• Gottfried Keller, Sieben Legenden

    (5 Kommentare.) Gottfried Kellers Romane Der grüne Heinrich und Martin Salander habe ich nie gelesen, sie klingen mir immer noch zu ernst; aber seine Novellenzyklen Die Leute von Seldwyla, Züricher Novellen und Das Sinngedicht schon – und jetzt eben auch die Sieben Legenden. Man überschätzt gerne dicke Bücher, weil man stolz darauf ist, sie gelesen…

  • Sechs Tage im Bayerischen Wald

    Sechs Tage im Bayerischen Wald

    (5 Kommentare.) Es war eher feucht, aber noch so, dass man gut wandern konnte. Also: Wandern ja. Ist auch alles gut ausgeschildert. Pilze gibt es enorm viel, aber ich kenne ich mich nicht aus und wir hätten ohnehin keine Kochgelegenheit gehabt. Ansonsten gab es in Bodenmais zu unserer Überraschung nur liebloses Essen. Wir haben uns…

  • Wilhelm Raabe, Stopfkuchen

    „Eine See- und Mordgeschichte“, so der Untertitel. Ha! Das ist jetzt das dritte Werk des poetischen Realismus, das ich in relativ kurzer Folge gelesen habe, und bei allen gab es Mord- und Totschlag, und bei allen dauerte es bewusst und absichtlich und foppenderweise ewig, bis etwas passierte. Ist das Programm? Von „Die schwarze Spinne“ kennt…

  • Jeremias Gotthelf, Die schwarze Spinne

    (3 Kommentare.) Vermutlich habe ich diese Novelle zu meiner Studienzeit gelesen, als Schüler sicher nicht. Von der Geschichte wusste ich schon lange, als Beispiel für phantastische Literatur (da hatte ich ja viel gelesen, auch Literaturgeschichtliches) oder als Fassung der modernen Wandersage von der aufplatzenden Beule, aus der lauter kleine Spinnen kommen. Dennoch hat sie mich…

  • E. E. Kellett, The Lady Automaton

    E. E. Kellett, The Lady Automaton

    (2 Kommentare.) 1. Hintergrund In der 6. und 7. Klasse las ich William Tenn, weil mir dessen Werke zufällig über einen Freund in den Weg gespült wurden. Sonst wäre mir dieser Autor zwar da und dort in Anthologien begegnet, aber ich hätte wahrscheinlich nicht vor ein paar Jahren die dreibändige Werksausgabe (einschließlich nonfiction) gelesen und…

  • Schullektüren meiner Schulzeit

    (56 Kommentare.) Das sind die Schullektüren meiner eigenen Schulzeit. Es waren sicher ein paar mehr dabei, Woyzeck vielleicht, und irgendetwas in der Unterstufe. Aber anscheinend blieben nur Werke aus den Jahrgangsstufen 11 bis 13 bei mir hängen, und eben da nicht mal alle. Gedichte (Archaischer Torso! Hälfte des Lebens!) gab es natürlich auch, und kleinere…

  • Zaubersprüche und ihre Namen (Wortschatzübung)

    Zaubersprüche und ihre Namen (Wortschatzübung)

    (5 Kommentare.) Im Fantasy-Rollenspiel (Pen & Paper) Das Schwarze Auge gab oder gibt es viele Zaubersprüche, die oft gereimt sind und mit altmodischen Wörtern oder Fremdwörtern spielen. Zum Beispiel stecken im Namen des Zaubers „Armatrutz – Schild und Schutz!“, mit dem man eine magische Rüstung erzeugen kann, das lateinische arma, „Waffen“ (englisch arms, deutsch Armee,…

  • Butterfinger

    Butterfinger

    (8 Kommentare.) Das erste Mal in den USA war ich 1973, glaube ich, so mit sechs Jahren. Und dann immer wieder mal, 1978, 1979, 1980, 1985. Diese Reisen haben mich sehr geprägt. Die kleine Broschüre „Was Sie über das Land wissen sollten“ habe ich schon Monate vor jedem Urlaub herausgezogen und fast auswendig gelernt: Nickel,…

  • Schuljahresende 2020/21

    (4 Kommentare.) Manche sagen, das sei ein schlimmes Schuljahr gewesen. So schlimm fand ich es gar nicht. Es war anstrengend, ja. Und arbeitsam – aber mit anderer, abwechslungsreicher, neuartiger Arbeit. Ich begrüße das. (Und dafür weniger Korrekturen, das auch.) Mit dem, was die Schülerinnen und Schüler gelernt haben, bin ich auch zufrieden. Nicht alles lief…

  • Sherlock Holmes in der Mittelstufe

    I had called upon my friend Sherlock Holmes upon the second morning after Christmas, with the intention of wishing him the compliments of the season. He was lounging upon the sofa in a purple dressing-gown, a pipe-rack within his reach upon the right, and a pile of crumpled morning papers, evidently newly studied, near at…

  • Michael Maar, Die Schlange im Wolfspelz: Das Geheimnis großer Literatur

    (1 Kommentare.) Ein Buch, das man Deutschlehrkräften schenkt, habe ich mir sagen lassen. Meine Mutter hatte ein bisschen hineingelesen und es dann an mich weitergegeben (ebenso wie bei und zusammen mit Matthias Heine, Krass. 500 Jahre deutsche Jugendsprache, das sich zumindest wegen der Ausführung zur Studentenszene in Deutschland zum Anfang des 19. Jahrhunderts gelohnt hat,…

  • Alles über: den Notenschluss

    (11 Kommentare.) Weil eine Klasse heute fragte, hier ein Überblick. Am bayerischen Gymnasium gibt es ein Jahreszeugnis, und mehr oder weniger kurz davor einen Notenschluss. Der Notenschluss ist ein Termin, um den ich mir als Schüler nie einen Gedanken gemacht habe, glaube ich; aber heute ist er Schülern und Schülerinnen sehr bewusst. Dabei wissen sie…