Lektürelisten für Schüler, und Herr Nickles

Herr Nickles war unser Deutschlehrer in der 11. Klasse, 1984-85. Ich sage bewusst „unser“, den er hat wie kein anderer unsere Klasse geprägt und zu einer Gemeinschaft zusammengeführt. (Der zweite Platz in dieser Hinsicht gebührt dem damaligen Englischreferendar – bei Twitter einigen gut bekannt. Der hat eine ganze Klasse „Goodnight Saigon“ von Billy Joel singen machen, und Billy Joel hat den harten Kern dieser 11. Klasse die folgenden Jahre weiter verbunden. Läuft gerade auch wieder.) Herr Nickles war genau der richtige Lehrer für uns. Ich weiß nicht, wie er das gemacht hat. Aber eine mäßig wilde, reine Jungenklasse hat er … Continue reading „Lektürelisten für Schüler, und Herr Nickles“

Klassentreffen, nach 25 Jahren

Vor einem Jahr etwa war ich bei meinem ersten Klassentreffen in der Lehrerrrolle, ein zehnjähriges. Ich war nur kurz da, weil ich der einzige Lehrer war, weil ich mit einzelnen interessanten Schülern ohnehin über Facebook bekannt war, und weil die eine Schülerin, die ich darüber hinaus gerne getroffen hätte, nicht da war. Mein eigenes zehnjähriges Abitur habe ich auch als nicht besonders interessant in Erinnerung. Vielleicht ist das noch zu früh. Ganz anders das zwanzigjährige vor fünf Jahren. Das war schön und fruchtbar. Gestern war das fünfundzwanzigjährige Klassentreffen. Nicht ganz so viele Leute, aber immer noch viele, und ein paar, … Continue reading „Klassentreffen, nach 25 Jahren“

Die Rechner meiner Kindheit und Jugend

(Weil ich gerade Nerd Attack! gelesen habe und bald dazu schreiben möchte.) Andere Kinder meiner Generation mussten sich einen Commodore 64 von den Eltern erbetteln – und wurden dadurch zu Computernerds, wenn sie Glück hatten. Ich hatte eine andere Art Glück insofern, als dass mein Vater regelmäßig die neuesten Rechner nach Hause brachte (und mir heute noch Hard- und Softwaretipps gibt). Ein richtiger Nerd bin ich nie geworden, weil ich mich dann doch mehr auf meine anderen spinnerten Hobbys konzentrierte, aber dass ich mit Rechnern aufgewachsen bin, hat mir viel gebracht. Magnavox Odyssey (1973) Die erste Spielekonsole. An dieses Gerät … Continue reading „Die Rechner meiner Kindheit und Jugend“

Meine Marvel-Sammlung 1979

Wir schreiben das Jahr 1979, gegen Ende des Jahres, und ich breite meine Marvel-Sammlung vor mir aus: Ich sehe sehr selbstzufrieden aus („smug“). Man sagt mir nach, manchmal schaute ich heute noch so. Damals war ich 12, am Anfang der 6. Klasse, wenn die Foto-Datierung meines Vater stimmt. Die Comics sind das Ergebnis eines Jahres Sammelleidenschaft. Links sieht man eine Reihe von Marvel-Superbänden. In diesen Bänden wurden nicht verkaufte Hefte des Verlags, jeweils drei Stück, zusammengebunden und billiger verkauft. Leute wie ich trennten die dann später mit scharfen Messern aus den Bänden heraus, um sie als Einzelhefte zu haben. Die … Continue reading „Meine Marvel-Sammlung 1979“

Soziale Netzwerke: MMORPG, online und off.

Alle Welt spricht über soziale Netzwerke, keiner über jene besondere Spielart des MMORPG. Diese Buchstaben stehen für massively multiplayer online role-playing game. Das sind Online-Rollenspiele, bei denen jeder Spieler eine Figur übernimmt (typisch: der theoretisch heldenhafte, in der Praxis eher pragmatische Krieger) und sich mit dieser in einer Welt bewegt (typisch: Fantasywelt wie bei Herr der Ringe), die voll ist mit – neben anderen Gestalten – weiteren solcher Spielerfiguren. Man interagiert miteinander oder mit der Welt, kämpft miteinander oder mit den Gefahren, die die Welt bereitstellt, um das Leben dort spannend zu machen. World of Warcraft ist wohl das bekannteste … Continue reading „Soziale Netzwerke: MMORPG, online und off.“

