Zinnfiguren

Diese Zinnfiguren sind nicht besonders gut bemalt, aber ich wollte sie trotzdem zeigen: Die meisten Menschen wissen vielleicht gar nicht, dass es Leute gibt, die Zinnfiguren bemalen und damit spielen. Auch wenn das auch schon wieder lange her ist. (Und die Call-of-Cthulhu-Figuren sind noch gar nicht bemalt, ich hatte es einfach nicht übers Herz gebracht.)

Kingmaker

Als ich vor sechzehn oder siebzehn Jahren beim Abklappern der Jugendherbergen in Großbritannien auch nach Harlech in Wales kam, da kannte ich diese kleine Stadt schon. Ich kannte überhaupt schon eine ganze Menge Städte dort. Das lag an diesem Spiel: Kingmaker. Ursprünglich von Gibson Games, später von Avalon Hill, und vermutlich gab es das Spiel zwischendurch auch mal für den Computer. So schön Computerspiele sein können: Mit ein paar Leuten um einen Tisch sitzen und kleine Pöppel oder Kärtchen auf einem bunten Spielfeld herumzuschieben, ist noch viel schöner. Auch wenn eine Partie Kingmaker, so wie wir sie spielten, selten unter …

WFF N PROOF

Dieses Spiel ist eigentlich gar nicht wirklich spielbar. Aber interessant ist es schon. Darauf gekommen bin ich vor zwanzig Jahren durch das im Zusammenhang mit Eleusis schon erwähnte Denken als Spiel von Willy Hochkeppel. WFF ‘N PROOF besteht aus drei Spielmatten zum Ablegen der Würfel, und aus einer Reihe unterschiedlich beschrifteter Würfel. Um WFF’N PROOF zu spielen, muss man erst einmal wissen, was ein WFF ist (ausgesprochen wie das englische “woof”). Dazu gibt es drei Regeln: Jedes p, q, r und s ist ein WFF. Jedes N, gefolgt von einem WFF, ist wiederum ein WFF. Jedes C, A, K oder …

Eleusis

Als Zwölf- oder Dreizehnjähriger stieß ich in der örtlichen Stadtbibliothek auf ein Buch, das ich im Laufe der folgenden Jahre wieder und wieder auslieh: Denken als Spiel von Willy Hochkeppel, ein Buch mit Paradoxien, Rätseln, Denkaufgaben. Und zwar ein besonders gutes; ein Rätsel daraus (und zwar eines, bei dem die Lösung nicht angegeben war) ließ mir Jahre lang keine Ruhe. Immer wieder lieh ich das Buch aus, und irgendwann hat’s dann auch mit dem Rätsel geklappt. Bemerkenswerter an dem Buch war aber, dass darin zwei Spiele vorgestellt wurden, die mich in den Jahren darauf immer wieder beschäftigen würden. Zwei ungewöhnliche, …

Abenteuer im Computerraum

Ich habe ja schon mal über Textadventures geschrieben. Jetzt war ich mit einer 9. Klasse im Computerraum und habe sie Zork spielen lassen. Das hat ganz gut funktioniert. Ich habe ein zweiseitiges Arbeitsblatt (pdf) dazu erstellt. Gut ist, dass Zork den Spielern einen Punktestand anzeigt. So vergleichen die Schüler den Punktestand untereinander und sehen, dass es durchaus möglich ist, bestimmte Probleme zu lösen. Außerdem rufen sie durch den Computerraum Fragen wie: “He, wie seid ihr an dem Troll vorbei gekommen?” Das gefällt mir. Interessant ist, dass manche Schüler sich einfach nicht die Zeit nehmen, den Text zu lesen, den ihnen …

Cheapass Games

Einige meiner schönsten Stunden hatte ich bei Spieleabenden mit Freunden. Stunden, die so selbstverständlich und schön waren, dass mir das immer erst im Nachhinein aufgefallen ist. Dieser Eintrag ist diesen Spielerunden gewidmet. Cheapass Games ist ein kleiner amerikanischer Spieleverlag mit viel Humor und kleinen Preisen. Die ersten Spiele kamen in weißen Papeirumschlägen und enthielten keinerlei Würfel, Münzen doer Spielfiguren. Jeder Hobbyspieler hat davon ohnehin genug zu Hause herumliegen. Die nächste Generation kam dann schon in etwas stabileren Pappkartons, und einige Luxusausgaben in Farbe gibt es auch schon. Die Preise sind nicht mehr ganz so niedrig, aber ab US$ 7.50 gibt’s …

Englisch spielend lernen

Also, ich hab so Englisch gelernt: Einmal über das Lesen von englischen Büchern und Comics, und außerdem über Spiele. Ganz am Anfang standen zum Beispiel die Text-Adventures. Das waren Computerspiele ganz ohne Bilder; man wurde in eine mehr oder weniger gefährlich-phantastische Situation versetzt; bekam in englischen Sätzen beschrieben, was um einen herum geschah, und musste in englischen Sätzen oder Satzfragmenten selber dem Computer mitteilen, was man tat. Häufige Mitteilungen waren zum Beispiel: “Go east”, “Look around”, “Take the sword” und “Attack the monster with the sword”. Da konnte man zumindest seinen Wortschatz erweitern. Ich weiß heute noch, wie lange ich …

Konsequenzen

Gestern war Sommerfest. Die Lehrer-Schüler-Band hat gespielt, noch besser als sonst (also richtig, richtig, richtig gut), davor die Big Band und liebenswerte Zehntklassrocker. Auch sehr schön. Eine Mutter hat mich darauf angesprochen, dass ihr Sohn seit Jahren begeisterter Rollenspieler ist, und jetzt auch mit Live-Rollenspielen anfangen will. All das, seit ich bei einer Art Schullandheimaufenthalt ein paar Jungs, die damals in der 7. Klasse waren, erklärt hatte, wie Rollenspiele funktionieren. Wie immer hatte ich wohl kurz Rollen zugewiesen: “Okay, du bist ein tapferer Ritter, du ein geschickte Waldelf, du ein unerfahrener Zauberer”. Und sie dann eine Viertelstunde lang in ein …

Kartenspiele

Mal mit einer 6. Klasse: Eine Spielanleitung (von Schülern verfasst). Das war ziemlich am Schuljahresende, und wie jedes Schuljahr kommt das Ende immer schneller, als man denkt – Bundesjugendspiele, Chorfreizeit, Ökumenischer Arbeitskreis, Orchesterproben, Kursfahrten: Schon Wochen vor dem Ende des Schuljahres unterrichtet man immer nur einen Teil seiner Klasse, weil der Rest unterwegs ist. Und dann sind plötzlich Notenkonferenzen und die letzten Stunden fallen auch noch aus. Jedenfalls konnte ich mit den Spielkarten dann nicht soviel machen, wie ich wollte. Vielleicht hole ich das noch einmal nach.

Hobbit-Heft

Mit einer 5. Klasse las ich mal Der kleine Hobbit von J. R. R. Tolkien. Als Projekt ist dabei ein Spiele-Heft entstanden. Man kennt das ja: Der Spieler liest einen nummerierten Abschnitt und muss sich an dessen Ende entscheiden, bei welchem aus einer Auswahl von weiteren nummerierten Abschnitten er weiter lesen möchte. Manche Abschnitte enden ohne weitere Wahlmöglichkeit: Damit ist die Geschichte zu einem Ende gekommen (das glücklich oder weniger glücklich sein kann). Auf diesem Weg muss man während des Lesen immer wieder Entscheidungen treffen, und kann das Heft mehrfach lesen, wobei die Geschichte jedesmal einen mehr oder weniger anderen …