Abistreich 2007

Fotos gibt es heute leider keine, ich hatte heute später Schule und den Anfang verpasst. Und dann habe ich mich nur kurz ins Lehrerzimmer gesetzt und bin gegangen, als es hieß, jetzt sei die Sache vorbei. Vermutlich hätte ich das auch so gemacht, wenn ich früher da gewesen wäre – ich kenne die Schüler dieses Jahrgangs fast gar nicht, hatte nur ein paar davon in der 6. Klasse. Und dadurch hat mir der persönliche Bezug gefehlt. Der Abistreich kam mir heute ganz zupass, da ich einiges arbeiten musste und konnte. Aber so richtig sinnvoll finde ich ihn immer noch nicht. … Continue reading „Abistreich 2007“

Abitur 2007

Hat heute mit den Grundkurs-Klausuren angefangen. Vor der Schule kleinere Schülerhäufchen vergangener Jahrgänge, Poster und Kreide-Graffiti mit Grüßen an die teilnehmenden Schüler. An einer Garage gegenüber der Schule auch das: Sagen wir ihnen seit Jahren, aber uns glaubt man es nicht. Allerdings ergänzen Lehrer das gerne um eine positive Botschaft: Wonach werden die Schüler in drei Jahren denn wirklich gefragt? Das sollte man auch noch hinschreiben. (Natürlich nicht wirklich. Ich versteh ja nicht viel von Graffiti, aber soviel doch: Für Deutschlehrer ist die Textsorte nicht gedacht.)

Nathan-Themen (und warum und wo ist Normung notwendig?)

Gestern Schulaufgabe geschrieben, literarische Erörterung zu Nathan der Weise. Da gibt es wohl nur begrenzt viele Themen, bei teachsam.de sind Dutzende davon zusammengetragen – zu Nathan, Saladin und zu Al-Hafi. Einige davon habe ich auch schon in Schulaufgaben verwendet. Und auch schon welche bei Kollegen gesehen. Wie alt manche dieser Themen im Web und auf den Klausuren wirklich sind („Wie erklären Sie sich die Tatsache, dass Lessings Drama „Nathan der Weise“ 1945 auf vielen deutschen Bühnen als erstes Stück gespielt wurde?“), weiß ich durch meinen kleinen Quell unerschöpflicher Weisheit für den Deutschlehrer: Von der Erörterung zum Reifeprüfungsaufsatz. 3000 Aufsatzthemen. (Dietrich … Continue reading „Nathan-Themen (und warum und wo ist Normung notwendig?)“

Abistreich 2005

Gestern war Abi-Streich. Er fing schon mal ganz anders an: Der Eingang zur Schule war liebevoll in ein Tulpenfeld umgewandelt worden – eine Anspielung auf den Umzug der Schule in einen Neubau auf dem Tulpfeneld, ein seit Jahren lokalpossierlich diskutierter Umzug. Vielleicht wird ja nochmal was daraus. Mit dieser Eröffnung verzichteten die Abiturienten darauf, den Abi-Streich als völlige Überraschung zu inszenieren. Der Termin wird nämlich geheim gehalten (die Schulleitung, die nur zum Teil informiert ist, plaudert nichts aus), aber durch sich verplappernde Schüler und die Tatsache, dass Schulaufgaben plötzlich verschoben werden müssen, kann man sich ohnehin jedes Jahr ausrechnen, wann … Continue reading „Abistreich 2005“

Abiturreden kurz

Da sehr viele Google-Sucher auf einen alten, sehr kurzen Eintrag zu Abiturreden kommen und dort keine große Hilfe finden, hier zwei kurze Tipps: Eine Audio-CD mit zwei Abiturreden von Wilhelm Genazino und Birgit Vanderbeke – also nicht von Schülern, sondern an Schüler (und zwar der Jahrgänge 1999 und 2000). Die erste Rede ist in Ordnung, die zweite sehr schwach. Noch interessanter ist eine Sammlung von Abiturreden. Der Amazon-Link führt aber nicht weit, das Buch ist vergriffen, Interessierte können ja mal bei zvab.de oder abe.com stöbern. — Mehr über diese Sammlung, wenn ich sie gelesen habe. Nur kurz: 1981 sammelte die … Continue reading „Abiturreden kurz“

Abiturreden

„…wir wollten lernen, wie man lernt, wie man durch das Wissen selbständig wird und innerlich frei; damit wir uns eigene Ansichten, eigene Gedanken bilden könnten; damit wir befähigt werden, von dieser Grundlage des Gelernten aus, uns selbst weiter vorwärts zu bringen.“ Rahel Goitein, eine der ersten deutschen Abiturientinnen, und danach die erste jüdische Ärztin in Deutschland, in ihrer Abiturrede 1899. Bin ja mal gespannt auf die Abiturrede unserer Schüler. Es dauert zwar noch einige Monate, aber das letzte Semester ist angebrochen, und es ist kurz.

Abiturfeier 2004

Das übliche Programm: Reden von Schulleitung, Landkreis, Elternbeirat, Kollegstufenbetreuung, Kollegiaten. Sehr gut die Rede von Eva: Das Motto „GlABIatoren“ hat sie weitergesponnen und dabei auch deutlich Kritik an den Schülern geübt. Sonst war von Kritik wenig zu spüren – keine Selbstkritik, keine an den Lehrern, keine an der Institution Schule, auch kein nennenswerter Rück- oder Ausblick. Einzelne Lehrer bekamen allerdings ihren Unterricht um die Ohren geschlagen, gerechtfertigt oder nicht. Ich träume ja mal von einer Abiturfeier ohne Motto. Was wir nicht schon alles hatten: Boxkampf, Oscar-Verleihung, Wettrennen. Wie wär’s mal mit einer Abi-Feier, die nur Abi-Feier ist? Verabschiedungen an englischen … Continue reading „Abiturfeier 2004“

Abistreich 2004

Video anschauen oder herunterladen (177 KB) – sind aber nur ein paar Sekunden Diesmal haben sich alle angestrengt, wie man sieht. Nachdem die Abi-Streiche der letzten Jahre grottenschlecht waren, war dieser gelungen. Beigetragen hat dazu vor allem, dass die Schüler auf eine Bühne verzichtet haben. Stattdessen saßen die zuschauenden Schüler in einem großen, nicht ganz geschlossenen Oval und bildeten eine Arena. Gegenüber der offenen Seite saßen die Lehrer – wie üblich durften sie ihr Reich nicht verlassen, sondern mussten sich erst durch sportliche und andere Leistungen die Freiheit verdienen. Aber diesmal war das Gefängnis eben nicht ganz zu, und nicht … Continue reading „Abistreich 2004“

Colloquium

Wenig Einträge diese Woche: Zum ersten Mal prüfe ich selber im Colloquium. Das kostet Nerven. Es ist weniger der Aspekt, ob man den Schülern auch genug beigebracht hat. Darüber macht man sich natürlich auch ein wenig Sorgen, obwohl ich selbstbewusst genug bin, mir zu sagen, dass ich den Schülern genügend angeboten habe. „You can lead a horse to water, but you cannot make it think drink.“ So sagt es ein englisches Sprichwort. Nein, Sorgen macht eher: Sind die Referatsthemen sinnvoll gestellt? Verstehen die Schüler das Thema? Sind die eigenen Fragen zu detailliert, zu kleinschrittig, oder zu umständlich formuliert, als dass … Continue reading „Colloquium“