“

Avatare, Erebos, und Sommernachtstraum

Entwürfe für Zinnfiguren

In der 6. Klasse als Lektüre Erebos gelesen – dickes Buch, trotzdem schnell und leicht zu lesen; es geht um ein geheimnisvolles Fantasy-Computerspiel, bei dem die Missionen im Spiel ausgeweitet werden auf Missionen im echten Leben. (Alter Blogeintrag dazu.) Interessant ist dabei, dass ein guter Teil des Spiels – wenn wohl auch nicht die Hälfte – in der Fantasy-Spielwelt spielt. Es gibt ja in vielen Büchern eine solche Fantasy-Welt, in die es einen Menschen verschlägt – Alice im Wunderland, die Oz-Bücher, Narnia sind die reputierlichen Beispiele. Hier könnte man argumentieren, dass das Buch ja überhaupt kein Fantasy-Roman ist, die Monster … Continue reading „Avatare, Erebos, und Sommernachtstraum“

Bogenschießen, Strohwitwertum

Bogenschützen vor Scheiben

Am Dienstag war ich, jetzt schon zum dritten Mal in Folge, als Begleiter bei der Bayerischen Schulmeisterschaft im Bogenschießen. Zu Essen gab es unter anderem Bratwürstchen, man war schließlich in Franken: Zeitlich ist das ein komischer Tag im Jahr. Unterricht habe ich da wenig, oder gar keinen (beim ersten Mal fiel gar kein Unterricht aus, diesmal nur eine Stunde, dazwischen: weiß ich nicht mehr), andererseits ist das ein sehr stressiger Monat, wo ich die Zeit gut brauchen könnte. Allerdings kann ich einen Tag erzwungenen Nichtarbeitens auch brauchen, zur Erholung. Und das Wetter war bisher jedesmal sehr schön. Auf dem Weg … Continue reading „Bogenschießen, Strohwitwertum“

Harlan Ellison

Stapel mit Büchern von Harlan Ellison

Mein Studienfreund Frank brachte mich auf Harlan Ellison. Gehört hatte ich natürlich von ihm, und wohl auch die eine oder andere Geschichte gelesen. Aber die meisten Science-Fiction-Autoren, die ich gut kannte, waren die Generation vor ihm, die der 1950er, 1940er Jahre oder noch früher. Ellison ist vorgestern 84-jährig gestorben. Ellison schrieb Science-Fiction-Kurzgeschichten, auch wenn er diese Bezeichnung nicht mochte, und er schrieb sehr gut, im Sinne von: wortgewandt, lyrisch, und da ich die Geschichten mochte, musste wohl etwas Sentimentalität dabei sein. Er schrieb außerdem Drehbücher (berühmt und preisgekrönt die Star-Trek-Folge „The City On The Edge of Forever“ aus er ersten … Continue reading „Harlan Ellison“

Geschäftige Wochen

(1) Die letzte Abiwoche ist vorbei – tatsächlich war für die meisten Abiturienten und Abiturientinnen schon in der Woche zuvor mit der Notenbekanntgabe das Abitur herum. Aber wer in den drei schriftlichen Abiturprüfungen zu schlecht abgeschnitten hat, kann in bis zu drei mündliche Ergänzungsprüfungen gehen, die dann mit den schriftlichen Ergebnissen verrechnet werden. Damit kann man sich auch verschlechtern, aber – wenn man eben überraschend schlecht im schriftlichen Teil war – auch etwas verbessern. Das ist dann immer sehr spannend, weil wir Lehrer und Lehrerinnen ja allen wünschen, doch noch zu bestehen. Tatsächlich ist oft die Abiturnote bei denen, die … Continue reading „Geschäftige Wochen“

Vögel dieser Woche, mit Sperber (2018)

Meise in Wohnzimmer

Am Balkon tummelt es sich gerade wieder, hier eine Kohlmeisenfamilie: (Ja, Familie; die Jungen quengeln regelmäßig und wollen gefüttert werden.) Eine junge Meise hat sich dann auch ins Wohnzimmer verirrt; das hatte ich schon einmal. Tür zu, Fenster auf, Ruhe bewahren, hoffen, dass der Vogel nicht vor Angst alles vollscheißt. Ja, und heute Abend brüllte eine Amsel sehr laut und noch aufgeregter als sonst. Das hatten wir auch schon mal. Ich sah kleine Federchen fliegen, aber sonst nichts; erst Frau Rau entdeckte wieder unseren alten Freund, den Sperber: Was er diesmal erwischt hat, war keine Amsel, sondern einer unserer Buntspechte: … Continue reading „Vögel dieser Woche, mit Sperber (2018)“

Unterricht zur Abiturzeit

Grußkartenbereich mit Lehrer-Dankeskarten

Beim Vorbereiten von Unterricht muss man, das lernt man im Studium, auch die anthropologisch-psychologischen Voraussetzungen berücksichtigen. Damit meint man meist die Zusammensetzung, die Stimmung, das Vorwissen bei den Schülern und Schülerinnen – aber das alles gibt es bei mir als Lehrer auch. Gerade in der Abiturzeit gehört zu den menschlichen Voraussetzungen bei der Unterrichtsgestaltung: dass ich keine Zeit dafür habe. Der Unterricht bis zum Schuljahresende ist schon verplant, ab jetzt fällt ohnehin ständig irgendetwas aus. In meiner 6. Klasse mache ich noch ein wenig Rest (Kommunikationsmodell, Etymologie) und dann die Lektüre – Erebos übrigens. Beim Kommunikationsmodell kamen wir schnell zu … Continue reading „Unterricht zur Abiturzeit“