Hausaufgaben-Strategien

RuNDohneu stellt ihr Hausaufgaben-Aufschieb-Schaf vor. Zum Umgang des Schülers mit Hausaufgaben gehört auch, die Hausaufgaben richtig kategorisieren zu können, zum Beispiel so: (1) Hausaufgaben, die sowieso keiner macht, insofern fällt es nicht auf, wenn man sie selbst auch nicht macht. Das sind diejenigen, die der Lehrer selbst vergisst, weil sie ihm spontan eingefallen sind, während er an drei andere Dinge gedacht hat, und die er sich nicht notiert hat. Schuldig. Ich hatte mir nur nie so recht überlegt, wieviel davon Schüler mitkriegen. Aber klar, sind ja auch nicht blöd.

Tafellöschen (der Film)

Wo wir’s doch neulich vom Tafelputzen hatten: Lothar Bodingbauer hat einen Lehrfilm dazu gedreht. Das will ich auch mal machen! Vielleicht mit Schülern. Wie man als Schüler richtig zu spät kommt. Wie man als Schüler darauf reagiert, dass der Unterricht begonnen hat. Das richtige Grüßen im Treppenhaus (für Schüler und Lehrer). Wie ich pünktlich mein Klassenzimmer erreiche (für Lehrer). Vom klugen und vom törichten Umgange mit dem Kopiergerät (für Lehrer).

Rubrizieren

Rubrizieren (aus mlat. rubricare “rot malen”): 1. kategorieren, klassifizieren, einordnen 2. rot einfärben Irgendwann habe ich mal erfahren, dass das Wort “rubrizieren” (davon abgeleitet: Rubrik) vom lateinischen “rot färben” kommt, und zwar aus der Handschriftenerstellung – das Rotfärben einzelner Buchstaben, so wie “illuminieren” das Einfügen der liebevollen Buchmalereien ist. Seitdem benutze ich das Wort für den Vorgang, die Punkte für die verschiedenen Teilaufgaben mit Rot in die fertigen Schulaufgaben einzutragen sowie die Note vorne in Rot aufs Blatt zu schreiben. Als Referendar habe ich das noch mit Bleistift gemacht, danach ausradiert – das mache ich schon lange nicht mehr. Ich …

Themenwoche

Seit ein paar Jahren gibt es bei uns einmal im Jahr eine von der SMV organisierte Themenwoche. Jeder Tag steht unter einem anderen Motto: Alle kommen mit Hut in die Schule, oder mit Sonnenbrille, fein angezogen oder was den Schülern sonst noch so eingefallen ist. Die Schüler jeder Klasse führen eine Liste (die der Lehrer abzeichnet), wer alles mitgemacht hat, und die aktivsten Klassen gewinnen etwas. Die Lehrer machen meistens auch mit. Erstes Thema diese Woche: Zwei verschiedene Schuhe. Ein blaubrauner Turnschuhe links, ein hellbrauner rechts, das ging. Ein paar Lehrer haben mitgemacht, wenige Schüler. Schlecht publiziert. Apropos: Letzte Woche …

Abitur 2008

Das Motto dieses Jahr: Germany’s Next Top Student – graphisch und inhaltlich um Längen besser als die Mottos der letzten Jahres. Da steckt immerhin ein Ziel dahinter, und sei es auch tongue-in-cheek. Auch die Graffiti ist dieses Jahr witziger als letztes Jahr:

Erster! (Sachbücher im Deutschunterricht)

Heute habe ich in der 9. Klasse eine Deutsch-Schulaufgabe geschrieben. (So heißt in Bayern ein benoteter angekündigter schriftlicher Test.) Der Inhalt war ein Eintrag aus dem Lexikon des Unwissens von Kathrin Passig und Aleks Scholz. Damit bin ich hoffentlich Erster! was den Einsatz dieses Buch als Quelle für Schulaufgaben betrifft. (Wir hatten den Schualufgabentyp “Analyse eines Sachtexts” unter anderem an einem weiteren Eintrag aus dem Buch geübt.) In dem Eintrag ging es vor allem darum, dass man nicht genau weiß, wie eigentlich Klebeband funktioniert. Zur Erklärung werden Geckos und van-der-Waals-Kräfte herangezogen; beides kannten die Schüler bereits aus dem Chemieunterricht der …

