Place names

Mein Interesse für amerikanische Ortsnamen hat angefangen, soweit ich mich erinnere, mit einem Blogeintrag von Peter David. David, ein bekannter Comic-Autor, trug zumindest damals eine Fehde mit dem ähnlich bekannten John Byrne aus. Lange Geschichte, und vielleicht ist Fehde nicht mal das richtige Wort. Jedenfalls machte man sich im Byrne-Forum über den Namen eines Schauplatzes in einer Serie von Peter David lustig, eine Stadt namens Bete Noire. So heißt doch keine Stadt! David kommentierte das in seinem Blog so: Well, gee. I could have gone for something even more obvious, like Hell, but that’s a real city in Michigan. Or … Continue reading „Place names“

Louise Fitzhugh, Harriet the Spy

Bei meinem Podcast-Potpourri war neulich auch folgender NPR-Beitrag „Unapologetically Harriet, the Misfit Spy“ dabei, ein Beitrag aus der Reihe „In Character“ über wichtige, bekannte, folgenreiche oder vielleicht auch nur interessante fiktionale Figuren der amerikanischen Literatur und Popkultur. Von Harriet hatte ich noch nie gehört. Das klang interessant, ich habe mir das Buch besorgt (ist von 1964), es gelesen, und fand es so mitteilenswert, dass ich das hiermit teilen möchte. Harriet ist elf Jahre alt und führt schon seit einigen Jahren ein Notizbuch, in das sie alle Beobachtungen, die sie macht, einträgt. Beobachtungen heißt: Sie sieht sich als Spionin, hat einen … Continue reading „Louise Fitzhugh, Harriet the Spy“

The Great Depression

Der Anlass: Die Library of Congress, bei der es ohnehin unglaublich viel an Material zu finden gibt, hat vor ein paar Tagen über 3000 Fotos bei flickr eingestellt. Ich finde den Gedanken schon mal toll, dass staatliche Institutionen ihr Material öffentlich zugänglich machen, und dass die dazu dann auch noch die Mittel nutzen, mit denen man heute Publikum erreicht. (Lobenswert ist bei uns die Bundeszentrale für politische Bildung, die viel anbietet – die Texte der Informationen zur politischen Bildung etwa, auch wenn mir das ganze Heft als pdf lieber wäre.) Es gefällt mir, dass die USA so ein sammelwütiges Verhältnis … Continue reading „The Great Depression“

Casey at the Bat

JochenEnglish schlägt das Auswendiglernen von Gedichten als Möglichkeit vor. Als Nachtrag zu einer kurzen Baseball-Einlage vor den Weihnachstferien habe ich heute im LK diesen amerikanischen Klassiker von Ernest Lawrence Thayer gemacht. Auswendig werden ihn meine Schüler nicht lernen, aber bis Montag müssen sie den Vortrag üben. Nötig ist ein bisschen Baseball-Grundwissen; ich empfehle auch sehr die Entstehungs- und Aufführungsgeschiche bei Wikipedia nachzulesen. Meine Audioaufnahme (unten angehängt) ist nicht perfekt, aber für mehr als zwei Versuche habe ich keine Zeit. Am schönsten war doch der Vortrag heute in der Schule – man braucht einfach ein Publikum dafür und muss das ganze … Continue reading „Casey at the Bat“

Lies My Teacher Told Me

Weil doch bei Stiftung Warentest die Bio- und Geschichtsbücher so schlecht abgeschnitten haben, hier der Hinweis auf: Ausgangspunkt des Buches ist laut Vorwort der schlechte Ruf, den Geschichte als Fach an amerikanischen High Schools hat: Die Schüler mögen es nicht, sie lernen nichts dabei, und die Universitäten jammern, dass sie bei Null anfangen müssen oder schlimmer noch, bei minus zehn, weil die Schüler so viel Falsches im Kopf haben. In diesem Buch von 1995 untersucht James W. Loewen zwölf (zumindest damals) aktuelle Geschichtsbücher daraufhin, wie sehr sie an dieser Lage schuld sind. Ich bin noch im ersten Drittel, deshalb nur … Continue reading „Lies My Teacher Told Me“

