Computerspiele und was man mit ihnen macht

Screenshot Astro Smash

Ein Screen – Früher unterschied man, also ich, die Computerspiele hinsichtlich ihrer – wir sagten wohl screens dazu. Die ersten Spiele hatten nur einen einzigen screen, also ein einziges Spielfeld: Bei Space Invaders, Astrosmash oder Missile Command kamen die Angreifer stets von oben, man selber konnte unten navigieren, nach links und rechts oder Varianten davon; schwieriger wurde das Spiel nur durch höhere Geschwindigkeit und eine größere Zahl an Angreifern. Asteroids hatte auch nur einen screen, bot schon etwas mehr Freiheit: Man konnte sich frei im zweidimensionalen Spielfeld bewegen und es sogar verlassen – um dann auf der gegenüberliegenden Seite wieder … Continue reading „Computerspiele und was man mit ihnen macht“

Modulares Geschichtenerzählen in Java, Fortsetzung

(Fortsetzung von hier, wo ich Sunless Sea beschrieben habe. In der ersten Hälfte geht’s ums Prinzip, in der zweiten wird es dann immer technischer.) Das modulare Prinzip, nach dem in eine bestehende Spielwelt kleine Missionen oder Geschichten eingebaut werden, würde ich gerne für ein Programmierprojekt in der Schule nutzen. Dazu erschafft man gemeinsam eine Fantasy-Welt oder nimmt eine von mir vorgegebene. Die Welt besteht aus vielen Orten, zwischen denen man reisen kann, modelliert als Graph. Jeder Ort hat einen Namen und eine schön geschriebene Beschreibung, jede Verbindung eine Distanz, später können dann gerne noch andere Attribute dazu kommen. Außerdem sollen … Continue reading „Modulares Geschichtenerzählen in Java, Fortsetzung“

Was ich gerade spiele und warum: Sunless Sea

Kurzfassung: Ich spiele gerade viel Sunless Sea, und wenn ich überhaupt spiele, was nicht mehr so oft vorkommt, dann meist mit dem Hintergedanken, wie ich das Spiel für die Schule ausschlachten kann. Und bei diesem Spiel hatte ich eine schöne Idee. Vorab: Auf dieses Spiel bin ich gekommen, weil ich zwei sehr empfehlenswerte Feeds abonniert habe. Das ist einmal http://planet-if.com/, ein Aggregator verschiedener Blogs, die sich mit Interactive Fiction beschäftigen. Da geht es um textbasierte Spiele jeglicher Art: Textadventures, historische und neue, browserbasierte Anklickspiele, aber auch reine Erzählspiele ohne Computer – alles, was mit Text zu tun hat. Da sind … Continue reading „Was ich gerade spiele und warum: Sunless Sea“

Rollenspielen 2015

Die letzten dreieinhalb Tage war ich wieder Rollenspielen, so wie seit etlichen Jahren immer um dieser Zeit. Pen & Paper, Call of Cthulhu: Inzwischen schreiben wir das Jahr 1939. Wir trafen uns in St. Paul, Minnesota, um von dort aus nach Rom aufzubrechen. Ein Brief eines Kardinals, mit dem uns ein gemeinsamer Bekannter aus vorhergehenden Spielen verband, brauchte unsere Hilfe. Leider war der Kardinal genauso falsch wie seine Absichten. Ein alter Feind von der SS agierte im Hintergrund, und um herauszufinden, was er eigentlich im Schilde hatte, verfolgten wir die Spuren seiner Aktivitäten sozusagen rückwärts. Zuerst nach St. Gallen, dann … Continue reading „Rollenspielen 2015“

Games for Thinkers

„Games for Thinkers“ ist eine kleine amerikanische Firma, die es – ich müsste recherchieren – vielleicht seit den mittleren 1960er Jahren gibt, und die eine kleine – sehr kleine – Auswahl an Spielen vertreibt. Der Kopf dahinter und Entwickler oder Co-Entwickler aller oder zumindest der meisten Spiele ist Layman E. Allen, inzwischen emeritierter Jura-Professor an der Universität von Michigan. Die Spiele sind sich alle ein bisschen ähnlich: Sie sind komplex und kompliziert und haben eine Basis in den exakten Wissenschaften, die Anleitungen lesen sich wie trockenste Gesetzestexte und sind ebenso nüchtern gesetzt, und es lassen sich kaum Mitspieler dafür finden. … Continue reading „Games for Thinkers“