Evaluation: Vorläufige Ergebnisse

Wochenrückblick: Am Donnerstag wurden die vorläufigen Ergebnisse der externen Evaluation präsentiert. Antiklimaktisch… sagt man das auf Deutsch? Also nicht wirklich enttäuschend, aber doch weniger aufregend als halb befürchtet, halb erhofft. Die vorhandenen “Entwicklungsfelder” wurden relativ zart angedeutet, und über das ebenso ausgesprochene Lob kann ich mich nicht wirklich freuen, weil ich die tatsächlichen Umstände an unserer Schule zu kennen glaube. Dies und das sollen lobenswert sein? Wenn sie meinen… aber darum geht es ja: Die externe Evaluation ist ein Blick von außen, darauf, wie die Schule auf informierte Außenstehende wirkt. Insofern ist es legitim, bestimmte Fakoren als besonders erwähnenswert herauszustellen, …

“Berufe mit körperlicher Tätigkeit oder für Tätigkeiten mit sonstigen Belastungen oder Gefährdungen”

Ein Kollege hat mich auf Kriterien für Lebensversicherungen hingewiesen. Bei der Online-Anmeldung muss man neben Alter, Gewicht, Größe, Rauchen, Sport auch die passende Berufsklasse angeben: Berufsklasse 1: Akademische Berufe mit besonders guten Berufsaussichten und ohne körperliche Belastung (z.B. Rechtsanwalt/Notar, Rektor, Richter, Arzt(Humanmedizin), Hochschullehrer, Maschinenbauingenieur, Betriebswirt, Steuerberater, Informatiker) Berufsklasse 2: Kaufmännische Berufe oder Berufe ohne besondere Belastungsfaktoren (z.B. Büro‑, Bank- oder Versicherungskaufmann, Disponent, Systemprogrammierer, technische Angestellte, Chirurg/Kieferorthopäde, Chemiker ohne Umgang mit gefährlichen Stoffen) Berufsklasse 3: Berufe ohne wesentliche Belastung oder sonstige Gefährdung (z.B. Augenoptiker, Tierarzt, Industriemeister, Redakteur, Unternehmensberater, med.-technische Assistent/in, Vermessungstechniker, Beamte im Innendienst – kein Schuldienst -, Telefonist) Berufsklasse 4: …

Tütenspender für Schulen?

Am Freitag nach der Pause sind mir Pausenbrotreste auf dem Boden der Gänge aufgefallen. Unter anderem ein schön großes, mit dünnen Wurstscheiben belegt, die sich malerisch-fächerig auf dem Boden ausgebreitet haben. Und jeder stapft natürlich drüber. Was erwarten wir von einem Schüler eigentlich, dem das Pausenbrot aus irgendwelchen Gründen herunterfällt? Ibäh, ist ja eklig und so. Würde es die Sache etwas erleichtern, wenn man an zentralen Orten Plastiktütenspender aufstellte, wie es sie auch für Hundekot gibt? Oder wär das übertrieben? (Bildquelle: Wikipedia) Ich kann mich nicht entscheiden, wie ernst ich das meine.

Puh.

Drei Tage Probeunterricht hinter mir. Was das ist und warum das anstrengend ist, schreibe ich vielleicht nochmal. Jetzt muss ich erst wieder in den Unterrichtsalltag finden. Ich habe auch schon alles vorbereitet, nur bei einer Stunde morgen hängt es noch: Ich kann mich nicht darauf verlassen, dass alle Schüler da sind, und das macht es schwierig zu planen, was ich morgen in meiner Sequenz mache. Allein die Möglichkeit lähmt mich ein wenig.