Krähe

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Im Baum vor meinem Fenster wohnt seit wenigen Wochen eine verletzte Krähe. Vielleicht ist sie unter ein Auto gekommen, vielleicht ist ein Flügel gebrochen, jedenfalls kann sie nicht mehr fliegen.

Ab und zu lege ich ihr ein paar Erdnüsse hin, in der Schale. Dann gleitet sie vom Baum, isst die Nüsse, dreht vielleicht noch eine Runde am Boden und klettert dann hüpfend und strampelnd wieder auf ihren Stammplatz hinauf.

Arme Krähe. Klar ist sie nur ein Vogel, nicht mal schön, geschweige denn ein Haustier, und es gibt natürlich andere Probleme auf der Welt. Aber der Mensch sieht überall Bedeutung, wo keine ist; ich kann die Welt nicht anders als symbolisch wahrnehmen. Und dann denke ich auch an Crow, einen Gedichtzyklus von Ted Hughes, mit dem ich mich mal beschäftigt hatte.

(Das Metallzeug unterm Baum: da legt das Krankenhaus, auf dessen Gelände der Baum steht, ausrangierte Regale ab.)

Inspiriert von, aber lange nicht so gut wie, David Hockney, „Billy Wilder Lighting his Cigar“ (Google Bildersuche).

Exkursion, sozusagen

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Na ja, Wandertag halt… :-) Die Schüler hatten einen Auftrag vom Klassleiter und ich hatte einen Preis für das beste Foto ausgeschrieben. Die Bilder kommen hinten ans Klassenzimmer, dann wird eines ausgesucht.

Die Pinguine haben etwas von Musical-Straßengang. Ansonsten: Warmer Tag, viele Tiere lagen recht ruhig herum. Die Elefanten, auch der junge, genossen das neu hergerichtete Bad.

Der Specht, der Specht

Wenn er sitzt, schaut er gleich nicht mehr so souverän aus.

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Versucht einen Halt am wirbelnden Meisenknödelrest zu finden.

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Dann geht es halbwegs und er kann sich die Reste herauspicken.

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Die Amsel freut sich über das, was abfällt.

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Muss sein: Schon wieder Vögel

Seit gestern haben wir eine Tannenmeise zu Besuch:

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Leicht zu verwechseln mit einer Kohlmeise, aber die Tannenmeise hat hinten nicht nur einen kleinen weißen Querfleck im Nacken, sondern einen ganzen Streifen über den Kopf, und keinen schwarzen Strich auf dem Bauch.

Gesehen haben wir den Sperber schon vor ein paar Tagen, heute haben wir ihn beim Frühstück erwischt:

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Ein Vogel, wie man sieht; keine unserer neuen Schwanzmeisen, von denen ich immer noch kein richtiges Bild habe, vielleicht ein Rotkehlchen oder eine Meise?

Wer’s gerne live sieht: Hier gibt es einen Stream aus einem Fischadlerhorst in Estland. Sind oft zu Hause, die Adler; ich schaue immer wieder mal rein. Mit Ton.

Die Wacholderdrosseln sind da

Letztes Jahr habe ich sie wohl verpasst, vor zwei Jahren fielen sie mir zum ersten Mal auf: die Wacholderdrosseln, die – laut Wikipedia ab Mitte Februar – auf dem Rückweg aus der Winterfrische bei mir vor dem Fenster halt machen. Sonst sehe ich nämlich nie Wacholderdrosseln, und dieses Jahr sind sie besonders früh da:

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Eine hiesige Amsel schaute sich die fremde Verwandtschaft an:

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Am Balkon futterten die Meisen:

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Und im Baum kletterte ein Specht herum.

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Am Schluss tauchte auch noch ein Gartenbaumläufer aus. Das sind kleine Vögel, die wie Mäuse den Baumstamm auf und ab herunter huschen:

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Kleine Tierschau Januar 2013

Ausbeute dieses Wochenendes beim Blick aus dem Fenster: Vögel mit Schnee im Schnabel.

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Daneben ein Eichhörnchen.

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Kein Foto gibt es leider vom Buntspecht am Meisenknödel. Apropos Meisen: einige stellen sich beidbeinig auf das Futter und drehen sich munter mit ihm herum.

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Andere halten sich mit meinem Bein am Kabel fest und ziehen mit dem anderen das Futter heran.

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Und abends gab es Milchlamm nach spanischem Rezept. Weil ich das mal in Sepulveda so gegessen habe, cordero asado, ausgesprochen lecker. Nur Salz und ein bisschen Schmalz.

Letzte Eichhörnchen vor dem Schulanfang

Wieder mal Blick aus dem heimischen Fenster. Wir rätseln noch, was die Eichhörnchen da so knabbern, weil der Baum, von dem sie sich bedienen, so gar nicht nach Walnuss aussieht. Wird aber wohl eine Art Walnussbaum sein.

Nachtrag: Na gut, eines habe ich doch noch, das das Eichhörnchen in all seiner wilden Kühnheit zeigt.

Diese Zeit im Jahr schon wieder – Wanderfalke oder Sperber?

Ich blicke oft aus dem Augenwinkel nach draußen, und wenn da eine Taube aufrecht auf einem Ast sitzt, werde ich aufmerksam, weil das dann nie eine Taube ist. Heute kurz nach vier im Baum vor dem Fenster, schon etwas dunkel, deshalb recht grobkörnig:

(Noch steht die wackelige Stativimprovistaion, die ich zu Hilfe genommen haben.)

Vor drei Jahren hatte ich schon einmal so ein Tier im Baum. Ein Wanderfalke? Sperber sind wohl nicht so häufig.

München, Innenstadt. Wilde Gegend.

Specht im Winter, 2011

Specht beim Picken:

Specht von vorn:

Specht von hinten:

Fenster sind etwas Wunderbares. Wenn es die nicht gäbe, müsste ich glatt öfter hinausgehen.