Altes Schulzeugnis

Meine Eltern haben sich seit etlichen Jahren auf die Genealogie geworfen. Informationen über Vorfahren werden gesucht und gesammelt, in Kirchenarchiven und alten Briefen. In den USA gibt es viele Datenbanken dazu – den Census von 1930, den von 1910, oder das Projekt Family Search. Bei letzterer Seite findet man mitunter auch Informationen aus Deutschland, da natürlich viele Amerikaner europäische Vorfahren haben. Glücklicherweise gibt es ein verhältnismäßig einheitliche Dateiformat für genealogische Daten, so dass man nicht an ein bestimmes Verwaltungsprogramm gebunden ist. Als Zwischenergebnis des Sammelns habe ich jetzt einen Ausdruck gekriegt, 180 Seiten stark, mit Stammbäumen, Register, Zeittafel und verschiedenen … Continue reading „Altes Schulzeugnis“

Aus meiner Schulzeit: Mein Aufsatzheft

Noch mehr gefunden: ein Aufsatzheft. Interessant finde ich, dass von allen Aufsätzen darin zwei Versionen existieren – jeweils eine sorgfältig überarbeitete Fassung, in der nicht nur die Rechtschreibfehler verbessert wurden, sondern mehr geändert wurde. Abgedruckt auch einer meiner Aufsätze. Ich kann mich sogar daran erinnern, dass er mir peinlich war – der Lehrerin gegenüber, den Eltern, mir selber? Das weiß ich nicht mehr. Eine rechte Räuberpistole, ich hatte wohl am Tag zuvor etwas Aufregendes im Fernsehen gesehen. Weil es sonst nirgendwo hinpasst: Kunst aus der 7. und 8. Klasse am Gymnasium: Der Linolschnitt zeigt unverkennbar Frankensteins Monster mit einem Raben … Continue reading „Aus meiner Schulzeit: Mein Aufsatzheft“

Aus meiner Schulzeit: Arbeitsblätter in der Grundschule

Ich wusste selber nicht mehr, wie 1977/1978 Arbeitsblätter in der Grundschule aussahen. Beim Aufräumen habe ich welche aus der 4. Klasse gefunden. Ich finde, ich hatte eine gute Schrift (Note aber meist 3), gezeichnet habe ich auch gut, auch wenn unter manchen Blättern ein: „Du kannst sauberer arbeiten!“ und: „Unsauber!“ steht. Das letzte Blatt erklärt übrigens den Unterschied zwischen Gymnasium und Hauptschule, damals. Typisch für mich: der Panzer, und die zwei Leute im Heißluftballon. Die stammen entweder aus „Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“ oder, noch wahrscheinlicher, aus irgendeinem Jules-Verne-Geschichte. Neulich habe ich als Audio gehört: „Ein Drama in … Continue reading „Aus meiner Schulzeit: Arbeitsblätter in der Grundschule“

Mein liebstes Schulbuch

Im Halbtagsblog macht sich Jan-Martin Gedanken um alte und neue Schulbücher, vor allem bei Mathematik. In Gleich 8 bei Herrn Schwarzmüller gibt es eine Diskussion um digitale Schulbücher – am besten von Lehrern unter CC-Lizenz geschrieben. Unbedingt! Wenn es da das richtige Format gibt, mache ich gerne mit. Ich suche ja selber noch nach einem Format, um meine Ideen zu sammeln. Vorerst allerdings mein liebstes Schulbuch: Lesebuch A (Gymnasium) Oberstufe. Lyrik. Ernst Klett Verlag 1969. Das hatte ich in der 11. Klasse. Es ist ein Lesebuch und enthält Gedichte. Es gibt nur ganz wenig Zusatzmaterial: eine Seite Vorwort (die ich … Continue reading „Mein liebstes Schulbuch“

The Golden Age 2: Perry Rhodan

In den letzten Wochen habe ich viele Hörbücher von meiner Festplatte angehört, die endlich mal wegmussten. Hauptsächlich Fontane und solche Sachen, aber auch Perry Rhodan Band 2300 aus dem Jahr 2005, den ich mir damals aus dem Web geladen habe. (Download inzwischen hier.) Und grad schön war’s. Ich meine, ich kann das keinem meiner Leser einfach so empfehlen, aber wer’s mag, fur den ist es das Höchste, wie man so sagt. Und für jemanden wie mich auch, der eine Perry-Rhodan-Vergangenheit hat, und es gibt schlimmere Leichen, die man im Keller haben kann. Ich habe nur ein paar Jahre lang Perry … Continue reading „The Golden Age 2: Perry Rhodan“