Olbermann, Bush, Habeas corpus

Ich schreibe hier ja sonst nicht viel zum Zeitgeschehen. Aber der Kommentar „Beginning of the end of America“ von Keith Olbermann ist sehr lesenswert. (Und für die Schule gut verwendbar. Immer mein erster Gedanke. Passt leider grad nicht zum Rest des Unterrichts.) Gestern hat George W. Bush den Military Commissions Act unterzeichnet – wer wen wann foltern darf, wie öffentlich Gerichtsverhandlungen sein müssen, wann habeas corpus nicht mehr gilt. Ist schon traurig, was da mit den USA geschieht. Kippen könnte das ganze allerhöchstens noch ein Bundesgerichtshof, aber das sieht nicht wahrscheinlich aus. Aber da wird Gewaltenteilung und habeas corpus, so … Continue reading „Olbermann, Bush, Habeas corpus“

Gehört und gelesen: Podcasts & Superhelden 1

Transom ist eine Seite, die amerikanische Amateur-Rundfunkbeiträge veröffentlicht, und das schon seit vielen Jahren. Bevor es Podcasts gab, war das eine meiner schönsten Quellen für gut gemachtes Tonbeiträge; es gab nicht viel, aber sehr gutes Material. Transom bringt Radiobeiträge, die den Ansprüchen des öffentlichen Rundfunks entsprechen, also sauber produziertes, intelligentes Material, mit technischen Angaben über die Aufnahmegeräte und -bedingungen für die Liebhaber. (Zu meiner Freude sehe ich, dass es inzwischen auch einen Podcast mit ausgesuchtem Material gibt. Wunderbar, gleich abonniert.) Über Transom bin ich vor allem auf The Little Gray Book Lectures gestoßen, und um die geht es mir heute. … Continue reading „Gehört und gelesen: Podcasts & Superhelden 1“

Greendale (vom Flohmarkt)

Auf dem letzten Flohmarkt habe ich für einen Euro das hier gefunden: Und das Geld ist es mehr als wert. „This is Greendale“ ist eine kleine Publikation von 45 Seiten, erschienen 1948, und zwar zum zehnjährigen Jubiläum der Kleinstadt Greendale. Its people and life / Its hopes and ambitions / Its happenings and triumphs Its eventful past / Its interesting present / Its challenging future Am Anfang wird in einem epischen Gedicht („This is Greendale“) die Entstehungsgeschichte von Greendale erzählt (8 Seiten, viele Fotos). Das Gedicht ist reimlos, aber mit regelmäßigem Metrum, und sehr episch. Darauf folgt, neben weiteren Fotos, … Continue reading „Greendale (vom Flohmarkt)“

Good Night, and Good Luck

Gestern war ich im Kino, Good Night, and Good Luck von George Clooney. Hat mir der Film gefallen? Ja. Wird es ein Lieblingsfilm von mir werden? Wohl nicht. Ich brauche mehr Archetypen. Mehr Pathos. Würde ich mir andere Filme dieser Art anschauen? Ja, unbedingt. Der Film ist durchweg schwarzweiß. Er beginn auf einer Gala-Versammlung der Radio-Television News Directors Association 1958, mit der Keynote Speech des Fernsehjournalisten Edward R. Murrow. Die Gäste sind reich geschmückt, haben Doppelkinn und Falten und sehen sehr zufrieden aus. Murrows Rede ist auch heute noch lesenswert: Keine Abrechnung mit dem Fernsehen seiner Zeit, sondern eine Mahnung. … Continue reading „Good Night, and Good Luck“

Root Beer Float

Root Beer ist ein amerikanisches Erfrischungsgetränk mit langer Geschichte, das nach Zahnpasta schmeckt. (Alles über Root Beer bei Wikipedia.) In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es Erfrischungsgetränke in den USA auch im Drugstore zu kaufen. Dort wurde der Sirup, der die Basis für ein solches Getränk darstellt, in ein Glas gegeben und mit kohlensäurehaltigem Sodawasser aufgefüllt. So hat auch Coca-Cola angefangen. (Als Tonikum, als Stärkungsmittel. Erst später wurde es zum Erfrischungsgetränk.) Eine besondere Leckerei ist dabei das Ice Cream Soda. Das besteht einfach aus einem solchen Softdrink mit einem Schlag Eiscreme. Reines Sodawasser mit Vanille-Eis. Oder: Cola mit … Continue reading „Root Beer Float“