Codefunde, und Programmieranregungen

Zwei Funde aus der letzten Zeit, und beide kurz, quelloffen und verständlich. 1. A Dark Room Ein minimalistisches Spiel, das mit Maus und später ein wenig Tastatur im Browser bedient wird. Nach den ersten Klicks befindet man sich in vertrauter Atmosphäre, ein textbasiertes City-Building-Spiel also, und doch… man beginnt in einem dark room, und muss erst einmal das Feuer anheizen. Eine Fremde kommt in die Hütte, wärmt sich, und stellt sich als builder heraus, die mit dem gesammelten Holz einfache Dinge bauen kann. Nach und nach kommen weitere Wanderer, eine zweite Hütte wird gebaut. Bereits bei den ersten, der interactive … Continue reading „Codefunde, und Programmieranregungen“

Rollenspielen 2013

Mit unserer Kampagne, die vor vor vier Jahren im Jahr 1932 begann, befinden wir uns inzwischen im Jahr 1937. Unser Kontaktmann ruft uns nach Paris; dort bestaunen wir am Flughafen Orly die sensationellen Beton-Luftschiffhangars (1944 zerstört), nehmen Cocktails in Harry’s New York Bar, übernachten im Ritz, wo wir einen Blick auf Coco Chanel erhaschen. Wir erfahren Deails über die Geschichte des Ritz. Abends trifft Thea in der Hotelbar (Gückswurf gelungen) auf Cole Porter, wir anderen haben die Wahl zwischen Paradis Latin, Moulin Rouge, Lido, den Folies Bergère. Am nächsten Tag wird es geheimnisvoll: Abgefangene Funksprüche einer deutschen Expedition in Venezuela … Continue reading „Rollenspielen 2013“

Serious Text Games

„The Republia Times“ ist ein schönes Spiel, das sich vielleicht auch für das rasche Leseverstehen (skimming) im Englischunterricht eignet. Flashbasiert, im Browser zu spielen; man kann die Flashdatei aber auch einfach lokal speichern. (Via Aaron A. Reed.) Das Spiel ist einfach, aber reizvoll: Man spielt den eben ernannten Redakteur der Republia Times, einer Zeitung im diktatorisch regierten Republia. Die Presse dort ist alles andere als frei; die Familie des Redakteurs befindet sich in Geiselhaft der Regierung. Man muss zehn Tage als Redakteur überstehen: In den ersten Tagen muss man die Loyalität der Leserschaft auf einen gegebenen Wert erhöhen, indem man … Continue reading „Serious Text Games“

Kartenspielen mit der 10a, aus Gründen

In der letzten Stunde habe ich mit der 10a Karten gespielt. So eine Art Mau-Mau. Mau-Mau geht ja ganz einfach: Am Anfang deckt man eine Karte auf, und die Spieler versuchen der Reihe nach ihre Karten loszuwerden, indem sie sie ablegen. (Lassen wir alle Sonderkarten mal weg.) Die Ablageregel lautet: Man kann eine Karte ablegen, wenn sie die gleiche Farbe (Herz, Pik, Kreuz, Karo) hat wie die oben liegende Karte, oder wenn sie den gleichen Wert hat. In meiner Variante wurde allerdings eine andere Regel verwendet, die nur ich als Spielleiter, sozusagen, kannte. Eine geheime also. Einige Schüler waren die … Continue reading „Kartenspielen mit der 10a, aus Gründen“

Harharharhar…. nein, ernsthaft, richtig breit grinsend…

Heute Vertretungsstunde in einer 6. Klasse. Angenehme Klasse: Fenster waren geschlossen, Rollläden unten. Habe sie gelobt für ihren einsichtigen Umgang mit Sommerhitze. Außerdem Sitzordnung gelobt, weil ein großer Gruppentisch dabei war. Ich gebe zu, ich war überrascht worden von der Vertretungsstunde, hatte mir keine großen Gedanken gemacht, für den Computerraum war nicht wirklich genug Zeit. (Dort gibt es immer genug zu tun.) Und Hausaufgaben machen oder gar spielen lassen, das mag ich nicht. Aber man ist ja digital und methodenkompetent. Computer und Beamer funktionierten im Klassenzimmer, also angeworfen und – ziemlich kommentarlos – auf diese Seite gegangen: http://ifwizz.de/allein-mit-kai-%282010-de%29-play-online-726.html Dort kann … Continue reading „Harharharhar…. nein, ernsthaft, richtig breit grinsend…“